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NewPhone
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Steve Jobs ist tot: Diskussionsthread

Da es einige nicht lassen können, in den eigentlich eher als Kondolenz-Liste gedachten Thread zum entsprechenden AM-Artikel (zumindest hatte ich die Formulierung vom AM-Team so verstanden) irgendwelchen Unsinn hineinzuposten, habe ich nun diesen Thread für Diskussionen über Steve Jobs gestartet.
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“Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz!” (Klaus Kinski)
Birk
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Gute Idee, NewPhone. Falls ich es nachher schaffe, kopiere ich mal was aus dem offiziellen Thread rüber.
TheHunter
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Was gibts da überhaupt zu diskutieren? Lasst den armen Mann in Frieden und gut is.
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Noticed
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Ich weiss auch nicht, warum ausgerechnet NP das jetzt wieder aufrollen will, und ne negative Diskussion über Steve Jobs anheizen will.
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Sapere Aude!
Macianer
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Ich glaube nicht, daß NewPhone das will. Vielmehr wollte er ein Ventil schaffen für diejenigen, die den von AM als Kondolenzthread gedachten Thread mit ihren Hasstiraden vergiften.
Zumindest fasse ich NewPhones einleitenden Beitrag so auf.
quovadis
Gast
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Nö nö, ich finde das ganz gut, dass NP hier nen Thread aufgemacht hat.

Ich meine, man soll nicht schlecht über Tote sprechen, klar. Man sollte sich aber über die Gründe davon klar werden, Stiefel J. war ein Mann der sehr polarisiert hat und auch eine solche Bekanntheit hatte, dass er wohl mit so etwas (posthum) leben muss.

Ich hab heute morgen in der FTD ein Interview mit einem Mitbegründer von Apple gelesen der 10 Tage später wieder ausstieg... Was er da über Stiefel sagt, zeugt einmal mehr davon, dass er menschlich nicht der größte war, und das ist für mich und meine Wertschätzung von Personen der Zeitgeschichte die halbe Miete...

Segggy hat das ganz schön beschrieben...
NewPhone
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Und nun mein Kommentar zu Seggggys erstem Posting bei AM (muss ihm ein echtes Anliegen gewesen sein, den Kondolenz-Thread vollzuspamen, dass er sich extra dafür angemeldet hat. ;-)


> ... noch die Computermaus seine Erfindung – sie wurden im Xerox-Forschungszentrum Parc entwickelt. (Seggggy)

Informiere dich erst mal richtig, bevor du anderen Ideenklau vorwirfst. Die Maus-Erfindung (1968) wird Douglas Engelbart zugeschrieben, der damals beim RSI angestellt war. Später wurde auch bei Xerox daran weiterentwickelt. Und auch die deutsche Firma Telefunken hatte schon zur gleichen Zeit, wie Engelbart, eine Computer-Maus vorgestellt. Apple hat eben das erste massentaugliche Gerät mit Maus und GUI (erst die Lisa, dann den Mac) entwickelt und verkauft.


> Auch der iPod und das Konzept für den iTunes Store waren nicht Jobs’ Idee, sondern die des Apple-Angestellten Tony Fadell.

Ich kann mich nicht entsinnen, dass Jobs je behauptet hat, die Maus, das GUI oder iTunes erfunden zu haben. Er hat in mehreren Stellungnahmen und Interviews die Story erzählt, wie er im PARC das GUI gesehen hat und total geflasht war. Und bei Apple-Patantanmeldungen stehen die Erfinder meistens dran. Kannst du dir auf den Seiten des US-Patent- und Markenamts ansehen, welcher Applemitarbeiter Teile der iTunes Software sich hat schützen lassen.

Jobs bei Xerox: http://www.youtube.com/watch?v=wdrKWArr3XY


> Management-Professor Robert Sutton, der das Buch «The No Asshole Rule» schrieb: «Sobald die Leute hörten, dass ich ein Buch über Arschlöcher schrieb, kamen sie zu mir und erzählten mir ihre ganz persönliche Steve-Jobs-Anekdote.»

