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Galaxy S Kamera & Video im Test

Samsung Galaxy S i9000 Test - Teil 3. Hier geht es zur ersten Seite vom Samsung Galaxy S i9000 Test.

Kamera

Ein Blick auf die Rückseite macht eines sofort klar: Wegen der Kamera wird sich niemand das Galaxy S kaufen. Die kleine Linsenöffnung sieht nicht gerade vielversprechend aus, außerdem fehlt ein Blitzlicht. Daher hätte man gar nicht erwartet, dass Videos mit der HD-Auflösung von 720p (1280x720 Pixel) aufgezeichnet werden. Das schaffen momentan nur ganz wenige Oberklasse-Smartphones: Sony Ericsson VivazNokia N8Samsung i8910 HD und Apple iPhone 4

Kameralinse von HTC Desire und Samsung Galaxy S im Vergleich

Kameralinse von HTC Desire und Samsung Galaxy S im Vergleich / Foto: Areamobile

Die HD-Aufnahmen sehen beim Galaxy S gut aus. Die Bildschärfe liegt etwa auf Augenhöhe mit dem Sony Ericsson Vivaz, das bis zum Marktstart des iPhone 4 der Videokönig war. Die Farbwiedergabe ist realistisch und die Bilddynamik überzeugt mit einer ausgewogenen Darstellung bei starken Helligkeitsunterschieden. Überraschend ist die Tatsache, dass die Wiedergabe der Videos nicht ganz ruckelfrei ist, obwohl sie nominell mit knapp 30 Bildern in der Sekunde abgespielt werden. Der Sound müsste besser sein, Samsung verwendet zwar den AAC-Codec, allerdings nimmt das Galaxy S nur mit 16.000 Kilohertz auf. Dadurch wirken die Tonaufnahmen etwas matschig. Bessere Videos macht derzeit - zumindest im Bezug auf die Bildschärfe - nur das iPhone 4, allerdings ist dessen Bilddynamik wesentlich schlechter, als beim Samsung-Smartphone.

Galaxy S Originalaufnahme

Galaxy S Originalaufnahme

Galaxy S Originalaufnahme / Foto: Areamobile

Galaxy S Originalaufnahme / Fotos: Areamobile

 

Fotos werden mit maximal 5 Megapixel in den Speicher gebannt. Samsung ist sich offenbar bewusst, dass AMOLED-Displays bei Sonnenlicht nicht optimal ablesbar sind. Als Ausgleich implementiert der Hersteller eine Option in den Kameraeinstellungen, mit der sich die Display-Helligkeit im Sucher-Fenster noch einmal anheben lässt. Ansonsten gibt es zahlreiche Szenen, um etwa bei Dunkelheit zu knipsen oder schnell bewegte Objekte ohne Schlierenbildung einzufangen. Ein Makromodus fehlt allerdings. Der Autofokus kommt nur zum Einsatz, wenn man den virtuellen Auslöser gedrückt hält. Wartet man den bestätigenden Piepston nicht ab, werden Fotos unscharf. Die Touch-Konkurrenz löst das sinnvoller. Entweder wird das Bild ständig automatisch neu scharf gestellt, oder ein Antippen des Auslösers aktiviert erst vollständig den Autofokus und knipst anschließend selbsttätig das Bild.

Galaxy S Originalaufnahme: Selektiver Autofokus vorn

Galaxy S Originalaufnahme: Selektiver Autofokus hinten / Fotos: Areamobile

 

Insgesamt kommt die Qualität der Fotos nicht an Topmodelle mit gleicher oder besserer Megapixelzahl heran. Dafür ist die Bildschärfe nicht gut genug und in dunkleren Bildbereichen kommt es zu sichtbarem Bildrauschen. Sehr helle Bereiche werden außerdem überstrahlt und verlieren Details. Entäuschend ist auch der selektive Autofokus. Unterschiede zwischen ausgewählten Nah- und Fernbereichen bei ein- und demselben Motiv sind nur zu erahnen, das haben wir schon weit besser gesehen. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist dagegen ausreichend, nur die Aktivierung der Kamera dauert bisweilen einige Sekunden. Anschließend braucht der Autofokus eine knappe Sekunde und genauso schnell sind Fotos gespeichert. Insgesamt kommt dem Galaxy S nur die Rolle einer Schnappschusskamera zu, mangels Blitz klappt aber auch das nur bei guter Beleuchtung.

