Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 
Tobias Czullay | 14

Blackberry KeyOne Hands-on: Blackberry und TCL pokern hoch

Mit dem KeyOne soll Blackberrys Gerätesparte unter neuer Führung zu alter Stärke finden. Ob das klappt? Der Preis für das neue Android-Smartphone mit Volltastatur ist gemessen an der Hardware happig, doch könnte es einigen das auch wirklich Wert sein.

TCL ist stolz darauf, Smartphones unter dem Banner von Blackberry bauen zu dürfen. Das spürte man im Vorfeld des CES, als selbst hohe Tiere des unter anderem für die Alcatel-Marke zuständigen chinesischen Herstellers ein neues Modell mit Volltastatur anteaserten, und nun auch deutlich auf der Bühne des Launch-Events zum KeyOne in Barcelona. Allerdings wird man nach der Show auch den Eindruck nicht los, dass den Chinesen der Beitrag an der etablierten Marke wichtiger ist, als ihr eine neue Richtung zu geben. Eine, die Blackberry selbst eigentlich über die Jahre versucht hat, selbst einzuschlagen, mit außergewöhnlicher Hardware wie dem Passport oder dem Priv. Doch waren diese beiden Exoten eben auch reichlich teuer - und das Passport zu allem Überfluss mit einem sterbenden Betriebssystem bespielt -, und das ändert sich auch mit dem KeyOne nicht.

Das neue Blackberry-Smartphone weiß hinsichtlich des Designs, der Verarbeitung und der Haptik zu gefallen. Das Gehäuse besteht größtenteils aus Aluminium, die Rückseite ist aus Kunststoff mit Softtouch-Oberfläche gefertigt und sorgt für einen angenehmen und sicheren Griff. Hier hat TCL - anders als noch bei den DTEK-Modellen - klar auf eine Stärke der Kanadier gesetzt. Eine andere ist natürlich die Volltastatur, die Blackberry beim Priv zwar noch elegant unter dem Schiebemechanismus versteckt, die aber arg klein geraten ist. Die haptische Tastatur des KeyOne ist breiter und im direkten Vergleich mit dem noch ausladenderen Passport sind auch die Druckpunkte weicher. Wie gehabt kann auch über das QWERTZ-Layout gestrichen werden, um auf dem darüberliegenden Touch-Bildschirm zu scrollen oder die Wortvorschläge der Tastatur durch Wischen nach oben anzunehmen. In der Leertaste befindet sich neuerdings ein Fingerabdrucksensor, den wir im Rahmen unseres Hands-ons noch nicht ausprobieren konnte. Der Scanner macht die Taste etwas größer. Anders als es einige Bilder vermuten lassen, steht er aber nicht weiter ab als die restlichen Tasten.

Zu teuer für die gebotene Hardware

Durch die am Fußende angesetzte Volltastatur ist natürlich auch der Bildschirm etwas kleiner als bei anderen aktuellen Smartphones, mit 4,5 Zoll ist er aber noch im Rahmen und ebenso groß wie der des Passport. Allerdings ist das Seiteverhältnis auf 3:2 angesetzt, was sich durch das schmalere Gehäuse sehr angenehm in der Bedienung wiederspiegelt. Ein Smartphone für die Einhandbedienung ist das KeyOne deshalb nicht, so ausgeschlossen wie beim Passport mit 1:1-Bildschirm ist es aber nicht. Das Display stellt Inhalte mit 1.620 x 1.080 Pixel dar, Unschärfen waren nicht zu sehen. Wohl aber fiel eines der drei von uns näher betrachteten Geräte durch einen leicht flackernden Bildschirm auf, ein weiteres war durch eine PIN gesichert. Das dritte im Bunde ließ immerhin Rückschlüsse auf die Software zu, als Betriebssystem ist Android 7.1.1 Nougat mit den üblichen Blackberry-Apps, dem Productivity Tab und den DTEK-Sicherheitslösungen installiert.

Eben durch die Software rechtfertigt TCL wohl auch den hohen Preis des KeyOne von 599 Euro. Gemessen an der Hardware - es ist ein Snapdragon 625 mit 3 GB RAM verbaut - ist das aber eine ziemliche Ansage, das Smartphone bewegt sich damit eher in der Mittelklasse. Zwar ließen sich in den ersten Probeausflügen nun keine Nachteile erkennen, das KeyOne läuft durchaus flüssig. Allerdings sind viele Geräte mit dem leistungsfähigeren und zukunftssichereren Snapdragon 820 schon ähnlich teuer oder sogar günstiger. Ob sich der Aufpreis nun lohnt, wird dann erst der Test zeigen. Das Blackberry KeyOne kommt im April in den Handel.

