Testüberblick RIM Blackberry Torch 9860
| Zeitwertung Im Detail |
Wertung am 25.05.2013 |
71% (gut) |
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Meinungen |
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— (keine Note) |
Der Blackberry Torch 9860 ist das erste Blackberry-Smartphone, das allein über einen kapazitiven Touchscreen bedient wird. Das Smartphone ist auch mit dem größten Touchscreen ausgerüstet, den Hersteller Research in Motion (RIM) bislang auf einem Blackberry verbaut hat. Wie sich der Volltouch-Blackberry Torch 9860 im Praxiseinsatz schlägt, zeigt unser Testbericht.
Obwohl RIM beim Blackberry Torch 9860 auf eine echte Volltastatur verzichtet hat, fällt das Smartphone nicht schmaler aus als manch andere Blackberry-Smartphones. Das Nur-Touchscreen-Gerät ist auch nur einen Hauch breiter als das iPhone 4S, aber mit 62 Millimetern spürbar länger und mit 11,5 Millimeter dicker als das aktuelle Apple-Handy. Dabei macht der Blackberry Torch 9860 im Test einen wesentlich dynamischeren Eindruck als die Handhelds mit traditionellem Blackberry-Formfaktor: Die Stirnseiten fallen schräg nach unten ab, der Chromrahmen schwingt sich um den schwarz lackierten Kunststoff und die mattierte Oberfläche des Akkudeckels verbirgt wirkungsvoll Fettspuren und Fingerabdrücke. Wie bei einem Blackberry erwartet, strahlt das Gehäuse eine klassische Eleganz aus und ist gut verarbeitet - wenn auch nicht perfekt.
Punktabzüge im Test des Blackberry Torch 9860 gibt es für den abnehmbaren Akku-Deckel aus Metall, der im geschlossenen Zustand nicht eben mit dem umliegenden Gehäuse abschließt, und die seitlich angebrachten sehr schmalen Lautstärke- und Komfort-Tasten mit ihren unklaren Druckpunkten. Zudem fällt es teilweise schwer, im einhändigen Betrieb des Blackberry Torch 9860 die Bildschirmsperre durch Druck auf die in die obere Stirnseite integrierte Taste auszulösen bzw. aufzuheben, ohne dass das Gerät aus der Hand fällt.
Einen so großen Touchscreen bot bislang noch kein Blackberry-Smartphone: Der LCD-TFT-Touchscreen des Blackberry Torch 9860 misst 3,7 Zoll in der Diagonale - einen Tick länger als beim iPhone 4S - und löst 800x480 Pixel auf. Damit ist der Bildschirm des Torch 9860 mit 252 PPI aber auch weniger scharf als der des iPhone 4S mit 330 PP und das merkt man auch. An der Kontraststärke, der Farbkraft und der Leuchtstärke des Displays gibt es allerdings nichts auszusetzen. Auch lässt sich der Touchscreen noch aus sehr flachem Blickwinkel ablesen. Unterhalb des Displays sitzen das Blackberry-Nutzern inzwischen vertraute optische Trackpad, das den früheren schadensanfälligen Trackball ersetzt hat, und vier Funktionstasten. Eine Tastatur zum Schreiben bietet der Blackberry Torch 9860 nur in virtueller Form.
Wie beim Blackberry Bold 9900 kommt beim Torch 9860 die von RIM entwickelte Liquid-Graphics-Technologie zum Zuge. Sie sorgt in Zusammenarbeit mit dem 1,2 Gigahertz starken Single-Core-Prozessor der Snapdragon-Reihe von Qualcomm, GPU und 768 Megabyte Arbeitsspeicher für klare Darstellungen von Grafiken und flüssiges Abspielen von Animationen auf dem Display und eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit des kapazitiven Touchscreens.
Der Blackberry Torch 9860 gehört mit zu den ersten drei Geräten, die unter dem neuen Betriebssystem Blackberry OS 7 laufen. Zu den Neuerungen gehören beispielsweise ein fünfseitiger Homescreen, eine ausklappbare Benachrichtigungsleiste, ein Social-Feeds-Client zur gesammelten Ansicht von Mitteilungen aus Facebook, Twitter, Blackberry Messenger & Co. sowie ein schnellerer Standard-Browser, der Javascript zügiger verarbeitet, Webseiten sauber bei Pinch-to-Zoom-Gesten rendert und Elemente von HTML5 wie beispielsweise Videos unterstützt. Als nützlich erweist sich im Test des Blackberry Torch 9860 auch die universelle Suche, die Ergebnisse schon beim Eintippen der ersten Zeichen liefert und auch zuverlässig per Spracheingabe funktioniert. Dazu kommen die bewährten Blackberry-Qualitäten bei E-Mail-Push, Datensynchronisation und Sicherheits-Features.
Näheres zum Betriebssystem, der Benutzeroberfläche und dem Software-Umfang haben wir bereits im Testbericht zum Blackberry Bold 9900 geschildert, der die gleichen Leistungs-Spezifikationen wie der Blackberry Torch 9860 bietet. Das Positive des aktuellen Blackberry OS kurz zusammengefasst: Das Menü ist moderner und flacher geworden, bietet viele Verknüpfungen sowie eine tiefe Integration von Messaging- und Social-Networking-Optionen, so dass viele Zusatzanwendungen direkt zur Verfügung stehen und nicht erst aufgerufen werden müssen. So werden dem Nutzer beispielsweise in der Bildergalerie oder im Social-Feeds-Client in einer Task-Leiste Optionen zum Versenden der Bilder bzw. Weiterleiten oder Sharen von Mitteilungen angeboten. Anderes Beispiel: In allen Schreibfeldern mit eingeblendeter Tastatur wird auch gleich der Versende-Button angezeigt - das war nicht immer so bei Blackberry. Textlastiger und liebloser wird es erst in den unteren Menübereichen.
