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Galaxy S Display, Tastatur & Design im Test

Samsung Galaxy S i9000 Test - Teil 2. Hier geht es zur ersten Seite vom Samsung Galaxy S i9000 Test.

Lieferumfang, Design und Verarbeitung

Samsung presst Handy und Zubehör in eine winzige Schachtel. Viel steckt da nicht drin: PC-Kabel, Kopfhörer, Bedienungsanleitung und ein angenehm kleines Netzteil. Eine microSD-Karte legt der Hersteller nicht bei. Das ist aber verständlich, schließlich sind beim Galaxy S knapp 8 Gigabyte Festspeicher eingebaut.

Samsung Galaxy S im Unboxing | Foto: Areamobile

Samsung Galaxy S Lieferumfang | Foto: Areamobile

"Sieht ja aus wie ein iPhone!" - das ist die typische Reaktion von Personen, die das Samsung-Handy zum ersten Mal sehen. Der koreanische Elektronikriese hat unübersehbar vom Kulthandy aus Kalifornien abgekupfert. Die glatte Vorderseite, die halbrunde Rückseite und den Metallic-Rahmen kennt man schon vom iPhone 3GS. Dem Galaxy S fehlt allerdings die Eleganz und die perfekte Verarbeitung des Originals.

Sieht aus wie ein großes iPhone: Das Galaxy S im Vergleich mit dem Original

Sieht aus wie ein großes iPhone 3GS: Das Galaxy S im Vergleich mit dem Original / Foto: Areamobile

Denn der Rahmen ist nur mit einer Metallic-Farbe beschichtet, unter der sich schnöder Kunststoff versteckt. Auch die Rückseite des Handys besteht nur aus dünnen und biegsamen Plastik, das keinen besonders stabilen Eindruck macht. Der Akkudeckel kommt außerdem in Hochglanzoptik und zieht Fingerabdrücke magisch an. Viel schlimmer ist aber der Spalt zwischen Glasoberfläche und Metallrahmen. Bei unserem Testgerät sammelte sich hier bereits nach wenigen Tagen Schmutz an. 

Sehr biegsam: Die Kunststoff-Rückseite des Samsung Galaxy S / Foto: Areamobile

Sehr biegsam: Die Kunststoff-Rückseite des Samsung Galaxy S / Foto: Areamobile

Der Kunststoff hält das Gewicht immerhin niedrig, mit 118 Gramm ist das Galaxy S knapp 20 Gramm leichter als das iPhone 4. Wenn man den Touchscreen-Riesen von Samsung in die Hand nimmt, ist man immer wieder überrascht, wie federleicht er ist. Das Gehäuse ist gleichzeitig so flach, dass ein Nexus One oder ein iPhone 3G S dagegen pummelig aussehen. Dieser Eindruck wird durch das breite Display verstärkt. Mit seiner Diagonale von vier Zoll ruft es Erinnerungen an das superflache Knäckebrot-Smartphone von Toshiba wach: Das TG01 hatte im Februar 2009 die Geschichte der Gigahertz-Smartphones eröffnet und galt lang als das schnellste Handy aller Zeiten.

Display und Tastatur

Der vier Zoll große Touchscreen ist das Herzstück des neuen Android-Königs. Die Auflösung ist mit 800x480 Pixel nicht so scharf wie beim neuen iPhone 4, aber das kontert Samsung mit seiner einzigartigen Super-AMOLED-Technik. Sie ist kaum anfällig für Spiegelungen und bietet extrem hohe Betrachtungswinkel. Die Farben sind noch einmal intensiver, als bei allen anderen Handy-Displays. Im Vergleich dazu sieht das LCD des HTC HD2 aus wie ein Schwarzweiß-Bildschirm. Es gibt im Moment nur ein einziges Handy mit besserem Display: das iPhone 4. Dessen Panel ist nicht nur schärfer, sondern strahlt im direkten Vergleich auch heller als das Superdisplay von Samsung. Aber es ist ja keine Schande, der zweitbeste zu sein. 

Die besten Handy-Displays, die es im Moment gibt: Super-AMOLED (Galaxy S) und Retina-LCD (iPhone 4) / Foto: Areamobile

Auch den größten Schwachpunkt der modernen AMOLED-Panels, die schlechte Ablesbarkeit bei Sonnenlicht, hat Samsung beim Galaxy S in den Griff bekommen. Wo man beim HTC Desire nichts mehr erkennen kann, ist das Galaxy S noch gut ablesbar. Die Qualität von Super-AMOLED bei Sonne kann man mit LCDs vergleichen. Sie liegt etwa gleichauf mit dem iPhone 4.

Display-Vergleich im direkten Sonnenlich von links nach rechts: AMOLED (HTC Desire), Super-AMOLED (Samsung Galaxy S), Retina-LCD (iPhone 4) und LCD (iPhone 3GS)

Display-Vergleich im direkten Sonnenlich von links nach rechts: AMOLED (HTC Desire), Super-AMOLED (Samsung Galaxy S), Retina-LCD (iPhone 4) und LCD (iPhone 3GS)

Wo beim iPhone die Home-Taste ist, platziert Samsung einen ganz ähnlichen Drücker, der allerdings rechteckig und nicht rund ist. Wie beim Kulthandy führt er aus jeder Situation heraus zum Startbildschirm zurück. Flankiert wird er von zwei berührungsempfindlichen Sensoren, einer Zurück- sowie Menü-Taste. Die Standards für das Android-System werden damit aber nicht erfüllt, denn Google setzt eigentlich vier Tasten unter dem Touchscreen voraus. Die praktische Suche-Taste fehlt dem Galaxy S leider. Auch bei der Entsperr- und Powertaste durchbricht Samsung gewohnte Standards. Statt sie wie fast alle Hersteller kopfseitig anzuordnen, findet man sie auf der rechten Handy-Seite. Wer ein Galaxy S kauft, muss sich daher erstmal mit einer neuen Anordnung der Bedienelemente anfreunden. Das ist ein Nachteil.

Samsung Galaxy S im Unboxing | Foto: Areamobile

Samsung Galaxy S mit eingeblendeter Volltastatur | Foto: Areamobile

Umso besser hat uns die Touchscreen-Tastatur gefallen. Sie ist eindeutig vom iPhone inspiriert und funkioniert auch genauso gut wie auf dem großen Vorbild. Man tippt sogar etwas besser, weil der Bildschirm größer ist. Ein weiterer Vorteil des Android-Boliden gegen über dem Apple-Handy: Swype. Die innovative Texteingabemethode ist bereits vorinstalliert. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, will man nie wieder zu einer normalen Touschsreen-Tastatur zurück. 

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