LG Electronics Optimus 4X HD Test - Teil 2. Hier geht es zur ersten Seite vom LG Electronics Optimus 4X HD Test.
Betrachtet man das Optimus 4X HD von vorn, dann wirkt das Modell durchaus edel. Der Bereich seitlich des Displays fällt sehr schmal aus, der Platz darüber und darunter ist auch gut genutzt – das sieht man unter dem Display allerdings erst, wenn die Sensortasten beleuchtet werden. Für die Seiten des Gerätes hat sich LG etwas ganz besonderes einfallen lassen. Um die Kanten auf Front und Rücken zieht sich je ein schmaler Chromrahmen, dazwischen platziert LG Kunststoff. Der ist an den Seiten stark geriffelt, was aber vor allem optische Gründe haben dürfte. Nur bei der Lautstärketaste auf der linken Seite macht sich die Riffelung positiv bemerkbar, denn dadurch ist sie besser erfühlbar und griffig. Das kann man von der Rückseite leider nicht behaupten.
Dabei wäre das durchaus nötig, denn die aus einem großen Kunststoffteil bestehende Rückseite ist trotz einer unregelmäßigen Oberflächenprägung ziemlich rutschig. Und wie schon beim LG Prada 3.0 erschreckend billig. Obwohl der Akkudeckel etwas dicker ist und damit stabiler wirkt als beim Samsung Galaxy S3, macht er keinen sonderlich hochwertigen Eindruck. Das liegt zusätzlich auch an der lustlos eingeklebten NFC-Antenne – die kann so nicht nur leicht beschädigt werden, zusätzlich wirkt diese Lösung improvisiert.
Und böse Zungen könnten behaupten, dass das LG Optimus 4X bei der Qualitätsanmutung das genau Gegenteil zum Samsung Galaxy S3 darstellt – während das S3 in Natura edler als auf Fotos wirkt, weil es sich hochwertig anfühlt, ist das beim LG-Gerät genau anders herum. Ansonsten ist das kantige Design Geschmackssache – das Smartphone erinnert damit schon fast an das Galaxy S2. Die Verarbeitung ist wie von LG gewohnt sehr gut, nur das Gewicht wirkt wegen der billigen Rückseite überraschend hoch – obwohl das Modell mit 141 Gramm tatsächlich kaum schwerer als das Samsung Galaxy S3 (133 Gramm) ist.
Das Display weiß zu gefallen, wirklich etwas auszusetzen gibt es eigentlich nicht. Es misst 4,7 Zoll und ist wegen der hohen Auflösung von 1.280x720 Pixel gestochen scharf. Wem die aus der Pen-Tile-Matrix resultierende kaum wahrnehmbare Unschärfe des Samsung Galaxy S3 nicht gefällt, der dürfte hier seine wahre Freude haben. Inhalte werden nämlich nicht nur messerscharf, sondern auch farbrealistischer als beim S3 wiedergegeben, ohne dabei blass zu wirken. Die Helligkeit ist außerdem etwas höher.