Nokia Lumia 900 Test - Teil 4. Hier geht es zur ersten Seite vom Nokia Lumia 900 Test.
Die Hardware des Nokia Lumia 900 im Test erinnert stark an das kleinere Lumia 800: Als Prozessor dient ein Single-Core-Chip mit 1,4 Gigahertz Taktfrequenz, der von 512 Megabyte RAM unterstützt wird. Der interne Speicher von 16 Gigabyte ist wie immer bei Windows Phones nicht erweiterbar. Im Vergleich zu Android-Highend-Smartphones klingt das alles andere als spektakulär, doch das ist für die Bedienung eines Windows Phones völlig unerheblich. Denn wie gewohnt sorgt auch diese vergleichsweise schwache Ausstattung für meist schnelle Reaktionszeiten des Handys und das Scrolling verläuft sowohl auf dem Homescreens als auch im Browser absolut flüssig. A propos Browser: Das größte Ärgernis im Test waren abgesehen von fehlender Flash-Unterstützung die langen Ladezeiten – ein generelles Problem des mobilen Internet Explorers.
Windows Phones unterscheiden sich meist nur minimal in Design, Speicher- und Display-Größe – das ist den strikten Vorgaben von Microsoft geschuldet, mit denen man eine gleichbleibende Qualität bei allen Windows Phones erreichen will. Das macht das System mangels Unterscheidungsmöglichkeit vom Wettbewerb aber auch für Hersteller uninteressant und für Nutzer bisweilen langweilig. Um sich von der Masse abzusetzen, integriert Nokia beim Lumia 900 im Test mehrere Extra-Apps. Das dürfen andere Hersteller nur bedingt – das ist eben einer der Vorteile, die Nokia wegen seiner engen Partnerschaft mit Microsoft genießt und das dürfte in Zukunft auch noch viel mehr werden.
Zu den Besonderheiten gehört etwa Nokia Drive, die Onboard-Navigation des Herstellers, die immer mehr vom eigenen System Symbian auf Windows Phone angepasst wird. Noch fehlen ein paar Zusatz-Funktionen, doch schon jetzt kann man dank des umfangreichen und im Speicher des Handys abgelegten Kartenmaterials fast weltweit zuverlässig und kostenlos navigieren – seit dem letzten größeren Update benötigt man auch nicht mehr zu Beginn der Routenführung eine Internetverbindung, sondern wird auf Wunsch auch lediglich mit GPS zum Zielort gelotst.
Zu Nokia Musik, Nokia Karten und Nokia Navigation gesellt sich jetzt auch Nokia Bus&Bahn dazu, außerdem Nokia eBooks. Bus&Bahn zeigt über die Maps-App den besten Weg zum Ziel und schlägt dabei Verbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Derzeit funktioniert das in Deutschland ausschließlich in der Hauptstadt Berlin, in Europa und den USA sind hingegen bereits zahlreiche Großstädte implementiert. Für Fahrplanmuffel ist das aber ein echter Vorteil - allerdings nur direkt zu Beginn einer Reise, denn man kann sich zwar auch spätere Verbindungen anzeigen lassen, komfortabel und schnell funktioniert das aber nur für die erste Stunde. Über die eBooks-App lassen sich zum Start etwa 30.000 deutsche elektronische Bücher kaufen und herunterladen, außerdem gibt es etliche Bücher in anderen Sprachen und sogar zahlreiche kostenlose Werke.