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Wie Mobiltelefone den Krieg im Kongo finanzieren

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cookieman
Moderator
Benutzerbild von cookieman
Beiträge: 8.186
Registriert seit: 04.02.2005
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Wie Mobiltelefone den Krieg im Kongo finanzieren

In der aktuellen Ausgabe der Computerbild gibt es zu dem Thema einen finde ich interessanten Bericht. Sicherlich findet der eine oder andere User die Zeitschrift als billigen Abklatsch, aber mich würde einfach eure Meinung dazu interessieren. Die Handyhersteller halten sich zu dem Thematik wohl etwas bedeckt, bzw. scheint es evtl. keine entsprechenden Kontrollen zu geben.

Ich habe dann im Internet nachgeschaut und das Thema ist wohl schon etwas länger bekannt, aber leider habe ich nicht den Fernsehbericht dazu gesehen. Aber im neuen Jahr soll es eine Sendung dazu geben, die über den Sender Arte ausgestrahlt werden soll.


Zitat:
Aus Coltan wird das Erz Tantal gewonnen, das zur Fertigung von elektrischen Kondensatoren in unseren Handys verwendet wird. Rund 30 Prozent des weltweiten Coltans stammt aus dem Kongo!
Dort finanziert das Erz den Krieg: Rebellen kontrollieren die Minen und zwingen Dorfbewohner durch Waffengewalt und Pflichtabgaben zum Coltan-Abbau. Die Bergwerke sind schlecht gesichert, ab und zu stürzen die Stollen plötzlich ein und begraben die Arbeiter bei lebendigem Leib.
Wie denkt ihr darüber?
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Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten, und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können.(Goethe)
nohtz
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klingt thematisch ein wenig nach "Blutdiamanten aus Sierra Leone" ...
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wie konnte es soweit kommen, dass man Widerspruch als Form von Kätzerei auslegt?
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobos-kolumne-ueber-den-digitalen-spiesser-a-834306.html --> der Eine mehr, der Andere weniger
Freak2011
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schon ein echt markantes thema <.< aber sicherlich nicht gut was die dort mit dem umsatz der erze machen...
MrTobi
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blood diamond - mit leonardo di caprio. sehr zu empfehlen, vorallem, weil er wahr ist.

natürlich hat die zeitschrift recht, aber alles unterstützt armut etc. die klamotten die ihr kauft, für die die arbeiter einen hungerlohn kriegen die sie produzierne.

wusstet ihr dass die kinder/erwachsenen die eure buchse herstellen pro verkaufter buchse nichtmal ein prozent des preises kriegen?

50 % bekommt allein der laden der sie verkauft
Sanderlein
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Ganz ehrlich, was will man den daran ändern? Solange unsere Konsumgesellschaft so ist wie sie ist, wird sich da nichts ändern. Die Firmen müssen das Bedürfnis des Kunden bedienen und wenn das nur dadurch geht, das so so etwas unterstützen, werden viele Firmen das nun mal tun.

Noch dazu kommt das es so viele Bereiche gibt, in dene das so ist, aber es wird sowiso nie wirklich was dagegen getan. Darum finde ich es eigentlich nicht wirklich gut wenn sie überall mal drauf gestürzt wird... aber kurz darauf ist es sowiso wieder vergessen...
DesmondHume
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Das ist leidermit allem so, auch gerade im Textilbereich, und die Tantal-Elkos sind ja auch nicht nur in Handys drin. Wir als Konsumenten können da gar nichts ändern. Niemand wird aufhören Geräte zu kaufen, da Computer, Handy usw. ja für das normale Leben vorrausgesetzt werden. Wir können den sozialen Fortschritt nicht durch technischen Rückschritt erreichen, wenn wir z.B. alle wie ÖffÖff, (oder wie der heisst) im Wald wohnen (und sogar der hat ein Handy).

Schliesslich sind auch die Firmen da, und deren Ausstattung/Produktion ist auch ausreichend ausgestattet mit Elektronik usw.

Im Gegenteil, wir müssen unsere heutigen Möglichkeiten dafür benutzen, um aufzuklären und die Bedingungen für alle Menschen zu verbessern. Die Ausstrahlung der Doku kik-Story war da schon mal sehr gut.
Macianer
Gast
no user
1. @ Cookie: sprichst Du von der Republik Kongo oder von der Demokratischen Republik Kongo ?


