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Autor: Björn Brodersen 01.11.2011 - 18:10 | 6

RIM Blackberry Bold 9900 Testbericht

Testüberblick RIM Blackberry Bold 9900

  1. Tastatur, Touchscreen, Prozessor und mobiles Internet
  2. Software, Multimedia, Speicher, Akku und Fazit
  3. 6 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Brillanter und gut reagierender Touchscreen
  • Gute Abstimmung zwischen Hardware und Software
  • Hochwertiges und gut verarbeitetes Gehäuse
  • Gute Sprach- und Empfangsqualität
  • Flops
  • Zu kleines Display fürs mobile Surfen und Videosessions
  • Schwache Kamera
  • Vergleichsweise kleine App-Auswahl und höhere App-Preise
  • Wlan: Weder DLNA noch Hotspot-Funktion

Blackberry Bold 9900 Test: Kleine Schritte statt kühner Sprung

Der typische Blackberry-Nutzer und der typische iPhone-Nutzer haben etwas gemeinsam: Sie bleiben den Smartphones ihres jeweiligen Herstellers treu - bislang jedenfalls. Zumal der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) seine Smartphones immer mehr an die Touchscreen-Geräte der Konkurrenz angleicht. Das zeigt sich auch am neuen Blackberry Bold 9900. Wir haben uns im Test den Bold 9900 mit den Anwendungen des Blackberry Internet Service (BIS) genauer angesehen.

Der Strategiewandel beim Hersteller RIM ist dem Blackberry Bold 9900 anzusehen. Es ist mit 10 Millimetern Höhe das bislang flachste Smartphone der Kanadier, wird über einen 2,8 Zoll großen kapazitiven TFT-Touchscreen bedient, ist mit einem 1,2 Gigahertz leistenden Prozessor ausgerüstet, unterstützt HSPA für mobile Datenübertragungen und bietet das volle Multimedia-Paket. Beim Blackberry Bold 9900 führt die RIM die Neuerungen jedoch noch vergleichsweise dezent ein.

Das Gerät kommt im klassischen Blackberry-Design mit dem Trackpad und vier Funktionstasten sowie der echten QWERTZ-Tastatur unterhalb des Displays, das Kunststoffgehäuse mit Metallrahmen ist erwartungsgemäß gut verarbeitet und Bold-typisch ist es etwas kantiger als beispielsweise die Curve-Modelle. Seitlich am Gehäuse sitzen eine frei belegbare Schnellstarttaste, eine Lautstärkewippe, ein externer Kameraauslöser sowie der 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für handelsübliche Kopfhörer, auf der oberen Gehäusekante sitzt eine klar abgesetzte Taste zum Aktivieren der Bildschirmsperre. Die Rückseite des neuen Bold-Modells besteht nicht aus Kunstleder wie beim ersten Modell der Reihe, sondern ist glatt. Kurz: Das 130 Gramm wiegende Smartphone liegt gut in der Hand und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck.

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

 

Tastatur, Touchscreen und Liquid Graphics

Die QWERTZ-Tastatur des Blackberry Bold 9900 ist zunächst reine Geschmacks- und mit der Zeit auch reine Gewöhnungssache. Für den Hersteller ist es die "beste Smartphone-Tastatur aller Zeiten", für andere wirkt das Feld mit den leicht angeschrägten Tasten etwas weich und gedrängt. Wer jedoch kontinuierlich Texte über die Tastatur eintippt, gewöhnt sich an ihre Eigenheiten, zumal die hintergrundbeleuchteten Tasten über einen klaren Druckpunkt verfügen. Das kapazitive TFT-LCD des Blackberry Bold 9900 fällt im Vergleich zu den Bildschirmen anderer Highend-Smartphones klein aus, stellt jedoch mit einer Auflösung von 640x480 Pixel – das ergibt 287 Bildpunkte pro Zoll – scharf, kontrastreich und ausreichend hell dar, so dass beispielsweise auch kleinere Texte gut abgelesen, Dokumente bearbeitet und auch Videos unterwegs angeschaut werden können. Für ganze Filme ist es aber viel zu klein.