Ohne echte Volltastatur richtet sich der Blackberry Torch 9860 eher an Nutzer von Messaging-, Social-Networking- und Multimedia-Funktionen auf dem Handy als an den herkömmlichen Business-Anwender, der viel Text auf dem Handy liest, bearbeitet und schreibt - auch wenn das Office-Paket Documents to Go zum Anzeigen und Bearbeiten von Word-, Excel- oder Powerpoint-Dateien auf dem Smartphone installiert ist. Weitere zusätzlich installierte Programme sind ein Facebook-Client, die Twitter-App, ein Youtube-Client, Blackberry Maps, der Blackberry Messenger, Blackberry Protect, der Zugang zur Download-Plattform Blackberry App World sowie zum Amazon-MP3-Store. Zurzeit bietet RIM den Blackberry-Nutzern als Wiedergutmachung für den tagelangen Netzwerkausfall vor einigen Wochen ausgewählte Gratis-Apps an - wir haben uns im Test des Blackberry Torch 9860 den Sprach-Assistenten Vlingo installiert.
Die 5-Megapixel-Kamera des Smartphones knipst Fotos nur mit mittelmäßiger Qualität. Die Farbwiedergabe ist zwar natürlich und auch die Bilddynamik ist ausreichend gut, doch den Schnappschüssen fehlt es deutlich erkennbar an Schärfe und man sieht starkes Bildrauschen. Da hilft es auch nicht viel, dass das Kameramenü viele Einstellmöglichkeiten und Aufnahmemodi bietet. Der Musikplayer bietet dagegen eine ansprechende Bedienoberfläche mit Coverarts und einen tollen Klang - auch über den Lautsprecher - mit Equalizer-Presets, bei denen man die Sound-Unterschiede auch heraushört. Die im Lieferumfang des Blackberry Torch 9860 enthaltenen billigen kabelgebundenen Kopfhörer haben wir jedoch gleich beiseite gelegt und durch ein höherwertiges Headset ersetzt. Leider sitzt auch beim Blackberry Torch 9860 die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse am oberen Gehäuserand - das stört zuweilen bei angeschlossenem Headset.
Zum Mitnehmen der persönlichen Songauswahl oder zum Speichern von Mediendateien wie Schnappschüssen und Videoclips bietet der Blackberry Torch 9860 etwa 2,5 Gigabyte internen Speicherplatz, zudem akzeptiert das RIM-Smartphone eine microSD-Karte mit bis zu 32 Gigabyte Speicherkapazität. Eine 4 Gigabyte große wechselbare Speicherkarte gehört zum Lieferumfang des Handys. Dabei kann der Nutzer selbst entscheiden, ob er Mediendateien im internen Speicher des Smartphones ablegt oder auf der microSD-Karte abspeichert. Beim Überspielen von Mediendateien per USB-Verbindung vom PC aus werden sowohl der interne Speicher des Blackberry Torch 9860 als auch die Speicherkarte als Laufwerk im Windows Explorer angezeigt.
Die Empfangs- und Sprachqualität des Blackberry Torch 9860 erwies sich im Test als sehr gut - hier geben die Blackberry-Smartphones von RIM traditionell eine gute Figur ab. Für mobile Datenübertragungen unterstützt das Gerät HSPA+, für den Internetzugriff an Hotspots Wlan n. Die Akku-Ausdauer ist ausreichend gut: Länger als einen Arbeitstag hält der Energiespender auch bei intensiverer Nutzung durch, am zweiten Tag könnte es schon je nach Nutzungsverhalten knapp werden. Hilfreich dabei: Wie bei anderen Blackberry-Smartphones auch, hält der Akku des Torch 9860 noch recht lange durch, wenn das gelbe Warnlicht schon blinkt.
Bei diesem Test haben die äußerlichen Merkmale des Blackberry Torch 9860 vergleichsweise viel Aufmerksamkeit erhalten. Das liegt unter anderem an dem für einen Blackberry untypischen Formfaktor, aber auch daran, dass für den Touchscreen-Blackberry vieles gilt, was wir schon im Test des Blackberry Bold 9900 festgestellt haben. Wirkt der breite Bold 9900 jedoch durch seine mächtige Tastatur sperrig, versprühte der Blackberry Torch 9860 im Test jüngeren, lässigeren Charme. Das Gerät hat im Test gezeigt: RIM hat zur Konkurrenz aufgeholt und kann auch flüssig bedienbare Volltouch-Smartphones bauen. Zurzeit ist der Blackberry Torch 9860 ohne Vertrag für Preise ab etwa 380 Euro erhältlich.
Björn Brodersen,
Gesamteindruck %
Empfehlung nein
Bewertet am 01.01.1970
| Bewertung RIM Blackberry Torch 9860 | |
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Gesamtdurchschnitt
berechnet aus Bewertungen von Areamobile Lesern.
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Du bist nicht dabei?Na die hatten noch das hängende Display.
Also im weiten Sinne EINE große Taste ;)
Nur das Storm. Das Storm 2 hatte das anders gelöst.
die früheren durch ein resistiven...
Ne, waren beides mal kapazitive Displays!
Wie immer alles mit dem iPhone verglichen wird ... schrecklich!
Mit Sensortasten statt Hardwaretasten würde es noch besser aussehen.
"Der Blackberry Torch 9860 ist das erste Blackberry-Smartphone, das allein über einen kapazitiven Touchscreen bedient wird."
Und wie wurde denn das Storm und das Storm 2 bedient?