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Autor: Stefan Schomberg 23.07.2012 - 16:05 | (2)

Samsung Galaxy Beam I8530 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • integrierter Beamer (+2.5%)
  • extrem strammer Akku
  • 2. Akku im Lieferumfang
  • schnell
  • Flops
  • Beamer nur in dunkler Umgebung ausreichend
  • dick
  • Technik nur Durchschnitt

Samsung Galaxy Beam Test: Der Projektor für unterwegs

Wer sich auf dem Markt für Android-Smartphones von der Konkurrenz absetzen will, der kann das hauptsächlich über den Preis oder über die Technik versuchen. Die Technik des Galaxy Beam mit dem eingebauten und namensgebenden Pico-Projektor erfüllt diesen Zweck hervorragend, aber ist das Beam auch als Gesamtpaket ein herausragendes Handy? Wir haben es getestet.

Design, Verarbeitung und Display

Auffällig ist das Samsung Galaxy Beam im Test schon mal. Das liegt vor allem an der auffälligen gelben Farbgebung aller vier Handyseiten, aber auch an dem für ein 500-Euro-Smartphone mit 12,5 Millimeter überraschend dicken Gehäuse. Und natürlich an der großen Linse auf der Stirnseite, die den Beamer erkennen lässt. Ansonsten könnte würde das Gerät auch als Galaxy Ace 2 oder Galaxy S1 durchgehen, denn abgesehen von Galaxy S3 teilen sich alle Galaxy-Geräte die gleiche Formensprache die aus sanften Rundungen, einer bis auf den breiten Home-Button tastenlosen Front und einem abgesetzten Rahmen um die Kanten der Front besteht.

Samsung Galaxy Beam: Design | (c) Areamobile

Im Test: Samsung Galaxy Beam

Samsung Galaxy Beam: Beamer | (c) Areamobile

Auffällig: der Beamer auf der Stirnseite

Samsung Galaxy Beam: Rückseite | (c) Areamobile

Die Rückseite ist gummiert | (c) Areamobile

 

Unterschiede gibt es aber auch auf der einteiligen Rückseite, denn sie besteht aus einem gummiartigen Softtouch-Material mit einer leichten Riffelung, die für sehr gute Griffigkeit sorgt. Damit liegt das Gerät trotz der Dicke gut in der Hand. Beim Samsung Galaxy Beam im Test erreicht man über den Akkudeckel nur den Powerpack mit satten 2.000 mAh, microSD-und SIM-Karte werden über seitliche Einschübe eingelegt. Als weiteren Unterschied zu anderen Smartphones findet man beim Samsung Galaxy Beam im Test noch eine Sondertaste, über die sich durch längeres Drücken der Beamer direkt aktivieren lässt.

An der Verarbeitung gibt es wie meistens bei Samsung nichts auszusetzen. Das gilt mit leichter Einschränkung auch für das Display. Samsung verwendet hier ein LCD mit einer Auflösung von 800x480 Pixel. Das dürfte den meisten Nutzern bei der Diagonale von 4 Zoll reichen, andere Geräte wie das LG Optimus 4X HD bieten für den gleichen Preis allerdings auch schon HD-Auflösung – aber eben keinen Beamer. Die Farbwiedergabe gefällt mit ausreichend satten, aber nicht übertriebener Darstellung, allerdings könnte das Beam-Display ruhig etwas heller sein.

Kamera, Musik, Multimedia und Video

Auch bei der Kamera merkt man den leichten Sparkurs des Herstellers. Das Samsung Galaxy Beam verfügt nur über eine Optik mit 5 Megapixel und LED-Blitz, doch immerhin ist die Qualität generell der Pixelzahl angemessen. Farben könnten einen Tick intensiver abgebildet werden, die Bildschärfe geht insgesamt in Ordnung, wird aber durch eine starke Software-Nachschärfung erlangt, die für leichtes Bildrauschen sorgt. An den Rändern war außerdem deutliche Abnahme der Schärfe zu beobachten – ein Phänomen, das bei Handycams in dieser Ausprägung selten vorkommt und bei dem es sich möglicherweise um einen Einzelfehler unseres Testgerätes handelt. Videos gefallen durchweg mit für die maximale Auflösung von nur 1.280x720 Pixel guter Bildschärfe und wenig Tearing bei Schwenks. Insgesamt ist 720p aber etwas wenig und der Sound könnte etwas voller sein.

