Mir stellt sich die Frage, wie sich der Hersteller wirklich abheben will. In der täglichen Nutzung von Apps macht das öffnen jener oder die Integration ins OS wohl eher einen kleinen Unterschied.
@Offtopic
Hachja, immer diese paranoiden Menschen, welche FB, G+, VZ etc. kritisieren. Klar lebt ein soziales Netzwerk von Daten usw.
Diese werden auch für Werbezwecke eingesetzt. Nur muss man selbst überlegen ob man Daten und wenn ja welche nach außen trägt. Das man jedoch glaubt Social Networks sind extremst an jeder Kleinigkeit interessiert der irrt. Was interessiert FB welche Fotos ich hochlade und was darauf zu sehen ist? Interessant sind solche Dinge für Firmen und das nur bei hohen Positionen. Das man jetzt nicht unbedingt ein Foto von sich zusammengekauert auf der Kloschüssel haben sollte, steht dabei außer Frage. Ansonsten ist diese Angst total unbegründet. Es ist nun mal so, dass man immer mehr Daten von sich preisgibt. Dadurch ist auch nur die Einfachheit eines Social Networks möglich. Welche Kontakte ich habe und pflege interessiert da wohl eher die wenigsten. Die frage ist nicht wen sondern wie viele erreiche ich mit meiner, auf solch einer Seite geschalteten Werbung.
Man sollte sich vielleicht mal fragen, welche Daten solch ein Netzwerk überhaupt besitzt und warum man diese nicht mit seinen Freunden bzw. dem Netzwerkbetreiber teilt. Es sind ja schließlich (bei den Wenigsten) geheime Daten. Das einzige ist, man kommt leichte an jene ran.
Sobald das Reizwort Facebook auftaucht, gehts ab...
@NewPhone
> Wenn du einen Facebook-Account hast, wird jede Webseite, auf der sich ein
> Facebook/Like-Button befindet (nahezu jede Newsseite, viele Foren, Porn,
> Hostingdienste, was auch immer ...) mit deinem FB-Account assoziiert.
Ja, das ist echt ne harte Nummer. Aber ein Account zu haben reicht nicht, da muss man schon angemeldet sein. (Oder reichen die Cookies?)
Ich benutze für Facebook einen anderen Browser, lösche meine Cookies nach Beenden sowieso, blocke das Tracking per Plugin und logge mich nach dem facebooken wieder aus. Was nen Aufwand für FB...
> Es ist total toll, ein Facebook-Handy zu verwenden,
> das erleichtert das Datensammeln bestimmt nochmals enorm.
Wie sieht es eigentlich mit WP7, dass ja ständig in FB eingeloggt ist, und dem Datenschutz aus? Ich habe da bisher noch nichts genaues drüber gelesen. Ähnliche Problematik wie bei dem FB-Handy würde ich meinen.
Das Datensammeln bei Facebook läuft nur über Tracking-Cookies, die beim Besuch einer Seite mit Facebook-Plugin (Like-Button, etc.) aktiviert werden. Diese speichern dann ab, wo du dich befindest. Wenn du regelmäßig deine Cookies löscht und NoScript verwendest, sollte das alles kein Problem sein :-)
"Wie sieht es eigentlich mit WP7, dass ja ständig in FB eingeloggt ist, und dem Datenschutz aus? Ich habe da bisher noch nichts genaues drüber gelesen. Ähnliche Problematik wie bei dem FB-Handy würde ich meinen."
Laut der Capabilitylist, greift das Gerät zumindest nicht auf die Kontaktliste, Standortdaten oder andere private Daten zu. Weder die App, noch die OS-Integration von Facebook. Standortdaten werden immer nur nach Bestätigung des Benutzers abgegriffen. Die Facebook integration funktioniert auch nicht nativ, sondern über Windows Live und ist von dort aus etwas eingeschränkt. Also erst einmal kein Grund zur Sorge :-)
> Was interessiert FB welche Fotos ich hochlade und was darauf zu sehen ist?
Die Gesichter-Erkennung haben die natürlich nur entwickelt, damit die Nutzer es einfacher haben – klar. ;-) Die Personen, die zusammen auf einem Foto zu sehen sind, werden mit großer Wahrscheinlichkeit genauso miteinander verbunden (nachdem sie "erkannt" wurden), wie die Personen, die in einer Kontaktliste stehen. D.h., du wirst nicht nur nach deinen persönlichen Infos charakterisiert, sondern zu gewissen Prozentwerten auch über die "Vorlieben" deiner "Freunde". Das funktioniert ähnlich dem PageRanking-Verfahren, dass Google für Webseiten anwendet, nur hier eben mit Eigenschaften und Wünschen von Personen.
