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FAQ: Was ist Branding? Alle Fragen, alle Fakten!

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Dr. House
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Wie sieht Branding aus?

Hier Bilderbeispiel:



Nach wie vor die Bitte: Schreibt nicht in diesen Thread, Dankesehr!
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Gruß

Chris

Dr. House
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Erstes Urteil gegen Handy-Branding

Wie Stiftung Warentest berichtet, habe das Amtsgericht Potsdam erstmals ein Urteil über die Klage eines verärgerten Kunden gefällt, der nach dem Kauf seines Handys feststellte, dass sein Netzbetreiber - in diesem Fall T-Mobile - Eingriffe in die Software tätigte. Bei dem Modell handelt es sich nach Aussagen der Stiftung um ein Siemens A60, das der Vater als Prepaid-Modell für seine Tochter kaufte. Der linke Softkey war - nach Ansicht des Vaters und des Richters - anders belegt, als die Werbeprospekte es zeigten: dort war die linke Taste laut Displayanzeige mit der Funktion "Neue SMS" belegt, in der Realität führt sie direkt in die mit GPRS-Gebühren belegten t-zones.

Umstellen lässt sich die Funktionalität der Taste nicht, erst das Handbuch gibt über die veränderte Funktion hinreichenden Aufschluss. T-Mobile wurde verpflichtet, dem Mann den Kaufpreis zurückzuerstatten. Ob der Konzern das Urteil revidieren möchte, ist bislang nicht bekannt; fest steht dagegen, dass das Urteil kaum als Präzedenzfall fürs Branding von Handys in Frage kommt. Gemeinhin genüge eine ausdrückliche Klarstellung in Werbung und Produktinformationen, damit sich ein frustrierter Käufer mit seinem gebrandeten Gerät arrangieren muss - bei Geräten, deren Typenbezeichnung gegenüber dem Originalmodell sogar verändert wurde, sei die Sachlage völlig eindeutig, stellt Stiftung Warentest fest.

Quelle: Stiftung Warentest und Areamobile
Dr. House
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Zitat:
Branding Extreme: T-Mobile bringt UMTS-Handy ohne Bluetooth-Datendienste

Samsung SGH-Z130 bei T-Mobile: Bluetooth eignet sich nur für Freisprecheinrichtungen.

Der Netzbetreiber T-Mobile hat sein Portfolio um das auf dem 3GSM-Kongress in Cannes vorgestellte UMTS-Handy SGH-Z130 von Samsung erweitert. Das Fotohandy ist mit einer Megapixel-Kamera ausgestattet, die Bilder mit der Maximalauflösung von 1152 × 864 Pixeln aufnimmt. Das Farbdisplay (176 × 220 Pixel, 18 Bit Farbtiefe) lässt sich um 90 Grad drehen. So kann man etwa Videos auch im Breitformat betrachten. Das Dualmode-Gerät funkt im UMTS-Netz oder in GSM-Netzen bei 900, 1800 oder 1900 MHz.

Außer guten Organizerfunktionen -- das Adressbuch speichert bis zu 1000 Namen mit je fünf Rufnummern, zwei Postadressen, E-Mail und Homepage -- spielt es auch MP3-Musik und Videoclips ab. Der interne Speicher fasst bis zu 48 MByte, ein Slot für Speicherkarten fehlt.

Bilder, Sounds Videos und Texte lassen sich nur als Multimedianachrichten oder E-Mail-Anhänge versenden. Wer Dateien direkt auf den PC übertragen will, braucht dazu das mitgelieferte USB-Kabel, obwohl das Z130 auch mit der Funkschnittstelle Bluetooth ausgestattet ist. Samsung hatte bei der Qualifizierung über die Bluetooth Special Interest Group (Bluetooth SIG) noch mehrere Profile für den Datenaustausch mit anderen Bluetooth-Geräten wie Handys, PDAs und Notebooks angegeben (die Profile finden Sie auch in unserer Bluetooth-Datenbank), das von T-Mobile angebotene Handy kennt jedoch nur noch die Profile Headset und HandsFree, womit es sich mit Funk-Headsets und Freisprecheinrichtungen fürs Auto verbinden kann. Sogar das sonst obligatorische DUN-Profil (Dialup Networking) fehlt, sodass man zum mobilen Surfen mit einem Notebook das USB-Kabel benutzen muss. Anzeige


Bei der Anpassung der Firmware des Samsung-Handys an die Wünsche von T-Mobile, dem so genannten Branding, sind augenscheinlich nicht nur Menüs und Klingeltöne verändert, sondern für viele Kunden wichtige Funktionen deaktiviert worden. Das Amtsgericht in Potsdam entschied erst im März zugunsten eines T-Mobile-Kunden, der sein Mobiltelefon wegen Branding zurückgeben wollte.

Besonders verwirrend für potentielle Kunden ist dabei, dass T-Mobile selbst auf der Webseite mit den Technischen Daten zum SGH-Z130 die Bluetooth-Funktion "zur kabellosen Verbindung mit Handys und Laptops" hervorhebt -- was offensichtlich nicht der Wahrheit entspricht. T-Mobile wollte dies ohne vorherige Prüfung nicht kommentieren. Wer bei einem UMTS-Handy Wert auf die praktische Funkschnittstelle legt, sollte von dem ansonsten guten SGH-Z130 Abstand nehmen, zumal es mit einem Relax100-Vertrag noch etwa 100 Euro und ohne rund 380 Euro kostet. (rop/c't)
Quelle: heise.de


Ist mal ein Starkes Stück!


Zitat:
Handy-Branding

So werden Voreinstellungen zur Kostenfalle

Auf Mobiltelefonen der neuesten Generation prangt nicht nur überdimensional das Firmenlogo des Netzbetreibers, auch das Innenleben der Telefone haben die Anbieter voll im Griff. Eigene Software-Pakete werden mittlerweile auf den Geräten platziert. Das Problem: Mit nur einem Knopfdruck klickt der Nutzer sich schnell ungewollt und oft auch unbemerkt ins Internet – und schon rattern die Gebühren! Selbst der Befehl zum Abbrechen funktioniert häufig nur zeitversetzt. Wollen die Netzbetreiber ihre Kunden etwa absichtlich in die Kostenfalle locken?
PLANETOPIA-ONLINE hakt nach und sagt, wie sich Handybesitzer schützen können.


