Der französische Hersteller Archos war in Deutschland bisher meist dafür bekannt, günstige Android-Tablets zu bauen, mit deren Leistungsfähigkeit es nicht immer weit her war. Mit den neuen G9-Modellen hat sich das offensichtlich geändert. Wir haben uns das Archos 80 G9 Turbo angeschaut und präsentieren es in einem Unboxing.
Archos 80 G9
Zugegeben: Bei Design, Materialwahl und Verarbeitungsqualität kann das Archos 80 G9 Turbo nicht ganz mit der Tablet-Elite von Apple, Asus oder Samsung mithalten. Aber das macht auch nichts, denn einerseits sind alle drei Punkte weit davon entfernt, wirklich schlecht zu sein, außerdem kostet jedes halbwegs vergleichbare Modell der Konkurrenz mehr als das Doppelte.
Eine echte Blöße leistet sich das Gerät eigentlich nur beim Display, denn hier greift der Hersteller offensichtlich auf ein älteres TFT-Modell zurück, das bei Blickwinkeln von unten und rechts stark an Helligkeit und Kontrast verliert. Dann wird auch ein grobes Raster auf der Display-Oberfläche sichtbar. Bei direkter Draufsicht kann der 8-Zöller hingegen mit angemessener Farbwiedergabe, Helligkeit und Schärfe bei einer Auflösung von 1.024x800 Pixel punkten.
Bei der Bediengeschwindigkeit hinterlässt das Archos 80 G9 auch einen guten Eindruck. Zwar schafft es der Dual-Core-Prozessor von Texas Instruments trotz (in der Turbo-Variante) 1,5 Gigahertz nicht immer, eine ganz flüssige Bedienung zu gewährleisten, allerdings ist er meistens ziemlich nah dran. Hin und wieder scheint er allerdings vom mit 512 Megabyte etwas knapp bemessenen Arbeitsspeicher ausgebremst zu werden. Das macht sich gelegentlich im Browser bemerkbar. Dort werden Seiten nach angemessener Ladezeit hin und wieder während des Scrollens Abschnittweise noch einmal nachgeladen, was zu starkem Ruckeln führt. Meist funktioniert das aber wesentlich besser und die Navigation im Internet erfolgt nahezu flüssig.
Das Archos 80 G9 bietet zusätzlich zur flotten Bedienung auch eine ganze Menge an Anschlussmöglichkeiten. Neben 3,5-Millimeter-Stecker und microUSB-Anschluss gehört dazu auch ein Mini-HDMI-Anschluss, über den Inhalte an einen entsprechenden Fernseher gestreamt werden können. Zusätzlich kann man mit nur einem Handgriff ein UMTS-Modul nachrüsten, um auch unterwegs ins Internet zu gelangen. Archos bietet dafür voll in die Tablets integrierbare Sticks an, die auf Wunsch auch an jedem anderen Gerät genutzt werden können.
Das getestete Archos 80 G9 Turbo kostet im Internet mit 16 Gigabyte internem Speicher etwa 240 Euro, den UMTS-Stick gibt es bereits ab etwa 50 Euro dazu. Damit bietet Archos ein Paket, das zwar einige leichte Schwächen hat, aber bei der Preis-Leistung kaum zu schlagen ist. Mehr Informationen finden man im Test zum Archos 80 G9 Turbo.
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