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Tobias Czullay, Andreas Woitaschek | 6

Nokia 8 Unboxing: Nokia hisst die Flagge

Böse Zungen sagen: Das Nokia 8 hat die Hardware von heute im Gehäuse von gestern. Doch wird diese Beschreibung dem neuen Flaggschiff-Finnen gerecht? In unserem Unboxing stellen wir euch das Smartphone in der Farbe "Polished Copper" vor und geben vor dem Test eine erste Einschätzung ab.

Lange haben wir auf ein neues Top-Smartphone von Nokia warten müssen, jetzt liegt das Nokia 8 vor uns. Und um das Offensichtliche gleich zu Beginn auszusprechen: Ja, das Gerät sieht neben einem Galaxy S8 oder LG G6 nicht mehr ganz taufrisch aus. Wie HTC, Sony oder OnePlus hat auch der Nokia-Hersteller HMD Global kein lang gezogenes Display mit schmalen Seitenrändern, sondern nur einen Bildschirm im 16:9-Seitenverhältnis im neuen Flaggschiff-Smartphone verbaut. Zwischen Stirnende und Bildschirm liegen 1,5 Zentimeter, zum Fußende sind es sogar 1,7 Zentimeter, der Rahmen an den langen Seiten ist zwei Millimeter breit. Ein Langweiler ist das Nokia 8 deshalb aber nicht.

Dafür sorgt HMD Global schon mit den Farben, in denen der Hersteller das Nokia 8 anbietet. In Schwarz, Weiß oder Gold gibt es das Smartphone nicht, stattdessen in Silber, zweierlei Blautönen und in der Kupferfarbe, in der sich unser Testexemplar präsentiert. Doch auch bei der Oberfläche des Metall-Unibodys gibt es Unterschiede, in Silber und einem Blauton ist das Gehäuse matt, in der zweiten blauen Farbe und in Kupfer ist es hingegen glatt und glänzend. 20 Stunden wird das 6000er Aluminium auf Hochglanz poliert, sagt der Hersteller. Und tatsächlich zahlt sich die aufwendige Behandlung aus, die Rückseite des kupfernen Nokia 8 ist ein Hingucker. Je nach Lichteinfall schimmert die Oberfläche etwas anders, im Gegenteil zur "Solar Red"-Auflage des HTC U11 dabei auch immer so, dass die eigentliche Farbe erkennbar bleibt.

Das Nokia 8 ist ziemlich glatt

Die Haptik ist da eine ganz andere Sache. Denn durch die Politur ist der Unibody natürlich sehr rutschig, anders als bei Glas "klebt" die Hand nicht so gut an der Oberfläche. Neben der erhöhten Gefahr das Smartphone fallen zu lassen ist es wegen der gewölbten Form der Rückseite nicht einfach, das Nokia 8 anzuheben, wenn des einmal mit dem Display nach unten auf dem Tisch liegt. Liegt das Smartphone einmal in der Hand, fühlt es sich durch die sanften Rundungen gut und durchaus hochwertig an. Scharfe Kanten oder Mängel bei der Verarbeitung können wir bei unserem Testgerät keine Feststellen. Nur die Druckpunkte der rechts im Gehäuse sitzenden Tasten könnten etwas besser definiert sein, zudem knacken sie bei Betätigung hörbar.

Überrascht hat uns, dass HMD Global zwar mit der Zusammenarbeit mit Carl Zeiss für die Kamera wirbt, anders als bei früheren gemeinsam entwickelten Smartphones aber nicht einmal ein Logo des Jenaer Glasspezialisten vorzufinden ist. Auf dem uns vorliegenden Vorserienexemplar ist das fehlt der Zeiss-Schriftzug, beim Verkaufsmodell wird er aber zu sehen sein, erklärt uns HMD Global im Nachgang. Die Knipse des Nokia 8 ist genauso arrangiert wie bei den preiswerteren Nokia-Geräten, nur eben, dass sie zwei übereinandergestapelte Kameralinsen und zusätzlich ein Laserfokus-Modul vorweisen kann.

Der Glance-Screen ist zurück - und muss nachsitzen

Das Display des Nokia 8 misst 5,3 Zoll in der Diagonale und stellt 2.560 x 1.44 Pixel dar, darunter befinden sich zwei beleuchtete Navigationstasten und der Home-Button mit Fingerabdrucksensor. Der Ersteindruck ist gut, die Anzeige ist angenehm hell und farbenfroh und recht blickwinkelstabil. Neben einer Double-Tap-to-Wake-Funktion hat HMD Global dem Smartphone noch ein weiteres praktisches Feature spendiert: ein Always-on-Display.

Das Schriftbild der "Glance"-Anzeige ist allerdings sehr dünn und klein, als dass schon auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen abgelesen werden könnten. Offen bleibt auch die Frage danach, wie viel Energie die Funktion beansprucht, denn das Nokia 8 hat ein IPS- und kein AMOLED-Panel – die Hintergrundbeleuchtung ist also auch in den dunklen Bereichen aktiv. Zum aktuellen Zeitpunkt zeigt "Glance" auch nur wenige Informationen an, zu versäumten Anrufen und eingegangenen SMS und Mails beispielsweise. Drittanbieter-Apps werden erst in Zukunft unterstützt.

Ein Vorteil aller aktuellen Nokia-Smartphones und auch des 8 ist, dass der Hersteller auf pures Android setzt. Einen eigenen Launcher gibt es für das vorinstallierte Android 7.1.1 Nougat mit August-Sicherheitspatch nicht. Das dürfte die von HMD Global versprochene monatliche Auslieferung von Sicherheitsupdates und auch des Updates auf Android 8 erleichtern. Auch die Performance profitiert davon: Auf dem Nokia 8 gibt es in dieser Hinsicht jedenfalls beim ersten Ausprobieren keinen Raum für Kritik.

Kommentare
  1. 18.08.17 15:14 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Ein grundsolides Flaggschiff. Bin auf den Test gespannt. Sollte eigentlich sehr gut abschneiden, was man bis jetzt so gesehen und gelesen hat.

  2. 18.08.17 15:28 benthepen (Advanced Handy Master)

    Bin auf die Kamera und auf die Akkulaufzeit gespannt. Aber für mich ist es nix. Trotz alledem.

  3. 18.08.17 15:46 89marco89 (Advanced Handy Profi)

    Die Kamera sieht echt gut aus. Auf youtube gibt es schon einige Tests und Vergleiche mit S8 oder iPhone.

  4. 19.08.17 06:11 bocadillo (GURU)
    Mal kurz gefragt

    Wer braucht das Teil bzw was bringt es als Mehrwer unter die Androiden .

    Designtechnisch ...halt wie vor 3 jahren , technisch ok wie alle geräte dieser Preisklasse , kompaktheit nicht besser als bei einem P10 ......

    Es wäre lediglich der Schriftzug für paar verbliebene nokianamensfetischisten oder halt der Preis .

  5. 19.08.17 06:37 nohtz (Professional Handy Master)

    "Mal kurz gefragt
    Wer braucht das Teil bzw was bringt es als Mehrwert [...].
    Designtechnisch ...halt wie vor 3 jahren , technisch ok wie alle geräte dieser Preisklasse , kompaktheit nicht besser als bei einem P10"
    -->die selbe frage könnte man auch beim kommenden iphone7s stellen, oder schon beim 7er...
    wenn man mal die sache mit der preisklasse weglässt

  6. 21.08.17 13:03 theflo (Advanced Member)

    Vielleicht hat es eine funktionierende Autokorrektur, das wäre doch was für bocadillo ;-)

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