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Asus Padfone: Bedienung, Probleme

Asus PadFone Test - Teil 5. Hier geht es zur ersten Seite vom Asus PadFone Test.

Bedienung

Die Geschwindigkeit ist schon klasse, dafür muss Asus an anderer Stelle noch einmal Hand anlegen. Denn eine Technik mit der Bezeichnung Dynamic Display Switch (dynamische Bildschirm-Umschaltung) soll Apps auf Smartphone und Tablet unterschiedlich darstellen und so das viel größere Display des Tablet-Docks besser nutzen. Das funktioniert auch mit Apps von Drittanbietern, die zu diesem Zweck nur etwas zusätzlichen Code in ihre Programme integrieren müssen. Alle auf dem Padfone vorinstallierten Apps sollen diese Funktion ohnehin bereits unterstützen, doch tatsächlich werden die Google-Apps wie Mail, Maps oder Play Store davon noch nicht beeinflusst. Obwohl alle Apps in der "Dynamischen Anzeigeumschaltliste" angehakt wurden, weigerte sich das Padfone daher bei den genannten Anwendungen beharrlich, beim Wechsel vom Smartphone- in den Tablet-Betrieb umzuschalten. Stattdessen erhielten wir die Fehlermeldung "Die Anwendung unterstützt keine dynamische Anzeige und wird geschlossen". Das passierte bei diversen Apps wie Google Mail oder dem Playstore. Nach Aussagen von Asus liegt das allerdings an den Google-Apps und man arbeitet bereits mit dem Unternehmen an einer Lösung.

Asus Padfone DDS | (c) Areamobile

Die Einstellungen für Dynamic Display Switch...

Asus Padfone DDS | (c) Areamobile

...müssen richtig eingerichtet sein...

Asus Padfone DDS | (c) Areamobile

...damit alles funktioniert | (c) Areamobile

 

Weitere kleine Komplikationen gab es beim Einstecken des Smartphones in das Tablet-Dock und des Tablets in das Tastatur-Dock, das uns ebenfalls zum Test zur Verfügung stand. So kam es einmal vor, dass das Display des Tablets alle paar Sekunden für eine halbe Sekunde aus- und sofort wieder anging, weil die Verbindung zwischen Smartphone und Tablet offenbar nicht ganz korrekt hergestellt wurde. Kurzes Entfernen und wieder einstecken des Smartphones – in Verbindung mit einem beherzten Druck für den richtigen Sitz – behob die Störung aber wieder restlos. Bei dem Tastaturdock schien obendrein die Passgenauigkeit nicht so perfekt wie noch beim Transformer Prime zu sein. Das Einstecken artete zu Beginn immer zu einer kurzen Fummelei aus, weil das Tablet einfach nicht auf Anhieb anstandslos in die passende Öffnung flutschen wollte. Später funktionierte das besser – ob wegen der kontinuierlichen Übung oder weil der Steckmechanismus etwas gelockert wurde, ist schwer zu sagen. Beim Transformer Prime flutschte das allerdings von Anfang an besser.

Und zu guter Letzt muss an dieser Stelle auch noch einmal der eingangs bereits erwähnte Mechanismus des Tablet-Docks erwähnt werden, mit dessen Hilfe das Smartphone wieder aus dem Dock entfernt wird. Betätigt man den gut erreichbaren Schiebemechanismus am oberen Ende des Tablet-Docks, dann schwingt die rückseitige Abdeckung auf und legt das Smartphone frei. Um es bequem aus der Halterung zu lösen, soll die offene Abdeckung nämlich noch weiter aufgebogen werden – vertrauenerweckend und langlebig wirkt das wegen des billigen Plastiks der Abdeckung und den dünnen Scharnieren allerdings nicht. Probleme bereitete diese Vorgehensweise im Test allerdings auch nicht.

Asus Padfone Schutzhülle | (c) Areamobile

Die Schutzhülle zum Aufstellen ist genauso dabei wie...

Asus Padfone Stylus | (c) Areamobile

...ein Stylus, der gleichzeitig...

Asus Padfone Headset | (c) Areamobile

...als BT-Headset dient | (c) Areamobile

 

Gegen einen Kauf des Geräts sprechen diese Dinge nicht: Die kleinen Probleme bei der Umschaltung per Dynamic Display Switch dürften früher oder später per Update behoben sein, und das Tastaturdock nimmt man eh nur sehr selten wieder ab – außerdem ist es ohnehin nicht im Lieferumfang enthalten. Leider, denn es macht aus dem 2-in-1-Gerät sogar ein 3-in-1-Gerät. Für 149 Euro (UVP) wird dann das Padfone zum vollwertigen Netbook, auf dem sich wesentlich bequemer schreiben lässt als auf dem Touchscreen. Zudem beinhaltet das Keyboard-Dock auch noch Zusatzakku, Touchpad, SD-Kartenleser und zwei vollwertige USB-Anschlüsse, an die Maus oder externe Festplatte angeschlossen werden können. Damit ist das Padfone wohl derzeit das Android-Tablet, das sich am vielseitigsten einsetzen lässt. Auch wenn ein HDMI-Ausgang fehlt – der ist nur am Smartphone vorhanden, in eingestecktem Zustand aber nicht mehr erreichbar.

Statt des Tastatur-Docks packt Asus eine Transporttasche samt Putztuch in den Lieferumfang des Padfone. Die Tasche lässt sich so zurechtfalten, dass man das Tablet darauf vor sich auf den Tisch stellen kann. Außerdem ist noch ein Stylus im Lieferumfang enthalten, der es in sich hat: Er dient mit seiner weichen Gummispitze als Malstift, außerdem beinhaltet er Mikrofon und einen Minilautsprecher. Damit dient er etwa als Headset, über Bluetooth verbunden kann man so tatsächlich Telefonate annehmen und führen. Zumindest in ruhiger Umgebung, denn die Lautstärke ist damit nicht besonders hoch, und auch die Qualität des Mikrofons lässt sich nicht gerade als glasklar beschreiben. Aber auch wenn es komisch aussieht, sich mit einem Stift zu unterhalten – in manchen Situationen kann das deutlich besser und einfacher sein, als ein Gespräch über den Lautsprecher des Tablets zu führen oder dafür erst das Smartphone ausbauen zu müssen.

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