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Galaxy S Android-System mit Samsung-Oberfläche getestet

Samsung Galaxy S i9000 Test - Teil 5. Hier geht es zur ersten Seite vom Samsung Galaxy S i9000 Test.

Bedienung: Android-System mit Samsung-Oberfläche

Als Betriebssystem ist Android 2.1 installiert. Das Google-System hat Samsung mit der widgetbasierten Oberfläche TouchWiz überzogen, die in der neuen Version 3.0 deutlich dezenter aussieht, als zuvor. Außerdem sind etliche Zusatzprogramme bereits vorinstalliert, etwa der Augmented-Reality-Browser Layar, die Büro-Software ThinkFree Office oder eine Sprachsteuerungs-Software.

Samsung Galaxy S Lockscreen

Samsung Galaxy S Standby-Ansicht mit gesperrtem Display...

Samsung Galaxy S Homescreen

...Startbildschirm...

Galaxy S Homescreen mit Widget-Auswahl

...und Homescreen mit Auswahl von Samsung-Widgets / Screenshots: Areamobile

 

Die Samsung-Oberfläche bietet nicht so viele Funktionen wie Sense auf dem HTC Desire. Dem Galaxy S fehlen zum Beispiel erweiterte Telefonprofile (es gibt nur einen Offline- und Stumm-Modus) und auch die Zahl der Widgets ist im direkten Vergleich viel kleiner. Aber das meiste kann man über die Download-Plattform Android Market nachrüsten. Auf dem Galaxy S findet man sogar eine weitere Plattform zum Herunterladen von Programme: Samsung Apps. Die Auswahl ist aber eng begrenzt. Es gibt momentan gerade einmal 8 spezielle Android-Programme von Samsung. Darunter finden sich aber einige Perlen wie ein sehr komfortabler Facebook-Client und die 3D-Rallye Asphalt 5. Gut gefallen hat uns außérdem das Samsung Widget "Daily Briefing". Es zeigt Wetter, Börsenkurse, Nachrichten und Termine an, ohne dass gleich Stress durch die vielen Informationen aufkommt.

Samsung Galaxy S: Android Market

Android Market auf dem Galaxy S...

...und das Pendant von Samsung: Samsung Apps...

...und das Pendant von Samsung: Samsung Apps...

Samsung-Widget

Samsung-Widget "Daily Briefing" / Screenshots: Areamobile

 

Die Icons von Samsung sehen kaum anders aus, als in der Standard-Version von Android, aber sie wirken eleganter. Die runden Ecken lassen erkennen, woher die Designer ihre Anregungen bezogen: natürlich vom iPhone, denn bei Android sind diese Programm-Symbole normalerweise randlos. Dieser Eindruck wird noch viel stärker, wenn man vom Startbildschirm in das Hauptmenü wechselt. Am unteren Bildschirmrand wartet immer eine Leiste mit den wichtigsten Schnellstart-Programmen, genau wie bei Apple, und durch die Software-Icons scrollt man seitlich. Das funktioniert genau wie beim iPhone und wirkt viel übersichtlicher als bisher. Aber es ist ein großer Unterschied zum Android-Standard, denn dort scrollt man immer von oben nach unten durch die Programme. Die verschiedenen Bildschirme sind oben durchnummeriert.

Auch der Wechsel zwischen dem Startbildschirm und der Icon-Sammlung ist bei Samsung besser geregelt. Statt der Lasche am Bildschirmrand, die man sonst immer hervorziehen muss, gibt es einen Bedienknopf mit der Bezeichnung "Menü". Wenn der gedrückt wird, verbleicht der Startbildschirm und die Icons kommen hervor. Bei uns funktionierte der Wechsel immer todsicher und wirkte viel zuverlässiger als bei dem Standard-Android auf einem Motorola Milestone. Dort bleibt die Lasche gern mal stecken und wartet auf einen zweiten Fingertipp, bevor sie endlich nach oben kommt. 

Praktisch: Wenn man die Info-Leiste am oberen Rand nach unten zieht, kann man WLAN und Bluetooth kontrollieren und das Telefon stumm schalten

Das Hauptmenü erinnert an das iPhone / Screenshots: Areamobile

 

Aber leider läuft die Samsung-Oberfläche nicht flüssig. Obwohl das Galaxy S die meiste Zeit genauso schnell reagiert wie ein iPhone 4, stolpert der Nutzer immer wieder über merkliche Verzögerungen, die den Spaß mit dem Handy dämpfen. Es dauert gefühlte 10 Sekunden, bis das Auswahlmenü erscheint, mit dem man Anwendungen auf dem Startbildschirm platzieren kann. Ähnliche Verzögerungen haben wir in der Kontaktverwaltung bemerkt und der Startbildschirm erscheint nur sehr widerwillig, wenn man die Home-Taste unter dem Bildschirm drückt. Einen guten Überblick über die Kinderkrankheiten des neuen Android-Königs vermittelt ein Eintrag im Forum android-hilfe.de. Er trägt den passenden Titel "Haben etwa alle Probleme mit dem S?".

An der Hardware kann es nicht liegen, schließlich gehört der von Samsung selbst entwickelte Hummingbird-Chipsatz zu den leistungsfähigsten mobilen Rechenkernen überhaupt. Schnell wird klar, dass die Firmware für das Gigahertz-Handy mal wieder nicht fertig entwickelt wurde. Samsung sollte daher nicht bis zum angekündigten Update auf die Android-Version 2.2 warten, sondern ganz schnell ein kleines Firmware-Update zwischenschieben.

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