Tobias Czullay, Andreas Woitaschek | (0)

Fairphone 2 Unboxing: Fett, aber fair

Mit einiger Verspätung hat im Dezember die Auslieferung des Fairphone 2 an seine Käufer begonnen. Auch wir haben vom niederländischen Hersteller ein Testgerät des möglichst fair produzierten Smartphone erhalten und schildern euch unsere ersten Eindrücke.

Fairphone 2 Unboxing

Original Bild: © Areamobile

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Über die Grundidee hinter dem Fairphone 2 haben wir schon mehrmals berichtet, in einem kurzen Video konnten wir euch sogar zeigen, wie leicht das nunmehr zweite Smartphone des niederländischen Herstellers auseinander gebaut werden kann. Folglich rücken wir in unserem Unboxing nicht das Konzept oder die Produktionsbedingungen, sondern das Gerät selbst in den Fokus. Schon die Maße des Kartons, in dem unser Testgerät mit halbdurchlässiger blauer Rückseite steckt, lassen erahnen, dass der Lieferumfang recht spärlich ausfällt. Und tatsächlich: Wie vom Hersteller bereits angekündigt liegen dem Fairphone 2 weder ein Netzteil, noch ein USB-Kabel oder ein Headset bei, lediglich das Smartphone, der entnehmbare Akku und eine Anleitung sind vorzufinden.

Das Fairphone 2 selbst ist für ein aktuelles Smartphone ungewöhnlich dick, knapp 12 Millimeter trennen die Vorder- von der Rückseite. Dadurch, aber auch wegen der vorne leicht den Bildschirm umgreifenden Gummilippe des Unibody wirkt es fast so, als wäre das Gerät in eine zusätzliche Schutzhülle eingebettet – dem ist allerdings nicht so, wir halten das wahrhaftige Smartphone in den Händen. Die Rückseite besteht aus Kunststoff und muss mit ein wenig mehr Kraftaufwand vom Rest des Fairphone 2 gelöst werden, in der darunterliegenden Trägereinheit werden der Akku, eine microSD-Karte und bis zu zwei SIM-Karten eingepflanzt. Der Clou dabei: Die gesamte Trägereinheit, also der Teil des Geräts, der Bestandteile wie den Chipsatz oder die Kamera enthält, lässt sich nach dem Lösen zweier Arretierungen vom Bildschirm trennen, die einzelnen Komponenten können mit dem richtigen Werkzeug - einzig und allein einem kleinen Kreuzschlitzschraubendreher -  also selbst ausgebaut und ausgetauscht werden.

Kein Luxus aber trotzdem teuer

Der auch etwas knarzigen Plastikrückseite ist geschuldet, dass das Fairphone 2 zwar durchaus robust, aber doch deutlich weniger hochwertig erscheint, als es der hohe Preis von 540 Euro vermuten lässt - wer nach außen hin Luxus will, der greift zu anderen Geräten. Mangelhaft sind die viel zu steifen Druckpunkte der Hardware-Tasten am Rahmen des Fairphone 2, wobei wir uns auch über den ungewöhnlich weit oben platzierten und damit nicht wirklich bequem erreichbaren Power-Knopf auf der rechten Seite wunderten. Weiter unten gibt es einen haptischen Kamera-Auslöser mit nur einer Druckstufe.

Als Antrieb dient dem Fairphone 2 der zwar mittlerweile fast zwei Jahre alte, aber gut gereifte Snapdragon 801 von Qualcomm, als Betriebssystem ist Android 5.1 Lollipop installiert. Auf den ersten Blick erscheint das Interface ein wenig ungewöhnlich, denn neben neuen Icons wurden auf den Seiten rechts und links neben der ersten Startbildschirmseite große Widgets für die häufigsten Kontakte, bzw. meistbenutzten Apps untergebracht. Auch ein Symbol für den Zugriff auf den App-Drawer fehlt. Die Widgets können allerdings nach Belieben entfernt und ausgetauscht werden, der App-Drawer lässt sich in Form eines eigenen Widgets nachrüsten. Der Rest der Benutzeroberfläche entspricht weitestgehend dem klassischen Vanilla Android von Google. Die Leistung des Fairphone 2 wird von den kleinen Anpassungen jedenfalls nicht beeinträchtigt, das Smartphone läuft weitestgehend flüssig. Der 5 Zoll große Bildschirm stellt Full-HD dar und ist angenehm hell, bei spitzeren Blickwinkeln lassen Leuchtkraft und auch die Farbwiedergabe merklich nach.

In den kommenden Tagen schicken wir das Fairphone 2 durch unseren Test. Habt ihr Fragen zum Gerät oder zum Testablauf? Dann rein damit in die Kommentarbox!

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