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Kamera, Musik, Multimedia und Video Nokia N8 Test

Nokia N8 Test - Teil 3. Hier geht es zur ersten Seite vom Nokia N8 Test.

Kamera


 
Nokia N8 Samsung Galaxy S Apple iPhone 4
Anzahl Kameras 2 2 2
Auflösung Hauptkamera 12 Megapixel
(4288x2848 Pixel)
5 Megapixel
(2592x1944 Pixel)
5 Megapixel
(2592x1944 Pixel)
Auflösung Frontkamera 640x480 Pixel 640x480 Pixel 640x480 Pixel
Auflösung Videos 1280x720 Pixel 1280x720 Pixel 1280x720 Pixel
Blitzlicht Xenon nein LED
Autofokus ja ja ja
Makromodus ja ja ja
selektiver Fokus nein ja ja
Geotagging ja ja ja
Selbstauslöser ja ja nein
Gesichtserkennung ja ja nein
Blinzelerkennung nein ja nein
Lächelerkennung nein ja nein

Fotos

Wie die anderen in Deutschland erhältlichen 12-Megapixler Sony Ericsson Satio und Samsung Pixon 12 kommt auch das Nokia N8 mit Xenon-Blitz. Ein zusätzliches LED-Fotolicht wie beim Pixon fehlt zwar, dafür spendiert Nokia dem N8 ein orangenes Fokuslicht, das dem Autofokus in dunklen Räumen beim Scharfstellen hilft. 

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Das funktioniert sehr gut, Blitzlicht-Fotos sind im Nahbereich scharf und hell. Der starke Blitz reicht gute zwei bis drei Meter weit, danach macht sich verstärkt Bildrauschen breit. Insgesamt halten sich die Störpixel aber in Grenzen - Fotos mit dem iPhone 4 sehen deutlich rauschiger aus. Das dürfte auch an der Größe des Bildsensors liegen, Nokia wirbt damit, dass im N8 ein besonders großer Chip mit 1/1,83 Zoll steckt.

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Ausgeprägte, aber...

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

...realistische Farben | Foto: Areamobile

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Besonders nah kommt man an Motive nicht ran | Foto: Areamobile

 

Fotos sind sehr scharf, Farben werden sehr ausgeprägt, aber immer noch realistisch wiedergegeben. Von N8-Fotos kann man tatsächlich große Abzüge für das Familienalbum machen. Probleme gibt es wie bei fast allen Handycams mit der Bilddynamik. Dunklere Bildbereiche werden noch dunkler, als sie das menschliche Auge wahrnimmt, helle Flächen überstrahlen. Dadurch gehen Details verloren. Doch auch hier schneidet das N8 besser ab, als die meisten Konkurrenzprodukte.

Starke Kontraste bei Kunstlicht...

Starke Kontraste bei Kunstlicht...

...und hohe Schärfe auch ohne Blitz | Foto: Areamobile

...und hohe Schärfe auch ohne Blitz | Foto: Areamobile

Wenig Bildrauschen, hohe Schärfe in absoluter Dunkelheit | Foto: Areamobile

Wenig Bildrauschen, hohe Schärfe in absoluter Dunkelheit | Foto: Areamobile

 

Videos

Die Videos können nicht ganz mit der hohen Bildqualität von Fotos mithalten. Sie werden wie bei Highend-Smartphones üblich mit 1280x720 Bildpunkten aufgenommen und sind daher sehr scharf, allerdings kommt es zu störenden Bildverzerrungen bei schnellen Bewegungen. Da hilft auch der eigens für Videos zuschaltbare Bildstabilisator nicht weiter. Außerdem werden Filme nicht ganz so flüssig aufgenommen, wie auf dem iPhone 4, obwohl Nokia 25 Bilder in der Sekunde verspricht.

Vergleich Nokia N8 vs. iPhone 4 | Foto: Areamobile

Vergleich Nokia N8 vs. iPhone 4 | Foto: Areamobile

Dafür brilliert das Multimedia-Handy beim Sound. Das N8 nimmt Umgebungsgeräusche mit zwei Mikrofonen auf, die als AAC-Format mit 128 Kilobit pro Sekunde und einer hohen Abtastrate von 48 Kilohertz gespeichert werden. Ein zusätzlicher Algorithmus soll Windgeräusche reduzieren und in lauter Umgebung den Aufnahmepegel besser anpassen. In der Praxis klappt das ausgesprochen gut.

Features

Das N8 bietet zahlreiche Grundfunktionen, mit denen man ISO-Werte, Farbsättigung, Belichtung oder Schärfe der Fotos einstellen kann. Auch eine Gesichtserkennung ist im Optionsmenü zu finden, Lächel- oder Blinzelerkennung fehlen allerdings. Ebenfalls ein Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz wie Samsung Galaxy oder iPhone 4: Einen selektiven Fokus, bei dem man auf dem Touchscreen mit dem Finger auswählen kann, welcher Bereich des Fotos scharf gestellt werden soll, implementiert Nokia ebenfalls nicht. Dafür fiel bei Fotos und Videos die sehr kurze Speicherzeit positiv auf.

