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iPhone 4 Kamera & Speicher im Test

Apple iPhone 4 Test - Teil 3. Hier geht es zur ersten Seite vom Apple iPhone 4 Test.

Kamera

Vergleich Apple iPhone 4 mit iPhone 3GS | Foto: Areamobile

Die Linsenöffnung wurde vergrößert und ein LED-Blitzlicht ist dazu gekommen: iPhone 3GS und iPhone 4 im Vergleich | Foto: Areamobile

Das iPhone 4 nimmt Fotos mit 5 Megapixel auf und wird von einem LED-Blitzlicht unterstützt. Das ist nicht viel, andere High-End-Modelle wie das Satio von Sony Ericsson protzen mit 12 Megapixel. Doch nach Aussage von Steve Jobs will Apple nicht die Pixelzahl hochschrauben, sondern seinen Kunden eine Kamera bieten, die "einfach gute Fotos" macht. Während die Konkurrenz immer mehr Pixel auf immer kleinere Sensoren presst, geht Apple den umgekehrten Weg und vergrößert den Sensor. So soll die Kamera des iPhone 4 auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch ausreichend Licht einfangen. Außerdem verwendet Apple einen "Backlight Illuminated Sensor". Die Technik wurde von Sony entwickelt und 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Die Qualität der Fotos hat sich im Vergleich zum iPhone 3GS deutlich verbessert. Bilder sind viel schärfer und detailreicher, Farben werden realistisch wiedergegeben - könnten aber etwas kräftiger sein. Besonders beeindruckend ist die Möglichkeit, Aufnahmen auch noch bei wenig Licht ohne Blitz knipsen zu können. Die hohe Lichtempfindlichkeit erkauft Apple bei Aufnahmen in dunkler Umgebung allerdings mit starkem Bildrauschen. Dafür kann man mit dem iPhone 4 noch Fotos schießen, wo jede andere Handykamera schon längst kapituliert.

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Fotos sind ausreichend scharf und farbtreu | Foto: Areamobile

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Selektiver Autofokus Vordergrund | Foto: Areamobile

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Selektiver Autofokus Hintergrund | Foto: Areamobile

 

Erst spät schaltet sich im Automatik-Modus der Blitz zu. Er reicht gute zwei Meter weit und sorgt selbst bei absoluter Dunkelheit für ausreichend scharfe Bilder. Pixelfehler sind zwar vorhanden, halten sich aber in Grenzen. An einen Xenonblitz kommt die LED-Lampe aber nicht heran, außerdem werden auf Blitzfotos Gelbtöne überbetont.

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Hohe Lichtempfindlichkeit, erkauft mit Bildrauschen | Foto: Areamobile

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Der Blitz sorgt für ausreichend scharfe Bilder | Foto: Areamobile

Originalaufnahme iPhone 4 | Foto: Areamobile

Gelbtöne werden mit Blitz überbetont | Foto: Areamobile

 

Die hohe Lichtempfindlichkeit der neuen iPhone-Kamera hat auch Nachteile. Helle Bildbereiche werden nochmals aufgehellt, der bewölkte Himmel auf unseren Testaufnahmen verschwimmt zu einer einfarbigen, detaillosen Masse. Beeindruckend ist dafür die Geschwindigkeit, mit der Fotos geknipst und verarbeitet werden. Nahezu verzögerungsfrei löst das iPhone 4 aus, so können Bilder im Sekundentakt geschossen werden. Insgesamt kommt die Kamera nicht ganz an Spitzenmodelle der Konkurrenz mit gleicher oder höherer Megapixelzahl heran, dafür ist vor allem die Bilddynamik zu schlecht. Für einfache Fotoabzüge reicht sie aber allemal.

Das LED-Blitzlicht hilft nicht nur beim Fotografieren, sondern es dient auch als Fotoleuchte bei Videos. Deren HD-Auflösung markiert die Obergrenze der aktuellen Handy-Technik: 1280x720 Pixel. Das schaffen nur einige Oberklasse-Smartphones: Sony Ericsson VivazNokia N8Samsung i8910 HD und Galaxy S.

