Testüberblick LG Electronics Optimus 3D
| Zeitwertung Im Detail |
Wertung am 25.05.2013 |
81% (sehr gut) |
| Community- wertung |
20 Meinungen |
90% Empfehlungen |
84% (sehr gut) |
Der koreanische Hersteller LG gibt weiter Gas: Nach dem weltweit ersten Dualcore-Smartphone Optimus Speed hat das Unternehmen auch das erste 3D-Handy auf den Markt gebracht. Damit kann man 3D-Fotos und -Videos nicht nur aufnehmen, sondern auch gleich ohne zusätzliche Hilfsmittel auf dem Display dreidimensional abspielen. Wir klären im Test, wie gut 3D auf dem LG-Smartphone ist und wie es sich gegen das HTC Evo 3D schlägt.
Das Design des LG Optimus 3D ist sehr schlicht – auf den ersten Blick weist zumindest auf Front und Seiten nichts auf die 3D-Fähigkeiten des Handys hin. Unter dem großen Display sind vier Sensortasten versteckt, die erst richtig sichtbar werden, wenn die Hintergrundbeleuchtung aktiv wird, auf der rechten Seite gibt es eine Lautstärke-Wippe und auf der Stirnseite den Einschaltknopf – Standard. Erst bei genauerer Betrachtung bemerkt man an der Stelle, an der bei anderen Handys der Kameraauslöser platziert wurde, einen 3D-Drücker, der direkten Zugriff auf alle dreidimensionalen Inhalten des Smartphones ermöglicht – mehr dazu in Teil 2.
Auf der Rückseite wird dann schnell klar, dass es sich beim Optimus 3D um kein gewöhnliches Gerät handelt. Der Blick fällt sofort auf die beiden Kameralinsen, die aus einem schmalen Metallstreifen hervorlugen, den man in ähnlicher Form auch von anderen Optimus-Geräten kennt. Hier erlaubt sich der Hersteller auch einen Hauch von Protzerei und graviert groß "3D stereoscopic" in das Metall. Der Rest ist so einfach gehalten, dass es kaum zurückhaltender geht: Die Rückseite ist frei von Schnörkel und völlig eben, eine braune Softtouch-Beschichtung verhindert, dass das Handy ungewollt aus der Hand flutscht. Chrom oder sonstige Verzierungen sucht man beim Optimus 3D vergeblich – schade, denn so wirkt das LG-Gerät etwas zu sehr wie eine graue (oder eher braune) Maus. Und zwar an eine Vollgefressene: 170 Gramm ist man sonst nur von Smartphones mit ausziehbarer Volltastatur gewohnt, besonders dünn ist das Gerät mit etwa 12 Millimetern auch nicht.
Die Verarbeitung des LG-Smartphones ist insgesamt sehr gut. USB- und HDMI-Anschluss werden von stramm sitzenden Schutzkappen verschlossen, grobe Passungenauigkeiten gibt es gar nicht. Nur an den Übergängen vom Display zum Gehäuse befinden sich winzige Spalte, in denen sich etwas Schmutz sammeln kann. Insgesamt wirkt das Optimus 3D fast wie aus einem Guss und sehr robust.
Das Display gefällt im 2D-Betrieb mit guter Helligkeit und ausreichenden Farben und Kontrasten – negative Effekte durch die zusätzliche 3D-Schicht lassen sich nicht bemerken. Wegen seiner schieren Größe ist es außerdem hervorragend für Videos und Filme geeignet. Im 3D-Betrieb fällt im direkten Vergleich zum HTC Evo 3D die niedrigere Auflösung von 800x480 Pixel auf – da dabei die Auflösung in der Breite halbiert werden muss, um gleichzeitig die benötigten beiden Bilder darstellen zu können, ist bisweilen starke Treppchenbildung bei Linien und Kanten zu bemerken.
Das Optimus 3D hat zwei Kameras mit je 5 Megapixel und einen LED-Blitz. Im 3D-Betrieb kommen beide Optiken zum Einsatz, die Auflösung wird dann allerdings auf knapp 3 Megapixel reduziert. Im 2D-Betrieb wird nur die äußere Kamera genutzt. Die Bildqualität bei Fotos geht in Ordnung, Bildschärfe und Detailreichtum sind der Megapixelzahl angemessen. Allerdings könnten die Farben etwas ausgeprägter sein und die Bilddynamik lässt etwas zu wünschen übrig. Helle Flächen werden dadurch schnell überstrahlt. Der Blitz ist ausreichend hell, die Frontkamera ist höchstens Durchschnitt.
Videos nimmt das Gerät in 2D mit 1.080p (1.920x1.080 Pixel) und flüssigen 30 Bildern in der Sekunde auf. Die Qualität geht auch hier voll in Ordnung und weist die gleichen Stärken und Schwächen wie bei Fotos auf. Der Ton ist ausreichend realistisch.
