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AreaMobile Redaktion
areamobile.de
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Apple berichtet über Arbeitsbedingungen bei Lieferanten

Apple war unter der Leitung von Steve Jobs immer sehr geheimnisvoll, wenn es um die Herstellung seiner Produkte ging. Doch unter der Leitung des neuen Chefs, Tim Cook, scheint sich das Unternehmen zu öffnen. Denn in seinem aktuellen Report über die Arbeitsbedingungen der Zulieferer listet das Unternehmen erstmals einen Großteil der Produzenten von Bauteilen für seine Produkte auf und gesteht Probleme ein.[...]

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nohtz
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derbe zustände.
liegt sicher aber auch am preis, den apple für die produkte zu zahlen bereit ist.
irgendwie muss der tiefe preis, mit dem die jeweiligen unternehmen (wohl mehr schlecht als recht) ihre kosten kalkulieren, ja zustande kommen (geht halt nur mit "abstrichen")
quovadis
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Ich würde ja gerne an der Stelle auf Apple einhauen und sagen, dass die fette Marge und der rasante Aufstieg auf dem Rücken der chinesischen Sklaven ausgetragen wurde...

Es könnte sein, dass sie sich nach dem Tod von Steve Jobs wandeln, ob das nun aus PR Gründen oder Gesinnung geschieht ist ja egal, Hauptsache es kommt was bei den Zulieferern an...

Geändert von Frank Kabodt (16.01.2012 um 14:29 Uhr) Grund: unangebrachte Ausdrucksweise
nohtz
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edit:
ist sicher nicht nur ein apple-phänomen, aber apple ist ein prominentes beispiel
homeend
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Ich finde man sollte an der Stelle Apple mal Respekt zollen. Die Zustände bei den Zulieferern waren ja ein mehr oder weniger offenes Geheimnis. Das Apple nun aktiv gegensteuert, verdient absolute Anerkennung.
M.a.K
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Jetzt wissen wir das, was wir zuvor schon gewusst haben. Das ist so als ob Nordkorea Raketen testet was man natürlich nicht verheimlichen kann und 5 Jahre später gibt die Regierung es zu.

Ich will damit aber keinesfalls sagen das es bei den Anderen nicht auch so ist.

Wir als Endverbraucher haben da absolut keinen Einfluss drauf, denn wenn wir unsere Produkte bei anderen Herstellern kaufen die ebenfalls dort fertigen lassen ändert sich absolut nichts und Smartphone "Made in Germany" wären unbezahlbar, ausser man nimmt 1€ Kräfte vom Jobcenter welche dann aber wiederum den Normalverdienern ihre Arbeitsplätze klauen würden.
nohtz
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vielleicht sollte man fair-trade-smartphones einführen, wie bei kaffee ;-)
der kunde kann es bisher eher nicht beeinflussen, ausser durch nichtkauf der entsprechenden produkte, aber solange er nicht weiss, wo und unter welchen bedingungen sein handy zusammengebaut wird, bringt das nicht so viel
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wie konnte es soweit kommen, dass man Widerspruch als Form von Kätzerei auslegt?
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobos-kolumne-ueber-den-digitalen-spiesser-a-834306.html --> der Eine mehr, der Andere weniger
NewPhone
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> Doch unter der Leitung des neuen Chefs, Tim Cook, scheint sich das Unternehmen zu öffnen.
> Apple hat zum sechsten Mal seinen alljährlichen Supplier Responsibility Report veröffentlicht ...

Ist Jobs vor 6 Jahren verstorben oder wie kommt man zu dieser Einschätzung?


> liegt sicher aber auch am preis, den apple für die produkte zu zahlen bereit ist.

Die Hersteller, die für Apple fertigen, tun das in aller Regel nicht ausschließlich für Apple. Foxconn (als prominentester Vertreter) stellt IT-Produkte für eine Vielzahl bekannter IT-Größen (Microsoft, Nokia, Nintendo, Sony, Dell, Intel, HP ...) her. Apple kann zwar die Arbeitsbedingungen etwas anprangern und auch den Lieferanten wechseln, wenn sie Alternativen finden – aber auf die Gehälter der Arbeiter werden sie nur wenig Einfluss haben. Angenommen, Apple würde Foxconn für die Herstellung eines iPhones mehr Geld zahlen: Glaubt ihr wirklich, dass dieses taiwanische Unternehmen seinen Arbeitern, die Apple-Produkte herstellen, mehr Geld als denen zahlen würde, die die Xbox360 oder die Wii zusammenbauen? Das ist doch Träumerei – wenn Foxconn von Apple mehr Geld bekommen würde, würde sich ausschließlich deren Management darüber freuen und rumposaunen, wie toll sie gewirtschaftet hätten.


