Asus PadFone Test - Teil 4. Hier geht es zur ersten Seite vom Asus PadFone Test.
Das Padfone kommt nur mit einem Dual-Core-Prozessor von Qualcomm. "Nur" ist hier allerdings irreführend, denn der MSM8260A präsentiert sich trotz nur zwei Prozessorkernen deutlich stärker als der Vierkern-Chip Tegra 3 von Nvidia. Das liegt auch an der fortschrittlicheren Bauweise des S4-Snapdragon mit nur 28 Nanometer und der deutlich stärkeren Grafikeinheit Andreno 225. Damit gehören Ruckler der Vergangenheit an, die jeweils auf 1,5 Gigahertz getakteten Kerne beschleunigen das Padfone auf für zwei Kerne ungeahnte Geschwindigkeiten – egal, ob als Smartphone oder als Tablet. Am gravierendsten ist der Leistungsunterschied bei intensiven Flash-Animationen wie www.derbauer.de zu sehen. Während Tegra-3-Modelle da mit gefühlten 4 oder 5 Bildern pro Sekunde kräftig ins Schwitzen kommen, spult der Qualcomm-Chip des Padfone immer noch fast flüssige 20 Frames ab – schneller ist in dieser Kategorie derzeit auch der bärenstarke Quad-Core-Exynos von Samsung nicht, der im überragenden Galaxy S3 steckt.
Dieses Empfinden bestätigt sich teilweise auch in Benchmarks wie Vellamo. Dort liegt das Padfone im Tablet-Dock und entsprechend einer Display-Auflösung von 720p mit etwa 2.375 Punkten vor dem S3 mit 2.100 Punkten - beeindruckend. Bei Antutu liegt das Verhältnis hingegen bei 6.640 zu 12.040 Punkten – das erscheint nur teilweise nachvollziehbar, denn neben der doppelten Punktzahl für die reine CPU-Leistung (2 statt 4 Kerne) schneidet das S3 auch beim Arbeitsspeicher doppelt so gut ab. Im Alltag merkt man davon aber nichts, beide Chips liegen in etwa auf Augenhöhe.
Das setzt aber voraus, dass die Leistung des Padfone in den Asus-Einstellungen auf "normal" gestellt wird. Im ausgewogenen Modus liegt das Asus-Gerät nur noch knapp vor dem S3, im Energiesparmodus knapp dahinter. Einen Anteil an der guten Gesamt-Performance hat auch die Android-Version 4.0.3 Ice Cream Sandwich, die unter anderem mit systemweiter Grafikbeschleunigung den Prozessor unterstützt. Mit Android 4.1 Jelly Bean könnte das sogar noch einmal weiter gesteigert werden, auch wenn jetzt schon flüssige Bedienung gewährleistet ist.