Kommentare
  1. 26.02.17 11:01 peter0815 (Handy Profi)

    Ich bleib dabei: zu groß, zu schwer, zu kleines Display, zu teuer, zu nix zu gebrauchen...

  2. 26.02.17 11:09 TONG (Gesperrt)

    @peter0815

    Interessant und beeindruckend zu gleich, wie Du vom iPhone sprichst.

    Zum BlackBerry Keyone muss man sagen, dass der Preis für die Mittelklasse-Technik ein ganzes Stückl zu hoch ist.
    Die Volltastatur rechtfertigt diesen Preis nicht.
    399 EUR wären okay gewesen.

  3. 26.02.17 12:36 Gandalf (Expert Handy Profi)

    @peter wie immer sind deine Kommentare zu nichts zu gebrauchen. Aber ja...warum geht man überhaupt noch darauf ein. *rollseye*

    @TONG

    Ist die UVP. Man wird es recht schnell für um die 400€ bekommen.

  4. 26.02.17 13:03 EcoWin (Advanced Handy Profi)

    Nun der höhere Preis könnte auch ein Grund für schnellere Updates und weitergehende Betriebssystemupdates sein. Nur dann muss BB/TCL auch liefern und das soll ja die letzte Zeit wieder ins Stocken geraten sein....

  5. 26.02.17 13:08 TONG (Gesperrt)

    @Gandalf

    "Ist die UVP. Man wird es recht schnell für um die 400€ bekommen."

    Jo, es ist die UVP aber wenn man sich die Preise der früheren BlackBerrys PRIV, DTEK50 und DTEK60 verfolgte, dann musste man feststellen, dass sich die sehr stabil gehalten haben.
    Deshalb gehe ich davon aus, dass die 500 EUR-Marke erst in rund einem halben Jahr und die 400 EUR gegen Weihnachten fallen wird.

  6. 26.02.17 17:32 Gandalf (Expert Handy Profi)

    @TONG

    Wäre doch auch okay für ein BlackBerry mit Tastatur. Und wenn man sich ansieht, was aktuell so vorgestellt wurde, braucht sich TCL da echt nicht verstecken.
    Mir gefällt's.

  7. 26.02.17 18:28 TONG (Gesperrt)

    @Gandalf

    Mir gefällts auch, sehr gut sogar.
    Aber mit der verbauten Mittelklassetechnik, die bereits im vergangenen November im Huawei Nova verbaut wurde, mittlerweile rund 320 EUR kostet und auch im neu vorgestellten Moto G5 Plus verbaut wird und nur 299 EUR kostet, wird es sehr schwer den Mehrpreis von 300 EUR zu rechtfertigen.

    Sony wurde letztes Jahr fast gesteinigt als sie das neue Xperia X für 599 EUR vorstellten.
    Allerdings hatte das den besseren Snapdragon 650-Prozessor.

    Die Volltastatur ist ganz klar ein Alleinstellungsmerkmal aber die Zahl der Nutzer dafür ist sicherlich vorhanden aber für 599 EUR wird sie nicht wachsen sondern sich noch mehr in Grenzen halten.

  8. 27.02.17 03:00 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Mag sein. Jedoch müssen sie sich wie gesagt bis jetzt vor niemandem fürchten. Waren auf dem MWC bis auf Nokia vllt nur fails dabei. LG mit Abstand das frecheste Paket. Moto G5 ist auch noch gut gelungen. Aber ansonsten...?
    Mal sehen, was Sony nachher noch macht, ansonsten war's das.
    Und ein BB braucht kein richtiges High End sein. Mit so einem Gerät spielt man ja auch normal nicht. Daher passt das in meinen Augen schon.

  9. 27.02.17 19:35 EcoWin (Advanced Handy Profi)

    Am Anfang war ich doch sehr angetan von dem Teil und auch die mittelmäßige Leistung stört mich jetzt nicht wirklich, aber ganz ehrlich Cat. 6 LTE bei einem Business Telefon ist ziemlich lachhaft. Da sollte weltweit bester Empfang Grundvorraussetzung sein.

