Asus PadFone Test - Teil 3. Hier geht es zur ersten Seite vom Asus PadFone Test.
Das Padfone ist mit einer 8-Megapixel-Kamera mit rückseitig belichtetem Sensor ausgestattet und kann bei Bedarf auf einen LED-Blitz zurückgreifen. Videos nimmt das Smartphone mit 1.920x1.080 Pixel auf, die Frontkamera kommt hingegen nur auf magere 640x480 Pixel. Auch im Tablet-Dock bleibt die volle Funktionalität der Kamera erhalten, da das Dock entsprechende Aussparungen für Linse und Blitz aufweist. Außerdem verfügt es über eine eigene Frontkamera, die mit 1.280x800 Pixel deutlich höherauflösend ist.
Die Qualität der Padfone-Hauptkamera hat uns richtiggehend erschreckt – die linke Bildhälfte war nämlich bei unserem Serienmodell immer stark unscharf. Leider reichte die Zeit bis zum geplanten Veröffenlichungstermin des Testberichts nicht mehr, um ein neues Testgerät anzufordern. Da wir aber von einem Produktionsfehler der Hardware und darüber hinaus von einem Einzelfall ausgehen, werten wir hier die "bessere Hälfte". Daher halten wir die Padfone-Kamera trotz der unscharfen linken Bildhälfte für durchaus gut, sie punktet mit guter Bildschärfe und angenehmer Farbsättigung. Leichte Abzüge gibt es hingegen für das etwas zu starke Farbrauschen und die Handy-typisch zu schwach ausgeprägte Bilddynamik. Bei schlechtem Licht nimmt die Qualität aber überproportional ab.
Bei Videos sieht das Ergebnis schon wieder etwas anders aus – hier kann das Padfone nicht mit der 1.080p-Konkurrenz wie Samsung Galaxy S3 und schon gar nicht mit dem Kameraprimus Nokia 808 Pureview mithalten. Dafür ist die Bildschärfe etwas zu schlecht, und der Ton müsste deutlich klarer und voluminöser sein. Immerhin gibt es bei Schwenks wenig Tearing, dafür aber deutliche Verzerrungen (Rolling-Shutter-Effekt). Die Frontkameras fallen durch deutliche Körnung, die Frontoptik des Smartphones darüber hinaus aufgrund der geringen Auflösung mit zu wenig Bildschärfe negativ auf.
Speicherplatz bietet das Padfone genug, 16 Gigabyte (davon knapp 13 Gigabyte nutzbar) und 32 Gigabyte per microSD-Karte sollten eine Zeit lang reichen. Und mit dem nächsten Update kommt auch eine Unterstützung für Speicherkarten bis 64 Gigabyte. Weitere 64 Gigabyte sind dann für Besitzer des Tatstaturdocks per SD-Karte drin, außerdem können die auch gleich ganze externe Festplatten anschließen. Für alle Besitzer des Padfone bietet Asus außerdem 3 Jahre lang 32 Gigabyte Asus Webstorage (Cloud-Speicher) an.
So viel Platz werden wohl nur die wenigsten Nutzer mit Musik füllen können, zumal sich das ohne Austauschkopfhörer auch kaum lohnt. Das mitgelieferte Headset klingt zu dünn und substanzlos. Selbst mit dem Android-Equalizer lässt sich da nur schwer voller Bass herausholen, ein Austausch der Kopfhörer ist zumindest auf längere Sicht unabwendbar. Dafür weiß der Lautsprecher des Tablet-Docks zu gefallen. Er ist laut und klar ohne zu klirren. Störgeräusche liefert auch der Lautsprecher des Handys nicht, ist dabei aber wesentlich leiser und undeutlicher.
Filme machen sich auf dem Tablet natürlich auch wesentlich besser als auf dem Smartphone – das liegt natürlich vor allem an dem viel größeren Display, aber auch am besseren Lautsprecher. Negativ fällt hier allerdings der fehlende HDMI-Ausgang des Tablet-Docks auf – der existiert als Micro-Version nur am Smartphone selbst und erfordert bei Bedarf die Entfernung des Gerätes aus dem Tablet.