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iPhone 4 Display, Tastatur & Design im Test

Apple iPhone 4 Test - Teil 2. Hier geht es zur ersten Seite vom Apple iPhone 4 Test.

Das iPhone 4 unterscheidet sich grundlegend von allen Vorgängern. Apple hat nicht nur die Technik, sondern auch das Design komplett überarbeitet. Es ist unheimlich dünn, hat ein unglaublich scharfes Display und kommt in einem Gehäuse aus Glas und Metall. In seinem neuen Test zeigt Areamobile, wie gut das neue Apple-Handy wirklich ist.

Lieferumfang, Design und Verarbeitung

Unboxing des Apple iPhone 4 32 GB | Foto: Areamobile

Apple iPhone 4 Lieferumfang | Foto: Areamobile

Apple legt nur das Nötigste in eine Schachtel, die kaum größer ist, als das Handy selbst. Dazu gehören der winzige Netzstecker, ein PC-Kabel und Kopfhörer. Der einzige Unterschied zum Vorgängermodell 3GS betrifft das Netzteil, das stark geschrumpft und nicht mehr zweigeteilt ist.

Vergleich Apple iPhone 4 mit iPhone 3GS | Foto: Areamobile

Apple iPhone 3GS und iPhone 4: Der sanfte Anschliff ist einer kantigen Kastenbauweise gewichen | Foto: Areamobile

Während iPhone 3G & Co. an den Rändern stark abgerundet sind, kommt das 4G-Modell in einer kantigen Kastenbauweise. Es hat erstmals einen breiten Rahmen, der aus einem Stück Metall besteht und das Gehäuse zusammenhält. Ober- und Unterseite werden von einem speziellen Glas geschützt, das sehr widerstandsfähig ist. Es handelt sich um ein Material, das auch Spezialanbieter wie Sonim für ihre robusten Outdoor-Handys verwenden. Das iPhone wird deshalb aber nicht zum Outdoor-Smartphone für die Rafting-Tour, das zeigen Bruchtests, die der Reparaturdienstleister "iFix your i" durchgeführt hat. Aber man muss keine Angst vor Kratzern haben, wenn man das Telefon in die Hosentasche steckt. Das sogenannte Gorilla-Glas zekratzt nur, wenn man einen scharfen Gegenstand wie einen Schlüssel mit hohem Kraftaufwand über die Oberfläche zieht. Die Verarbeitung des iPhone 4 ist wie von Apple gewohnt tadellos.

Unboxing des Apple iPhone 4 32 GB | Foto: Areamobile

Glas und Metall: Mit seiner Materialwahl schafft es Apple wieder, neue Maßstäbe beim Design von  Handys zu setzen | Foto: Areamobile

Mit dem Materialmix aus Glas und Metall hat Apple es wieder geschafft, neue Maßstäbe beim Design von Handys zu setzen. Kein Hersteller hat etwas vergleichbares im Angebot. Das iPhone 4 erinnert an die Edel-Handys von Vertu oder Mobiado, ist aber noch verhältnismäßig günstig. Es liegt schwer in der Handy und fühlt sich an wie Luxus, ohne ein Luxusprodukt zu sein. Einen Nachteil hat das viele Glas allerdings: Fingerabdrücke. Unser schwarzes Modell war bereits nach wenigen Minuten voller Flecken. Beim weißen Modell dürfte man die Abdrücke weniger deutlich sehen, aber das kommt erst Mitte Juli in den Handel

Unboxing des Apple iPhone 4 32 GB | Foto: Areamobile

Apple iPhone 4: Fühlt sich an wie Luxus, ohne ein Luxusprodukt zu sein | Foto: Areamobile

