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Tobias Czullay, Andreas Woitaschek | 1

Asus ZenPad 3S 10 gegen Apple iPad Pro 9.7: Zwei Luxus-Tablets im Vergleich

Mit dem neuen ZenPad 3S hat Hersteller Asus ein edles Android-Tablet im Angebot, das es in Sachen Qualität und Größe mit Apples 9,7 Zoll großem iPad Pro aufnehmen will. Im Vergleich zeigen wir, ob das auch gelingt.

Nachdem die meisten Hersteller dem 4:3-Seitenverhältnis trotzten und die Displays ihrer eigenen Tablets stets im Breitbildformat anboten, bildet sich seit geraumer Zeit der genau umgekehrte Trend ab: Wie Apple seit dem ersten iPad setzen neuerdings auch Samsung, Asus und auch andere Unternehmen auf 4:3-Bildschirme. Das hat vor allem für den Haltekomfort seine Vorzüge, immerhin wird ein Tablet beim Surfen im Internet oder dem Lesen von Texten vorzugsweise hochkant gehalten, der Schwerpunkt liegt weiter vorne. Neben dem aktuellen iPad Pro 9.7 von Apple ist nun auch das neue Asus ZenPad 3S 10 ein Tablet mit einem solchen Hochformat-Display – doch da hören die Gemeinsamkeiten nicht auf.

Wie auch Apple verpasst Asus seinem Tablet einen Premium-Anstrich, das Gehäuse besteht aus Metall und ist besonders leicht und dünn. Tatsächlich ist das ZenPad 3S 10 mit 5,8 Millimeter gegenüber den 6,1 Millimetern des iPad Pro 9.7 und 430 Gramm gegenüber 444 Gramm sogar noch etwas filigraner, auch ist es rund 6 Millimeter schmaler. Wo sich der Vorteil bei Gewicht und Dicke kaum bemerkbar macht, da lässt sich der Unterschied in der Breite bereits am deutlich schmaleren Rand rund um die langen Displayseiten ausmachen. Pluspunkt gegenüber den meisten anderen Herstellern von Android-Tablets: Wie auch das iPad kann das ZenPad 3S 10 bequem mit einer Hand gehalten werden, dabei auf dem Displayrand aufliegende Handballen und Daumen werden vom System ignoriert.

Schliffkante oder Spiegel

Das Unibody-Gehäuse des Asus-Tablets besteht wie beim iPad Pro 9.7 aus Metall, ist allerdings mattiert und am Rahmen nach vorne und hinten hin mit einer glänzenden Diamantschliffkante versehen. Derlei Schnörkel gibt es beim iPad mit seiner sanft abgerundeten Rückseite nicht, dafür tritt aber das spiegelnde Herstellerlogo gewohnt aufdringlich hervor. Die Kamera verfügt anders als beim ZenPad 3S 10 über einen zusätzlichen LED-Blitz. Das Objektiv ragt hier allerdings recht unschön für gut zwei Millimeter aus dem Gehäuse hervor, während Asus die Linse nahezu bündig verbaut. Unauffälliger als noch beim iPad Air 2 hat Apple die Antennen im iPad Pro 9.7 verbaut, sie geben sich nur als schmaler Streifen zu erkennen. Beim ZenPad 3S 10 verbirgt sich ein solches für die Antennenstrahlung durchlässiges Bauteil aus Kunststoff direkt im oberen Ende des Rahmens – schließt allerdings bei unserem Exemplar nicht ganz bündig mit dem Metall ab und lässt einen recht breiten Spalt erkennen.

Die Hardware-Tasten liegen beim Apple-Tablet an ihren bekannten Positionen: Oben rechts sitzt der Power-Knopf, links die zwei Lautstärke-Tasten, unter dem Bildschirm die runde Home-Taste mit integriertem Fingerabdrucksensor. Auch im haptischen und länglich gestalteten Home-Button des ZenPad 3S 10 ist ein solcher Fingerabdrucksensor verbaut, rechts und links davon befinden sich zwei berührungsempfindliche Schaltflächen für die Android-Navigation. Lautstärkewippe und Power-Taste befinden sich rechter Hand. Bei beiden Tablets befindet sich der Anschluss für Lade- und Datenkabel unten mittig, beim iPad Pro 9.7 handelt es sich um einen nach Lightning-, beim ZenPad 3S 10 nach USB-C-Standard. Das Asus-Gerät bietet links und rechts davon zwei Lautsprecher, das iPad Pro 9.7 mit jenen am Stirnende insgesamt satte vier Speaker.

Die Bildschirme beider Tablets messen 9,7 Zoll und stellen 2.048 x 1.536 Pixel dar, sind also hinsichtlich ihrer Schärfe gleichauf. Auch bei der Farbwiedergabe lässt sich Asus nicht lumpen und legt ein annähernd gleich gutes, wenn auch nicht so helles und kontrastreiches Bild vor. Die Performance ist sowohl auf dem iPad Pro 9.7 mit Apple-A9X-Prozessor als auch auf dem ZenPad 3S 10 mit Mediateks Hexa-Core-Chip MT8176 überzeugend, Ruckler oder längere Bedenkzeiten leistet sich keiner der Kandidaten.

Einen Datenblattvergleich zwischen Asus ZenPad 3S 10 und iPad Pro 9.7 könnt ihr euch hier anschauen.

Kommentare
  1. 30.09.16 10:50 DaBauer (Youngster)
    Schreckliches Seitenverhältnis

    Ich finde den Trend zu 4:3 Displays schrecklich. Ich besitze noch ein 16:10 Tablet, was in Breit wesentlich besser für Videos ist (schließlich sind Videos ja 16:9) und Hochkant bietet es deutlich mehr Übersicht, da viele Websites ja extrem schmal sind (Facebook, AreaMobile, AnandTech etc.)

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