Schon lange sind Handys nicht mehr nur fürs Telefonieren da. Der Trend geht auch hier zum Internet. Die Mobilfunkanbieter nutzen das und „branden“ ihre Geräte. Einzelne Tasten sind so belegt, dass der Nutzer möglichst schnell zu den Online-Portalen der Netzbetreiber kommt. Ein Klick und schon steht die Verbindung zum Internet. Doch genau das geht Manchem einfach viel zu schnell.

Passantenstimmen: „Wenn man auf die Taste kommt, landet man ja sofort in diesem Wap und das kostet ja doch deutlich Geld.“ - „Es ist natürlich extrem unverschämt von den Betreibern eigentlich, dass einem vorgeschrieben wird, man muss diese Funktion so nutzen.“ - „Na ja, wenn ich mal Guthaben hatte, was selten vorkommt, aber immerhin, dann ist man einmal da rauf gekommen und ist direkt in dem bekloppten Internet.“

Genau so geht es Fabian immer wieder. Eigentlich nutzt der Lehrer sein Handy für SMS oder zum Telefonieren. Dann ein falscher Tastendruck und schon wählt sich sein Handy ins Internet ein.

Fabian: „Wenn ich das merke, versuche ich das immer direkt abzubrechen. Das geschieht aber oft Zeit verzögert. Und dadurch entstehen für mich Kosten, die unnötig sind. Und das ärgert mich.“

Am Monatsende die Rechnung. Obwohl es sich immer nur um kleinere Cent-Beträge handelt, zahlt er für die Dienste mehr als 37 Euro. Wir sind bei Stiftung Warentest in Berlin. Handy-Experte Marco Dettweiler stellt fest, immer mehr Handys sind gebrandet. Besonders beliebt: die direkte Tastenbelegung ohne Umweg übers Menü. So kann der Nutzer schnell ins Netz. Und zahlt ab dem ersten Tastendruck. Service oder Abzocke?

Marco Dettweiler: „Die Betreiber argumentieren, dass es so eine Art One-Click-Taste ist, dass man schnell im Internet ist. Die Frage ist, ob die Verbraucher das wollen. Ich glaube es nicht. Ich kenne nur unsere Verbraucher, die uns anrufen und sich beschweren, dass sie unabsichtlich diese Taste drücken.“

Der Anwalt für Internetrecht und Telekommunikation Michael Terhaag sieht im Branding ein Problem. Er hat sogar rechtliche Bedenken.

Michael Terhaag, Rechtsanwalt: „Man muss unterscheiden: bin ich mir in dem Moment bewusst, dass ich hier erhöhte Kosten auslöse. Das ist natürlich bei bestimmten Shortcuts und bestimmten Programmierungen eben nicht der Fall. Dann entsteht letztendlich kein Nutzungsvertrag, entsteht auch kein Anspruch auf das Geld. Und das ist auch in keiner Weise rechtens.“

Was sagen die Netzbetreiber dazu? Eigentlich sehen die in ihren Internet-Portalen einen Service für den Kunden, der die Vielfalt der Angebote nutzen kann. Per Email fragen wir bei den 4 großen deutschen Anbietern nach, wollen wissen, was wirklich hinter dem Branding steckt. Vor der Kamera bekommen wir nur von Eplus eine Antwort.

Jörg Carsten Müller, Eplus: „Die Erfahrung zeigt eben, dass gebrandete Handys klar zur Unzufriedenheit führen bei den Kunden. Deswegen verzichten wir drauf. Da geht der Kundenwunsch ganz klar vor.“

Von O2 bekommen wir schriftlich folgende Rückmeldung: Der Kunde könne entscheiden, ob er ein gebrandetes Handy wolle, das Branding sei moderat und: alle Einstellungen könnten von Hand wieder zurückgesetzt werden. Vodafone antwortet: Gebrandetete Handys gingen auf häufige Kundenwünsche zurück, die Menüs seien einfach strukturiert und versteckte Klicks ins Internet, die gebe es gar nicht. Ähnlich die Stellungnahme von T-Mobile: Die Menüs seien übersichtlich aufgebaut, alle Funktionen seien nachvollziehbar und auch hier: keine versteckten Online-Links. Ganz anders sieht das Marco Dettweiler. Bei seinen Tests stellt er immer wieder fest:

Marco Dettweiler, Stiftung Warentest: „Man hat auch versteckte Menüpunkte, wie zum Beispiel unter Bilder. Da will man sich seine Bilder anschauen und dann gibt es einen Knopf „mehr Bilder“ und wenn man da draufkommt ist man auch im Internet. Und da ist mittlerweile ziemlich viel los in den Menüs und man kann eigentlich noch öfter in diese Falle tappen.“

Denn die schnellen Klicks ins Netz warten auch bei anderen Menüpunkten: unter Videos. Bei den Spielen. Und natürlich bei den Klingeltönen. Verschiedene Funktionen der Handys werden durch das Branding sogar deaktiviert. So etwa die Übertragung von Fotos per Infrarot. Stattdessen muss der Nutzer das Bild dann per MMS schicken. Und das kostet Gebühren. Besonders ärgerlich: viele Handys können MP3s abspielen. Doch beim Einstellen als Klingelton, plötzlich eine Fehlermeldung. Die Folge: der Song muss vom Portal des Netzbetreibers runtergeladen werden. Und das für mindestens 1,99 Euro. Die Verbraucherzentralen warnen daher ausdrücklich vor gebrandeten Geräten.

