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Matthias Zellmer | 2

Honor View 10 angetestet: Erste Eindrücke vom neuen Honor-Flaggschiff

Das Honor View 10 ist das bislang zweitteuerste Honor-Smartphone, aber im Vergleich zum technisch nahezu gleich ausgestatten Huawei Mate 10 Pro fast ein Schnäppchen. Hier unsere ersten Eindrücke vom neuen Gerät beim Antesten.

Genau eine Woche nach dem Launch im Heimatland China präsentierte Honor am gestrigen Dienstag in London das Honor View 10 für den europäischen Markt. Mit einer technischen Ausstattung, die vergleichbar mit der des Huawei Mate 10 Pro ist, reiht sich das neue Gerät in der Smartphone-Oberklasse ein. Bietet aber mit einem Kaufpreis von 499 Euro (UVP) ein ebenso attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis wie das OnePlus 5T.

Wie in dem Huawei Mate 10 Pro steckt auch in dem Honor View 10 der von Huawei entwickelte Chipsatz Kirin 970 mit Achtkern-Prozessor, 12-kerniger GPU sowie einer NPU (Neural Processing Unit) für Aufgaben der Künstlichen Intelligenz lokal auf dem Gerät. Auch bietet das Honor View 10 bietet ein nahezu randloses 5,99 Zoll großes Display im 18:9-Format mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixel. Anders als beim Referenzgerät platziert Honor aber den Fingerabdrucksensor beim View 10 unter dem Display. Dabei ist das Honor-Smartphone mit drei Millimetern nur geringfügig länger als das Mate 10 Pro.

Das Honor View 10 liegt gut in der Hand, das Aluminium-Gehäuse ist sauber verarbeitet, die Rückseite aus mattem Aluminium zeigt Fingerabdrücke weniger stark als das Glas am Mate 10 Pro. Auf der rechten Seite sitzen die Lautstärkewippe und der leicht geriffelte Power- und Standby-Button. Beide bieten einen guten Druckpunkt und lassen sich gut mit den Fingern der das Handy haltenden Hand erreichen. An der Unterseite des Honor-Smartphones befinden sich neben der Audio-Klinkenbuchse, die dem Mate 10 Pro fehlt, Lautsprecher und ein Mikrofon. Ein Soundtest im Hands-on in London machte angesichts der lauten Umgebung keinen Sinn. Über den USB-C-Anschluss (USB 2.0) lässt sich der 3.750 mAh starke Akku schnell aufladen. An der Oberseite gibt es lediglich einen Infrarot-Blaster zum Fernsteuern von heimischen Hifi-Komponenten oder Fernsehapparaten und ein weiteres Mikrofon. Dieses wird in der Regel zum Unterdrücken von Umgebungsgeräuschen beim Telefonieren oder für Tonaufzeichnungen bei Videoaufnahmen verwendet.

Die Kamera des Honor View 10

Etwas ungewöhnlich sind jedoch die beiden einzeln aus dem Gehäuse ragenden Kameraobjektive auf der Rückseite des Honor View 10 - erwartungsgemäß ohne Leica-Logo. Sie bieten - bei jeweils einer Bildblende von jeweils f/1.8 - für Farbaufnahmen einen 16-Megapixel- und für Monochrom-Fotos einen 20-Megapixel-Sensor. Die Frontkamera löst mit 13 Megapixel auf und eine Bildblende von f/2.0 bietet. Die Bildqualität überprüfen wir im richtigen Test des Geräts.

Kirin 970 mit Künstlicher Intelligenz

Der Kirin 970 hat eine CPU mit vier Cortex-A73-Kernen mit jeweils 2,36 GHz sowie vier weitere Cortex-A53-Kerne mit 1,8 GHz Taktfrequenz an Bord, außerdem eine 12-Kern-Mali-G72-Grafikeinheit und eine dedizierte NPU. Diese dient hauptsächlich zur Rechenunterstützung bei Sprach- und Bilderkennung. Zu der weiteren technischen Ausstattung des Honor View 10 gehören - anders als bei dem Honor V10 für China - 6 GB RAM und 128 GB intern erweiterbarer (microSD) Programmspeicher. Neben Bluetooth 4.2, NFC und und WLAN im 802.11 a/b/g/n/ac Standard im 2,4- und 5-GHz-Frequenzbereich unterstützt das Honor-Smartphone UMTS/HSPA+ und alle in Europa wichtigen LTE-Bänder.

Android 8.0 Oreo und die Benutzeroberfläche EMUI 8.0 sind ab Werk auf dem Honor View 10 vorinstalliert.

Preis und Verfügbarkeit

In Deutschland erscheint das Honor View 10 im Januar in den Farbausführungen Blau ("Navy Blue") und Schwarz ("Midnight Black") zu einem Preis von 499 Euro. Vorbestellbar ist das Smartphone im HiHonor-Store ab Mitte Dezember.  Als Weihnachts-Handy und günstigere Alternative zum 300 Euro teureren Huawei Mate 10 Pro scheidet das Gerät damit aus - sicherlich eine genau überlegte Entscheidung von Huawei.

Alu-Rückseite, keine IP-Zertifizierung, frontseitig sitzender Fingerabdrucksensor, höher auflösende Kameras mit etwas kleineren Blendenöffnungen, aber ohne Leica-Branding, langsamerer USB-Anschluss, eine Audio-Klinkenbuchse, ein kleinerer Akku und ein geringerer Preis - das sind die Unterschiede des Honor View 10 zum Huawei Mate 10 Pro. Alle Details nebeneinander seht ihr auch in unserem Handyvergleich.

Kommentare
  1. 06.12.17 14:08 fluxxis (Youngster)

    Könnt ihr schon etwas zur Display Qualität sagen? Scheint das einzige ganz kleine "Downgrade" zu sein neben der Kamera, ansonsten gefällt mir das Honor tatsächlich besser als die grosse Bruder von Huawei.

  2. 06.12.17 15:04 Matthias Zellmer (Newcomer)

    @fluxxis

    Warum ist es deiner Meinung nach ein Downgrade? Es hat doch die identische Auflösung wie das Huawei Mate 10 Pro.

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