2. @ alle:
Deutschland bezieht auch sein Erdgas zu etwa 75% aus Russland, einem Land, welches alles andere als demokratisch ist und wo schon mal politisch mißliebige Menschen ins Gefängnis nach Sibirien deportiert oder regierungskritische Journalisten ermordert werden. Aber da ja niemand frieren möchte, kräht kein Hahn (vulgo: Moderator von Monitor, Panorama, Frontal...) danach.


3. Im Übrigen, auch wenn es zynisch klingen mag: das größte Problem der Erde ist die Überbevölkerung und bzw. durch die Bevölkerungsexplosion. Früher hat sich die Natur selbst reguliert und durch bspw. todbringende Epidemien wie Pest und Cholera ein zu starkes Bevölkerungswachstum ausbalanciert. Seit diese Krankenheiten beherrschbar sind und auch z.B. HIV / AIDS nicht das notwendige Glrichgewicht schaffen kann resp. konnte, sind vielleicht Kriege die einzig verbliebene Waffe der Natur im Kampf gegen den Menschen.

Und bevor jetzt ein Sturm der Entrüstung hier losbricht, bitte ich jeden, sich meine Worte erst einmal gründlich durch den Kopf gehen zu lassen.
nohtz
Handy Master
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Ort: Nimmo Bay
soweit so gut,
nur dass die "früheren" katastrophen nicht zw arm und reich unterschieden haben, diverse krankheiten ebensowenig.
kriege jedoch gehen immer zu lasten derer die eh schon wenig haben, um die gier derer zu befriedigen, die nicht genug kriegen können.
(die rebellen, die diese minen kontrollieren haben mehr davon als die, die durch versklavung dort arbeiten dürfen)
wenn von den rebellen oder den gierigen genausoviele drauf gängen, hätt ich gelinde gesagt kein problem damit...
cookieman
Moderator
Benutzerbild von cookieman
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Ort: Lost Paradise

@macianer

Nach den Informationen geht es um den Osten des Kongos.... ist so wie es aussieht etwas allgemein gehalten.

Zitat:
3. Im Übrigen, auch wenn es zynisch klingen mag: das größte Problem der Erde ist die Überbevölkerung und bzw. durch die Bevölkerungsexplosion. Früher hat sich die Natur selbst reguliert und durch bspw. todbringende Epidemien wie Pest und Cholera ein zu starkes Bevölkerungswachstum ausbalanciert. Seit diese Krankenheiten beherrschbar sind und auch z.B. HIV / AIDS nicht das notwendige Glrichgewicht schaffen kann resp. konnte, sind vielleicht Kriege die einzig verbliebene Waffe der Natur im Kampf gegen den Menschen.
Du brauchst im Endeffekt keinen weiteren Krieg auslösen, da reicht schon die Verbreitung eines tödlichen Virus, aber das ist nicht das Thema.

Es geht mehr darum das die großen Unternehmen Verantwortung zeigen und auch entsprechend handeln, denn wenn das passieren würde, haben diese sogeannten Warlords ein Problem.
Macianer
Gast
no user
Zitat:
Zitat von cookieman Beitrag anzeigen
Nach den Informationen geht es um den Osten des Kongos.... ist so wie es aussieht etwas allgemein gehalten.
Hmm. Warum ist man (die Medien) so unpräzise in der Information, aus welchem bzw. über welches Land man berichtet ? - Schließlich sind die Republik Kongo und die Demokratische Republik Kongo (ehem. Zaire) zwei unterschiedliche und jeweils autonome Staaten……

Zitat:
Du brauchst im Endeffekt keinen weiteren Krieg auslösen, da reicht schon die Verbreitung eines tödlichen Virus, aber das ist nicht das Thema.
Ja, stimmt. Ein Krieg läßt sich jedoch geographisch einfacher kontrollieren. Ein Virus hingegen kann und wird sich unkontrolliert ausbreiten.

Zitat:
Es geht mehr darum das die großen Unternehmen Verantwortung zeigen und auch entsprechend handeln, denn wenn das passieren würde, haben diese sogeannten Warlords ein Problem.
Warum sollten die sog. Warlords dann ein Problem haben ? Im Falle eines Boykotts oder Einfuhrverbots von Waren aus Kongo oder Zaire würden diese einfach über die Grüne Grenze in eines der angrenzenden Länder (z.B. Angola, Kamerun, Gabun, Zentralafrikanische Rep.……) verbracht und von dort exportiert/verschifft werden. Glaub mir, das wird bereits seit Jahren so gemacht. Und wie praktikabel ist es für Importeure, zu kontrollieren, ob ihre Waren nun tatsächlich auch physisch aus dem angegebenen Exportland stammen oder nur auf dem Papier ?
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