Samsung Galaxy Beam i8530 Originalaufnahme | (c) Areamobile

Samsung Galaxy Beam i8530 Originalaufnahme | (c) Areamobile

Ein Speicherriese ist das Samsung Galaxy Beam im Test nicht gerade. Gerade einmal 8 Gigabyte stecken in dem Gerät, etwa die Hälfe davon ist auch frei verfügbar. Speicherkarten bis zu 32 Gigabyte können zum Glück nachgerüstet werden. Nach dem vergleichsweise niedrig auflösenden Display ist der knappe interne Speicher schon der zweite Hinweis darauf, dass Samsung beim Beam offenbar an allen Ecken und Enden etwas spart, um trotz Beamer einen hinnehmbaren Preis halten zu können.

Beim Thema Musik protzt Samsung zwar auch nicht, aber das mitgelieferte Headset bietet immerhin ausreichend Bass und klingt recht klar. Beim Player gibt es keine Überraschung, er bietet die Standard-Features. Für Filme gibt es zwar bessere Handys, das liegt aber vor allem an der Display-Größe, die mit 4 Zoll inzwischen weit von der Spitze entfernt liegt. Bei der Darstellungsqualität leistet sich das Samsung Galaxy Beam im Test keine Schwäche und der Lautsprecher ist klar und laut, ohne zu klirren – ohne Bass natürlich auch.

System: Hardware und Bedienung, Connectivity und Synchronisation

Im Samsung Galaxy Beam setzt auf bewährte Technik. So kommt der Exynos 4210 zum Einsatz, dessen zwei auf 1 Gigahertz getakteten Prozessorkerne bereits im Samsung Galaxy S2 hervorragende Dienste verrichteten. Im Beam erhält er allerdings nur Hilfe von 768 Megabyte statt 1 Gigabyte RAM – ein weiterer Hinweis auf die bereits erwähnten Sparmaßnahmen. Insgesamt macht das aber fast nichts, denn das Samsung Galaxy Beam reagiert damit im Test sehr gut auf Eingaben und lässt sich überwiegend ruckelfrei bedienen – fast so wie das Galaxy S2. Das trifft auch auf den Browser zu, lediglich bei Ladezeiten muss der Nutzer einen Tick länger als bei den neuen Spitzenmodellen vom Schlage eines Galaxy S3 warten. Das könnte aber auch noch einmal besser werden, wenn Samsung ein Firmware-Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich nachschiebt. Derzeit ist nur Android 2.3.6 Gingerbread installiert. In einigene Benchmarks erreicht das Beam aber auch jetzt schon eine bessere Wertung als das Galaxy S2, im Alltagsbetrieb schlägt sich das Samsung Galaxy Beam daher sehr tapfer. Das herausragende Feature ist aber natürlich der eingebaute Beamer.

Samsung Galaxy Beam: Beamer | (c) Areamobile

Der Beamer hat 15 Ansi-Lumen, das ist...

Samsung Galaxy Beam: Beamer | (c) Areamobile

...bei selbst bei Kunstlicht...

Samsung Galaxy Beam: Beam | (c) Areamobile

...schon zu schwach | (c) Areamobile

 

Und damit kann das Gerät leider nur bedingt überzeugen. Oder anders gesagt: In wirklich dunkler Umgebung kann man damit tatsächlich gut Fotos oder Videos auf eine Diagonale von 1,5 Meter und auch mehr projizieren, auch wenn Kontrast und Farbintensität dann deutlich nachlassen und die Bildschärfe zwar noch ausreicht, aber nicht mehr als "gestochen scharf" bezeichnet werden kann. Getestet haben wir das nur auf einer weißen Wand, auf spezieller Leinwand lässt sich da vermutlich noch etwas mehr heraus holen. Bei Sonnenlicht wird ein Einsatz allerdings schlichtweg unmöglich und mit seinen 15 Ansilumen kommt der Mini-Beamer auch nur schwer gegen die Deckenbeleuchtung im Gebäudeinneren an. Zumindest muss man dann schon recht nah an die möglichst weiße und nicht spiegelnde Ersatzleinwand herangehen, was entsprechend kleine Projektionsgrößen (etwa A4) nach sich zieht und den Sinn und Zweck eines Beamers schon wieder ad absurdum führt. Auch bei der Bedienung gibt es leichte Einschränkungen. Welche das sind und weitere Erfahrungen im Umgang mit dem Beamer schildern wir in unserem gesonderten Beamer-Test zum Samsung Galaxy Beam.