    Gepaart mit den Leistungsmerkmalen des Gerätes und zusätzlich dem Softwareupdaterisiko bei BB/TCL ab 2+ Jahren kannste das Teil getrost in die Tonne kloppen! Nachfolger wird es vermutlich eh nicht geben!

    Das heißt für mich (leider) nach 10 Jahren ohne iPhone, hello iPhone...

  10. 27.02.17 21:39 n-nutzer (Handy Profi)

    als ehemaliger Riesen BB-Fan sage ich auch das der Prozessor und der Preis ein Riesen Fehler sind.

    Entweder Prozessor behalten und günstiger oder Preis behalten und Prozessor raus auf 820 oder gar 821.

    las Verfolger der großen muss man einfach mehr bieten als die Konkurrenten. Nokia zeigt doch gut wie man zurück kommt. Von denen erwarte ich viel eher einen erfolg als von Blackberry nach der Vorstellung.

    einfach zu teuer, zu spät und zu sehr raus aus den allgemeinen Wahrnehmung der Leute.

  11. 01.03.17 20:00 loriot_ (Newcomer)
    Komische Argumentation was zu teuer ist ...

    Wenn ein Smartphone den neuesten Prozessor hat, der nur riesig Abwärme produziert und den Akku leersaugt, dann sind 1000€ anscheinend angemessen, weil soviel kosten einige Spitzenmodelle mittlerweile.
    Wenn BB anscheinend einen Prozessor sinnvoll aussucht, die beste Kamera einbaut, viel in die Benutzbarkeit der SW investiert, dann sind 600€ unverschämt.
    Ich denke die Redakteure bei Areamobile sollten mal in sich gehen und überlegen, was wirklich zählt. Das wäre genauso, also würde der Redakteur nach der Größe der verwendeten Schriftart und der Länge des Artikels bezahlt. Hier würde wohl jeder sofort zustimmen, dass diese beiden Kriterien nicht aussagekräftig sind, ob ein Journalist gute Arbeit liefert oder nicht. Beim Smartphone ist aber die Gleichung ganz simpel: Mehr GHz = besser. Bitte nochmal nachdenken ...

  12. 01.03.17 22:37 EcoWin (Advanced Handy Profi)

    Mhhh, und was genau ist der Vorteil von weniger Frequenzbändern?

  13. 01.03.17 23:24 chief (Professional Handy Master)

    @Eco

    Soweit ich weiß, hat die Cat. nichts mit den unterstützten Frequenzbänder zu tun.

    Die Cat. gibt an wie schnell max. LTE unterstützt wird.

    Mag mich auch irren :)

    https://www.inside-handy.de/magazin/42528-ratgeber-lte-kategorien-lte-cat

  14. 07.03.17 15:56 lecomte

    Leider stellt man bei vielen Tests/Vorstellungen/Hands-on immer wieder fest, dass der User versucht seine eigene Meinung nieder zu schreiben, die sich aber auch grob von den Wünschen/Bedürfnissen anderer User unterscheiden.

    Wenn man täglich sein Smartphone zum Arbeiten benutzt, Termine einträgt, Mails/SMS/Whatsapp schreibt und keine Zeit des Lebens mit Spielen, Apps, Videos und dgl. vergeudet, macht es durchaus Sinn was Blackberry resp. TCL hier macht.

    Mir ist Akkulaufzeit, Tastatur, Handling wichtiger als Displaygrösse, Prozessorleistung und Benchmark.

    Aus genau diesem Grund verwende ich im Moment auch einen kleineren Hersteller, der es mir ermöglicht volle 3 Arbeitstage mit einer Akkuladung auszukommen, wo ich bei einem Massenprodukt von Samsung nicht mal über einen ganzen Tag gekommen bin.

    Und was den Preis angeht frage ich mich schon lange wie bekopft man sein muss für das neueste iPhone oder Samsung Galaxy rund € 1.000,- auf den Tisch zu legen, da es von den Grundfunktionen her ein € 200,- Gerät auch tut (bei meinem Einsatzbereich).

    Ich für meinen Teil habe in den letzten Jahren mehrfach nach genau so einem Teil gesucht und leider nicht gefunden. Nun kann ich mir endlich wieder ein Smartphone kaufen, das meine Ansprüche einer Hardwaretastatur erfüllt und mir persönlich wäre allein das einen Zusatzpreis von € 500,- Wert (zum normalen Gerätepreis von 3-400,- für die Technik).

Kommentar schreiben

Die Komentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
Mehr Informationen