> Ansonsten ist diese Angst total unbegründet. [...] Welche Kontakte ich habe und pflege interessiert da wohl eher die wenigsten.
Du wirst deine Meinung bestimmt noch ändern, wenn zufälligerweise 2 Personen deiner großen "Freundes"-Liste gleichzeitig verdächtigt werden, Terroristen oder anderweitig verdächtig zu sein und irgend ein Staatsorgan auf deine Facebook-Infos zugreifen möchte. Solange das Datensammeln nur dazu führt, dass ich Werbung angezeigt bekomme, die mich wirklich interessiert, ist ja alles OK – aber ich glaube nun mal nicht, dass es langfristig dabei bleibt – und die Daten, die einmal gesammelt wurden, werden ja nicht (wirklich) gelöscht.
Was FB speichert: http://www.taz.de/!79069/
> Was nen Aufwand für FB...
Ja! Und das wird nicht weniger. Ich habe ja Blocker, die das Laden der Gefällt-mir-Buttons verhindern, sodass das Tracking schon mal wegfällt.
> Aber ein Account zu haben reicht nicht, da muss man schon angemeldet sein. (Oder reichen die Cookies?)
Es reichen Cookies. Hier erklärt FB selbst, was sie sich über Seiten mit Like-Button merken:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Like-Button-Facebook-erklaert-Details-zur-Speicherpraxis-1339079.html
Signatur “Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz!” (Klaus Kinski)
Wie ich bereits Hunter geschrieben habe, bin ich mir schon im klaren, dass es hier nicht um meine Person an sich geht, an der Facebook interessiert ist, sondern meine Interessen und sonstige Dinge, die kaufentscheidend sein könnten.
Ich möchte nicht, dass Facebook ohne meine Zustimmug meine Daten an Dritte verkauft. Wenn es wirklich so sein sollte, dass Facebook meine von mir nicht eingetragenen Daten aus meiner Freundesliste herholt (durch Freunde,die ihr Adressbuch unbedingt hochladen müssen), dann ist es nicht akzeptabel.
Ich nutze Facebook NUR um mit Freunden aus anderen Ländern einfacher in Kontakt zu bleiben. Sonst ist mir Facebook wirklich schnuppe...
"Die Gesichter-Erkennung ..." (Wäre zu lang)
Und wenn schon. Was bringt es irgendjemanden zu sehen mit welchen Leuten ich auf einem Foto bin. Und dein Terroristenbeispiel ist genauso aus der Luft gegriffen wie der Rest. Facebook nutzt seine Informationen für Werbung. Damit lässt sich schon mehr als genug Geld verdienen. Abgesehen davon bin ich (und schätzungsweise der Großteil) kein Terrorist. Somit könnte mir das ebenso egal sein.
Es ist richtig, dass man im Internet nur Sachen veröffentlichen sollte, welche man auch der Öffentlichkeit preisgeben möchte. Alles andere ist reinste Paranoia des 21. Jahrhunderts. Wer glaubt selbst ohne die Angabe von Name etc. auch nur Ansatzweise anonym im Internet unterwegs zu sein irrt (da helfen dir auch deine Scriptblocker etc. nicht). Wenn man will kommt man an die Daten und dazu wirst du nicht erst gefragt "Möchtest du deine Identität preisgeben, dann klicke auf OK?"
Früher sagte man noch, willst du anonym im Internet sein, dann zieh den Stecker am Rechner. Heute würde das nicht funktionieren, da andere über einen Informationen preisgeben...
> Was bringt es irgendjemanden zu sehen mit welchen Leuten ich auf einem Foto bin.
Ich dachte, ich hätte es genügend erklärt. Es geht um Vernetzung von Informationen. Wenn von einem Drittel deiner "Freunde" bekannt ist, dass sie IT-affin sind, kann bei dir auch davon ausgegangen werden – unabhängig, was man von dir direkt weiß. Kennst du vorwiegend politisch links stehende, bekommst du auch den entsprechenden Tag. Wie gesagt, das Page-Rank-Prinzip, mit dem man über in Verbindung stehende Seiten Rückschlüsse auf jede einzelne ziehen und dann gewichtet bewerten kann.