Telefonfunktionen und Akkulaufzeit

Die Gesprächsqualität des Samsung Galaxy Beam im Test punktet mit guter Lautstärke und natürlichem Klang. Gesprächspartner sind stets klar zu verstehen, anders herum können auch sie den Beam-Nutzer hervorragend verstehen. Störende Nebeneffekte wie übermäßiges Rauschen kennt das Beam nicht. Selbst über den kräftigen Lautsprecher können Gespräche recht bequem geführt werden, solange die Umgebungsgeräusche nicht Überhand nehmen.

Der Akku soll etwa 3 Stunden im Beamer-Betrieb durchhalten, in der Realität ist es mit 2 bis 2,5 Stunden etwas weniger. Wem das nicht reicht, der kann anschließend einfach auf den zweiten Akku wechseln, der im Lieferumfang enthalten ist. Das Zusatz-Powerpack mit ebenfalls satten 2.000 mAh kann separat vom Handy in einer kleinen Ladestation mit Strom versorgt werden, die dem Smartphone gleichzeitig auch als Ständer dient. Ansonsten schlägt sich das Samsung Galaxy Beam beim Punkt Ausdauer sehr ordentlich. Zwei Tage bei normaler Nutzung sind gut drin, Sparfüchse können sogar auf 4 oder 5 Tage Standby kommen – für ein Smartphone ist das ein hervorragender Wert.

Fazit

Das Samsung Galaxy Beam ist ein echtes Geek-Spielzeug. Niemand braucht es, denn der praktische Nutzen des für den Alltag zu schwachen Pico-Beamers ist – überspitzt gesagt – gleich Null und der Preis für die inzwischen nur noch durchschnittliche restliche Technik mit 500 Euro einfach zu hoch. Aber irgendwie ist das Beam dann doch wieder viel zu cool, um es wirklich schlecht finden zu können. Denn in dunkler Umgebung funktioniert der Beamer überraschend gut, außerdem kommt das Gerät gleich mit zwei äußerst strammen Akkus, was nicht nur Vieltelefonierer freuen dürfte. Die profitieren obendrein auch noch von der sehr guten Gesprächsqualität. Da Samsung neben dem Beamer auch die restlichen Smartphone-Funktionen nicht vernachlässigt, ist das Galaxy Beam nicht nur für Technik-Freaks, sondern auch für ganz normale Nutzer eine Empfehlung. Zumindest, sobald der Preis sinkt.

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Testwertung Samsung Galaxy Beam I8530
 
Handlichkeit und Design 71%
Verarbeitung 82%
Sprachqualität 93%
Akkuausdauer 92%
Ausstattung/ Leistung 75%
Kamera 78%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "integrierter Beamer" (+2.5%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus.

+2.5%
Internet 84%
Musik 84%
Software und Bedienung 91%
Navigation 83%
Gaming und Video 78%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 26.11.2014)
77%

Unsere Wertung im Detail

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 23.07.12 23:58 Chakotey (Youngster)
    Verwirrt...

    Ihr gebt einem Handy das Technisch gesehen (mit Außnahme des Beamers) schon vor einem jahr herausgekommen ist 87%??
    Das Xperia S das in allen Dingen mehr überzeugt 88%?

    Eure Wertung muss man aber nicht verstehen??

  2. 24.07.12 08:14 pLeXigLaS (Handy Profi)

    Interessantes Gerät - wenn er 100 ANSI-Lumen hätte könnte man es sich ja mal überlegen^^

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