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Autor: Stefan Schomberg 29.08.2011 - 18:30 | 10

Huawei Ideos X3 Testbericht

Testüberblick Huawei Ideos X3

  1. 10 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis
  • Gute Ausstattung
  • Schnelle Reaktion
  • Aktuelle Android-Version
  • Flops
  • Miese Kamera
  • Niedrige Display-Auflösung

Huawei Ideos X3 Test: So gut ist das neue Lidl-Handy

Wer ein Smartphone haben will, muss tief in die Tasche greifen? Falsch! Das Huawei Ideos X3 ist schon für knapp 100 Euro zu haben und hat technisch mit HSDPA, Wlan, GPS, Frontkamera und Android 2.3 trotzdem einiges zu bieten. Wir erklären, ob sich der Griff zum Billig-Smartphone lohnt.

Design und Verarbeitung

Huawei dürfte in Deutschland den meisten Menschen kein Begriff sein – dabei ist der chinesische Netzausrüster schon seit Jahren hierzulande aktiv und verkauft unter anderem Einsteiger-Smartphones und UMTS-Sticks. Und von einem Einsteiger-Smartphone erwartet man billigen Kunststoff, breite Spaltmaße und natürlich veraltete Einfach-Technik. Aber von billig kann beim Ideos X3 nicht die Rede sein – wer sich nicht ständig mit dem Mobilfunkmarkt beschäftigt, hält das Gerät ohne zu zögern für ein HTC-Fabrikat und erst der Huawei-Schriftzug sorgt für Stirnrunzeln.

Im Test: Huawei Ideos X3

Im Test: Huawei Ideos X3

Die Kanten sind beim X3 stark abgerundet

Die Kanten sind beim X3 stark abgerundet

3 Sensortasten und ein Home-Button | (c) Areamobile

3 Sensortasten und ein Home-Button | (c) Areamobile

 

Auch bei der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu meckern: Display und restliche Front werden fast durchgehend von einer Kunststofffläche bedeckt, dadurch sind die Kanten stark abgerundet und das Handy wirkt wie aus einem Guss.

Als schickes Designelement verwendet Huawei einen auf Alu getrimmten Kunststoffrahmen, der sich um Seiten, Stirn und den unteren Bereich der Front zieht. Die Rückseite ist ganzflächig mit einer Softtouch-Oberfläche versehen, zusammen mit den runden Formen liegt das Handy damit sehr gut in der Hand. Trotzdem wirkt das X3 nicht pummelig – kein Wunder, schließlich ist es nur 11 Millimeter dünn und wiegt gerade einmal 105 Gramm. An der Verarbeitung gibt es nur wenig auszusetzen. Es gibt zwar leicht ungleichmäßige Spaltmaße zwischen Akkudeckel und dem Rest des Handys, aber das bemerkt man nur bei sehr genauem Hinsehen.

Hardware

Das Display misst 3,2 Zoll, die Auflösung beträgt allerdings nur 480x320 Pixel – hier macht sich der niedrige Preis des X3 bemerkbar. Doch wo bei ähnlich günstigen Konkurrenzprodukten oft ein resistiver Touchscreen auf kräftige Eingabe wartet, reicht beim Ideos X3 schon eine leichte Berührung des kapazitiven Display. Wegen des vergleichsweise kleinen Screens und der recht niedrigen Auflösung ist das X3 aber nichts für Dauersurfer – im Browser kann man nämlich in der Seitenübersicht Schrift nicht mehr lesen.

Die Kamera des Huawei Ideos X3 knipst Fotos mit 3,2 Megapixel, ein Blitz fehlt. Videos werden mit einer maximalen Auflösung von 800x480 Pixel in den Speicher gebannt. Die Bildqualität ist selbst bei gutem Tageslicht unterdurchschnittlich – besonders die Bildschärfe konnte bei unserem Testmodell nicht überzeugen. Farben werden hingegen sehr kräftig aufgenommen, die typischen Probleme bei der Bilddynamik sind auch bei wesentlich teureren Handys zu finden. Mit schlechtem Licht kommt dann noch übermäßiges Bildrauschen hinzu.

Huawei Ideos X3 Originalaufnahme

Huawei Ideos X3 Originalaufnahme

Besonders die Bildschärfe lässt zu wünschen übrig

Besonders die Bildschärfe lässt zu wünschen übrig

Immerhin ist die Farbsättigung angenehm stark | (c) Areamobile

Immerhin ist die Farbsättigung angenehm stark | (c) Areamobile

 

Bei der restlichen Hardware merkt man ganz deutlich, dass Huawei irgendwo sparen musste: Während die Konkurrenz mit ihren Topprodukten inzwischen bei Dualcore-Chips mit 1,4 Gigahertz, sowie 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte internem Speicher sind, muss das X3 mit deutlich weniger auskommen. Es verfügt nur über einen einzelnen Prozessor mit 600 Megahertz und muss mit 256 Megabyte RAM und 512 Megabyte internem Speicher auskommen – knapp fünf Prozent davon wird als emulierte Speicherkarte verwendet, damit man auch ohne tatsächliche Speicherkarte sofort ein paar Fotos knipsen kann. Das reicht nicht weit, zusätzlicher Speicher ist beim Kauf des X3 ein Muss, da keine entsprechende Karte im Lieferumfang enthalten ist.

