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Christopher Gabbert, Matthias Zellmer | 1

Nubia Z17 Mini unter anderer Flagge

Wir segeln über die IFA 2017 in Berlin und halten Ausschau nach neuen Smartphones. Dann erspähen wir das neue Diamond Alpha Plus von Archos und rudern drauf zu. Doch was ist das? An irgendwas erinnert uns das Flaggschiff doch?

Das Smartphone-Portfolio von Archos ist groß. So gibt es zum Beispiel von der neuen Access- und Core-Reihe gleich acht bzw. fünf verschiedene Modelle. Für einige Menschen auf der Suche nach dem passenden Smartphone geht da schnell die Übersicht verloren. Da scheint es wie eine Entscheidungshilfe, dass der französische Hersteller jetzt mit dem Diamond Alpha und Diamond Alpha Plus ein Smartphone-Duo vorgestellt hat, das dieser als Flaggschiff-Modelle anpreist. Wir haben die Segel Richtung IFA 2017 gerichtet und das Smartphone in Augenschein genommen.

Erster Eindruck und die erste Frage

Auf den ersten Blick macht das Archos Diamond Alpha (Plus) einen hochwertigen Eindruck. Die Diamantschliffkante, die den Übergang zwischen Rahmen und dem 5,2 Zoll großen IPS-Display mit FHD-Auflösung markiert, macht das Oberdeck des Smartphones im Licht der Messescheinwerfer zum kleinen Blickfang.

Kurz darauf sticht uns aber auch gleich ein für Archos-Smartphones eher ungewöhnliches Merkmal ins Auge: Ein kleiner roter Kreis unterhalb des Displays markiert beim Diamond Alpha (Plus) den kapazitiven Home-Button, dem rechts und links, durch zwei kleine Punkte markiert, weitere Buttons zur Seite stehen.

Bei der Geburt getrennt?

Kommt bekannt vor? Kein Wunder, denn das Diamond Alpha (Plus) entpuppt sich spätestens beim Blick auf die Rückseite als verlorener eineiiger Zwilling des Nubia Z17 Mini. Damit das auch der letzten Landratte nicht entgeht, weißt der Spruch "Designed by Nubia" auf der Rückseite noch einmal deutlich auf den Familienstammbaum des Archos-Smartphones hin. Äußerlich gibt es somit keinen Unterschied zum Mini des chinesischen Herstellers.

Auf der Rückseite gibt es eine leicht aus dem Aluminium-Unibody herausstehende Dual-Kamera mit zwei 13-Megapixel-Sensoren und LED-Blitz sowie einen Fingerabdrucksensor mit feiner Diamantschliffkante drum herum. Auf der rechten Seite sind der Power-Button und die Lautstärkewippe zu finden, die einen knackigen Druckpunkt bieten. Auf der Unterseite sind der USB-C-Anschluss zum Aufladen des 2950 mAh großen Akkus sowie der Lautsprecher zu finden. Den Klinkenanschluss verfrachtet der Hersteller auf die Oberseite des Diamond Alpha (Plus).

Von der gleich Werft zu Wasser gelassen

Auch im Maschinenraum des Flaggschiffes gibt es keinen Unterschied zwischen dem Diamond Alpha und Alpha Plus zu den beiden Varianten des Nubia Z17 Mini von der allerdings nur die Baugleiche Variante zum "normalen" Alpha im Deutschland verkauft wird.

Hier arbeitet im Archos Diamond Alpha der Snapdragon 652 mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher und im Diamond Alpha Plus der Snapdragon 653 mit 6 GB RAM und 128 GB Festspeicher. Letzterer ist in beiden Modellen mittels microSD-Karte erweiterbar. Einen Leistungsunterschied zwischen beiden Smartphones dürfte es aber weder durch den unterschiedlichen Prozessor noch größeren RAM-Riegelim Plus-Modell geben.

Android-Update? Gibt es nicht!

Wer jetzt denkt, damit bekomme man bei Archos also das Nubia Z17 Mini nur mit nahezu purem Android OS, wie es bei Archos eigentlich üblich ist, liegt leider falsch. Denn Archos schnappt sich nicht nur das Design und die Innereien des Nubia Z17 Mini, sondern bespielt das Smartphone auch mit dem Nubia UI 4.0. Das basiert übrigens auf der fast zwei Jahre alten Android-Version 6.0 Marshmallow. Hoffnungen auf ein Update, das wenigstens Nougat auf das Diamond Alpha bringt, brauchen Käufer sich übrigens nicht machen. Auf der IFA wurde ein Firmware-Update für das Smartphone von vornherein verneint. Immerhin klare Worte.

Zeit zum Kielholen

Wir holen Kiel und müssen sagen, dass das Archos Diamond Alpha (Plus) eher einem alten Kahn, als einem Flaggschiff gleichkommt. Nicht weil das Smartphone mit schlechten Planken ausgekleidet ist, denn äußerlich ist es Top oder schlechter Maschine bestückt ist, die geht nämlich auch vollkommen in Ordnung.

Das Problem des Archos-Duos ist ganz einfach das Nubia Z17 Mini. Das gibt es bereits im deutschen Handel zu kaufen und kostet derzeit mit 370 Euro weniger als das Alpha, das für mindestens 399 Euro über die Ladentheke geht. Das Diamond Alpha Plus soll sich sogar erst im Oktober dazugesellen, auch 399 Euro kosten und bietet außer dem größeren Speicher keinen bemerkbaren Mehrwert. Beim Nubia-Smartphone kann man dann immerhin noch auf ein Android-Update hoffen, auch wenn diese Hoffnung minimal ist.

Kommentare
  1. 02.09.17 23:00 Antiappler (Handy Profi)

    So etwas sollten die Kunden gleich durch Nichtkauf des Geräts abstrafen!!!

    Sehr seltsam, was sich so manche Firmenbosse (nicht) denken.

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