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Christopher Gabbert, Andreas Woitaschek| 17.04.2018 - 17:00 | 1

Nokia 1 Unboxing: 100-Euro-Smartphone ohne Spaß-Faktor

Mit einer UVP von 100 Euro gehört das Nokia 1 zu den günstigsten Smartphones auf dem Markt. Doch der niedrige Preis erfordert Abstriche, die selbst Smartphone-Einsteigern nicht gefallen dürften. Wir zeigen euch das günstigste Nokia-Phone im Unboxing und beschreiben unsere ersten Eindrücke.

Das Nokia 1 ist das aktuell günstigste Smartphone aus dem Hause HMD Global. Das Ende Februar auf dem MWC 2018 in Barcelona präsentierte Einstiegs-Gerät für 99 Euro ist bereits bei zahlreichen Händlern zu haben. Zu Käufern kommt das Nokia 1 dann in einem einfach gehaltenen Pappschuber, in dem neben dem Smartphone und einem dicken Stapel Kurzanleitungen in verschiedenen Sprachen auch Kopfhörer, ein Micro-USB-Kabel und ein Netzteil mit einem Output von 1 Ampere beiliegen.

Zu dem Verkaufspreis gibt es das Nokia 1 natürlich nicht mit Metallgehäuse, sondern einer Kunststoffrückseite. Die lässt sich sogar abnehmen, um an den microSD- und an die beiden Nano-SIM-Slots zu kommen oder den 2.150 mAh großen Akku auszutauschen. Wer es neben den Verkaufsfarben Blau und Rot etwas bunter mag, kann mit den sogenannten Xpress-Covern auch eine andere Optik an die Rückseite klatschen und so den Look des Smartphones an den eigenen Geschmack anpassen.

Handlich und unscharf

Ebenfalls auf der Rückseite zu finden sind der Lautsprecherausgang und die 5-Megapixel-Hauptkamera mit LED-Blitz. Letztere schließt bündig mit der Kunststoffrückseite ab und ist so nur wenig vor dem Verkratzen geschützt. Nettes Detail: Ein kleiner herausstehender Plastik-Pinöppel neben der Lautsprecheröffnung sorgt dafür, dass dieser auch beim flach aufliegendem Gerät problemlos weitertönen kann. Einen sehr knackigen Druckpunkt besitzen der Power-Button und die Lautstärkewippe an der rechten Gehäuseseite des Nokia 1.

Mit einer Größe von 133,6 x 67,7 x 9,5 Millimetern liegt das Nokia-Smartphone gut und sicher in der Hand. Allerdings können die harten Kanten der an die vordere Hälfte angesteckten Rückenschale bei längerer Benutzung schon einmal unangenehm in der Hand werden. Beim Blick auf das 4,5 Zoll große Display fällt vor allem die geringe Auflösung von 854 x 480 Pixel negativ auf. Hier lassen sich einzelne Pixel erkennen und die Inhalte wirken in ihrer Gesamtheit unscharf.

Schwache Performance macht wenig Lust auf mehr

Bei der Performance macht das Nokia 1 beim ersten Ausprobieren einen durchwachsenen Eindruck. Zwar läuft das System trotz des nur auf 1,1 GHz getakteten Mediatek-Prozessors mit 1 GB RAM bei der normalen Nutzung überraschend flüssig, stößt aber bei etwas Mehrbelastung schnell an seine Grenzen. Da hilft auch kein Android Go in der Version 8.1 Oreo. Schon zwei eintreffende Benachrichtigungen bringen das Smartphone kurzzeitig ins Straucheln und während im Hintergrund Updates geladen werden, wird das Gerät nahezu unbenutzbar.

Werden Apps über die Multitasking-Ansicht aus dem Hintergrund geholt, werden dessen Inhalte kurzzeitig sehr unscharf dargestellt, bevor die Anwendung vollständig wieder im Zwischenspeicher landet. Hier macht sich vor allen Dingen der knapp bemessene Arbeitsspeicher bemerkbar. Wer von der Kamera-App aus prüfen will, ob der gerade aufgenommene Schnappschuss etwas geworden ist, muss sich schon einmal über 5 Sekunden Zeit nehmen, bis das Bild auf dem kleinen Display vernünftig dargestellt wird.

Besser Alternativen für Einsteiger

Gerade wer mit dem Gerät den Einstieg in die Smartphone-Welt wagt, dürfte sich ausgesprochen schnell unzufrieden zeigen. Zumal mit dem Nokia 3 für nur 20 Euro mehr aktuell bereits ein deutlich besseres Smartphone zu kaufen gibt. Für noch ein kleines bisschen mehr gibt es dann noch einmal bedeutend bessere Geräte wie das Motorola Moto G4, LG X Screen, Samsung Galaxy J3 oder das Huawei P8 Lite (2017).

 

Kommentare
  1. 18.04.18 10:59 N73Willi (Handy Profi)

    Naja, es kommt halt auf die Zielgruppe an... heute haben doch viele Grundschüler ein Smartphone (auch wenn ich meinen Kindern in dem Alter, damals und heute keins kaufen würde)...aber der Markt ist da und das das Gerät jetzt schon keine 99 Euro kostet ist es um einiges attraktiver, als die alternativen die schnell 50-100% mehr kosten, vor allem ist es den meisten Kindern egal ob das Gerät mal eben hakt und auch sind sie mit den Display/Bildern nicht so kritisch...interessant finde ich vor allem, dass HMD wieder zu den "Nokia Roots" geht und diese Cover anbietet... früher gab es auf jedem Wochenmarkt fliegende Händler die nachgemachte Cover aller möglichen Designs für das 3310 anboten - das übernimmt jetzt wohl das Internet...für ein Kind also durchaus interessant...

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