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System - Hardware und Bedienung, Connectivity und Synchronisation HTC Desire HD Test

HTC Desire HD Test - Teil 4. Hier geht es zur ersten Seite vom HTC Desire HD Test.

System: Hardware und Bedienung


 
HTC Desire HD Samsung Galaxy S Apple iPhone 4
System Android 2.2 Android 2.1 iOS 4.1
Oberfläche Sense Touchwiz aus System
Chipsatz Qualcomm QSD 8255
Samsung Hummingbird Apple A4
Taktrate CPU 1 Gigahertz 1 Gigahertz 1 Gigahertz
RAM 768 Megabyte 512 Megabyte 512 Megabyte
GPU Adreno 205 PowerVR SGX 540 PowerVR SGX 532
Quadrant Benchmark 1969 Punkte 871 Punkte -
Quadrant Benchmark CPU 975 Punkte 175 Punkte -
Quadrant Benchmark GPU 3D 115 Punkte 164 Punkte -
Linpack Benchmark 20,21 MFLOPS/4,15 s 8,199 MFLOPS/10,23 s -

Beim Desire HD verwendet HTC die zweite Snapdragon-Generation von Qualcomm. Der QSD8255 wurde im 45-Nanometer-Verfahren hergestellt und arbeitet daher im Vergleich zu den älteren 65-Nanometer-Plattformen stromsparender. Die 1 Gigahertz schnelle CPU kann auf großzügigie 768 Megabyte Arbeitspeicher zugreifen. Sie wird von einer Adreno-205-GPU unterstützt, die doppelt so leistungsfähig ist, wie der Grafikprozessor der ersten Snapdragon-Generation (QSD8250), die unter anderem im HTC Desire werkelt.

Der Sense-Homescreen von HTC...

Der Sense-Homescreen von HTC...

...mit Kontextmenü. Der Hersteller peppt die Oberfläche ordentlich auf...

...mit Kontextmenü. Der Hersteller peppt die Oberfläche ordentlich auf...

...das langweilige und unübersichtliche Hauptmenü von Android hat er aber unverändert übernommen. / Screenshots: Areamobile

...das langweilige und unübersichtliche Hauptmenü von Android hat er aber unverändert übernommen. / Screenshots: Areamobile

 

Der Display-Riese kann andere Android-Boliden wie das Galaxy S weit hinter sich lassen, vor allem bei der Leistung der CPU. Die Benchmarks zeigen aber, dass der Hummingbird-Chipsatz des Samsung-Handys mit mit dem Power VR SGX540 die leistungsfähigere GPU hat - selbst der Adreno 205 hält da nicht mit. In der Praxis dürfte man den Unterschied allerdings kaum bemerken.

Denn beim täglichen Gebrauch interessiert den Nutzer vor allem eines: Tempo. Und davon bietet das Desire HD reichlich. Man merkt es schon beim Hochfahren, weil HTC erstmals die neue Funktion Fastboot integriert. Der Android-Bolide benötigt nur zwei Sekunden für den Bootvorgang, der sonst eine gute halbe Minute dauert. Dazu werden wie bei einem Laptop alle relevanten Daten beim Runterfahren des Systems im Arbeitsspeicher abgelegt - wer das Desire HD ausschaltet, der schaltet es nicht vollständig aus, sondern schickt es in den Tiefschlaf. Beim Einschalten werden die Daten genutzt, um sofort wieder in den Zustand zurück zu kehren, in dem sich das Smartphone vor dem Abschalten befand. Daher funktioniert Fastboot auch nur, wenn man das Handy über den Power-Knopf ausschaltet. Wer einfach den Akku rausnimmt, der muss ganz normal 30-45 Sekunden warten, bis Android bereit ist.

HTC-Widgets für den Homescreen. Eine der großen Stärken von Sense ist die Individualisierbarkeit der Oberfläche, die das native Android OS nicht mitbringt.

HTC-Widgets für den Homescreen. Eine der großen Stärken von Sense ist die starke Individualisierbarkeit der Oberfläche.