Brigitte Sievering-Wichers, Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: „Da sieht es so aus, dass natürlich diese Netzbetreiber erst mal ihre Produkte verkaufen wollen. Das heißt, es kann mir passieren, dass ich bestimmte Klingeltöne nicht runterladen und abspielen kann, sondern im Prinzip nur die Angebote des Anbieters, des Netzbetreibers in diesem Falle, nutzen kann.“ „Warum ist das so?“ „Das ist ganz klar. Da gibt es ein wirtschaftliches Interesse sicherlich der Anbieter, denn die wollen ja mit ihren Produkten und Angeboten Umsatz und damit auch Gewinn machen.“

Genug von seinem gebrandeten Handy hat auch er: Dennis – ein genervter Besitzer. Immer wieder die ungewollten Klicks ins Netz. Der 23-Jährige will nicht mehr, sucht Hilfe beim Vertrags-Händler.

Dennis. „Da werden komplette Menüfunktionen abgeändert und ersetzt durch Internet-Portale. Finde ich absolut furchtbar. Und ich bin fest davon überzeugt, dass das mittlerweile bei vielen Kunden ein Kaufkriterium ist, dass diese Geräte ungebrandet sind. Bei mir auf jeden Fall.“

Und so wird ihm geholfen. Handy-Fachmann Markus Klein entbrandet das Handy. Erst wird die Software des Netzbetreibers entfernt, dann die Original-Software des Herstellers wieder aufgespielt. Nach 15 Minuten ist alles fertig. 29 Euro kostet das De-Branden. Ganz wichtig: die Firma übernimmt auch die Gewährleistung.

Markus Klein: „Die Netzbetreiber werden die Garantie dafür, dadurch, dass die Software ausgetauscht wird, mit Sicherheit ablehnen. Für den Fall übernehmen wir für den Kunden nach dem Entbranden, wenn das von uns gemacht worden ist, die komplette Garantie. Sprich, wir übernehmen die Garantie auf die Hardware und auf die Software, nicht nur auf die Software.“

Wer sein Handy entbranden lassen will, sollte grundsätzlich unbedingt beachten: Ist der Anbieter vertrauenswürdig? Kann ich mein Handy auch persönlich abgeben? Und: übernimmt er die Garantie? Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, den ungewollten Zugang ins Internet zu vermeiden. Und die ist sogar ganz kostenlos. Um ins Netz zu kommen, braucht das Handy verschiedene Zugangsinformationen, wie z.B. die IP-Adresse. Diese Angaben sind vom Netzbetreiber in den Datenkonten voreingestellt. Hier muss ein neues Wap-Profil angelegt werden. Beim Verbindungsaufbau läuft das Handy dann ins Leere, eine Internet-Verbindung kommt gar nicht erst zustande.

Marco Dettweiler: „Bei der IP-Adresse geht’s in dem Fall so, dass man nichts einträgt. Und dann wählt man dieses Wap-Portal aus, „Test“, und dann kann man sehen, dass diese Taste hier, wenn man sie drückt, zwar verbinden will, aber die Verbindung fehlschlägt, weil eben nicht das Vodafone-Live-Portal ausgewählt wird, sondern dieses neu erstellte Test-Portal.“

Leider funktioniert diese Methode nicht bei allen Handys. Bei einigen lassen sich zwar Profile anlegen, die können dann aber nicht angewählt werden. Voreinstellungen bei Mobiltelefonen: die Netzbetreiber sprechen von Service, viele Kunden sind gefrustet. Dabei wäre die Lösung ganz einfach:

Marco Dettweiler: „Ein Kompromiss wäre, man lässt diese Tasten und diese schnelle Art ins Internet zu kommen und macht einfach eine Abfrage: wollen Sie wirklich ins Internet, ja oder nein? Und dann kann der Verbraucher immer noch entscheiden.“

Und T-Mobile hat schon reagiert. Schriftlich teilt uns das Unternehmen mit: „Bei den Zugängen zu Onlineverbindungen wird in Zukunft eine zusätzliche Abfragemöglichkeit eingeführt, so dass kein zufälliger Online-Link ausgelöst werden kann.“

Die beste Lösung für die User: Wer auf Online-Dienste verzichten kann, kauft gleich ein ungebrandetes Handy. Und vermeidet so jede Menge Ärger.

Quelle: Sat.1-Planetopia
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[quote]
Gebrandete Handys
Wie Sie der Falle entkommen



Wer ein gebrandetes Handy benutzt, kann schnell in die Kostenfalle tappen. Die Mobilfunkbetreiber kennzeichnen solche Geräte mit ihrem Label. Meist konfigurieren sie eine prominent platzierte Taste: Einmal drücken und schon ist der Kunde im kostenpflichtigen Internetportal des Anbieters. Das Problem: Viele drücken unabsichtlich den Knopf. Die Folge: Die Rechnung dafür summiert sich auf beachtliche Beträge. STIFTUNG WARENTEST online zeigt die Folgen für die Kunden, informiert über die Hintergründe des Brandings und erklärt drei Methoden, wie Sie die Kostenfalle umgehen.

Das Problem

Die Fehlbedienung der Branding-Taste kann Sie monatlich 10 Cent, aber auch 10 Euro und mehr kosten. Manche Handybenutzer merken gar nicht, dass ihnen ihre Mobilfunkbetreiber pro Monat Internet-Verbindungen in Rechnung stellen. Andere sehen den Posten zwar auf ihrer Rechnung. Sie können sich allerdings nicht erklären, wann und warum sie sich eingewählt haben.