Ja, er war ein Arsch. Und? ich finde erstens, dass es auch Arschlöcher verdient haben, dass man ein paar Tage nach ihrem Tod verstreichen lässt, bevor man die ganzen dunklen Seiten vorträgt. Und zweitens waren wahrscheinlich die meisten Menschen, die mit aller Macht etwas erreichen wollten, auf ihre Art Arschlöcher. Die meisten berühmten Künstler werden Arschlöcher gewesen sein, die meisten Ex-Staatsoberhäupter (inkl. des so geliebten JFK) werden Arschlöcher gewesen sein und fast jeder unbekannte Verstorbenen und Lebende (inkl. dir und mir) hat wahrscheinlich gewisse Arschlochqualitäten, die er nicht jedem zeigt.


> Jobs ist nicht der Vater des Macintosh, wie alle immer meinen. Die Idee eines kleinen Computers mit grafischer Benutzeroberfläche, bei dem man keine unverständlichen Befehle eingeben muss, um mit ihm arbeiten zu können, stammte vom Apple-Mitarbeiter Jef Raskin.

Naja, wie du selbst schon gesagt hast, kommt die Idee von Xerox, nur waren die nicht in der Lage, ein vernünftiges Produkt daraus zu machen. Jobs hat sich das Mac-Projekt bei Apple unter den Nagel gerissen, weil er sich in seiner Rolle in der Firma unterfordert gefühlt hat und etwas zum "Nach-vorne-bringen" und Profilieren gebraucht hat. Die Größenvorgabe und viele Details des Ur-Macs stammt aber von ihm. Der "Vater des Macs" ist er deshalb, weil er das Projekt geleitet hat. Du kannst das doof finden – aber bei großen Projekten, wie auch dem Pyramiden- (Cheops) oder Hochhaus-Bau (Trump) werden meistens die Leute genannt, die die wenigsten Steine angefasst haben. Oder weißt du, wie der eine Arbeiter (der 3. von rechts neben der Doppelpalme) beim Pyramidenbau geheißen hat? ja, das ist unfair – aber so läuft die Welt – nicht nur bei Apple.


> Jobs selbst aber hat sich noch nie öffentlich für eine gute Sache eingesetzt. Idealismus scheint ihm nur dann ein Anliegen zu sein, wenn sich damit Apple-Produkte verkaufen lassen.

Laut diversen Quellen ging Jobs davon aus, dass er der Welt über "seine" Produkte genügend zurückgibt und er daher davon freizusprechen ist, weitere Almosen zu verteilen. Kann man als hochmütig ansehen – aber das war seine Einstellung.

Und manche Äußerungen (wie diese hier von Stevie Wonder, der ihm für die Unterstützung von Blinden in iOS-Produkten dankt) geben ihm sogar Recht:

Stevie Wonder sings Steve Jobs’ praises for iOS accessibility - The Next Web


> Jobs, der ein Vermögen von über fünf Milliarden Dollar besitzt, hat noch nie einen substanziellen Betrag für wohltätige Zwecke gespendet. Ganz im Gegensatz zu Bill Gates, der schon Milliarden für den Kampf gegen Krankheiten in Afrika ausgegeben hat und sich in Zukunft nur noch um seine wohltätige Stiftung kümmern will.

Naja, Die Melinda-und-Bill-Gates-Stiftung tut nun nicht nur Gutes mit ihrem Geld. Mit dem Geld werden vor allem Forschungen an Mini-Atomreaktoren für Schwellenländer gefördert – oder auch die Firma Monsanto, die wegen ihres Gen-Saatguts für Hungersnöte in Afrika und Asien verantwortlich gemacht wird. Das alles läuft unter "Entwicklungshilfe". Gates hat also schon wesentlich mehr (und ärmere) Menschen auf dem Gewissen, als man das Jobs zuschreiben könnte, selbst wenn man so tut, als wäre Jobs für die Selbstmorde bei Foxconn verantwortlich.


