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Autor: Stefan Schomberg 03.11.2011 - 10:31 | (22)

HTC Sensation XE Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Scharfes Display
  • gute Kamera
  • hervorragendes Headset
  • Sehr schnell
  • Flops
  • Akku immer noch zu schwach
  • Vergleichsweise schwer und dick

HTC Sensation XE Test: Rapper-Smartphone auf Speed

Das HTC Sensation XE kam nur wenige Monate nach dem ersten Sensation auf den Markt, das als erstes Dual-Core-Smartphone von HTC mit hervorragender Leistung punkten, aber nicht in allen Bereichen vollends überzeugen konnte. Das XE kommt mit mehr Prozessor-Power, roten Design-Elementen und vor allem hochwertigem Beats-Audio-Headset zum Kunden. Wir haben uns im Sensation XE Test angeschaut, ob sich der Griff zum teureren Geschwistermodell lohnt.

Design, Verarbeitung und Display

HTC Sensation, Sensation XE und Sensation XL – die Produktfamilie wächst, scheint dabei aber keiner Logik zu folgen. Denn während das Sensation XE eine verbesserte Version des Ur-Sensation ist, tritt der Hersteller beim XL trotz des Oversized-Namens auf die Ausstattungsbremse. Beim XE geht HTC hingegen in die Vollen, allerdings sieht man das nur an einigen wenigen kleinen Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger, wie der Sensation XE Testbericht zeigt. Auf der Front zieht ein rotes Lautsprechergrating über dem Display die Blicke auf sich, unter dem Touchscreen sind die Sensortasten rot statt weiß.

HTC Sensation XE Test

Im Test: HTC Sensation XE

HTC Sensation XE Design

Das Gehäuse unterscheidet sich nur in (Farb-)Nuancen...

HTC Sensation XE Beats

...und dem Beats-Logo vom ersten Sensation | (c) Areamobile

 

Auch auf der Rückseite gibt es ein paar Farbtupfer zu bestaunen – die Kameralinse wird von einem rot-eloxierten Metallring eingefasst und am unteren Ende prangt unübersehbar das Beats-Audio-Symbol auf dem einteiligen Akkudeckel. Der Rest ist genau so wie beim Ur-Sensation: Einige wenige Chromapplikationen schmücken den Highend-Boliden und das hervorragend verarbeitete Gehäuse kommt im gleichen Metall-Kunststoffmix zum Kunden. An der Größe hat sich leider auch nichts geändert, doch wegen der runden Formen und des gelungenen Material-Mix liegt das Sensation XE im Test gut in der Hand. Beim Gewicht sind sogar noch ein paar Gramm hinzugekommen, das XE wiegt 151 Gramm.

Auch am Display gibt es nichts auszusetzen, das war auch schon beim Vorgänger so. 4,3 Zoll und 960x540 Pixel sind aktuell immer noch Oberklasse. Geräte wie das Samsung Galaxy Note (5,3 Zoll, 1280x800 Pixel) oder das demnächst startende Samsung Galaxy Nexus (4,65 Zoll, 1280x720 Pixel) sind immer noch die Ausnahme. Helligkeit, Kontraste und Empfindlichkeit des XE-Touchscreens sind voll in Ordnung. Nur bei Schwarzwert und Farbintensität kommt das LCD des HTC Sensation XE im Test nicht an die AMOLED-Technologie heran.

Kamera, Musik, Multimedia und Video

Die Kamera wurde unverändert vom Vorgänger übernommen. Sie begeistert mit guten Ergebnissen bei Bildschärfe, Farbwiedergabe, Kontrast und Bildrauschen – das gilt für Fotos und Videos, die in 1.080p gedreht werden können und vergleichsweise wenig Tearing – Bildstörungen bei Schwenks – aufweisen. Kleine Kritikpunkte beim Testen des XE sind nur die immer noch etwas verbesserungswürdige Bilddynamik und die mit 0,3 Megapixel etwas unterdimensionierte Frontkamera. Genauere Informationen zum Thema Kamera findet man im Test zum HTC Sensation.