Wa das Versehentliche Drücken Kosten kann

Zitat:
Gebrandete Handys
Teures Versehen
Der Blick auf den Einzelverbindungsnachweis gibt Handynutzern manchmal Rätsel auf. Da finden sich jeden Monat mal 20 Cent, aber auch schon mal 10 Euro, die mit „Internetverbindung“, „WAP-Zugang“ oder „GPRS-Verbindung“ ausgewiesen sind. Doch die überraschten Kunden sind sich sicher, dass sie zwar telefoniert haben, aber nie mit ihrem Handy im Internet unterwegs waren. Denken sie zumindest.
Ins Internet gedrückt
Wer darauf achtet, bekommt irgendwann heraus, dass er des öfteren versehentlich auf seine Internetportal-Taste gedrückt hat. Das passiert häufig, weil bei vielen Handys die Branding-Taste beim Navigieren durchs Menü mit „Zurück“ oder „Beenden“ belegt ist. Drückt der Nutzer die Taste einmal zuviel, startet er den Internet-Zugang. Solche speziell präparierten Tasten haben T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2 auf ihren gebrandeten Handys. Die Knöpfe bringen den Kunden direkt ins Internet, wo er im Portal des jeweiligen Mobilfunkbetreibers Infos zu Wetter, Fußball und Politik abrufen können. Sobald Handynutzer die Verbindung durch den Tastendruck aufbauen, tickt der Gebührenzähler.
Den Weg verbauen
Dass Kunden einige Euro für Internetverbindungen auf ihrer Rechnung haben, obwohl sie nie surfen wollten, ist kein Einzelfall. Die Mobilfunkbetreiber bieten immer häufiger gebrandete Handys an. Zum einen können sie dadurch werbewirksam ihr Label aufs Handy setzen. Zum anderen verdienen die Betreiber mit dem Internetportal, weil die Kunden gezwungen sind, genau diesen Internetzugang zu nutzen. Und wie das Beispiel zeigt, gehen viele Handybesitzer ins Internet, ohne dass sie das bemerken. Vermeiden lässt sich dies nur, indem Kunden diese Taste anders belegen. Und zwar so, dass bei einem versehentlichen Drücken keine Verbindung aufgebaut wird und somit keine Kosten entstehen.
Fragen Sie Ihren Betreiber
STIFTUNG WARENTEST online hat das Debranden für verschiedene Modelle und verschiedene WAP-Portale mit unterschiedlichen Methoden ausprobiert. Schon beim Umprogrammieren des Motorola E550, dem Nachfolger des V300, scheiterte das Verfahren. Das bedeutet: Die Methode unterscheidet sich von Handy zu Handy. Meist reicht ein weiterer Zwischenschritt, um etwa das Umprogrammieren dem Modell anzupassen. Wenn Sie ihr Gerät debranden möchten und Probleme haben, wenden Sie sich an Ihren Mobilfunkbetreiber.
Methode 1: Das Umprogrammieren

Die Idee ist einfach: Benutzer müssen nur ihre Branding-Taste lahm legen, damit versehentliches Drücken keine Kosten verursacht. Die Ausführung ist kompliziert: Nahezu jedes Modell hat eine andere Benutzerführung. Doch das Prinzip ist immer das gleiche: Sie müssen ein neues WAP-Menü konfigurieren.


Zitat:
Gebrandete Handys
Taste lahm legen
STIFTUNG WARENTEST online zeigt, wie Sie für die Handys Vodafone Motorola V600, Vodafone Motorola V300, T-Mobile Sharp GX10, Vodafone Sharp GX15, T-Mobile Sony-Ericsson T 610 und Vodafone Sagem my V-55 die Internet-Taste umprogrammieren können. Die Tasten waren mit Vodafone-Live! oder t-zones belegt. Die Tipps gelten also nur für diese Modelle von diesen Betreibern. Wer Probleme bei der Konfiguration hat, wendet sich am besten an die Mobilfunkbetreiber.



1. Beispiel: Vodafone Motorola V600

Gehen Sie ins Menü und wählen sie dort „Vodafone live!“ aus. Drücken Sie dann den Punkt „WAP Profile“. Legen sie ein neues WAP-Profil an, indem sie „[Neuer Eintrag]“ auswählen und zum Beispiel folgende Änderungen eintippen. (Nach jeder Änderung OK drücken.)
Name: test
Homepage: http://ftp.test.de
Gateway IP 1: 192.168.001.001
WAP Port 1: 9201
Servicetyp 1: WAP
Lassen Sie die restlichen Einstellungen so, wie sie sind und speichern Sie das Profil ab, indem Sie „Fertig“ drücken. Jetzt kehren Sie wieder zur Liste der WAP-Profile zurück. Das Entscheidende ist nun, dass Sie Ihr neu angelegtes WAP-Profil als Standard-Profil auswählen. Markieren Sie dafür das „test“-Profil und drücken Sie die „Menütaste“. Das ist die Taste ganz oben in der Mitte. (In der Gebrauchsanleitung finden Sie auch eine Beschreibung, wo die Menütaste angeordnet ist.) Wählen Sie dann „Voreinstellen“ aus. Danach müsste in der WAP-Profil-Liste vor ihrem test-Profil ein Häkchen kennzeichnen, dass dies künftig Ihr Standardprofil ist. Drücken Sie zum Schluss auf die rote Auflegen-Taste, um die Einstellungen komplett zu verlassen. Das wars.
Wenn Sie ab sofort auf die Vodafone-Live-Taste drücken, versucht das Handy mit dem test-Profil zu verbinden. Es erscheint dann die Meldung „Browser Setup ist unvollständig“. Drücken Sie wieder auf die rote Auflegen-Taste. Es erscheint die Frage, ob Sie Vodafone-Live (das jetzt eigentlich test ist) verlassen wollen, was Sie mit „Ja“ bestätigen. Dieser Verbindungsversuch hat keine Gebühr gekostet.
Wenn Sie das Portal wieder mit der dafür programmierten Taste nutzen möchten, machen sie die Einstellungen einfach wieder rückgängig, indem Sie als Standard-Profil „Vodafone-Live!“ auswählen.




2. Beispiel: T-Mobile Motorola V300

Gehen Sie ins Menü und wählen Sie dort „Tools“ aus. Drücken Sie dann den Punkt „WAP Menü“ und dann „WAP Profile“. Legen Sie ein neues WAP-Profil an, indem sie „[Neuer Eintrag]“ auswählen. Die weiteren Schritte sind analog zum Vorgehen beim Motorola V600. Nur dass sich die Änderungen auf „t-zones“ und nicht auf „Vodafone-Live!“ beziehen.



