"Ich bin ja grundsätzlich eher gegen Software-Patente,...." (Newphone)
Interessant daß du jetzt diese Stellung einnimmst ! Und dabei handelt es sich ja gar nicht mal wie sonst üblich um trivial Patente, sondern um "echte" Innovation.
Aber was heisst "grundsätzlich"?
Machst du also auch Ausnahmen ?
nach dem Motto "UMTS-Standard Patente=doof,
Geschmacksmusterschutz=Oberaffentittengeil?
Ich sehe das auch so, Patent ist Patent, ganz gleich wer der Inhaber ist, es wäre nicht falscher/richtiger wenn Bosch die Klage eingereicht hätte.
HTC sollte sich was schämen, wollten sie doch selbst mit dem Kauf von S3 Patenten, Apple an den Kragen...
Ich bin ja persönlich gegen den Verkauf von Patenten nur um dann Lizenzdreck dafür kassieren zu können. Wer etwas erfindet, soll es auch Lizenzieren. Punkt. Das ist nämlich der selbe Mist wie Zwischenhandel. Das Produkt wird zwar nicht besser, aber teurer.
IPCom hat das zeug nicht erfunden sondern nur von Bosch gekauft. Nun kann man mit nem Kleinen (HTC) beginnen, einen "Walking Corpse" (Nokia) etwas traktieren und dann zu den "Grösseren" weiterziehen.
Ich bezweifle - einfach aufgrund der Vergangenheit - daran, dass etwa Apple für die Lizenzen bezahlt.
Interessant ist, dass es etwas ähnliches ist, wie das mit dem Samsung Apple verknacksen wollte. Aufgrund FRAND wurde die einstweilige Verfügung abgeschmettert. Das hier scheint auch ein FRAND zu sein.
> Interessant daß du jetzt diese Stellung einnimmst !
Ich nehme nicht JETZT diese Stellung ein – ich habe schon IMMER gesagt, dass Software-Patente eher das Gegenteil von dem bewirken, wozu Patente eigentlich gedacht sind: Innovationen fördern. (Da ich das auch schon ab und an hier im Forum gesagt habe, dürfte man das sogar belegen können, wenn man meint, es wäre nötig).
> Aber was heisst "grundsätzlich"?
Damit meine ich, dass ich nicht ausschließen will, dass es vereinzelt begründete Patente im Software-Bereich gibt – und ich somit auch zufrieden wäre, wenn Software-Patente nicht grundsätzlich abgeschafft würden, sondern wenn es einen Ausnahmenkatalog für echte Innovationen gäbe (wobei ich lieber nicht die Kriterien dafür vorgeben möchte). Mit "grundsätzlich" meine ich also, dass aus meiner Sicht mindestens 90% der Software-Patente Unsinn sind. Aber darüber zu lamentieren, bringt eigentlich nichts, weil es an der Realität vorbei geht: Es gibt Software-Patente und man kann sie kaufen und man kann auch Lizenzgebühren dafür verlangen.
> Geschmacksmusterschutz=Oberaffentittengeil?
Geschmacksmuster sind (bei uns) keine Patente. Da ich aus einem Bereich komme, in dem man außer durch Geschmacksmuster und Copyrights seine Werke kaum schützen könnte, sehe ich hier durchaus eine Sinnhaftigkeit. Geschmacksmuster haben mit klassischen Patenten gemein, dass man mit erträglichem Aufwand prüfen kann, ob eine mögliche Verletzung vorliegt (um dann einen anderen Weg zu finden, das gestellte Problem zu lösen), während man im Bereich der Software-Patente eigentlich nichts anderes machen kann, als sein Produkt fertigzustellen und sich dann verklagen zu lassen.
Keine Angst, der Sozialismus wir wir ihn kennen wäre absolut nicht mein Ziel.
"Spaßvogel... dafür bedarf es dann aber fähiger Köpfe die soewas entwickeln, (bezahlbare) WErkstoffe die das ermöglichen und depperte die das einmal produzieren. danach ist ja ( wenn es ewig hält) zappeduster weil man die Produktionsmitarbeiter entlassen kann, WeRrkstätten ja zumachen...ach egal."
>Dein Gedanke ist in einer kapitalistisch denkenden Welt vollkommen logisch :-)
Bei z.B. einem Grundeinkommen kann einem sowas aber egal sein. Wenn Geld nichts mehr wert wäre würde plötzlich nur noch die Qualität zählen.