HTC Sensation XE Kamera

Originalaufnahme HTC Sensation XE

HTC Sensation XE Außenaufnahme

Bildschärfe, Kontrast und Farbwiedergabe gehen in Ordnung

HTC Sensation XE Fotoqualität

Die Bilddynamik ist verbesserungswürdig | (c) Areamobile

 

Der Player im Sensation XE hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert, Optik und Funktionen sind nahezu gleich geblieben. Das gilt auch für den Speicher – intern kann man nur etwa 1 Gigabyte nutzen, eine microSD-Karte mit 16 Gigabyte liegt im Lieferkarton. Nach wie vor fehlt die direkte Einbindung des Amazon-Stores, die ältere Modelle von HTC zwischenzeitlich boten. Auch bei den Klang-Presets gibt es keine Verbesserung – im Gegenteil. Bemängelten wir beim ersten Sensation noch die zu geringe Zahl an Presets, wurden sie beim XE gleich ganz über Bord geworfen. Stattdessen hat man jetzt nur noch die Wahl, die neue Beats-Audio-Option an- oder auszuschalten. Doch dieses eine Preset hat es in sich, wie wir im Sensation XE Test feststellten.

Zwar handelt es sich nicht, wie manche vielleicht vermuten, um spezielle Sound-Hardware, sondern lediglich um eine besondere Klang-Anpassung per Software, die speziell auf das beiliegende Headset abgestimmt ist. Der Sound wird damit noch etwas basslastiger und auch die Höhen werden noch einmal angehoben. Im Gegensatz zu vielen Handy-Equalizern kann man dadurch keine ungewollten Nebeneffekte hören – etwa matschigen Sound oder eine Art Normalize-Effekt, der die Lautstärke immer künstlich auf einem Level hält und daher die Dynamik eines Stückes zerstört.

HTC Sensation XE Tasche

Nicht die Tasche...

HTC Sensation XE Kopfhörer

...oder die auffällige Farbe sind...

HTC Sensation XE Headset

...das Highlight, sondern der Wumms | (c) Areamobile

 

Doch das wirklich Besondere beim Thema Sound ist nicht das aus ein paar Zeilen Programmiercode bestehende Klang-Preset, sondern das Beats-Headset. Es kommt wie der Rest des Sensation XE in Rot-Schwarz daher und zeigt schon durch seine vergleichsweise robuste Verarbeitung der einzelnen In-Ears und dem Metall, dass man keine Billig-Kopfhörer in den Händen hält. Und dieser erste Eindruck wird beim Testen voll bestätigt. Platziert man das Headset tief im Gehörgang, wird das Trommelfell von einer Bassgewalt in schmerzhafter Lautstärke massiert, für die ein Subwoofer im freien Raum schon ordentlich Leistung liefern müsste. Reizt man das Maximum voll aus, wird der Bass allerdings etwas undifferenziert und man kann im Sensation XE Test beginnendes Klirren vernehmen – zumindest bei sehr basslastigen Musikstücken.

Wer das allerdings länger ausprobiert, dürfte schwerwiegendere Probleme haben als eine unsaubere Basswiedergabe am Limit – das Gehör regeneriert sich bekanntermaßen nicht, durch zu hohe Lautstärke zerstörte Zellen bleiben auf Dauer funktionslos. Dabei bietet schon die halbe Lautstärke beim HTC Sensation XE im Test Schallpegel, die andere Handys nicht mal auf voller Leistung schaffen – und schon gar nicht mit so viel Bass. Ein Warnhinweis wie bei früheren Musikhandys wäre hier durchaus angebracht. Von Aspekten der Gesundheitsschädigung abgesehen bietet das Sensation XE mit dem Headset von Beats Audio derzeit das beste Out-of-the-Box-Erlebnis, das man bei Smartphones kaufen kann.

System: Hardware und Bedienung

Mussten Nutzer beim ersten HTC Sensation noch mit einem Dual-Core-Prozessor mit "nur" 1,2 Gigahertz auskommen, so bietet das neue Smartphone 300 Megahertz mehr. Und die 1,5 Gigahertz Taktrate pro Kern machen sich im Test des Sensation XE sofort bemerkbar – zumindest in Benchmarks. In den Testprogrammen Linpack (ca. 52 statt 46 Megaflops) und Quadrant (ca. 2.250 statt 1.950 Punkte) erzielt das XE bessere Resultate als der Vorgänger. Einen Geschwindigkeitsvorteil von fast 25 Prozent erreicht das XE sogar beim Javasript-Benchmark Sunspider (4.450 statt 6.300 Millisekunden) – allerdings ist das immer noch langsamer als die Konkurrenz (Samsung Galaxy S2: Etwa 3.500 Millisekunden). Im Grafik-Testprogramm NenaMark 2 kommt das Sensation XE im Test hingegen sogar auf schlechtere Werte (24,7 statt 26,4 Bilder pro Sekunde).