Der Blackberry Bold 9900 gehört zu den ersten Blackberry-Smartphones, die mit einem Gigahertz-Prozessor ausgerüstet sind. Zum Einsatz kommt der Single-Core-Prozessor 8655 von Qualcomm, der mit 1,2 Gigahertz getaktet ist und von 768 Megabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Zum Vergleich die Daten des vorherigen, unter Blackberry OS 6 laufenden Bold-Modells Blackberry Bold 9780: 624-Megahertz-Prozessor und 512 Megabyte RAM. Wer beim Bold 9900 angesichts des Single-Core-Prozessors verächtlich abwinkt: Es kommt nicht nur auf die Zahlen auf dem Papier an. Gegenüber etlichen Konkurrenten hat RIM zum Beispiel den Vorteil, Hardware, Software und Infrastruktur aus einer Hand und somit ein genau auf die einzelnen Komponenten abgestimmtes System anbieten zu können.

Liquid Graphics nennt RIM die neue Kombination aus Display-Technologie, Gigahertz-CPU und GPU, die für klare Darstellungen und flüssiges Abspielen von Animationen und Filmen sorgen soll. Der Leistungsschub im Vergleich zu den Blackberry-Smartphones der vorherigen Generation ist dem Blackberry Bold 9900 anzumerken. Der Touchscreen des neuen Flaggschiffmodells reagiert sofort auf Eingaben, Scrollen in Menülisten oder auf Webseiten, wischende Wechsel von einem Foto zum nächsten in Bilderalben sowie Zoomen im Browser gelingen flüssig. Einzelne Hänger beim Starten von bestimmten Anwendungen dürften damit zusammenhängen, dass diese Apps noch nicht für Blackberry OS 7 optimiert wurden.

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

RIM Blackberry Bold 9900 | (c) Areamobile

 

Browser, Daten-Schnittstellen und mobiles Internet

Der in Blackberry OS 7 integrierte Standard-Browser ist insgesamt wesentlich schneller geworden als bei Blackberry OS 6. Der Browser unterstützt zudem erste HTML5-Elemente wie etwa eingebettete Videos, verarbeitet Javascript zügige und rendert Webseiten sauber bei Pinch-to-Zoom-Gesten. In bestimmten Benchmark-Tests hat der Blackberry Bold 9900 sogar besser als das Samsung Galaxy S2 oder das LG Optimus Speed abgeschnitten, doch das hat erfahrungsgemäß für die Praxis wenig Aussagekraft. Im Test zeigte sich, der aktuelle Blackberry-Browser lädt Webseiten in der Regel immer noch langsamer als Safari-Browser des iPhone oder der Standard-Browser von Android – allerdings fällt der Unterschied nicht mehr so deutlich aus. Flash beherrscht der Blackberry-Browser dagegen weiterhin nicht. Größer Spielverderber beim mobilen Surfen mit dem Blackberry Bold 9900 ist aber das Display – durch seine geringe Größe ist man auf Webseiten ständig am Scrollen.

Für mobile Datenübertragungen unterstützt der Blackberry Bold 9900 HSPA mit bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde im Downstream und bis zu 5,76 Megabit pro Sekunde im Upstream. Für den Internetzugriff an Hotspots beherrscht der neue Bold den Wlan-n-Standard. Noch vor nicht allzu langer verwiesen die Blackberry-Macher auf den Komprimierungsfaktor bei Datenübertragungen durch die Blackberry-Server, wenn sie auf den Geschwindigkeitsnachteil der Blackberry-Smartphones gegenüber den Konkurrenzmodellen von Apple oder aus dem Android-Lager angesprochen wurden. Inzwischen hat RIM hier kräftig nachgebessert, wovon Bold-Nutzer vor allem bei Downloads und dem Versenden größerer Dateien unterwegs profitieren. Der Bold 9900 lässt sich wie andere Blackberry-Smartphones auch zum Tethern per USB-Verbindung einsetzen, eine Wlan-Hotspot-Funktion bietet er dagegen nicht – dabei sollte diese Funktion eigentlich mit Version 7 auf die Blackberry-Plattform kommen.

