AMB: PalmOS ist tot - wird der Treo 670 zur Bestätigung ?
Palm scheint das ewige Warten auf sein unbeliebtes Geschwisterchen PalmSource gehörig auf die Nerven zu gehen. Wie wir in unserem Special "PalmOS ist tot" bereits berichteten, ist man bei Palm auf Brautschau nach einer Betriebssystem-Basis, die einen lukrativeren Endgeräte-Absatz ermöglicht. Glaubt man den von einigen bekannten amerikanischen Internet-Seiten gestreuten Gerüchten, hat man nun den ersten Kandidaten gefunden - und es ist gar nicht verwunderlich, dass er von Microsoft stammt. Wie viele - durchaus renommierte - Sites berichten, scheint Verizon ein Gerät zu planen, das ganz offensichtlich aus Palm's Treo-Serie stammt, aber mit Windows Mobile 5.0 läuft.
Um 09:00 Pazifischer Standardzeit enthüllten die CEOs von Palm, Verizon Wireless und Microsoft (in Person von Bill Gates höchstpersönlich) das nach ihren eigenen Angaben wahrscheinlich "schlechtgehütetste Geheimnis der Welt": den Treo 700. Vorbei ist es mit Mutmaßungen und falschen Bildern.
Der Treo 700 ist ein ausgewachsenes Smartphone im bewährten Treo-Formfaktor mit Windows Mobile 5.0-Betriebssystem und 240x240 Pixel großem Display. Zur Veröffentlichung des Geräts hielten sich alle Beteiligten mit Spezifikationen äußerst bedeckt. Fest steht neben der Displayauflösung lediglich, dass das Gerät nordamerikanischen CDMA-Funk und die damit verbundenen Breitbandnetze nach dem EV-DO-Standard unterstützen wird. Weiterhin ist auch sicher, dass das Smartphone weder auf integriertes WLAN noch auf einen GPS-Receiver zurückgreifen kann. Dafür zeigten sich die drei Herren der Pressekonferenz äußerst begeistert, was die Bedienbarkeit angeht:
Palm-CEO Ed Colligan (vorher übrigens Chef des von Palm gekauften Treo-Bauers Handspring) gesteht mit unmissverständlich zusammengekniffen lächelnden Lippen, dass die Kooperation zwischen Palms Hard- und Microsofts Software ein Gerät hervorgebracht habe, das dem Wunsch von Kundschaft und Netzbetreibern gleichermaßen vollständig entspreche. Bill Gates verpasste es dagegen nicht, unter unmissverständlich verschmitztem Lächeln zu erwähnen, dass der Markt noch ungeheure Wachstumspotenziale vorhalte.