HTC Sensation XE Display

Kaum Ruckler trotz aufwändiger 3D-Oberfläche

HTC Sensation XE Browser

Viel Power auch im Browser, hier ruckelt es bei Animationen allerdings am meisten - immer noch sehr erträglich

HTC Sensation XE Unlock

Informativer als bei Sense ist kein Lock-Screen | (c) areamobile.de

 

Die Vorteile in den Benchmarks lassen sich im Alltag kaum belegen. Ladezeiten von Internet-Seiten sind äußerst kurz, das XE liegt etwa auf dem Niveau des Klassenprimus Galaxy S2. Anschließend surft man mit dem XE in etwa genauso schnell wie mit dem Vorgänger. Das bedeutet: Power in allen Lebenslagen, trotz schicker und aufwändiger 3D-Animationen der Sense-UI von HTC ruckelt das Dual-Core-Smartphone in Menüs, auf dem Homescreen oder im Browser nur gelegentlich leicht. Bei Android-Smartphones macht das nur das Galaxy S2 von Samsung besser, ein Grund könnte der mit 1 Gigabyte 25 Prozent größere Arbeitsspeicher sein. Mehr Informationen zur Sense-Oberfläche findet man im Testbericht zum HTC Sensation.

Akku und Telefonfunktion

Der Akku des Sensation XE leistet 1.730 mAh – wer daher aber auf einen echten Dauerläufer hofft, wird enttäuscht. Denn die Mehrleistung im Vergleich zum HTC Sensation (1.520 mAh) macht sich wegen des höher getakteten Prozessors im Test kaum positiv bemerkbar. Länger als 6,5 Stunden im Dauerbetrieb hält es trotz erstarktem Akku nicht durch und muss sich deutlich hinter einigen Konkurrenzprodukten einordnen. Auch wenn Smartphones generell nicht gerade für hohe Akkuausdauer berühmt sind – 6,5 Stunden sind zu wenig.

Auch bei der Telefonqualität kann das HTC Sensation XE nicht überzeugen und schneidet in unserem Test sogar schlechter ab, als der direkte Vorgänger. Gesprächspartner klingen zu blechern und hallend. Auch die Freisprech-Option verschafft keine Abhilfe. Zwar ist der Lautsprecher des XE etwas lauter als beim HTC Sensation, allerdings reicht das immer noch nicht für längere Gespräche.

HTC Sensation XE Test: Fazit

Schneller, lauter, teurer – so lautet die Zusammenfassung des HTC Sensation XE Testberichts. Der größte Vorteil des neuen Modells ist das Monster-Headset von Beats by Dr. Dre, das im Online-Shop des Herstellers mit knapp 100 Euro gelistet ist. Es liefert im Test Trommelfell-zerfetzende Lautstärke und satte Bässe, bietet ein hervorragendes Zusammenspiel mit dem Sensation XE und ein optimales Out-of-the-Box-Erlebnis.

Der Geschwindigkeitsvorteil durch die zusätzlichen 300 Megahertz ist überwiegend in Benchmarks zu spüren, denn schnell ist auch das erste Sensation. Trotzdem: Wer häufig Musik hört und nicht noch bessere Kopfhörer kaufen will, sollte zum HTC Sensation XE greifen. Wer darauf wenig Wert legt und auch auf das im Alltag kaum wahrnehmbare Quentchen Zusatz-Power verzichten kann, spart mit dem ersten Sensation im Vergleich zum XE gute 100 Euro. Experimentierfreudige können dann mit Custom-Firmware aus dem HTC Sensation sogar ein (fast) vollwertiges XE machen - inklusive 1,5 Gigahertz-Taktung und Beats-Audio-Preset. Nur Farbakzente, Headset und der stärkere Akku fehlen dann noch.

