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Matthias Zellmer, Andreas Woitaschek| 24.02.2018 - 09:30 | 0

Sonos One Review: Amazon Alexa geht fremd

Sonos hat im Oktober 2017 mit dem Sonos One seinen ersten smarten Lautsprecher präsentiert. Zeit, den guten Ruf des Multiroom-fähigen aktiven Lautsprechers samt Alexa Sprachsteuerung zu überprüfen und einer Hörprobe zu unterziehen.

Das kalifornische Unternehmen Sonos gibt es bereits seit 2002 auf dem Markt. Er hat sich einen Namen auf dem Gebiet der aktiven Lautsprecher gemacht, die sich im WLAN-Netzwerk vom PC, Tablet oder Smartphone aus steuern lassen. Seit dem 24. Oktober 2017 gibt es neben dem Play:1, Play:3 und Play:5 Lautsprechern den Sonos One, der eine zusätzliche Kommandoebene zulässt: Sprache. Möglich macht dies die Kooperation mit Amazon für die Alexa Sprachsteuerung. Im Laufe des Jahres 2018 soll auch noch der Google Assistent auf dem 229 Euro teuren Sonos One verfügbar sein, was eine weltweite Premiere auf dem Gebiet der smarten Lautsprecher darstellt.

Verarbeitung

Groß ist der Sonos One mit seinen 161,5 x 119,7 Millimeter nicht. Auch das Gewicht von 1,85 Kilogramm überrascht nicht wirklich, wenngleich er fast doppelt so schwer wie ein Amazon Echo ist. Dafür trägt der Sonos One mit fast 120 Millimeter doppelt so dick auf. Das Grundmaterial ist Metall, auf der Oberseite gibt es ein Touchpad aus Kunststoff. Sonos gibt zwar eine Feuchtigkeitsbeständigkeit an, allerdings ohne Zertifizierung. Theoretisch kann der Lautsprecher damit zwar gefahrlos in Küche oder Bad verwendet werden, genau sagen lässt sich das aber nicht.

Auf der Unterseite befindet sich der Eingang für die Stromversorgung. Das mitgelieferte Netzkabel schließt bündig mit der Unterseite ab, sodass der Lautsprecher wackelfrei auf geraden Oberflächen abgestellt werden kann. Auf der Rückseite befindet sich eine Taste zur WLAN-Kopplung und ein 100 Mbps schneller Ethernet-Port. Auch hierfür packt Sonos ein passendes und besonders flaches LAN-Kabel mit in den Lieferumfang. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und hinterlässt einen edlen Gesamteindruck. Lediglich den Sensortasten auf der Oberseite mangelt es an Feedback, nicht mal eine Vibration als Bestätigung gibt es.

Ersteinrichtung

Wer den Sonos One das erste Mal einrichtet, benötigt die kostenfreie "Sonos Controller App" für iOS oder Android. Die Installation erfolgt wahlweise mit angeschlossenem LAN-Kabel oder in ein WLAN-Netzwerk eingebunden, die Erstinstallation geht leicht von der Hand. Die App führt einen binnen weniger Minuten sicher durch die Installation. Anders sieht es bei einem Umzug oder einem anderen WLAN-Netzwerk aus. Hier kann es schon ein wenig trickreicher und zeitintensiver werden. Zusätzlich benötigt man für die Smart-Home-Steuerung, wie beispielsweise Philips-Hue-Lampen, die Amazon-Alexa-App.

Die erste Hörprobe

Ich gehöre zu einer der wenigen Personen, die trotz Leidenschaft zur Musik und einem regelmäßigen Musikkonsum noch nie einen Sonos-Lautsprecher in freier Natur gesehen, geschweige denn gehört haben. Aber ich kenne durchweg positiven Lobeshymnen, die meine Erwartungen entsprechend hochgeschraubt haben. Soundtechnisch basieren die Sonos One auf den Sonos Play:1. Und siehe da: Der Klang ist nicht annähernd mit einem Amazon Echo oder Google Home zu vergleichen. Bässe, bei denen man sich fragt wo die denn bei so einem kleinen Lautsprecher überhaupt herkommen und ein ausgewogenes, wenn auch etwas mittenbetontes, raumfüllendes Gesamtklangbild: Die Sonos-Lautsprecher spielen ganz oben in der Liga der WLAN-tauglichen Lautsprecher mit.

Multiroom und Stereo-Sound on top

Großer Vorteil: Die Sonos One lassen sich wie schon die Sonos Play:1 zu einem Stereo-Paar vereinen - derzeit aber nur One mit One und Play:1 mit Play:1. Sonos denkt aber auch darüber nach, die Lautsprecher Modellübergreifend koppelbar zu machen. Mit Geräten wie einem Sub, der Playbar oder Playbase ist sogar die Erweiterung bis hin zu einem Suround-Sound-System möglich. Auch das von den Mitbewerbern bekannte Multiroom, also das zeitgleiche Hören identischer Musik in mehreren Räumen, ist mit den Sonos One möglich. Ein kleines aber feines Detail, ist die Verfügbarkeit passender Standfüße und Wandhalterungen.

Alexa hört zu - aber nur mit Licht

Dank sechs verbauter Fernfeld-Mikrofone funktioniert die Sprachsteuerung auch bei bereits abspielender Musik sehr gut. Der Sonos One zeigt bei eingeschalteten Mikrofon eine weiße LED an, die wie Sonos mitteilt aus Datenschutzgründen hart verlötet ist. Bedeutet: Ist das Mikrofon auf Empfang, muss automatisch auch die LED leuchten. Dank Alexa Skills ist der Umfang der Sprachsteuerung schon recht umfangreich. Grundsätzlich unterliegt der Sonos-Lautsprecher wie alle Alexa-Lautsprecher von Drittanbietern aber auch Einschränkungen, so funktionieren Sprachanrufe oder Drop-Ins nicht. Neben Amazon Music lassen sich auch TuneIn und Spotify via Sprache steuern und natürlich abspielen. Apples Airplay soll ebenso wie der Google Assistent im Laufe des Jahres 2018 verfügbar sein.

Fazit

Die Sonos One gehören derzeit zu den besten WLAN-Lautsprecher mit Sprachsteuerung. Allerdings hat Apple schon in Australien, Großbritannien und den USA mit dem Verkauf des HomePod begonnen. Dieser klingt, obwohl ich das nach der Sonos-One-Hörprobe nicht für möglich gehalten hätte, noch einmal deutlich besser. Einen kleinen Bericht findet ihr hier. Dennoch sollten wir den deutlich günstigeren Preis von 229 Euro für den Sonos One nicht außer Acht lassen.

Wer also guten Sound mit Alexa Sprachsteuerung zu einem angemessenen Preis wünscht, macht mit den Sonos One nichts verkehrt. Wer allerdings nur einen Sprachassistenten zur Steuerung des smarten Hauses sucht, kann auch getrost zu einem der vielen Amazon Echos greifen. Wir werden uns den/die smarten Sonos-One-Lautsprecher auf jeden Fall noch einmal vornehmen, sobald auch der Google Assistant zum Einsatz kommt. 

 

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