3. Beispiel: Vodafone Sharp GX10

Gehen Sie auch hier ins Menü und wählen Sie dort den Punkt „Einstellungen“ aus. Drücken Sie dann den Punkt „Internet-Einstellungen“ und dann „WAP-Einstellungen“. Legen Sie ein neues WAP-Profil an, indem Sie „leer“ auswählen und zum Beispiel folgende Änderungen eintippen. (Nach jeder Änderung die Menütaste drücken.)
Profilname: test
IP-Adresse: 192.168.001.001 (Die Raute ist mit dem Punkt belegt.)
Homepage: http://ftp.test.de
Port Nummer: 9201
Verbindungstyp: GPRS
GPRS-Einstellungen: APN: test, Benutzername: test, Passwort: test, Linger Time: 86400
Lassen Sie die restlichen Einstellungen so, wie sie sind und speichern Sie das Profil ab, indem Sie „Speichern“ drücken. Jetzt kehren Sie wieder zur Liste der WAP-Profile zurück. Das Entscheidende ist wiederum, dass Sie Ihr neu angelegtes WAP-Profil als Standard-Profil auswählen. Drücken Sie auf test-Profil und „Aktivieren“ Sie es. Danach müssen Sie auch beim Sharp-Gerät in der WAP-Profil-Liste vor Ihrem test-Profil ein Häkchen kennzeichnen, dass dies nun Ihr Standardprofil ist. Drücken Sie zum Schluss auf die rote Auflegen-Taste, um die Einstellungen komplett zu verlassen.
Wenn Sie nun auf die Vodafone-Live-Taste drücken, versucht das Handy mit dem test-Profil zu verbinden. In diesem Fall erscheint die Meldung „Fehler: Netzwerk nicht verfügbar“. Drücken Sie wieder auf die rote Auflegen-Taste. Dieser Verbindungsversuch hat keine Gebühr gekostet.
Wenn Sie wieder das Portal mit der dafür programmierten Taste nutzen möchten, machen Sie die Einstellungen einfach wieder rückgängig, indem Sie als Standard-Profil „Vodafone-Live“ auswählen.




4. Beispiel: Vodafone Sharp GX15

Hier funktioniert es ähnlich wie beim GX10: Gehen Sie auch hier ins Menü und wählen Sie dort den Punkt „Einstellungen“ aus. Drücken Sie dann den Punkt „Netzwerk“ (beim GX10 war es „Interneteinstellungen“) und dann „WAP-Einstellungen“. Die weiteren Schritte sind analog zum Vorgehen beim Sharp GX10. Legen Sie ein neues WAP-Profil an, indem Sie „leer“ auswählen und zum Beispiel folgende Änderungen eintippen. (Nach jeder Änderung die Menütaste drücken.)
Profilname: test
IP-Adresse: 192.168.001.001 (Die Raute ist mit dem Punkt belegt.)
Homepage: http://ftp.test.de
Port Nummer: 9201
Verbindungstyp: GPRS
GPRS-Einstellungen: APN: test, Benutzername: test, Passwort: test, Linger Time: 86400 (verlassen Sie dieses Menü mit „zurück“)
Lassen Sie die restlichen Einstellungen so, wie sie sind und verlassen Sie das Profil mit „zurück“. Jetzt sind Sie wieder in der Liste der WAP-Profile. Das Entscheidende ist wiederum, dass Sie Ihr neu angelegtes WAP-Profil als Standard-Profil auswählen. Drücken Sie auf test-Profil und „Aktivieren“ Sie es. Danach müssen Sie auch beim Sharp-Gerät in der WAP-Profil-Liste vor Ihrem test-Profil ein Punkt kennzeichnen, dass dies nun Ihr Standardprofil ist. Drücken Sie zum Schluss auf die rote Auflegen-Taste, um die Einstellungen komplett zu verlassen.
Wenn Sie nun auf die Vodafone-Live-Taste drücken, versucht das Handy mit dem test-Profil zu verbinden. In diesem Fall erscheint die Meldung „GPRS nicht verfügbar“. Drücken Sie auf „Abbru.“. Dieser Verbindungsversuch hat keine Gebühr gekostet.
Wenn Sie wieder das Portal mit der dafür programmierten Taste nutzen möchten, machen Sie die Einstellungen einfach wieder rückgängig, indem Sie als Standard-Profil „Vodafone-Live“ auswählen.




5. Beispiel: T-Mobile Sony-Ericsson T 610

Bei diesem Handy ist der Vorgang etwas komplizierter. Gehen Sie zunächst ins Menü und wählen Sie dort den Punkt „Verbindungen“ aus. Drücken Sie dann den Punkt „WAP-Optionen“ und dann „WAP-Profile“. Legen Sie ein neues WAP-Profil an, indem Sie „Neues Profil“ auswählen, als
Name: test
eingeben, dann „OK“ drücken. Jetzt müssen Sie bei diesem Handy im Gegensatz zu den anderen einen weiteren Zwischenschritt machen. Wählen Sie „Verbinden mit“ aus. Fügen sie ein „Neues Konto“ (steht ganz oben als erster Punkt) hinzu. Nachdem Sie „GPRS-Daten“ ausgewählt haben, können Sie den
Name: test2
eingeben. Bearbeiten Sie jetzt die drei Einträge folgendermaßen:
APN-Adresse: test
Benutzername: test
Kennwort: test
Speichern Sie diese Einstellungen ab. Wählen Sie das Datenkonto „test2“ aus. Jetzt kehren Sie wieder zum Menüpunkt „Verbinden mit“ zurück: „test2“ ist ausgewählt.
Tragen sie darunter mit „Bearbeiten“ als
IP-Adresse: 192.168.001.001 (OK drücken)
ein. Drücken Sie auf „Speichern“. Das Entscheidende ist wiederum, dass Sie Ihr neu angelegtes WAP-Profil als Standard-Profil auswählen. Wählen Sie das test-Profil aus. Danach müssen Sie in der WAP-Profil-Liste vor Ihrem test-Profil ein Häkchen kennzeichnen, dass dies nun Ihr Standardprofil ist. Drücken Sie die Taste mit dem Pfeil solange bis Sie das Menü komplett verlassen haben.
Wenn Sie nun die einzelne Taste an der rechten Seite Ihres Sony-Ericsson drücken, versucht das Handy mit dem test-Profil zu verbinden: „Verbindung wird hergestellt“. Es erscheint die Meldung „Kommunikationsfehler. Operation wiederholen oder Dienstanbieter für WAP kontaktieren“. Nach zirka zwei Sekunden verschwindet die Fehlermeldung. Dieser Verbindungsversuch hat keine Gebühr gekostet.
Wenn Sie wieder das Portal mit der dafür programmierten Taste nutzen möchten, machen Sie die Einstellungen einfach wieder rückgängig, indem Sie als Standard-Profil „T-D1 W@P GPRS“ auswählen.




