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Tobias Czullay, Andreas Woitaschek | 3

BlackBerry Motion Unboxing: Retro in die Zukunft

Nach dem KeyOne mit Volltastatur will Blackberry Mobile nun auch Fans des Fulltouch-Smartphones bedienen und abtrünnig gewordene Apple- und Samsung-Nutzer für sich zurück gewinnen. Das neue Motion bringt einige für den Hersteller typisch gewordene Merkmale mit, dürfte es am Ende aber dennoch schwer haben. Eine erste Begegnung.

Smartphones mit und ohne Volltastatur führten in den vergangenen Jahren eine recht harmonische Koexistenz im Gerätefuhrpark von Blackberry. So verwundert es kaum, dass der Hersteller nach dem KeyOne ein zweites Smartphone für dieses Jahr präsentiert, das eben nur über einen Touchscreen bedient wird. Anders als bei den DTEK-Modellen von 2016, für die der Auftragshersteller TCL eigentlich nur die Idol-Smartphones der hauseigenen Alcatel-Marke umlabelte, geben sich die Chinesen mit dem neuen, Motion genannten Fulltouch-Gerät spürbar Mühe, die Identität von Blackberry einzufangen. Mit gewissem Erfolg: Das Blackberry Motion stellt die Bedienung in den Vordergrund, das Design ist pragmatisch und robust, nicht überstylt oder fragil. Nur wirklich hübsch ist es leider auch nicht.

Das Blackberry Motion hat einen kantigen Rahmen aus Metall, der von den langen Seiten am Fußende zusammenläuft. Das Stirnende ist rund gestaltet, eine Metallplatte wickelt sich dabei von vorne bis hinten unter die Kamera. Den Großteil der Rückseite nimmt ein flacher Kunststoffdeckel ein, der im typischen Blackberry-Look daherkommt und durch die leichte Gummierung angenehm griffig ist. Mit seinen 167 Gramm ist das Motion leichter als es das monolithische Äußere auf den ersten Blick vermuten lässt, der Schwerpusind ausgezeichnet, ihre Anordnung ist eine andere Sache: Mit dem Daumen gut und intuitiv zu erreichen ist nicht etwa der Power-Button, sondern der geriffelte Convenience-Key, der sich mit einer oder sogar mehreren Funktionen frei belegen lässt. Erst darüber befindet sich der Power-Button, noch weiter oben ist die Lautstärkewippe angeordnet.

Durch Nano-Coating kratzfester als Gorilla Glass 5

Vorne befindet sich das 5,5 Zoll große IPS-Display mit Full-HD-Auflösung, das durch eine spezielle Nano-Beschichtung um 20 Prozent besser gegen Kratzer geschützt sein soll als Gorilla Glass 5. Darunter sitzt ein klickbarer Home-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor und daneben angelegten Sensortasten. Der große Abstand, den sich das Motion vom Fußende bis zum Anfang des Bildschirms gönnt, wirkt nicht zuletzt neben aktuellen Smartphones mit langgestrecktem Display wenig zeitgemäß. Nett: Durch Wischen auf der Sensorfläche nach unten wird die Android-Benachrichtigungsleiste ausgefahren, nach oben klappt der App-Drawer aus.

Das Motion ist das erste Blackberry-Smartphone, das auch gegen eindringendes Wasser geschützt ist. Stolz ist der Hersteller über einen weiteren Superlativ, die von älteren Blackberrys gewohnte lange Laufzeit soll durch den bislang größten Akku in einem Smartphone der Marke gewährleistet sein. Zwar lässt sich der 4.000-mAh-Akku nicht drahtlos laden, dank Quick Charge 3.0 aber immerhin per USB-C-Kabel in 40 Minuten zur Hälfte volltanken. Das Blackberry Motion hat am Fußende einen klassischen Klinkeneingang.

Android 8.0 Oreo kommt erst als Update

Der nur 32 GB große Festspeicher kann per microSD-Karte erweitert werden, die Dual-SIM-Variante des Smartphones wird es in Deutschland hingegen nicht geben. Das vom Snapdragon 625 und 4 GB RAM angetriebene Gerät wird mit Android 7.1.2 Nougat ausgeliefert, der aktuelle November-Sicherheitspatch ist bereits zum Download verfügbar. Das Update auf Android 8.0 Oreo soll zum Jahresanfang für Motion und KeyOne ausgeliefert werden, beklagenswert ist der alte Software-Stand trotzdem. Das Betriebssystem kommt Stock-Android nahe, Blackberry hat aber am App-Drawer und der Task-Übersicht Anpassungen vorgenommen und die eigene App-Suite vorinstalliert. Neu ist dabei der Locker, ein passwortgeschützter Dateiensafe, in den sogar durch Betätigung eines zweiten Auslösers ohne Umwege Fotos gesichert werden können. Die Kamera ist dieselbe, die auch im KeyOne und in Googles ersten Pixel-Smartphones gute Dienste verrichtet.

Wie schon beim KeyOne stellt sich am Ende die Frage, ob TCL den Preis für das Blackberry-Smartphone nicht ein wenig zu hoch angesetzt hat. 469 Euro für ein Smartphone mit Mittelklasse-Ausstattung sind kein Pappenstiel, rein nach Datenblatt bekommt man ein ähnlich ausgestattetes Gerät für deutlich weniger Geld. Anders als beim KeyOne gibt es auch keine Tastatur, die vielleicht als besonderes Merkmal diesen Preis wettmachen könnte. Ob die Software und das "Blackberry-Feeling" allein für eine Kaufempfehlung ausreichen klären wir im Test.

Kommentare
  1. 13.11.17 20:05 Hunter (Handy Profi)

    Es ist mir ehrlich gesagt schleierhaft wie ihr in letzter Zeit auf diese Titel kommt. Nicht nur wegen dem Test vom V30 wo ihr schreibt "Netter Versuch, war aber nix" obwohl das V30 mit dem Ergebnis "herausragend" abschneidet, sondern jetzt auch hier. Keine Ahnung was bei euch mit dem Geschmack nicht stimmt, aber ich finde das Motion super von der Optik. Mal was anderes, ein bisschen wie die Pxy von Huawei vor einiger Zeit, aber nicht mehr Retro als der ganze andere Einheitsbrei.
    Für mich ist das Teil wie immer zu groß und der Rand unterm Display ist auch etwas zu breit, aber sonst ein durchaus gelungenes Gerät. Schade die Mittelklasse-Hardware... So kommt kein "will haben"-Gefühl auf. Zumindest bei mir nicht.

  2. 14.11.17 08:59 handyhacho (Expert Handy Profi)

    Ist halt noch ein Android.
    Langweilig...

  3. 14.11.17 10:41 peter0815 (Handy Profi)

    Für 299 im Januar ok..

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