Neu sind

Neu sind "Szenen" und "Oberflächen", das sind Themes, die den Homescreen nach einem bestimmten Schema verändern. Ein paar sind auf dem Desire HD installiert, weitere kann man online herunterladen.

Wenn man die Statuszeile herunterzieht, bekommt man nicht nur aktuelle Informationen, sondern kann auch af die zuletzt benutzten Programme zugreifen. / Screenshot: Areamobile

Wenn man die Statuszeile herunterzieht, bekommt man nicht nur aktuelle Informationen, sondern kann auch af die zuletzt benutzten Programme zugreifen. / Screenshot: Areamobile

 

Das System reagiert flüssig, das Scrolling ist butterweich und selbst bei aufwändigen 3D-Animationen oder Grafiken ruckelt es nicht. Wir wollen aber nicht verschweigen, dass die Bedienung mitunter von Lags unterbrochen wurde. Ein Muster konnten wir nicht erkennen. Wahrscheinlich ist die Firmware - wie mittlerweile üblich - noch nicht optimal auf die Hardware abgestimmt. Ein Update wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.

Die Benutzeroberfläche Sense, die HTC über das native Android-System legt, ist kein Grafikwunder, peppt die langweilige Google-Oberfläche aber ordentlich auf. An die geschlossenen und bis in die letzte Ecke für Touch optimierten Oberflächenkonzepte von iOS und Windows Phone 7 kommt das Desire HD zwar nicht heran, aber daran werden sich die wenigsten Android-Nutzer und -Jünger stören.

Connectivity, Synchronisation und Navigation


 
HTC Desire HD Samsung Galaxy S Apple iPhone 4
Funkunterstützung GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / HSUPA (5,76 Mbit/s) / WLAN b,g,n / Bluetooth 2.1 GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / HSUPA (5,76 Mbit/s) / WLAN b,g,n / Bluetooth 3.0 GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / HSUPA (5,76 Mbit/s) / WLAN b,g,n / Bluetooth 2.1 EDR
DLNA ja ja nein
FM-Transmitter nein nein nein
Tethering ja, Wlan (Hotspot) ja, Wlan (Hotspot) gegen Aufpreis, Kabel
Anschlüsse microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker 30-Pin-Connector / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker
GPS A-GPS A-GPS A-GPS
Navigation ab Werk offboard über Google Maps offboard über Google Maps nein
PC-Software HTC Sync Samsung Kies iTunes
Outlook-Sync ja ja ja

Das Icon "Wlan-Hotspot" findet man direkt im Hauptmenü. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Smartphone zu einem Hotspot umfunktionieren, der bis zu 8 Endgeräten den Zugang zum Internet erlaubt. Ein klarer Vorteil gegenüber dem iPhone, mit dem nur kabelgebundenes Tethering gegen Aufpreis möglich ist.

Die Verbindungsmöglichkeiten sind nicht so umfassend, wie beim Connectivity-Monster Nokia N8 - aber HTC hat an die wichtigsten Features gedacht. So unterstützt das Desire HD den Heimnetz-Standard DLNA, der das Medienstreaming über Wlan erlaubt. Ein entsprechender Client ("Verbundene Medien") ist vorinstalliert.

Verbindungseinstellungen für USB.

Verbindungseinstellungen für USB.

Medienstreaming über DLNA-fähige Endgeräte. Bei uns hat es allerdings nicht funktioniert, die Dateien auf den Endgeräten wurden nicht erkannt.

Medienstreaming über DLNA-fähige Endgeräte. Bei uns hat es allerdings nicht funktioniert, die Dateien auf den Endgeräten wurden nicht erkannt.