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Testwertung HTC Sensation XE
 
Handlichkeit und Design 80%
Verarbeitung 88%
Sprachqualität 81%
Akkuausdauer 56%
Ausstattung/ Leistung 90%
Kamera 86%
Internet 96%
Musik 84%
Software und Bedienung 97%
Navigation 85%
Gaming und Video 91%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 01.11.2014)
72%

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Bewertet am 25.07.2013

Alle 8 Meinungen zusammengefasst
Bewertung HTC Sensation XE
Weiterempfohlen von
75% 
70%
ganz ok

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 8 Bewertungen von Areamobile Lesern.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 03.11.11 11:52 polli69 (Handy Profi)
    Text ungleich Bewertung

    eins vorweg: Ich bin HTC Fan unter anderem habe ich noch einen HD2.
    Wenn man den Text so liest, hat man den Eindruck eine Bewertung im niedriegen 80% Wert zu bekommen. -
    -Telefonqualität schlechter als beim Vorgänger.
    - Trotz 1730mAh nur 6,5 Std. Dauerbetrieb.
    - Gesundheitsschädlich Kopfhörer mit Equilizer Voreinstellung wie bei den 12 jährigen üblich.
    Als Ergebnis kommen 87% raus. Trotz neuer und wie ich finde genauerer Bewertungsdetails scheint mir da doch wenig transprent dargestellt, wie gut das Handy wirklich ist.

  2. 03.11.11 11:53 sabu (Advanced Handy Profi)

    die kopfhörer sind klasse, auf cebit fand ich die schon klasse, wäre jetzt interessant ob die purity von nokia - Monster die gleiche qualität wie die beatz monster haben

  3. 03.11.11 12:04 89marco89 (Handy Profi)
    Beats... naja

    Also du beats Kopfhörer werde immer überbewertet. Ich hatte diese mal, und fand so sehr schlecht! Da gibt es deutlich bessere für den gleichen Preis z.B. die von Bose sind der Hammer und kosten sogar weniger...

  4. 03.11.11 12:07 bocadillo (Professional Handy Master)

    89marco

    Also böse Etat zu bringen wenn du zuvor von " überbewertet" schreibst- Kracher.

    Böse ist nämlich der könig der überbewerteten.

  5. 03.11.11 12:14 89marco89 (Handy Profi)
    @bocadillo

    Dieser Meinung sind meistens Hater der Marke Bose. Ich habe sowohl die in-ear wie auch on-ear. und das Computer Speaker System und bin absolut begeistert davon.

  6. 03.11.11 12:15 Frank Kabodt (ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de)
    @ bocadillo

    "Also böse Etat zu bringen wenn du zuvor von " überbewertet" schreibst- Kracher. Böse ist nämlich der könig der überbewerteten."

    Und wenn du jetzt bitte noch deine Autovervollständigung ausstellst, dann verstehen wir auch, was du uns sagen willst ;)

    Böse=Bose --> OK
    Etat?

  7. 03.11.11 12:42 sabu (Advanced Handy Profi)

    bei den beatz konnt ich eigentlich mit den diddybeatz sauberen klang sowohl bei velvet underground als auch der dritte raum feststellen

  8. 03.11.11 12:57 quovadis (Gast)

    Dem muss ich zustimmen, Bose ist Grütze !!!

    Beats, keine Ahnung, glaube aber auch eher an eine Modeerscheinung.

  9. 03.11.11 13:07 Anonymous (Gast) (Member)

    Hmmm...irgendwie habe ich den Eindruck, dass viele Beats als Lachnummer ansehen, nur weil Dr. Dre dahinter steht und ohne selbst jemals die Dinger ausprobiert zu haben...

    Damit will ich nicht sagen, dass Beats toll sind - ich finde sie auch überteuert. Aber schlecht sind sie meiner Meinung nach nicht.

    Man darf halt nicht immer nur irgendwas wegen des Namens loben oder verdammen - Teufel hat immer auch schon Mist produziert, andere Sachen waren der Hammer...waren, denn nach dem Besitzerwechsel soll (!) sich ja einiges verschlechtert haben...;)

  10. 03.11.11 13:23 Divo49 (Member)

    "
    Damit will ich nicht sagen, dass Beats toll sind - ich finde sie auch überteuert. Aber schlecht sind sie meiner Meinung nach nicht."

    Wirklich schlechte Kopfhörer gibt es aber auch einfach wirklich nicht. Wenn sind sie immer nur überteuert. Für 40€ wären auch die iBeats völlig in Ordnung. Aber nen knapper 100er? Geht garnicht.

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