Bei der restlichen Ausstattung ist Huawei spendabler. Dazu gehören Wlan mit dem schnellen n-Standard, GPS, HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde Download-Geschwindigkeit, Bluetooth 2.1, UKW-Radio und eine Frontkamera.

Bedienung

Ganz ehrlich: Bei dem Prozessor und dem wenigen RAM haben wir vor dem Test nicht geglaubt, dass sich das X3 auch nur ansatzweise flüssig bedienen lässt. Aber Besitzer von Hightech-Boliden der letzten Generation wie HTC Desire oder Samsung Galaxy S müssen jetzt ganz stark sein: Mit der vermeintlich unzureichenden Hardware lässt sich das Gerät nämlich nahezu ruckelfrei bedienen. Und das liegt nicht etwa daran, dass der Nutzer mit der spartanischen originalen Android-Oberfläche abgespeist wird. Stattdessen verwendet der Hersteller seinen Huawei Launcher, der entfernt an eine abgespeckte Version von HTC Sense erinnert und sich in 3D präsentiert – flüssig wohlgemerkt.

Der Huawei Launcher präsentiert sich in 3D

Der Huawei Launcher präsentiert sich in 3D

Einiges wirkt wie von HTC abgekupfert...

Einiges wirkt wie von HTC abgekupfert...

...anderes wie von Samsung | (c) Areamobile

...anderes wie von Samsung | (c) Areamobile

 

Voreingestellt stellt jeder der bis zu fünf Homescreens eine Seite eines Würfels dar, wahlweise lassen sich auch zahlreiche andere Effekte wie das Umblättern wie in einem Buch aktivieren. Das Hauptmenü hat Huawei sich offenbar von Samsung abgeschaut – dort scrollt man nämlich ebenfalls nicht vertikal, sondern horizontal. Und zwar ebenfalls flüssig. Selbst im Browser funktioniert Scrollen und Zoomen überraschend gut, von "nur 600 Megahertz" dürfte spätestens dann niemand mehr reden, denn das macht selbst mancher Gigahertz-Bolide nicht besser. Gut, die Hardware muss nur ein Display mit niedriger Auflösung befeuern, aber dennoch ist die gebotene Leistung beachtlich. Bei der Akkuleistung gibt sich das X3 auch keine echte Blöße, auch wenn dem Gerät mehr als 1.200 mAh nicht geschadet hätten. So kommt man durchschnittlich mit zwei Tagen Nutzung ohne Strom hin – akzeptabel.

Fazit

Die Zeiten der belächelten Chinaknaller sind vorbei. Huawei zeigt mit dem Ideos X3 eindrucksvoll, dass ein vollwertiges Smartphone nicht teuer sein muss. Natürlich kann man für so wenig Geld nicht die Leistung eines Handys erwarten, dass fünf Mal so viel kostet – irgendwo muss der niedrige Preis ja herkommen. Aber das bedeutet beim X3 auch nicht, dass man unzumutbare Einschränkungen in Kauf nehmen muss. Ganz im Gegenteil: Bis auf die niedrige Auflösung muss sich das chinesische Smartphone nicht hinter Mittelklasse-Smartphones der Konkurrenz verstecken. Bei der Bediengeschwindigkeit ist es oben mit dabei, beim Ausstattungsumfang ebenfalls. Eine echte Blöße gibt sich das X3 nur bei der Kamera.

Das Huawei Ideos X3 ist dennoch eine absolute Kaufempfehlung für alle, die nicht das absolute Spitzenmodell brauchen und wenig Geld ausgeben wollen. Das gilt speziell – aber nicht nur – für die Version, die ab dem 1. September 2011 bei der Supermarktkette Lidl für 99,99 Euro SIM-Lock-frei inklusive Prepaid-Karte von Fonic mit 25 Freiminuten und einem Monat kostenloser Internetflat verkauft wird. Ab 19. Septermber ist das Huawei Ideos X3 beispielsweise auch direkt bei Fonic erhältlich.

Ab Donnerstag, 1. September 2011, hat auch Aldi Nord ein Smartphone im Angebot: das Samsung Galaxy S. Wir helfen Unentschlossenen bei der Entscheidung: Samsung Galaxy S bei Aldi oder Huawei Ideos X3 bei Lidl?

