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Apple-Chef Tim Cook: "Steuersystem ergibt keinen Sinn"

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AreaMobile Redaktion
areamobile.de
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Beiträge: 43.726
Registriert seit: 19.09.2002

Apple-Chef Tim Cook: "Steuersystem ergibt keinen Sinn"

Apple-Chef Tim Cook ist kein Fan des aktuellen Steuersystems für international agierende Unternehmen. Doch im Streit mit der EU-Kommission, die 13 Milliarden Euro an Steuern und Zinsen nachfordert, sieht er kein eigenes Fehlverhalten, sondern vielmehr das Unternehmen als unfair beurteilt.[...]

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M.a.K
Handy Master
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Beiträge: 6.052
Registriert seit: 10.02.2010
Ort: Lower Saxony

Apple-Chef Tim Cook ist kein Fan des aktuellen Steuersystems

Dann muss halt noch weiter "optimiert" werden. Bei so vielen Arbeitsplätzen die Apple geschaffen hat ist es eine Frechheit überhaupt noch Steuern zahlen zu müssen ;)
sehnix
Member
no user
Beiträge: 170
Registriert seit: 28.08.2012
Na seien wir ehrlich, Unrecht hat Cook nicht.
Die Steuersysteme - gerade in der EU - sind fürn Sondermüll.
GEWOLLTE Lücken in den Steuergesetzen, die es erlauben Gewinne (oder Einkommen) unversteuert ausser Landes zu bringen, sind an sich schon schlimm genug. Dann aber noch die Rechtssicherheit zu verscheuern, indem man andere Länder, deren Standort attraktiver (weil niedrigere Steuerzinse in Folge von attraktiverem Standort, ausgelöst durch einfache Steuergesetze!) ist, zwingt die Steuergesetze RÜCKWIRKEND zu ändern, das geht nicht.

...was Vorgestern legal war, wird übermorgen für Illegal erklärt, und man muss für etwas in den Bau, weil man das Heute noch nicht wusste.

Es ist doch ganz einfach, die Erklärung/Definition von PeitschenPeer und Schäuble bestätigt:
Steueroasen = Länder mit niedrigen Steuersätzen und einfach zu verstehenden Steuergesetzen.
Steuerwüsten sind demzufolge Länder mit hohen Steuersätzen und komplizierten Gesetzen...

Tip: die Bierdeckelsteuer (die so einfach ist, das man sie auf einem Bierdeckel skizzieren kann) wurde in Deutschland erfunden, um das jetzige System (30 Bücher a 500 Seiten Paragraphen) zu ersetzen...

D.h. anstatt auf kleine Länder und Unternehmen einzuprügeln, die das machen, was gesetzlich erlaubt (!) ist, sollte/könnte/müsste man doch besser einmal über das eigene Steuergesetz nachdenken.

Stichwort: "gewollte Lücken, die erlauben Gelder unversteuert ausser Landes zu bringen".

Gottbewahre man macht in der EU mal was schlaues, wie bsp. eine EU-weit einheitliche Unternehmensbesteuerung. Aber da spielen ja weder Frankreich noch Deutschland mit...
jokerr
Member
no user
Beiträge: 72
Registriert seit: 01.09.2016
"D.h. anstatt auf kleine Länder und Unternehmen einzuprügeln, die das machen, was gesetzlich erlaubt (!) ist, sollte/könnte/müsste man doch besser einmal über das eigene Steuergesetz nachdenken."

Zu erst einmal: Diese Länder verschaffen sich auf Kosten anderer Vorteile, Punkt. Gerade in einer Gemeinschaft wie der EU, bei der auch gerade diese kleinen Länder von der Gemeinschaft profitieren, ist es höchst fragwürdig, nach dem Motto zu agieren: Wie profitiere ich am meisten, scheiß auf meine Nachbarn?!
Da bedarf es einer Veränderung in den Steuergesetzen. Und man höre und staune, da hat Trump, ja Trump, sogar mal eine gute Idee vorgebracht. Es wird der Gewinn im jeweiligen Markt besteuert. Irland kann ja weiterhin den Gewinn aus den verkauften iPhones in Irland mit 0,005% besteuern.
DerZander
Handy Profi
Benutzerbild von DerZander
Beiträge: 592
Registriert seit: 22.12.2016
Er tut einem so leid der arme Cook. Schon gemein, dass Apple Steuern zahlen soll.
sehnix
Member
no user
Beiträge: 170
Registriert seit: 28.08.2012
Falsch, diese Länder machen das, was erlaubt ist.