Kamera-Fazit

Auch die Carl Zeiss-Optik des Nokia N8 kann noch keine Kompaktkamera ersetzen – zumindest nicht bei schlechten Lichtverhältnissen. Dennoch macht der Hersteller bei der Handykamera fast alles richtig: Die Fotos sind scharf und geben Farben realistisch wieder, der Xenon-Blitz ist sehr stark. Auch Videos sehen richtig gut aus. Leider werden sie nicht ganz flüssig abgespielt und tendieren zu deutlichen Verzerrungen. Dafür bietet das N8 bei den Filmchen fast perfekten Ton. Insgesamt gehört das N8 ganz klar zur Kamera-Elite unter den Handys. Weder iPhone noch Android-Smartphones können da mithalten. 

Musik, Multimedia und Speicher


 
Nokia N8 Samsung Galaxy S Apple iPhone 4
Speicher 16 GB + microSD 7,5 GB + microSD 16/32 GB
Musikshop-Anbindung Ovi Musik nein, Umweg über Amazon MP3 iTunes
Equalizer ja ja ja
UKW-Radio ja, mit RDS ja, mit RDS nein
TV-Ausgang HDMI ja ja
Youtube-Client nein ja ja
Online-Videothek nein nein iTunes
DivX / Xvid ja / ja ja / ja nein / nein

Beim Speicher spart Nokia nicht: ab Werk stehen 16 Gigabyte (effektiv: 14 GB) zur Verfügung, die mit bis zu 32 Gigabyte großen microSD-Karten erweitert werden können. Das macht zusammen maximal 48 Gigabyte - mehr als beim iPhone 4 und den meisten anderen Highend-Smartphones. 

Besser, als auf dem iPhone: Das neue Cover Flow auf dem N8 / Screenshot: Areamobile

Besser, als auf dem iPhone: Das neue Cover Flow auf dem N8 / Screenshot: Areamobile

Der Sound ist sehr klar und trotzdem basslastig - auch anspruchsvolle Musikhörer werden mit dem N8 zufrieden sein. Man kann das Klangbild und die maximale Lautstärke gut mit dem iPhone 4 vergleichen. Die Anpassungsmöglichkeiten sind bei Nokia sogar noch umfangreicher: neben Klangpresets findet man auch digitale Spielereien wie Stereo-Raumklang oder Balance. Ob man die braucht, ist natürlich eine ganz andere Frage. Noch besser ist der Klang über den Lautsprecher auf der Rückseite. Es gibt kaum ein Handy, das so laut ist, ohne dabei zu klirren. 

Die Musikbibliothek ist sehr übersichtlich. Im Hochformat wird oben Cover Flow eingeblendet, unten kann man durch die Titelliste des jeweiligen Albums scrollen.

Die Musikbibliothek ist übersichtlich. Im Hochformat wird oben Cover Flow eingeblendet, unten kann man durch die Titelliste des jeweiligen Albums scrollen.

Musikplayer...

Musikplayer...

...mit ausgeklapptem Kontextmenü / Screenshots: Areamobile

...mit ausgeklapptem Kontextmenü / Screenshots: Areamobile

 

Die dreidimensionale Cover-Flow-Ansicht sieht besser aus, als auf dem iPhone. In einer beeindruckend flüssigen Animation flitzen die kleinen Album-Thumbnails über das Display. Aber sobald man das kastenförmige Kontext-Menü aufruft, wird man wieder in die Symbian-Realität zurück geholt. Klares Fazit: Die Musik-Oberfläche ist funktional und bietet zahlreiche Optionen, sieht aber - mit Ausnahme von Cover Flow - altbacken aus. 

Der Menüpunkt

Der Menüpunkt "Web-TV" entpuppt sich als kleine App-Sammlung, die nur wenige Videos bietet

Hinter dem Youtube-Icon versteckt sich nur ein Browser-Link zum mobilen Youtube-Portal, eijne eigene App fehlt

Hinter dem Youtube-Icon versteckt sich nur ein Browser-Link zum mobilen Youtube-Portal, eijne eigene App fehlt

Auch im Ovi Store gibt es keine Youtube-App. Das übrige Video-Angebot ist überschaubar / Screenshots: Areamobile

Auch im Ovi Store gibt es keine Youtube-App. Das übrige Video-Angebot ist überschaubar / Screenshots: Areamobile

 

Bei den Videos sieht das N8 nicht gut aus. Nokia platziert zwar mit "Video" und "Web-TV" gleich zwei Icons für Bewegtbilder prominent im Hauptmenü, aber nach dem Draufdrücken folgt die Ernüchterung: Dahinter findet man nur Clients für den Nachrichtensender CNN, das Promimagazin E! oder den National Geographic. Das Youtube-Symbol entpuppt sich gar als Lesezeichen, das den Browser auf die mobile Website der Videoplattform führt.

Der Videoplayer schluckt die meisten Videoformate ohne Probleme

Der Videoplayer schluckt die meisten Videoformate ohne zu meckern / Foto: Areamobile

Im Test wurden zwar die meisten Videoformate problemlos erkannt, auch Xvid und Divx - aber Filme sehen wegen der niedrigen Display-Auflösung schlechter aus, als auf den Display-Riesen Galaxy S & Co. 

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