Auch die Bauform setzt neue Maßstäbe. Der Hersteller presst die Technik in ein Gehäuse, das gerade mal 9,3 Millimeter dünn ist. Apple-Chef Steve Jobs übertreibt daher nicht, wenn er das iPhone 4 zum "dünnsten Smartphone auf dem Planeten" erklärt. Der neue Android-König Samsung Galaxy S, der es technisch locker mit dem Apple-Handy aufnehmen kann, ist 9,9 Millimeter dünn und dabei fast so hoch und breit wie ein Knäckebrot. Das iPhone 4 gehört dagegen mit den Abmessungen 115x58x9,3 Millimeter zu den kompaktesten Smartphones überhaupt. Obwohl viel mehr drin steckt, ist es sogar deutlich kleiner als der Vorgänger 3GS. Der lag mit seiner halbrunden Rückseite aber viel besser in der Hand, als das iPhone 4 mit seinen harten Kanten. Besonders ergonomisch ist das neue Apple-Handy nicht gestaltet. 

Display & Tastatur

Das Display ist die wichtigste Neuerung beim neuen iPhone 4. Es ist genauso groß wie das Vorgängermodell 3GS, hat aber vier Mal so viele Pixel. Die Auflösung von 960x640 Pixel übertrifft sogar den bei Highend-Smartphones etablierten Standard von 800x480 Pixel deutlich. Das Ergebnis sieht wunderschön aus. Alles ist scharf und knackig, besonders Buchstaben. Sogar bei extremer Vergrößerung kann man keine Treppchenbildung erkennen. Das ermöglicht ein komfortables Lesen von Texten, zumal auch die IPS-Technologie des iPad eingebaut ist, die eine gute Ablesbarkeit aus der Schrägperspektive ermöglicht.

Display-Vergleich im Browser: Samsung Galaxy S (oben) und iPhone 4 | Foto: Areamobile

Samsung Galaxy S (oben) und iPhone 4 bei höchster Helligkeitsstufe: Das Apple-Display hat eine enorme Strahlkraft, ist aber viel kleiner. | Foto: Areamobile

Die modernen AMOLED-Displays, die Samsung und HTC in ihre Handys einbauen, bieten zwar bessere Farben, versagen aber unter Sonnenlicht. Auf dem iPhone 4 kann man dagegen auch draußen im Sommer noch gut Inhalte ablesen. Noch viel stärker fällt allerdings die enorme Helligkeit des iPhone-Displays auf. Im direkten Vergleich wirkt das Superphone Galaxy S fast schon mausgrau - obwohl es eines der modernsten Handy-Displays hat, die es momentan gibt. Das Fazit fällt daher leicht: Das iPhone 4 hat das beste Handy-Display, das derzeit verfügbar ist. Wer Haare in der Suppe sucht, könnte höchstens die Größe kritisieren. Während sich bei Android-Topmodellen eine Display-Diagonale von 4 Zoll etabliert, bleibt Apple bei 3,5 Zoll stecken. Vor allem im Hinblick auf den Preis ist das fast zu klein.

Display-Vergleich im direkten Sonnenlich von links nach rechts: AMOLED (HTC Desire), Super-AMOLED (Samsung Galaxy S), Retina-LCD (iPhone 4) und LCD (iPhone 3GS)

Display-Vergleich im direkten Sonnenlicht bei höchster Helligeitsstufe. Von links nach rechts: AMOLED (HTC Desire), Super-AMOLED (Samsung Galaxy S), Retina-LCD (iPhone 4) und LCD (iPhone 3GS). Deutlich wird, dass AMOLED bei Sonnenlicht versagt - nur die Weiterentwicklung Super-AMOLED, die man im Galaxy S findet, kommt an die LCD-Technik heran. / Foto: Areamobile

Das neue Design wertet auch die Tasten auf, die Apple an den Seiten des iPhone 4 platziert. Power-Knopf, Lautstärke-Wippe und Sperrschalter fühlen sich sehr gut an, weil sie in den Metallrahmen eingelassen sind und knackige Druckpunkte haben. Die Bildschirm-Tastatur, hat der Hersteller  dagegen unverändert von den Vorgänger-Modellen übernommen, man tippt wie gewohnt schnell und präzise. Einziger Unterschied: Wegen der hohen Auflösung sehen die virtuellen Tasten wie gedruckt aus. 

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