Wlan-Tethering: Mit wenigen Handgriffen wird das Desire HD zum Router umfunktioniert. / Screenshots: Areamobile

Wlan-Tethering: Mit wenigen Handgriffen wird das Desire HD zum Router umfunktioniert. / Screenshots: Areamobile

 

Parallel zum Verkauf von Desire HD und Desire Z startet HTC seinen neuen Online-Dienst HTCsense.com. Damit können Besitzer der genannte Modelle ihr Telefon aus der Ferne verwalten, Kontakte speichern und bearbeiten, Kurznachrichten über den PC versenden oder ihr Telefon mit Apps, Klingeltönen sowie Hintergrundbildern personalisieren.  Man kann etwa bequem über das Internet Apps oder Musik auswählen und und bekommt dann eine entsprechende Download-Benachrichtigung auf dem Smartphone. HTCsense.com ist darüber hinaus eine Backup-Lösung ähnlich der Synergy-Funktion bei WebOS oder dem neuen Motoblur des Milestone 2. Der Dienst synchronisiert automatisch Kontakte, Textnachrichten, den Anrufverlauf und die Systemeinstellungen des Nutzers. Das Backup ist verschlüsselt und vor unbefugtem Zugriff geschützt.

HTCsense.com auf dem PC: Das Handy über den Browser fernsteuern.

HTCSense.com auf dem PC: Das Handy über den Browser fernsteuern. / Screenshots: Areamobile

Der Dienst ist sehr umfangreich und bietet viele Optionen. Er funktionierte bei unserem Test zwar noch nicht reibungslos (Kontakte wurden nicht angezeigt), aber das Potential ist erkennbar: HTC-Smartphones lassen sich zukünftig über das Internet fernsteuern. Das bekommt man sonst nur bei Motorola Motoblur. Apple bietet mit MobileMe zwar ähnliches, aber der Dienst ist nicht kostenlos. Die PC-Software HTC Sync wird damit fast überflüssig. Man braucht sie eigentlich nur noch, um seine Outlook-Kontakte zu synchronisieren und die Gerätetreiber für das Desire HD auf dem Computer zu installieren.

Sieht gut aus! HTC Locations mit 3D-Gebäudeansicht...

Sieht gut aus! HTC Locations mit 3D-Gebäudeansicht. Die Karten stammen von Tele Atlas/TomTom, die Navigation kommt dagegen von Route66, erklärte uns HTC auf Anfrage.

dabei handelt es sich um eine Onboard/Offboard-Hybrid-Lösung, die den Download von bis zu 100 MB Kartenmaerial erlaubt...

Bei HTC Locations handelt es sich um eine Onboard/Offboard-Hybrid-Lösung, die den Download von bis zu 100 MB Kartenmaerial erlaubt...

...aber sie steckt noch im tiefen Beta-Stadium. Man hat keine Kontrolle über das Kartenmaterial, das heruntergeladen wird und die Suche nach Orten/Straßen funktioniert nicht. / Screenshots: Areamobile

...aber sie steckt noch im tiefen Beta-Stadium. Man hat keine Kontrolle über das Kartenmaterial, das heruntergeladen wird und die Suche nach Orten/Straßen funktioniert nicht. / Screenshots: Areamobile

 

Beim neuen Kartendienst HTC Locations handelt es sich zwar grundsätzlich um eine Offboard-Lösung, allerdings ist der Download von bis 100 Megabyte Kartenmaterial möglich. So sollen teure Roaming-Kosten vermieden werden. Bisher fehlt aber die Möglichkeit, das Kartenmaterial, das heruntergeladen werden soll, zu definieren. Man weiß also gar nicht, welcher Ort/Region gerade im Handyspeicher liegt. Nicht nur an dieser Tatsache wird deutlich, dass Locations noch tief in der Beta-Phase steckt. Von der Navigationsoption, die gegen Aufpreis erhältlich sein soll, ist noch nichts zu sehen und die Suche quittiert jede Anfrage - ob Straße oder Ort - mit einem lapidaren "Keine Ergebnisse gefunden". Dabei sieht die Kartendarstellung schon vielversprechend aus. Man kann eine 3D-Gebäudeansicht zuschalten, die flüssig dargestellt wird und viele POI sind in der Karte verzeichnet. Man muss hier wohl nur ein bisschen Geduld haben und auf ein Update warten. 

Wer mit dem HD kostenlos navigieren will, wird erstmal auf Google Maps Navigation ausweichen. Die Offboard-Lösung funktioniert auf dem Smartphone zuverlässig, mit den quakigen Lautsprechern ist das Smartphone aber kein optimaler Navi-Ersatz.

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