> In der iPhone-Fabrik Foxconn in China werden die Arbeiter ausgebeutet, müssen 8 Stunden ohne Pause im Stehen arbeiten, machen über 80 Überstunden im Monat und werden auch noch unmenschlich behandelt.

Ich finde die Arbeitsbedingungen in China auch nicht gerade klasse. Aber zur Relativierung deines Vorwurfs muss man drei Sachen wissen und sagen: Erstens sind die Zustände bei Foxconn nicht besser oder schlechter als in vielen anderen chinesischen Firmen, zweitens ist Apple nicht mal der größte Kunde von Foxconn – sondern Nokia (höre ich jemals Kritik an Nokia, wenn bei Foxconn mal wieder was passiert ist?), MS lässt seine Xbox360 da bauen, Sony seine PS3 und PSP, Nintendo seine Wii, Dell alle seine Computer, HP seine Drucker, Intel die meisten Mainboards usw. und sofort. Hört man Kritik an diesen Firmen, wenn bei Foxconn etwas passiert? Nö – als EINZIGER Kunde wird Apple genannt und verantwortlich gemacht. Und schon kommen wir zu Punkt Drei: Foxconn ist eine eigenständige, asiatische Firme und lässt sich ungerne von ihren Kunden in ihre Geschäftspraktiken reinreden. Sie besitzen viele Patente und sind so groß, dass Firmen, wie Apple, es sich kaum leisten können, es sich durch verstärkte Menschenrechtsforderungen mit ihnen zu verscherzen. Kein anderes Unternehmen ist z.Z. in der Lage solche Stückzahlen, wie sie benötigt werden, zu liefern. Ja, hier wackelt der Schwanz mit dem Hund. Apple zahlt bei Foxconn schon über dem Durchschnitt und erstellt jedes Jahr einen Bericht über die Zustände dort – viel mehr kann man als außenstehendes Unternehmen kaum tun, vor allem, wenn man keine Produktions-Alternative hat. Höchstens, wenn alle Kunden (allen voran Nokia) an einem Strang ziehen würden, könnten sie evtl. etwas mehr bewegen.


> Bevor Jobs Apple mitgründete, war er Hindu und versuchte in Indien wie ein Bettelmönch zu leben. Mittlerweile macht er den Menschen weis, dass man Glück kaufen kann

Ich meine, dass Hindi daran glauben, dass der "kosmische Geist" in allen Dingen lebt – warum also nicht auch in einem iPhone? ;-)


> In den frühen Apple-Tagen hisste Jobs eine Piratenflagge, um zu zeigen, wie sehr er gegen das Business-Establishment war. Mittlerweile geht er gerichtlich gegen Blogger vor, die kritisch über Apple-Produkte berichten.

ja, Macht verändert Menschen (und meist nicht zum Besseren).


> Obwohl ein Vaterschaftstest keine Zweifel liess, leugnete Jobs, der Vater von Lisa Brennan-Jobs zu sein

Ja, da hat er sich unverständlicherweise sehr arschig verhalten. Wir waren uns ja schon einig, dass er oft arschig war. Seit einigen Jahren soll er aber ein gutes Verhältnis zu seiner ersten Tochter gehabt haben – ich nehme an, dass sie auch "ein wenig" erben wird.


> Das südkoreanische Unternehmen LG wirft Apple vor, das Design des iPhone vom «Prada phone by LG» kopiert zu haben. Dieses Smartphone, ebenfalls mit Touchscreen, wurde im September 2006 vorgestellt – rund vier Monate vor Lancierung des iPhone.