Auf dem iPhone 4 sind Videos richtig beeindruckend. Dagegen sehen die Bewegtbilder des bisherigen Klassenprimus Sony Ericsson Vivaz richtig verwaschen und unscharf aus. Ganz anders das iPhone: Flüssig und fast so scharf wie ein Camcorder zeichnet das Handy Filme auf, allerdings leiden Videos unter den gleichen Problemen, wie Fotos: Farben könnten kräftiger sein und die Bilddynamik überstrahlt helle Bildbereiche schnell zu gleißenden Flächen. Dafür ist der Sound sehr gut, das Handy nimmt im AAC-Codec mit 44.000 Hertz auf. Das iPhone 4 ist die neue Referenz unter den Handyvideokameras.

iPhone 4 Screenshot / Foto: Areamobile

Mit dem Schnittprogramm iMovie kann man Videos schneiden und vielfältig bearbeiten...

iPhone 4 Screenshot / Foto: Areamobile

...und in HD-Auflösung speichern. / Screenshots: Areamobile

 

Für den nächsten Urlaub kann man die Videokamera getrost zuhause lassen, selbst der Videoschnitt lässt sich auf dem iPhone erledigen. Apple hat dazu die App iMovie veröffentlicht. Das Schnittprogramm sieht fast genauso wie auf einem Mac-Computer aus, wurde aber komplett an die Multitouch-Steuerung des Handys angepasst. Sogar Musik aus der iTunes-Bibliothek lässt sich mit wenigen Fingertipps unter seine iPhone-Videos mischen, das klappt auch mit Fotos. In ein paar Minuten kann man so einen kompletten Film auf dem Apple-Handy erstellen und anschließend ins Netz hochladen. iMovie ist für 3,99 Euro im App Store erhältlich.

Speicher, Musik, Video und Spiele

Das iPhone 4 kommt in zwei Varianten mit 16 und 32 Gigabyte Speicher - genug also, um auch umfangreiche Musiksammlungen und Videos immer dabei zu haben. Aber längere HD-Videos kann man nicht drehen, denn eine Minute HD-Material verbraucht schon 70 Megabyte Speicher. Ein Slot für MicroSD-Karten würde helfen, aber wie gewohnt verzichtet Apple darauf. Das ist ein großer Nachteil gegenüber anderen Highend-Smartphones, wo Speicherkarten mittlerweile zum Standard gehören. iPhone-4-Nutzer sind sklavisch an 16 oder 32 Gigabyte gefesselt. 

iPhone 4 Screenshot / Foto: Areamobile

Der Musikplayer bietet den gewohnten Komfort...

iPhone 4 Screenshot / Foto: Areamobile

Neu ist die Möglichkeit, Wiedergabelisten zu erstellen / Screenshots: Areamobile

 

Den Musikplayer hat Apple unverändert von den Vorgängern übernommen und nur in einem Punkt entscheidend verbessert: Wiedergabelisten können jetzt endlich direkt auf dem Handy erstellt und bearbeitet werden. Mit dem Betriebssystem-Update iOS 4 kommt dieses Feature auch auf die älteren iPhone-Generationen. Für Musikhörer ist das Apple-Handy auf jeden Fall erste Wahl, es bietet hervorragende Klangqualität, eine intiutive Bedienung, eine hübsche Oberfläche und mit iTunes den erfolgreichsten Musikshop der Welt, in dem man bequem Songs kaufen kann. 

iPhone 4 Screenshot / Foto: Areamobile

Ob Youtube... / Foto: Areamobile

iPhone 4 Screenshot / Foto: Areamobile

...oder iTunes: Auf dem iPhone kann man sich Tausende Clips und Filme anschauen / Screenshots: Areamobile

 

Die größte Online-Videothek der Welt ist ebenfalls prominent auf dem Apple-Handy vertreten. Wie immer gibt es einen Youtube-Client der unbegrenzten Zugang auf alle Videos des Portals bietet. Wegen der hohen Auflösung sehen die Clips viel besser aus, als auf den älteren iPhone-Modellen. 

Der einzige Nachteil ist die eingeschränkte Unterstützung von Videostandards. Die Kompressionsformate DivX und Xvid werden nämlich nicht unterstützt. Aber eigentlich ist das gar nicht nötig, schließlich ist man über iTunes an eine riesige Online-Videothek angebunden. 

Eine wichtige neue und einzigartige Funktion beim iPhone 4 ist das Gyroskop, eine Art Kompass. Als einer der Ersten demonstriert der Spieleentwickler ngmoco mit seinem Titel Eliminate: Gun Range, welche Möglichkeiten der neue Sensor bietet. Die Technik-Website Engadget hat ein Video davon gedreht.

Darin sieht man, dass die Steuerung über die Bewegung des iPhone 4 nicht nur mit hoher Genauigkeit erfolgt, sondern gleichzeitig in alle Richtungen möglich ist. Bisher konnte man Spiele nur eingeschränkt mit einfachen Kippbewegungen des Handys steuern - zum Beispiel, um ein Auto in eine Kurve zu lenken. Auch in unserem Test des 3D-Shooters zeigte sich die Gyroskop-Steuerung allen anderen Handys überlegen - natürlich nur, wenn die Entwickler sie auch unterstützen. 

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