6. Beispiel: Vodafone Sagem my V-55

Gehen Sie ins Menü und wählen sie dort „Vodafone live!“ aus. Drücken Sie dann den Punkt „Profile“. Legen sie ein neues WAP-Profil an, indem sie „Menü“ auswählen, dann „Hinzufügen“ und folgende Eingaben machen. (Nach jeder Änderung OK-Taste drücken.)
Profilname: test
Homepage: http://ftp.test.de (Raute-Taste drücken, um das Punkt-Zeichen zu wählen)
GPRS-Parameter: APN: test, Benutzer: test, Passwort: test, IP-Adresse: 192.168.001.001 (verlassen Sie dieses Menü mit „zurück“)
Lassen Sie die restlichen Einstellungen so, wie sie sind und verlassen Sie das Profil, indem Sie „Zurück“ drücken. Jetzt kehren Sie wieder zur Liste der WAP-Profile zurück. Das Entscheidende ist nun, dass Sie Ihr neu angelegtes WAP-Profil als Standard-Profil auswählen. Markieren Sie dafür das „test“-Profil und drücken Sie „Optionen“. Wählen Sie dann „Aktivieren“ aus. Danach springt das Handy direkt auf die erste Ebene (Vodafone Live!) zurück. Drücken Sie das markierte „Profile“ erneut. Danach müsste in der WAP-Profil-Liste vor ihrem test-Profil ein Stern kennzeichnen, dass dies künftig Ihr Standardprofil ist. Drücken Sie auf die rote Auflegen-Taste, um die Einstellungen komplett zu verlassen. Das wars.
Wenn Sie ab sofort auf die Vodafone-Live-Taste drücken, versucht das Handy mit dem test-Profil zu verbinden. Es erscheint dann die Meldung „DATA Verbindung fehlgeschlagen“. Drücken Sie wieder auf die rote Auflegen-Taste. Dieser Verbindungsversuch hat keine Gebühr gekostet.
Wenn Sie das Portal wieder mit der dafür programmierten Taste nutzen möchten, machen sie die Einstellungen einfach wieder rückgängig, indem Sie als Standard-Profil „Vodafone-Live!“ auswählen.
Methode 2: Die Sicherung

Mittlerweile bringen Hersteller und Betreiber gebrandete Handys auf den Markt, die sich nach dieser Methode nicht umprogrammieren lassen. Doch in solchen Fällen gibts eine andere Möglichkeit: Das Blockieren der WAP-Anwendung.

Zitat:
Gebrandete Handys

WAP sperren

Manchmal funktioniert das Debranding nicht über das Einrichten eines neuen WAP-Menüs. Grund: Die Software des Handys lässt das entweder gar nicht zu oder das neue angelegte WAP-Menü kann nicht als Standard-Menü angelegt werden. STIFTUNG WARENTEST online hat eine weitere Methode gefunden, den WAP-Zugang zu sperren.

Der andere Weg: über den Entsperrcode

Auch diese Methode variiert von Firma und zu Firma und von Modell zu Modell. STIFTUNG WARENTEST online zeigt das Sichern des WAP-Zugangs am Motorola E550, gebrandet von T-Mobile. In der Software fehlt der komplette Punkt „WAP-Menü“, den es beim Vorgänger V300 noch gab. Also hilft hier nur der Weg über den Entsperrcode.

Beispiel: T-Mobile Motorola E550

Gehen Sie ins Menü und wählen Sie dort „Einstellungen“ aus. Drücken Sie dann den Punkt „Sicherheit“ und dann „Anwendungen sperren“. Geben Sie nun den „Entsperrcode“ ein, bestätigen Sie mit „OK“. Die Werkseinstellung ist in diesem Fall „1234“. Das gilt für die meisten Motorola-Handys. Sie können jetzt verschiedene Anwendungen sperren. Naheliegend, aber nicht ausreichend: „t-zones“ sperren führt nicht zum gewünschten Ziel. Das Handy wählt sich trotzdem bei t-zones ein, wenn Sie die Branding-Taste drücken. Die Sicherung funktioniert erst, wenn sie „WAP Menü“ und danach „gesperrt“ auswählen. Verkürzt dargestellt:
Menü >> Einstellungen >> Sicherheit >> Anwendung sperren >> Entsperrcode (1234 Werkseinstellung) >> WAP Menü sperren.
Kehren Sie anschließend mit der roten Auflegen-Taste zur Ausgangsposition zurück. Wenn Sie jetzt die gebrandete t-zones-Taste drücken, verlangt die Software den Entsperrcode und stellt ohne diesen keine Verbindung her.

Fragen Sie nach

Wie bei den Tipps zum Umprogrammieren beschreibt auch dieser die Vorgehensweise an einem Handy-Modell eines Mobilfunkanbieters. Bei jedem anderen Modell kann das Verfahren leicht abweichen. Das Prinzip bleibt jedoch das gleiche: Die Anwendung „WAP-Menü“ sperren. Wenn Sie die Werkseinstellungen für Ihren Entsperrcode nicht im Benutzerhandbuch des Handys finden oder Sie bestimmte Menüpunkte nicht auswählen können, informieren Sie sich bei ihrem Mobilfunkanbieter oder Handyhersteller.
Methode 3: Der Datentransport

Die dritte Möglichkeit, die Branding-Taste zu deaktivieren: Bei einigen Mobilfunkbetreibern können Kunden den GPRS-Datentransport sperren lassen. Nachteil: Das kostet etwa bei Vodafone eine Gebühr von 5 Euro. Und das Versenden und Empfangen von MMS, E-Mail und der Download von Klingeltönen sind dadurch ebenfalls gesperrt.