"Dieses Gutmenschengedankentum- alles ganz nett- nur werden diejenigen sich nicht mehr den A... aufreißen (die es jetzt tun) wenn man egal ob des persönlichen Einsatzes sowieso das Gleiche rausbekommt ( ich inkl. - sollen doch andere Deppen arbeiten)."
>Doch, wenn es nämlich Anreize geben würde, für die es sich lohnt.
Außerdem ist in unser Welt, wo man sich unter Zeit-(bzw. Geld-)Druck für einen Beruf entscheiden MUSS ziemlich untergegangen, dass man sich auch für bestimmte Dinge interessiert und einsetzen WILL. Dafür wäre plötzlich der Freiraum da.
Aber genug des Off-oppic - mir ist auch völlig klar, dass es Generationen dauern würde, bis sich soetwas auch nur ansatzweise umsetzen ließe.
Nichtsdestotrotz kann ich nicht aufhören daran zu glauben, dass soetwas möglich wäre, ohne "stehen zu bleiben".
Bei einem Grundeinkomen taucht aber nunmal ein Problem auf- wer bezahlt das ganze.
Diepaar Deppen die arbeiten gehen, während der Rest die künstlerische Ader per Scherenschnitte bedient. Ohne leistungsanreize keine Leitung .
Es würde nur noch Qualität zählen?? Ok- wäre das dann der Tod der Discounter?
Wer ist dann so bescheuert und stellt sich morgens um 3 in de Backstube, verzichtet uf seine Freizeit um de Kühe täglich zu Melken,...
Sorry ... Weltfremd.
Für weche Anreize lohnt es sich denn was dafür zu tun- wenn nicht fürs überleben .
Es mag sein das du so tickst- ich arbeite ( gern) z.zt. Ca 60 Stunden pro Ochse und sichere damit 10 Leuten den Arbeitsplatz.
Rechnet sich das ganze aber für mich nicht , bemerke ich das die Mitarbeiter ihre Arbeitsleistung zurückfahren weswegen auch immer, gearbeitet nach Bock wrd weil man es nicht mehr muß werde ich entweder hier meine Arbeitsleistung auf null zurückfahren oder dorthin auswandern wo sich Engagement lohnt( was wohl die meisten Ingenieure tun würden).
Dein weltbild St da einen 18 jährigem...aber wie schon Fontane sagte:
Wer mit 18 kein Revoluzzer ist hat kein Herz, wer es mit 40 ist hat keinen verstand
Beiträge: 8.647
Registriert seit: 21.09.2010
Ort: Nimmo Bay
27.11.2011, 11:01
Nr. 36
ich bin relativ mittig zw 18 und 40
am ende des tages ist es für mich kein unterschied ob ich mir den a... aufreisse, oder dienst nach vorschrift mache (ausser wie kaputt ich dann bin).
die beförderungen/dicken gehaltserhöhungen bekommen die mit den windschnittigen köpfen, und kaum die, die wirklich leistung bringen...
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Das Nordkorea der Konsumwelt ;-)
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/hajo-schuhmacher-rechnet-mit-apple-ab-a-870653.html
Außerdem- für dich ist es kein Unterschied- schön.
Ticken alle so wird es aber schon mit ner Milch, nem frischem Brötchen oder sprit an ner tanke schwierig.
Zeig mir den der sich nicht!! Unterbezahlt fühlt.
Vor allen Dingen von jenen die diese grundeinkommendebatte führen- und noch besser- frag mal was sie machen würden wenn denn wirklich ...
Hatten mal eine Umfrage hier in Rhein Main zu dem Thema- eine überwältigende Mehrheit wöllte weniger arbeiten und sich mehr Freizeit gönnen.
Das Thema ist aber seit scheitern der 35 Stundenwoche Minus x schon durch
Viele verzichten mitlerweile auf mehr Verantwortung und damit auch auf mehr Geld.
Diejenigen wollen lieber mehr Freizeit. Allerdings kommt es natürlich auf das Gehalt an.
Wenn jemand 6000 Euronen im Monat verdient, dem ist es dann auch wurscht ob er nochmal nen Tausender mehr bekommt.
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Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Der, der weiß, dass er nichts weiß, weiß mehr, als der, der glaubt zu wissen, und doch nichts weiß.