Testwertung Huawei Ideos X3
 
Handlichkeit und Design 81%
Verarbeitung 79%
Sprachqualität 75%
Akkuausdauer 57%
Ausstattung/ Leistung 54%
Kamera 45%
Internet 71%
Musik 67%
Software und Bedienung 89%
Navigation 64%
Gaming und Video 54%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
71%
Zeitwertung
(Stand 29.09.2016)
55%

Unsere Wertung im Detail

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Bewertet am 18.02.2013

Alle 5 Meinungen zusammengefasst
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Weiterempfohlen von
100% 
85%
gut

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berechnet aus 5 Bewertungen von Areamobile Lesern.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 29.08.11 20:55 ihr werdet Yuri gehorchen (Member)

    für mein schneckle werde ich es kaufen bzw. sie es kaufen lassen :D

  2. 30.08.11 01:03 gtdriver87 (Advanced Member)

    bin mal gespannt was die leute von xda da noch raus holen.....

  3. 30.08.11 08:43 Bananenfuss (Member)

    also ein besseres Wildfire zum halben preis.
    das hatte doch auch nur 600mhz, so weit ich weiß und die Auflösung betrug sogar nur 360x240pixel... und andoid 2.3 wird man dort wohl auch nichtmehr zu Gesicht bekommen...

  4. 30.08.11 11:47 mr.pollo (Newcomer)

    Das Wildfire ist allerdings auch schon ein gutes Jahr alt. Trotzdem setzt Huawei damit erstmal Maßstäbe, was ein Einstiegssmartphone können muss und kosten darf. Das wird anderen Hertellern ihre Geschäfte mit überteuerten Einstiegsgeräten wohl vermiesen.

  5. 30.08.11 11:54 Plan3tonator (Advanced Member)

    Cnet.de : ,,Die Auflösung ist genau so hoch wie die von iPhone 1, iPhone 3G und iPhone 3GS - nämlich 320 mal 480 Pixe"

    Wenn das Stimmt ist das Smartphone ja genauso wie das Wildfire s bis das Plastik-Design

  6. 30.08.11 11:57 Plan3tonator (Advanced Member)

    Man wann gibt es endlich eine Löschen-taste ?

    ich habe mich bei eurem Artikel Verlesen ^^


    Das erste Wildfire hat nicht mal eine eigenständige GPU also ist es schon deswegen schlechter als das Idoneos x3 und bestitz ja das wohl schechteste Display

  7. 30.08.11 11:58 SparVAr (Newcomer)
    objektivität von am :)

    wieder mal echt klasse :)

    als ich den kritikpunkt mit der display auflösung las, dachte ich mir, moment mal die auflösung kenne ich doch.

    nachgeschaut und es gefunden, bei einem mit der wertung 96% mobiltelefon.

    doch oh wunder, das besagte telefon hat trotz schlechterer auflösung (selbe auflösung bei 3,5" statt 3,2") noch nicht mal die spur dieses kritikpunktes im test.
    *trolle am werk gewesen*

    also warum damals top - heute flop? nur weil es damals nicht besser ging und daher akzeptable war?

    das 99.- handy hat eine bessere auflösung als das 3gs was heute noch TEUER verkauft wird - nur so am rande :)

    zum test, schönes einfaches handy.

  8. 30.08.11 13:44 ihr werdet Yuri gehorchen (Member)

    da muss ich meinem vorredner zustimmen. wieso sollte die auflösung bei einer diagonale von 3,2 zoll zu niedrig sein? ich kenne kein einziges gerät, welches bei selber diagonale eine höhere auflösung bietet und warum auch? mein handy hat bei 4,3 zoll, eine auflösung von 480x800 und ist knackscharf! also wenn die auflösung bei 3,2 zoll genauso wäre, hätte man ja schon fast ne retina auflösung. das erste wildfire hatte eine extrem niedrige auflösung, aber das neue wildfire s hat sogar die selbe und diese ist absolut gut bei der diagonale, siehe iphone mit 3,5zoll

  9. 03.09.11 01:14 WP7-Omnia7 (Handy Profi)
    Bilder im Artikel

    Bild 1- LG Arena Würfel
    Bild 2- HTC Multitasking usw.
    Bild 3- Samsung Menü Oberfläche

    Selbst ein Laie merkt das es aus China stammt.

    Also so wie das X3 im Artikel beschrieben wird, kauft man das Schnäppchen seines Lebens;)

  10. 03.09.11 19:28 BecksPistol (Member)

    Ein gutes Handy aber mit Extremem HTC design!

    das gute Leistung nicht teuer sein muss zeigte ja auch das ZTE Blade mit 600Mhz, 3,5" OLED Display mit 800x480 Auflösung für ca. 125€!

    Das handy läuft auch super flüssig, trotz großer Auflösung

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