Zitat:
Gebrandete Handys

Verbindung kappen

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die Branding-Taste zu blockieren: Kunden können beim Mobilfunkbetreiber - außer bei T-Mobile - ihren Internet-Zugang sperren lassen. Auch dann ist die teure Taste funktionslos. Allerdings wirkt sich diese Sperre auch auf andere Datendienste aus. Das Versenden und Empfangen von MMS, E-Mail und der Download von Klingeltönen klappt ebenfalls nicht mehr. STIFTUNG WARENTEST online sagt, was Sie tun müssen, um bei ihrem Mobilfunkbetreiber die Sperre einrichten zu lassen.

Kein Datentransport mehr

Die zweite Methode: das Sperren des Datentransports via GPRS (General Packet Radio Service). Dieser Dienst sorgt dafür, dass etwa bei der WAP-Funktion Daten zwischen dem Handy und dem WAP-Server ausgetauscht werden können. Die Betreiber bieten nur diese komplette GPRS-Sperre an. Betroffen ist davon aber auch der Versand und Empfang vom MMS (Multi-Media-Services) und E-Mail. Wer also den Datentransport via GPRS sperren lässt, kann keine Fotos per MMS verschicken.

T-Mobile sperrt nicht

Die Mobilfunkbetreiber haben unterschiedliche Konditionen: Die Sperre kostet bis zu 4,95 Euro.
T-Mobile: Das Sperren des GPRS-Datendienstes ist nicht möglich.
Vodafone: Vertragskunden können über die kostenlose Hotline 0800/1721212 (beim Handy einfach 1212) den Datentransport über GPRS sperren lassen. Das kostet einmalig 4,95 Euro.
E-Plus: Kunden können per Hotline (vom Handy 1000), Brief, Fax GPRS sperren lassen. Die Umstellung ist kostenlos.
O2: Vertrags- und Prepaidkunden haben die Möglichkeit, über die telefonische Kundenbetreuung (Handy: 55222) die GPRS-Sperre kostenlos zu veranlassen.

Mit WAP ins Internet

Eigentlich wäre es sinnvoll nur den WAP-Zugang zu sperren. Doch das geht nach Angaben der Anbieter aus technischen Gründen nicht. Warum? Die Branding-Taste des Handys stellt eine Verbindung mit dem Internet her. Damit ein portables Gerät mit einer relativ geringen Leistung wie etwa ein Mobiltelefon Internetinhalte darstellen kann, wurde die WAP-Technologie (Wireless Application Protocol) entwickelt. Die Mobilfunkbetreiber konfigurieren Handys so, dass Kunden automatisch über die hauseigenen WAP-Zugänge ins Internet gelangen. Und dieser Datentransport läuft über GPRS. Die Anbieter können also nur den Dienst und nicht das Protokoll sperren.
Die Geschichte

Mobilfunkbetreiber subventionieren die gebrandeten Handys und bestimmen auch die Gerätesoftware maßgeblich. Schließlich verdienen sie dadurch. STIFTUNG WARENTEST wertet in ihren Tests gebrandete Handys ab, die eine mit WAP-Zugang programmierte Taste haben: Die Fehlbedienung der konfigurierten Taste kostet Kunden unerwünschte Verbindungsgebühren

Zitat:
Gebrandete Handys

In Kauf genommen

Die STIFTUNG WARENTEST wertet gebrandete Handys ab, die eine mit WAP-Zugang programmierte Taste haben. Begründung: Es besteht die Gefahr, dass Kunden das Handy wegen der programmierten Taste fehlbedienen, indem sie sich unbeabsichtigt und kostenpflichtig ins Internet einwählen. Lösungen: Kein gebrandetes Handy kaufen. Oder: Die Taste umprogrammieren, sodass sich keine kostenpflichtige Verbindung aufbauen kann. Hersteller und Anbieter tun zurzeit vieles, um diese Lösungswege zu verbauen.

Eine Multi-Media-Taste

Die Mobilfunkbetreiber setzen weiterhin auf gebrandete Handys. In ihren Shops bieten sie deutlich mehr Modelle mit Label an als neutrale Mobiltelefone. Das ist Fakt. Über die dahinter steckende Absicht lässt sich nur spekulieren. Die Version der Betreiber: Multi-Media-Inhalte sind die Zukunft des Mobilfunks. Um Kunden den Zugang möglichst einfach zu machen, haben Hersteller und Betreiber eine Taste so belegt, dass bei einmaligem Drücken sich direkt „t-zones“ oder „Vodafone live“ öffnen. Dort wartet ein handyspezifisches Internet-Angebot: Download von Spielen und Klingeltönen, Infos über Wetter und Fußballergebnisse.

Kein WAP-Menü

Viele Kunden wollen diese Funktion nicht nutzen, drücken die Taste jedoch versehentlich. STIFTUNG WARENTEST online beschreibt Möglichkeiten, wie Handynutzer ihr Gerät so programmieren können, dass die Taste funktionslos wird. Das Prinzip: Ein neues WAP-Profil anlegen, das zu keinem existierenden Internetzugang führt. Nun bringen die Betreiber gebrandete Handys auf den Markt, die diese Methode ausbremsen. Beispiel T-Mobile Motorola E550: Das Gerät ist das Nachfolgemodell des V300. Den Vorgänger können Nutzer problemlos über die Methode des Umprogrammierens debranden. Das geht beim E550 nicht mehr. Das liegt an der neuen Software. Es kann kein neues WAP-Menü angelegt werden.

Kein Debranding

Es bleibt natürlich im Bereich der Spekulation, warum T-Mobile und Motorola diese Änderungen mit dem neuen Modell eingeführt haben. Es gibt wenig plausible Gründe, warum Nutzer ein neues WAP-Menü nicht als Standard anlegen dürfen. Offensichtlich ist nur eine Wirkung: Kunden können ihr Handy nicht mehr über einfaches Umprogrammieren debranden. Weiterer Nachteil: Wechseln Kunden den Mobilfunkbetreiber und behalten ihr Handy, ist es möglich, dass sie gar keine Internet-Verbindung herstellen können.

