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Matthias Zellmer | 0

MoviPhone im Hands-on: Der Beamer im Smartphone

Einst hatte Samsung ein Android-Smartphone mit einem verbauten Beamer im Angebot und Motorola bietet aktuell für die Moto Z-Serie ein zusätzliches Moto Mod an. Wireless Mobi Solution greift das Thema mit dem MoviPhone nun erneut auf. Wir haben uns das Smartphone auf der CES 2018 einmal näher angeschaut.

Das MoviPhone ist auf dem Eureka-Park der CES 2018 kaum zu entdecken. Unter Hunderten von 2 x 2 Meter großen Ständen diverser Hersteller und Start-up-Unternehmen haben wir dann am Ende der Halle, Wireless Mobi Solution mit dem Movi Phone gefunden. Wer das Smartphone mit vorinstalliertem Android 7.0 Nougat das erste Mal in der Hand hält, dem fällt nicht nur das hohe Gewicht von 200 Gramm auf, sondern auch die für ein Smartphone ungewöhnliche Dicke von mehr als einem Zentimeter (10,28 mm).

Dick und schwer bringt die Erleuchtung

Das MoviPhone ist komplett aus Aluminium gefertigt was unter Umständen das Gewicht erklärt, nicht die Dicke. Schweift der Blick auf die Oberseite des circa 153 x 76 Millimeter großen Smartphones, so zeigt sich des Rätsels Lösung in einem verbauten Laser-Beamer. Dieser ist lau Hersteller in der Lage ein Bild mit einer maximalen Diagonale von 100 Zoll und einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel an die Wand zu werfen. Auf der Messe war es alles andere als komplett dunkel, dennoch war ich in der Lage das Bild gut zu erkennen. Allerdings war dieses deutlich kleiner als 100 Zoll. Meiner Schätzung nach zu urteilen eine Diagonale von 50 Zoll. Laut Datenblatt schafft der Laser-Beamer des MoviPhone 50 Lumen Helligkeit bei einem maximalen Kontrast von 80.000:1.

Viel Licht, benötigt viel Energie

Um die Präsentationen bei einem Meeting nicht zu kurz zu gestalten, braucht es schon einen gut dimensionierten Akku. Das haben sich wohl auch die Hersteller gedacht und in das MoviPhone einen 4.000 mAh starken Energiespender verbaut. Laut dem Hersteller hält damit der fest verbaute Akku vier bis fünf Stunden im Beamer-Betrieb durch. Die Handhabung ist relativ simpel: Eine vorinstallierte App gestartet und schon wird der Bildschirminhalt des 5,5 Zoll großen Displays an die Wand geworfen. Das Smartphone kann dann im Anschluss in den Stand-by gebracht werden, ohne dass sich der Laser-Beamer abschaltet.

Der Gesamteindruck des Smartphones wirkt ein wenig altbacken, dennoch solide verarbeitet. Auf der Rückseite gibt es zumindest optisch eine gewisse Ähnlichkeit zu den Motorola-Smartphones der Z-Serie. Diese haben nämlich eine sehr markante Hauptkamera, welche zur besseren Arretierung kreisrund aus dem Gehäuse ragt. Eine solche Kamera hat auch das MoviPhone. Nur das diese weder die Kompatibilität zu einem Moto Mod hat, noch die Qualität eines Moto-Z-Smartphones bietet.

Kamera

Wireless Mobi Solution bietet für die Frontkamera 8 Megapixel und für die Hauptkamera 13 Megapixel. Erste Schnappschüsse auf dem Messestand wiesen bei einem Zoom in die Fotoergebnisse wenig Kontrast und Farbintensität auf. Indoor-Aufnahmen bei fehlendem Sonnenlicht, sind ähnlich wie Nachtaufnahmen, die Königsdisziplin bei Smartphone-Kameras. Gute Ergebnisse lassen sich an einer Hand abzählen. Dennoch scheint das MoviPhone seine Stärken auf den Beamer zu konzentrieren.

Technische Spezifikationen

Denn auch der MediaTek 6750 ist eher in der Mittelklasse anzuordnen. Der Octa-Core-Prozessor wird in Verbindung mit einer Mali-T860-MP2-GPU (Graphic Prozessor Unit) verbaut. Zu dem gesellen sich wahlweise 3 GB RAM mit 32 GB großem internen Speicher oder 4 GB Arbeitsspeicher mit 64 GB Programmspeicher. Dieser lässt sich mittels einer microSD-Karte erweitern. Wie die allgemeine Geschwindigkeit des Smartphones war, lässt sich nur schwer beurteilen, da bei längerer Nutzung kleinere Abstürze von Anwendungen auffielen, die allerdings prompt mit einer unfertigen Version entschuldigt wurden.

Display

Das 5,5 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Die Helligkeit war in der Messehalle ausreichend und auch der Kontrast wie auch die Blickwinkel-Stabilität konnte uns überzeugen. Etwas schade ist im Jahre 2018 der verbaute Micro-USB-Port (2.0). Dafür erfreut die 3,5 Millimeter große Audiobuchse.

Fazit des MoviPhone

Das MoviPhone ist ein echtes Nischenprodukt. Das hohe Gewicht und die klobige Haptik sind für ein heutiges Smartphone nicht mehr zeitgemäß. Ebenso wie das mit Android 7.0 Nougat veraltete Betriebssystem und ein Micro-USB-Anschluss.
Wer aber privat oder auch beruflich bedingt einen Beamer des Öfteren zur Hand braucht, sollte sich das MoviPhone einmal genauer anschauen. Für 599 US-Dollar versendet Wireless Mobi Solution das Smartphone auch nach Deutschland. Wer allerdings die große Version mit 4 GB RAM und 64 GB internen Programmspeicher wünscht, der muss mit 640 US-Dollar etwas tiefer in die Tasche greifen. Aktuell bietet der Hersteller ausschließlich die Farbe Initially Black an.

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