Hübsch und in 3D: Samsung Galaxy S Mediengalerie

Hübsch und in 3D: Samsung Galaxy S Mediengalerie

Hübsch und in 3D: Samsung Galaxy S Mediengalerie

Galaxy S Mediengalerie / Screenshots: Areamobile

 

Die Foto- und Videogalerie imponiert mit einer hübschen 3D-Oberfläche, die flüssig reagiert. Es gibt verschiede Sortiermöglichkeiten, außerdem kann man Fotos bearbeiten und direkt zu Facebook, Twitter & Co. hochladen. Samsung macht hier alles richtig.

Musik, Multimedia & Speicher

Das Galaxy S wird in Deutschland als 8 Gigabyte-Version verkauft. Samsung teilt den Speicher in einen Massenspeicher (ca. 5,78 Gigabyte) und einen internen Telefonspeicher (ca. 1,68 Gigabyte). Vor allem der üppige Telefonspeicher dürfte viele Android-Fans freuen, weil man die Software aus dem Market nur hier installieren kann. Während beim HTC Desire schon nach ein paar installierten Programmen die Meldung "zu wenig Speicher" erscheint, kann man auf dem Galaxy S zahllose Apps installieren. Wem 8 Gigabyte noch zu wenig sind, der kann mit bis zu 32 Gigabyte großen microSD-Karten nachrüsten. Man hat also insgesamt fast 40 Gigabyte zu Verfügung.

Galaxy S Übersicht über den internen Speicher

Musikbibliothek

Musikplayer / Screenshots: Areamobile

 

Die Musikfunktionen sind erstklassig. Das Galaxy S kombiniert eine hübsche Oberfläche mit vielen Funktionen und Einstellungen. Dazu gehören ein UKW-Radio, ein Equalizer, zusätzliche Klangeffekte und die Möglichkeit, Wiedergabelisten direkt auf dem Smartphone zu erstellen. Allerdings reagiert das System nicht immer flüssig. Beim Scrollen durch lange Listen ruckelt es leicht und der Wechsel in die Cover-Flow-Ansicht gelingt nur mit spürbarer Verzögerung. Hier muss Samsung noch mit einem Firmware-Update nachbessern.

Cover Flow auf dem Galaxy S

Cover Flow auf dem Galaxy S / Screenshot: Areamobile

Dafür klingt das Galaxy S richtig gut. Der Sound ist je nach Einstellung im frei konfigurierbaren Equalizer sehr voll und basslastig oder sehr klar und rein. Oder sogar beides - das schaffen die wenigsten Handys mit dem ausgelieferten Headset. Dabei wird das Handy sogar richtig laut, ohne das die Qualität leidet. Mit besseren Kopfhörern wird der Klang natürlich noch brillanter, viel besser sind auch Musikhandys nicht. Einziges Manko: Die zusätzlich zum Equalizer einstellbaren Effekte werden wieder deaktiviert, sobald der Kopfhörer abgestöpselt wird. Außerdem konnten wir den 5.1-Sound, der als einziger Soundeffekt direkt über einen kleinen virtuellen Drücker auf dem Player-Bildschirm aktiviert werden kann, nicht testen, weil er sich schlichtweg nicht aktivieren ließ. Der Lautsprecher ist etwas leise, dafür aber sehr klar und bietet überdurchschnittliche Tieftöne, ohne zu übersteuern.

Auf dem großen Display kann man locker einen ganzen Film anschauen, das Galaxy S kann mit zahlreichen Formaten umgehen

Auf dem großen Display kann man locker einen ganzen Film anschauen, das Galaxy S kann mit zahlreichen Formaten umgehen / Screenshot: Areamobile

Videos machen auf dem Riesendisplay richtig Spaß. In der Größe kann man sogar einen ganzen Film anschauen, ohne die Augen zu ermüden. Das Galaxy S unterstützt nicht nur die Handy-Standardformate, sondern auch die Komprimierungs-Codecs DivX und Xvid. Man kann Filme entweder mit der Samsung-Software Kies in ein Handy-taugliches Format konvertieren, um Speicherplatz zu sparen oder einfach per Copy&Paste in den Handy-Speicher legen. Im Test wurden die unterschiedlichsten Filmformate automatisch vom Media Player des Galaxy S erkannt und problemlos abgespielt. Auch ein Youtube-Client ist vorinstalliert - hier kommen vor allem die HD-Videos gut rüber. Leider werden sie nicht entsprechend gekennzeichnet.  

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