Beim Thema E-Mails macht RIM immer noch niemand etwas vor: Es gibt einfach kein Smartphone, das so zuverlässig und prompt eingegangene E-Mails und Mitteilungen automatisch überträgt – abgesehen von dem tagelangen, am Image kratzenden Netzwerkausfall, mit dem RIM kürzlich zu kämpfen hatte.

Auf der zweiten Seite unseres Testberichts zum Blackberry Bold 9900 geht es um die Neuerungen von Blackberry OS 7, die Benutzeroberfläche und die Multimedia-Anwendungen des Smartphones.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Tastatur, Touchscreen, Prozessor und mobiles Internet
  2. Software, Multimedia, Speicher, Akku und Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 02.11.11 12:34 Globalvillage

    Dual Core, Single core... Entscheidet euch :)

  2. 02.11.11 14:13 StAnE (Newcomer)

    Glaub es is n single-core ;)

  3. 02.11.11 14:41 Frank Kabodt (ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de)
    @ Globalvillage

    Der Fehler wird umgehend korrigiert. Und vielen Dank für den Hinweis!

  4. 02.11.11 16:21 n-nutzer (Handy Profi)

    Ein sehr fairer und aussagefaehiger testbericht. Aus persoenlicher erfahrung kann ich diesem testbericht zustimmen!

    Browser, ui und generell das ganze system ist einfach nur rasend schnell geworden und braucht sich endlich ueberhaupt nicht vor der konkurrenz zu verstecken!

    Das einzige was noch ausbaufahiger waere bei dem test: eine ausfuehrliche beschreibung test push dienstes vorallem im hinblich auch social networking, und chatdienste und ihre einbindung ins System!

    Ansonsten super test! Nicht zu hoch und nicht zu niedrig bewertet mit 75 prozent!

  5. 13.11.11 22:40 Grivel (Member)
    Ein guter Test...

    Aber...

    die Akkubewertung ist im Vergleich zur Konkurrenz wohl nicht ganz fair gewählt. Ansonsten ist es erstaunlich fairer Test.
    Am Anfang war der Akku auch bei mir max. 1Tag aber jetzt nach 2 Monaten Nutzung ist der Akku so stark, dass ich fast an dem Bold 9780 Niveau bin und das mit -20% weniger Akku. Das Phänomen tritt anscheinend bei allen Bolds die ich bis jetzt gehört/gesehen habe auf.
    Ich schaffe momentan ca. 1,5Tage effektiv(Nacht also rausgerechnet). Beim Bold 9780 waren das knappe 2.
    Wenn ich Abends nach Hause komme habe ich trotz (laut App Manager) Nutzung von ca. 4h über 50% Akku übrig.


    Die Rückseite ist übrigens nicht nur Glatt, sondern ist mit einem Material aus der Raumfahrt veredelt, da Carbon an sich die NFC Antenne stören würde.

    Einziger Kritikpunkt:

    Ja Webseiten laden wohl 0,1S langsamer. Aber innerhalb der Webseite ist die Navigation des Browser um einiges schneller als bei den Konkurrenzmodellen die ich mir angeschaut habe (ip4, Desire HD. Galaxy s). Diesen Unterschied müsste man also nochmal anschauen.

    Gruss

  6. 15.12.11 21:28 McAsim (Newcomer)
    E-Mail Funktion

    "Beim Thema E-Mails macht RIM immer noch niemand etwas vor"

    Das sehe ich anders. Ich hatte mal ein BB Curve 8520 in der Hand und wollte es per IMAP+SMTP mit einem E-Mailpostfach verbinden. Vergebens. E-Mails kommen nur über den (kostenpflichtigen) Bleckberry-Service auf das Gerät.

    Wie sieht es bei dem BB Bold 9900 aus? Werden die offenen E-Mail Protokolle unterstützt? Auf der Seite des Herstellers finde ich keine Angaben.

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