Du kannst nicht verlangen, das andere Länder einen schlechteren Standard anwenden, weil es in Steuerwüsten unmöglich scheint, eine seit Jahrzehnten bekannte Misere zu korrigieren... ("ihr müsst ein schlechteres System einführen als das, was wir haben"...)

Das Unternehmen die GEWOLLTEN Lücken in Steuergesetzen (seit 1980 sind bsp. die Lücken im deut. Steuergesetz zu internationalen Unternehmen bekannt!) ausnutzen - ist moralisch nicht ganz sauber (das muss nicht diskutiert werden), aber total legal.

Das Problem ist wie mit der "Reichensteuer" in Deutschland: man lenkt ab, setzt auf Neiddebatte, sonst müsste man das verkorkste System korrigieren. Bsp. im Fall Reichensteuer: man müsste den Medianwert zwischen Immobilien- und Anlagevermögensbesteuerung des 1997 sistieren (deutschen) Vermögenssteuergesetzes finden und einsetzen, damit die Vermögenssteuer reaktiviert werden kann (und somit die Einkommenssteuer auf Niveau von 97 gesenkt werden könnte...

Im Falle der Unternehmensbesteuerung - in der EU gibt es zur Zeit EINEN Binnenmarkt, mit 28 Unternehmenssteuern.
...da wärs mal an der Zeit EINE einheitliche Unternehmenssteuer zu machen, findest du nicht? (vonwegen "ok, andere haben brauchbarere Steuergesetze als wir, warum machen wir jetzt nicht einmal EU-weit ein brauchbares?"

Denn - seien wir mal ehrlich - irgendwann ist jeder Kleinstaat von der EU zermürbt, es gibt in Europa nur noch Steuerwüsten.
...wie machst du Delaware (USA) klein?
...wie machst du die Cayman und Virgin Islands klein?
...wie machst du China klein?
...wie machst du Afrika klein?
... ?
...?
Irgendwann ist das Korrigieren des Steuergesetzes unumgänglich. Also warum nicht jetzt, solange die Unternehmen noch bereit sind, in Europa zu versteuern?

@der Zander
...Apple zahlt ja. Sehr viel sogar; nur ist die EU-Komission der Ansicht sie müssten noch mehr zahlen, denn "wenn Apple den Sitz in Deutschland hätte, wären so und so viel mehr Steuern fällig geworden"...
(auch in "Steueroasen" müssen Steuern bezahlt werden; nur eben - nicht so viel wie in den Wüsten; ...du kaufst nen Liter Milch auch nicht für 30 Euro, wenn du das gleiche Produkt für nen Euro kriegst; nur im Steuerfall würdest du jetzt verlangen, das ein Liter Milch überal 30 Euro kosten muss...)

Geändert von sehnix (14.10.2017 um 16:59 Uhr)
foetor
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Beiträge: 2.994
Registriert seit: 19.10.2012
Ich finde es von beiden nicht gut aber schlimmer fast finde ich die Iren. Warum waren die Pleite? Weil sie einfsch nichts können aber dann Ubternehmen kaum Steuern ei treiben. Ich kann nur hoffen das die viel zahlen müssen! Hauptschuld hat hier gabz klar Irland. Was soll denn Apple machen wenn Irland nur so wenig verlangt. Freiwillig mher zahlen? Macht ja kein Unternehmen

Geändert von foetor (14.10.2017 um 22:41 Uhr)
handyhacho
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Benutzerbild von handyhacho
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Registriert seit: 14.02.2005
Ich wußte gar nicht dass Apple überhaupt Steuern zahlt...
tayler
Member
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Beiträge: 204
Registriert seit: 16.09.2016

Eine Frechheit sondergleichen wie dieser Cook hier Marketing betreibt für die wenigen Steuern.

Da könnte ich als selbstständiger Malocher und horrendende summen an Steuern bezahlender dem stundenlang in die Sch..... hauen.

Nur weil die Arbeitsplätze schaffen, wie wir Selbstständige alle und er, wo auch immer die meisten Steuern zahlt, meint das ihn dies von einer regulären Zahlung der Steuern abbringen kann!!!!!???
Unfassbar
Es fehlen mir vor Wut die Worte.
Oannes
Youngster
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Beiträge: 165
Registriert seit: 25.10.2015
"... ergibt keinen Sinn für die Menschen in dem Land, in dem Apple seine Produkte verkauft."