> aber solange er nicht weiss, wo und unter welchen bedingungen sein handy zusammengebaut wird, bringt das nicht so viel

Das ist ein großes Problem. Bei Apple sind die meisten Zulieferer wenigstens bekannt – auch dank des alljährlichen Reports. Nokia z.B. ist Meister darin, so etwas zu verschleiern. Anfang letzten Jahres waren sie Foxconns größter Einzelkunde – da sie aber anscheinend die letzen Handgriffe in eigenen Werken machen lassen, merkt das kaum ein Kunde.


vielleicht sollte man fair-trade-smartphones einführen, wie bei kaffee ;-)

Das ist eine schöne Idee und wenn man dafür einen gangbaren Weg finden könnte, wäre ich nicht nur abstrakt dafür, sondern ich würde den Aufpreis sogar bezahlen (bei Kaffee tu ich es ja auch). Das Problem ist nur, dass bei den gängigen Transfair-Prinzipien davon ausgegangen wird, kleine kommunale Betriebe und Bauern zu unterstützen – wie willst du das Extra-Geld z.B. an die 1,2 Mill. Foxconn-Mitarbeiter verteilen? – Die Firma würde es sich einstecken! – und am Werkstor kleine Briefumschläge mit Geld zu verteilen, erscheint mir Illusorisch. Wie soll so etwas also organisatorisch vor sich gehen? Du siehst das Problem?
Signatur
“Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz!” (Klaus Kinski)

Geändert von NewPhone (16.01.2012 um 15:13 Uhr)
nohtz
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newphone
"> liegt sicher aber auch am preis, den apple für die produkte zu zahlen bereit ist.
Die Hersteller, die für Apple fertigen, tun das in aller Regel nicht ausschließlich für Apple"
-->deswegen ja auch mein edit... :-)
dass die MA mehr geld bekommen, wenn apple ab jetzt mehr zahlt glaub ich weniger. obwohl Boca in anderem thread an so eine urbane legende glaubt (weil das evtl in kleineren betrieben so klappen könnte) ;-)

ich sehe das problem ;-)
auch habe ich meine zweifel dass bei dem kaffee das geld an der richtigen stelle ankommt
(ich war letztes jahr auf einer kaffee-farm, ist schon eine krasse arbeit)
pixelflicker
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Ich fände es gut, wenn sich Apple öffenen würde, das würde der Firma in meiner Gust stark nach Oben verhelfen.

Bei den Zulieferern ist das generell ein Problem, das verstehe ich nur zu gut, aber wenn jemand was ändern kann, dann ist das doch Apple. So ist Apple sicher einer der größten Kunden von Foxconn und kann so der Firma auch viel vorschreiben. Andere Konzerne tun das hier in Deutschland auch, da wird auch geprüft wie die Firma geführt wird, wie es intern aussieht und damit eben vorallem die Arbeitsbedingungen. Klar, die Hersteller dazu zu bringen mehr Geld zu zahlen wird schwer sein, aber sie können dafür sorgen, dass die Hersteller ihren Arbeitern nicht zu viele Arbeitsstunden aufbrummen, freie Tage prüfen, die Arbeitsbedingungen prüfen (Chemikalien usw.) oder den Umgang mit den Mitarbeitern feststellen. Das ist alles möglich und würde den Leuten schon sehr viel bringen, vielleicht sogar mehr als ein paar Dollars mehr Lohn.

Apple hat die einzigartige Lage, viel Masse abzusetzen und damit ein großer Kunde bei denen zu sein und gleichzeitig hohe Margen und damit viel mehr Spielraum als andere Hersteller zu haben. Das können sie doch nutzen. Wenn sie es tun, wäre das auf jedenfalls ein großer Bonus für den Konzern aus meiner Sicht. Bisher hat sich Apple ja immer sehr verdeckt gehalten.