LG Electronics Optimus 4X HD Test - Teil 4. Hier geht es zur ersten Seite vom LG Electronics Optimus 4X HD Test.
Quad-Core-Prozessor mit 1,5 Gigahertz, 1 Gigabyte Arbeitsspeicher, ein hervorragendes Display, 16 Gigabyte interner Speicher, Kamera mit 8 Megapixel und auch noch NFC – das klingt alles auf dem Papier ziemlich gut. Aber das war auch beim Vorgänger LG Optimus Speed schon so. Das Problem war damals aber vielmehr die Software, doch zu Anfang bemerkte man die zahlreichen Fehler wie Überhitzung, ungewollte Neustarts und nur gelegentlich funktionierendes GPS-Modul gar nicht, sie machten sich erst im Dauerbetrieb bemerkbar. Und da die Hoffnung auf Nachbesserung ja bekanntlich als letztes stirbt, harrten viele Fans der Dinge, die da doch nicht oder erst sehr viel später kamen – das war alles andere als vernünftiger Kundenservice.
Und genau diese Kunden sollen jetzt den Nachfolger kaufen? Wer an dieser Stelle nicht gleich vehement mit dem Kopf schüttelt und erbost aufspringt macht alles richtig, denn im – naturgemäß zeitlich begrenzten – Test war von fehlerhafter Software nichts zu merken. Neustarts? Fehlanzeige. Überhitzung? Ja, das Optimus 4X HD wird unter Last warm, bleibt aber weit davon entfernt, wie ein iPad 3 unangenehm heiß zu werden. Ungeplante Neustarts konnten wir auch nicht beobachten, da gab es beim HTC One X anfangs deutlich mehr zu meckern.
Vor allem auch bei der Geschwindigkeit. Die paar Spiele, die wir im Test auf dem LG Optimus 4X HD ausprobierten, liefen flüssig und das gilt auch für die komplette restliche Bedienung im Alltag. Die Homescreens scrollen absolut ruckelfrei und im Gegensatz zum HTC-Gerät wird dabei auch nicht die Animation eines Live-Wallpaper angehalten, sondern wuselt fleißig weiter vor sich hin. Auch im Hauptmenü findet man keine Hakler und das gilt erst recht für den Browser, der beweist, dass nicht nur Apps schnell geladen werden, sondern auch Internet-Seiten. Im direkten Vergleich spult das LG-Gerät den Seitenaufbau minimal langsamer ab als das Galaxy S3 von Samsung, dafür wirkt das Scrolling noch eine Spur souveräner. Die Scroll-Bewegung kommt auf dem Samsung-Konkurrenten nämlich deutlich schneller zum Stillstand, während sie auf dem LG-Gerät geschmeidig immer langsamer und langsamer wird – beeindruckend.
Im direkten Vergleich zum Samsung Galaxy S3 verliert das LG Optimus 4X HD wie auch das HTC One X nur in einem Punkt deutlich: Bei der Darstellung von überbordendem und daher leistungsfressendem Flash-Inhalt auf Ausnahmeseiten wie www.derbauer.de. Dort gehen beide Tegra-Geräte bei der Frame-Anzahl spürbar in die Knie. Während das S3 mit seinem bärenstarken Exynos-Vierkerner auf über 20 Bilder pro Sekunde kommt, versagen One X und auch Optimus 4X HD mit geschätzten 3 und 5 Frames. Dieser Eindruck setzt sich auch im Grafik-Benchmark Taiji von Basemark fort. Hier ist der Abstand zum Überflieger S3 mit 39,9 Bildern pro Sekunde zu 12,2 Frames am größten, das HTC One X schneidet mit über 18 Frames besser ab. Bei Antutu und Vellamo liegen die drei Geräte näher beieinander. Das Optimus 4X belegt mit 11.380 Punkten hinter dem S3 mit 12.040 Punkten den zweiten Platz, das One X liegt mit 10.660 Punkten dahinter. Auch beim umfangreichen Vellamo-Benchmark von Qualcomm bleibt das Samsung-Smartphone in diesem Dreiervergleich mit 2.070 Punkten an der Spitze, dahinter platziert sich das One X mit 1.650 Punkten. Das Optimus 4X liegt hierbei fast gleichauf und kommt auf 1.620 Punkte.