Fehlende Sicherheit

STIFTUNG WARENTEST wird auch in Zukunft gebrandete Handys abwerten, die eine mit WAP-Zugang programmierte Taste haben. Durch das Fehlbedienen der entsprechenden Taste können Kunden gegen ihren Willen kostenpflichtig ins Internet gelangen.
Quelle: Dieser Geniale Bericht stammt aus der Feder der Stiftung Warentest! :top:


PS: Vieles was Stifutung Warentest hier aufgedeckt hat (Der fall Motorola E550-Wapprofile) ist übrigens rein rechtlich gesehen dem Kunden nicht zumutbar!
Dr. House
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Branding-Handys sind nicht leicht veränderbar

Handys mit "Branding" sind speziell auf den Netzbetreiber eingestellt. Das bedeutet oft, dass der Nutzer nur eine Taste drücken muss, um in das Internetportal des Anbieters zu gelangen. Das kann allerdings auch unabsichtlich passieren.

(dpa/gms) - "Das Hauptärgernis des Brandings sind die Kosten, die so ungewollt entstehen können", sagt Henning Withöft, Redakteur der in Berlin von der Stiftung Warentest herausgegebenen Zeitschrift "test". "Vor allem Vodafone und T-Mobile bringen verstärkt Branding-Handys auf den Markt", sagt Withöft. Aber auch die anderen Netzbetreiber setzen laut Bernhard Jodeleit, Redakteur bei der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift "connect", Branding ein. Beim äußerlichen Branding wird schlicht das Logo des Netzbetreibers auf das Handy gebracht. "Bei edel designten Handys kann allein das schon ärgerlich sein", sagt Jodeleit. Dazu können Tasten kommen, die ausschließlich der Einwahl in die Internetplattform des Betreibers dienen und oft ebenfalls das Logo des Anbieters tragen.

Unangenehmer sind den Experten zufolge allerdings so genannte Soft Keys, die ins Internet führen: Dabei erscheint im Normalzustand des Handys das Logo des Internetportals vom Netzbetreiber. Wer dann auf die benachbarte Taste drückt, baut eine Verbindung ins Netz auf. "Oft handelt es sich dabei um eine zentrale Steuerungstaste", sagt Jodeleit. Zudem sind viele Handynutzer laut Warentester Withöft durch die Benutzerführung auf diese Tasten trainiert. "Da kann es leicht zum unbeabsichtigten Drücken kommen."

Die Netzbetreiber halten das unbeabsichtigte Einwählen für weit weniger wahrscheinlich. "Man verwechselt doch auch beim Autofahren nicht die Bremse mit dem Gas", sagt Torsten Kollande, Sprecher von Vodafone in Düsseldorf. Die Tastensperre schütze außerdem vor einer Einwahl, wenn das Handy zum Beispiel in die Hosentasche gesteckt wird. Stattdessen bieten die Soft Keys dem Nutzer aus Sicht der Netzbetreiber große Vorteile: "Der Zugang ins Netz ist einfacher und schneller", sagt Marion Kessing von T-Mobile in Bonn.

Als neuesten Trend beobachtet Bernhard Jodeleit von "connect" auch veränderte Menüs in Branding-Handys, hinter denen sich die Netzeinwahl versteckt: "So kann sich unter dem Menüpunkt "Klingeltöne" ein Ordner "mehr Töne" finden. Wer den anklickt, klickt sich dann ins Portal."

Ärgerlich ist die Voreinstellung des Mobiltelefons auch noch, wenn der Vertrag abgelaufen ist: "Es kann Probleme geben, wenn man das Gerät zum Beispiel an die Kinder weitergibt, um es mit Prepaid-Karten zu betreiben", sagt Redakteur Withöft. Möglicherweise vertragen sich die Karten anderer Netzbetreiber nicht mit den Voreinstellungen.

Schwierig ist es allerdings auch, das ungeliebte Branding auf dem Handy loszuwerden: "Wenn man Geräte von großen Herstellern kauft und einen guten Draht zum Händler hat, kann man ihn vielleicht davon überzeugen, statt der Software des Netzbetreibers die Originalsoftware des Handybauers aufzuspielen", sagt Jodeleit. Das geht aber nur, wenn das Gerät nicht exklusiv für einen Netzbetreiber angeboten wird, sondern es eine "freie" Variante gibt.

Von Internet-Angeboten für das "De-Branding" raten die Experten dagegen ab. So bietet ein Händler bei einem Internetauktionshaus an, die Software in verschiedenen Geräten von Sony Ericsson, Motorola oder Samsung auszutauschen. "Sein Handy nach einer Vorkasse an eine unbekannte Adresse zu schicken, ist allerdings riskant", warnt Jodeleit. Auch das Aufspielen von Software aus dem Internet über den heimischen Computer sei nicht empfehlenswert: "Wenn bei der Betriebssoftware Defekte auftreten, kann das Handy vielleicht nicht mehr zu retten sein."

Problematisch ist das De-Branding Henning Withöft von "test" zufolge auch wegen der Garantie. Wie der Netzbetreiber bei Problemen mit der neuen Software reagiert, sei nicht abzusehen. Laut Vodafone-Sprecher Kollande erlischt mit dem De-Branding nicht automatisch die Gewährleistung. "Der Einzellfall muss geprüft werden." Dabei werde geklärt, inwieweit die veränderte Software das gesamte Gerät beeinflusst. Auch bei T-Mobile kann es laut Sprecherin Kessing nach dem De-Branding "mit der Gewährleistung schwierig werden". Wenn das Gerät bei Problemen eingeschickt wird, müsse der Benutzer aber davon ausgehen, dass die T-Mobile-Software wieder aufgespielt wird.

Die einfachste Lösung besteht laut Withöft darin, beim Kauf genau auf die Einstellungen eines Branding-Handys zu achten: "Die meisten Modelle erkennt man am Logo", sagt der Experte. Im Zweifel kann aber auch der Verkäufer nach dem veränderten "Innenleben" gefragt werden. Schließlich gebe es auch weiterhin zahlreiche Handys ohne Branding.

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