Zum "Vorstellen" gehört meiner Meinung nach auch "Zeigen". LG hat zu dem von dir genannten Zeitpunkt nur den Namen eines neuen Handys genannt – sehen konnte man es erst Anfang des Folgejahres, etwa zum gleichen Zeitpunkt, wie das iPhone. Und selbst wenn es anders gewesen wäre (was nicht der Fall ist), wäre die Zeitspanne viel zu kurz gewesen, um irgendwas zu klauen – nicht mal das äußerer Erscheinungsbild. Apple hat ca. 2 – 3 Jahre gebraucht, um das iPhone zu entwickeln, nicht 4 Monate. LG hat das aussichtslose Unterfangen, deswegen einen Prozess anzustreben, ja auch vor Jahren schon aufgegeben.


> Bei den kleineren iPods kann man den Akku nicht einfach austauschen

Ist ökologisch schlecht – zugegeben. bei den meisten Kunden hält der Akku aber länger, als sie das Gerät in Gebrauch haben. Der Akku meines iPods hält jetzt schon ca. 6 Jahre. Nach 10 Jahren werde ich mir wahrscheinlich einen neuen kaufen und das alte Gerät dem Recycling zuführen – egal ob der Akku noch geht oder nicht.


> Jobs ist noch immer im Visier der amerikanischen Steuerbehörden, da er im Jahr 2001 Aktienoptionen erhielt, die auf ein Kurstief der Apple-Aktie rückdatiert waren. Dadurch versteuerte er volle 20 Millionen Dollar weniger Einkommen.

Ich glaube nicht, dass er noch im "Visier der amerikanischen Steuerbehörden" IST. Wo hast du denn den Text herkopiert? Erstens ist er tot – und zweitens ist die Steuersache (meines Wissens nach) schon seit Jahren (durch eine Nachzahlung) vom Tisch. Und wenn wir jetzt bei jedem Ex-Steuersünder (na, nicht auch schon mal bei der Steuererklärung geschummelt?) anfangen, die trauernden oder kondolierenden zu stören – dann wäre aber was los auf den Friedhöfen dieser Welt.


> Am dritten Tage wird er als kostenpflichtiges App auferstehen!

das einzig Gute an deinem Posting – der war witzig! (passt aber trotzdem nicht bei einem Todesfall und hätte man sich daher verkneifen sollen).

Wie man aus meinem Posting leicht herauslesen kann, ging es mir bei meinem neu eröffneten Thread darum, die aufkeimenden Diskussionen aus dem Original-Thread herauszuholen, damit es dort nicht zu sehr OT wird.

Geändert von NewPhone (07.10.2011 um 12:00 Uhr)
Noticed
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Zitat:
Zitat von Macianer Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, daß NewPhone das will. Vielmehr wollte er ein Ventil schaffen für diejenigen, die den von AM als Kondolenzthread gedachten Thread mit ihren Hasstiraden vergiften.
Zumindest fasse ich NewPhones einleitenden Beitrag so auf.
Wo befinden sich denn in dem Thread "Hasstiraden"?
Kann zwar Kritik finden, aber als "Hasstiraden" werden dass wohl nur Fanboys bezeichnen können.
Macianer
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Zitat:
Zitat von Noticed Beitrag anzeigen
Wo befinden sich denn in dem Thread "Hasstiraden"?
Kann zwar Kritik finden, aber als "Hasstiraden" werden dass wohl nur Fanboys bezeichnen können.
… und als Kritik nur die Basher…
Und wer sich als erster völlig daneben benommen und den Kondolenz-Thread für sein Gebashe mißbraucht hat, kann ja jeder leicht nachlesen …… solange nicht ein Moderator den ihm anvertrauten Radierstift einsetzt…
Noticed
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Gebashe?
Du bist eher derjenige, der hier mit dem bashen anfängt. Titulierst meine Kritik (intelligente Menschen hätten verstanden, dass diese eher die User als Steve Jobs betraf) als "Hasstirade" und denkst, ich hätte mich völlig daneben benommen?

Bitte zitiere eine "Hasstirade" von mir, oder halte dich mit solchen Vorwürfen in Zukunft zurück!
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