Im 3D-Betrieb gelten die gleichen Einschränkungen, die schon im Test zum HTC Evo 3D beschrieben wurden: Die Wahl der richtigen Motive ist schwierig, besonderes Augenmerk muss auf die Abstand der Motive zur Kamera gelegt werden und auf eine deutliche Tiefenstaffelung unterschiedlicher Objekte im Sucherbereich. LG empfiehlt für einen guten 3D-Effekt sogar nur eine Distanz zwischen Optik und Motiv von 0,5 bis 2 Metern. Tatsächlich verliert die Darstellung bei Distanzen über 10 Metern drastisch an Tiefenwirkung. Ähnliches gilt auch für 3D-Videos. Besonders imposant sind Kamerafahrten an nah gelegenen Objekten vorbei, Schwenks sollten nicht zu schnell sein. Beherzigt man die Einschränkungen bei 3D-Fotos und Videos, lassen sich plastische dreidimensionale Aufnahmen erschaffen. Trotz der geringeren Display-Auflösung des LG-Gerätes muss es sich nicht hinter dem HTC-Smartphone verstecken. Genauere Erläuterungen zum 3D-Effekt der Kamera und weitere Tipps findet man im Testbericht zum HTC Evo 3D.
Intern warten 8 Gigabyte Speicher auf Nutzung, von denen sich etwa 6 Gigabyte zur freien Verfügung anbieten. Zusätzlich schluckt das Optimus 3D microSD-Karten bis zu 32 Gigabyte Speicherkapazität. Das mitgelieferte In-Ear-Headset reicht völlig aus – es liefert gute Lautstärke und vollen Bass, ohne zu dröhnen. Allerdings ist der Klang etwas dumpf, das lässt sich aber mittels der zahlreichen Klang-Presets beheben. Ein vollwertiger Equalizer fehlt.
Das LG Optimus 3D hat den gleichen Player wie das LG Optimus Black. Die ansprechende Oberfläche bietet vor allem im Querformat einen imposanten Anblick. Dann wechselt die Darstellung nämlich in eine Wand aus Album-Arts, die leicht nach hinten gewölbt ist und sich butterweich mit dem Finger scrollen lässt. Auf ein UKW-Radio verzichtet der Hersteller.
Videos kann man nicht nur auf dem Handy anschauen, sondern auch direkt auf dem Fernseher – in 2D und 3D. Dafür bietet das Handy einen HDMI-Ausgang, mit dem Display-Inhalte sogar in 1.080p auf einen entsprechenden Fernseher gestreamt werden können. Das funktioniert auch über den Wlan-Standard DLNA - im Gegensatz zum HTC-3D-Phone auch in 3D. Eine entsprechende App (SmartShare) ist auf dem Handy bereits vorinstalliert. Für unterwegs macht der Standard-Youtube-Player seine Sache gewohnt gut – er ist einfach zu bedienen und spielt auch HD- und 3D-Videos ab.
Auf der zweiten Seite unseres Testberichts zum LG Optimus 3D lesen Sie, warum dieses Gerät zurzeit die beste Wahl für 3D-Handy-Einsteiger ist.
Stefan Schomberg,
Gesamteindruck 90%
Empfehlung ja
Bewertet am 31.01.2013
| Bewertung LG Electronics Optimus 3D | |
|---|---|
Weiterempfohlen von
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Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 20 Bewertungen von Areamobile Lesern.
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Du bist nicht dabei?Wird der Effekt nicht total getrügt, wenn man die Finger drüber hält?
Warum funktioniert meine Rechte Maustaste auf dieser Seite nicht mehr? seltam
danke am, schöner test, vllt holt man sich das ding wenn gingerbread kommt..
Solange muss das venue pro herhalten.
Ist übrigens ein RICHTIG gutes wp7 phone..
mein Geheimtip.
Dummerweise machen die immer noch hin und wieder ihre Anfängerfehler.
LG Optimus 3D. - ab 365Euro
LG Optimus Speed - ab 297Euro
LG Optimus Black - ab 272Euro
Wenn die Preise so bleiben dann ist LG zurzeit mal wirklich attraktiv.
Worallem das Optimus Speed ist voll das Schnäppchen.
Und wenn man zum Optimus 3D greift, spart man gegenüber dem Htc Evo3D noch gut 130Euro.
Es ist sogar besser als das Evo3D, da würd sogar ich zugreifen....
Mit den Preisen kann sich LG sehen lassen^^
Stand der Preise:
11.08.2011
Muss sagen der 3D Effekt des LG im 3D Menü ist schon ordentlich auch wenn die geringere Auflösung bei 3D auffällt. Aber bei Spielen krieg ich genau wie beim 3Ds Augenkrebs. Wenn man das Gerät nur ganz leicht neigt verschwimmt alles. Insgesamt aber echt ordentlich fürs erste 3D Phone.