> Facebook nutzt seine Informationen für Werbung. Damit lässt sich schon mehr als genug Geld verdienen.
Es ging mir in meiner Ausführung weniger darum, womit Geld verdient wird, sondern wer im Zweifelsfall Interesse am Zugriff auf die Daten haben könnte. Und du glaubst doch nicht, dass, wenn die USA (oder in 10 Jahren China) sich bedroht fühlen sollte, Skrupel hätte, auf die Daten von Facebook und anderen intensiven Datensammlern zuzugreifen (wenn das nicht jetzt schon passiert). Und dann brauchst du dank Rasterfahndung nur ein paar Leute zuviel "kennen", die verdächtig sind – und schon bist du es auch. In der McCarthy-Ära reichte es schon, zuwenig einzukaufen, um Kommunist zu sein. Hätte der Präsident die Möglichkeit von FB gehabt, dann gute Nacht. Willst du ausschließen, dass es in Zukunft wieder einen Spinner an der Regierung einer der zukünftigen Machtzentren sein wird? Der Beste Datenschutz ist immer noch Datenvermeidung. Und wie gesagt, die paar Daten in deinem Profil sind fast das uninteressanteste – aus deinen "Freunden" und Bewegungen im Netz lässt sich erheblich mehr über dich herausfinden.
> Abgesehen davon bin ich kein Terrorist. Somit könnte mir das ebenso egal sein.
Dann ist ja alles OK. Schon früher haben Regierungen einen ja mit dem Argument beschwichtigt und auch Druck ausgeübt, dass, wer nichts zu verbergen hat, auch nichts zu befürchten hat. Seitdem verschicke ich meine ganze Geschäfts- wie Privatpost als Postkarten, gehe nackt auf die Straße (auf meinem Rücken sind meine Steuernummer, die Bankdaten, mein Monatsverdienst und meine sexuellen Vorlieben tätowiert) und telefoniere und f**** nur im öffentlichen Raum. ;-)
> Wenn man will kommt man an die Daten und dazu wirst du nicht erst gefragt "Möchtest du deine Identität preisgeben, dann klicke auf OK?"
An einzelne Daten von mir können viele Interessierte jederzeit kommen (mit ein bisschen Energie meinerseits kann ich wahrscheinlich auch deinen richtigen Namen und deine Adresse herausfinden und dich dann mal überraschend besuchen). Aber nur an den Dreh- und Angelpunkten der Kommunikation wird es durch die Vernetzung von umfangreichem Material richtig interessant. Und an diesen Hotspots sitzen nun mal z.Z. Facebook und Google.
> Und wenn schon.
> Somit könnte mir das ebenso egal sein.
> Alles andere ist reinste Paranoia des 21. Jahrhunderts.
Dann bin ich lieber paranoid als doof!
(meine Aussage soll nicht im Umkehrschluss gedeutet werden, dass alle nicht-Paranoiker doof wären – ich will hier niemanden beleidigen – ich muss das schreiben, weil einem sonst gerne etwas unterstellt wird, was man so nicht gemeint hat, in der Kürze aber so rüberkommen könnte)
Alles schön und gut. Nur wer kennt Sie nicht die Facebook-User mit über 2000Freunden (einfach weil man sowas heutzutage scheinbar benötigt)[und das sind nicht gerade wenige User]. Allein dort hinkt schon die Tatsache darüber ernsthafte Resonanzen ziehen zu können. Und wie du ja schon selbst gemerkt hast, sind die Daten bei Weiten nicht so interessant (für ernsthafte Anliegen) wie Bewegungsprofile im Netz. Da kannst du dir aber sicher sein, dass kein Skript der Welt verhindert, dass diese von Irgendjemanden mitgeloggt werden. Sei es Server-Anbieter oder Provider.
Die Tatsache des Terrorkampfes und der Angeblichen Auswertung jeder einzelnen Datei ist einfach schon so in vielen Köpfen manifestiert, dass man kaum noch darüber nachdenkt was man mit welchen Daten überhaupt anfangen kann. Für alles bisherige hat es Jahrzehnte vorher auch kein Facebook gebraucht, dass es heutzutage einfacher ist an persönliche Daten zu gelangen steht dabei außer Frage.
Aber man ist schon extrem Anonym auf der Welt unterwegs...