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Lesermeinung
  • gast
    12%
    sehr mies
    Anonymous (Gast)
    (0)

    Vollkommen unbrauchbar sowohl als Telefon und alsauch als Minioffice

    Gesamteindruck 12% Empfehlung nein, Bewertet am 16.06.2010

     
 
Anonymous Tops und Flops
  • Tops & Flops
  • Bedienung
  • Handlichkeit
  • Display, Lesbarkeit
Anonymous Detailbewertung
Detail
Design & Verarbeitung
10% 
Bedienung & Handlichkeit
10% 
Ausstattung & Features
20% 
Gesamteindruck
10% 
 
Anonymous findet das Sony Ericsson Xperia X1 nicht empfehlenswert  
Vollkommen unbrauchbar sowohl als Telefon und alsauch als Minioffice

Das Resumee nach einer Testphase von insgesamt 3 Wochen ist ebenso ernüchternd wie vernichtend: Das Gerät ist vollkommen unbrauchbar und zwar in jeder Hinsicht, sowohl als Telefon als auch - und hier insbesondere - als Minioffice. Und es stellt sich schon die Frage, wie einem renommierten Mobiltelefonanbieter ein derart dilettantisches Machwerk passieren konnte.

Jedenfalls bleibt am Ende des Tages nur mehr eine sinnvolle Verwendung dieses „Geräts“ übrig: als Wurfgeschoss (würde sich von Form und Gewicht trefflich eignen).

Beginnen wir einmal mit der eigentlichen Funktion, dem Telefon – sollte man zumindest annehmen. Zunächst stellt man fest, dass ohne das alberne Stiftchen absolut nichts geht. Es sei denn, Sie verfügen über extrem spitze Nadelfinger.

Der erste Versuch, in den Telefonmodus zu gelangen, scheitert kläglich, da der einzige Hinweis auf so einen Modus am Display sich als unglaublich intelligente Frage entpuppt, ob man das Telefon deaktivieren will – was man natürlich nicht will, wenn man vorhat, zu telefonieren.

Es dauert eine Zeitlang, bis man darauf kommt, dass die linke, selbstverständlich unbeleuchtete Taste, der Weg zum Glück ist – zumindest teilweise. Natürlich vorausgesetzt, es gelingt, diese Mickey-Maus-Taste wirklich hinunterdrücken ohne alle übrigen Tasten auf linken Seite mitzudrücken. Aber das ist Übungssache: nach spätestens 2 Wochen hat man das im Griff.

Aber zurück zu unserem Versuch, ein einfaches Telefongespräch zu führen: hat man jetzt auch noch das Pech, die Telefonnummer des gewünschten Teilnehmers nicht auswendig zu kennen, haben Sie ein Problem. Und sollten Sie jetzt nicht schon lange das besagte Stiftchen in der Hand halten, sind Sie selbst schuld. Sie werden es ohne dieses nicht schaffen, den gewünschten Teilnehmer zu eruieren.

Und stellen Sie sich jetzt vor, Sie starten den Telefonversuch, wenn Sie gerade in einem PKW unterwegs sind, der nicht über einen Blue Tooth-Link verfügt – in diesem Fall ist dringendst davon abzuraten, an dem Vorhaben festzuhalten, ein Telefongespräch führen zu wollen– es würde einem Selbstmordversuch nahe kommen.

Und wer optimistischer Weise annimmt, dass die Situation bei ankommenden Gesprächen wesentlich besser sein sollte, wird spätestens beim ersten Anruf schwer enttäuscht – vor allem dann, wenn er den unglaublich unverschämten Wunsch hegt, zu erkennen, wer da anruft. Man hat keine Chance. Sofern man nicht eine Lupe bei der Hand hat, ist es schon eine besondere Leistung zu erkennen, dass hier überhaupt etwas steht. Das Einzige, was bei eingehenden Anrufen nämlich am Display wirklich lesbar ist, ist die tiefsinnige Mitteilung, dass es sich um einen „Sprachanruf“ handelt. Und um die essentielle Wichtigkeit dieser Mitteilung zu unterstreichen, ist die Meldung dann noch eingerahmt. Ich meine, da muss sich wohl einer etwas dabei gedacht haben – fragt sich nur, was. Jedenfalls ist es schon erstaunlich, wie viele abstruse Schwachsinnigkeiten in ein einziges Gerät verpackt werden können.

Auf ein absolutes Highlight stößt man beim Versuch, irgendwo am Display einen noch so klitzekleinen Hinweis auf den Ladezustand sichtbar zu machen (was heute für jedes Billigst-Handy eine Selbstverständlichkeit ist), nämlich auf die tolle Funktion „Bildschirmausrichtung“. Begeht man den Fehler, diese Funktion zu wählen, kann man das Gerät für die nächste halbe Stunde vergessen: man kommt einfach nicht mehr zum Menü zurück: es gibt kein Return, kein Feedback, keinen Abbruch – nicht einmal die Möglichkeit, das Gerät auszuschalten. Nur die vollkommen schwachsinnige Aufforderung, kräftig auf das „Ziel“ zu drücken (welches Ziel da auch immer gemeint sein mag).

Auf den „Office-Bereich“ näher einzugehen werde ich mir aus Zeit- und Platzgründen ersparen. Wie nicht anders zu erwarten, spotten auch hier die zu Tage tretenden Grausamkeiten jeder Beschreibung.

Aufgrund der Erfahrungen mit diesem Wunderwerk der Technik kann ich meine Neugierde locker zügeln, herauszufinden, ob diverse Nachfolgemodell jetzt nur eine Prolongierung des X1 darstellen, oder ob seitens SE ernsthaft versucht wurde, zumindest die gröbsten Schwächen und Mängel des Vorgängers auszumerzen.

 
Kommentare zur Lesermeinung von Anonymous

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