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Huawei Ascend Y200 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • sehr schnell
  • hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis
  • Flops
  • miese Kamera

Huawei Acend Y200 Test: Das neue 100-Euro-Smartphone von Lidl

Nach dem Huawei Ideos X3 schickt der chinesische Hersteller mit dem Ascend Y200 nun sein nächstes Billig-Smartphones in die Supermarktregale von Lidl – zum Preis von knapp 100 Euro kann man wohl auch dieses Mal wieder kaum etwas falsch machen. Wir verraten im Test, ob das neue Modell aber auch Überraschungen parat hält.

Design, Verarbeitung und Display

Für 100 Euro bekommt man allenfalls ein durchschnittliches Feature Phone, das außer Telefonieren und SMS-Versand kaum etwas kann? Diese Zeiten sind längst vorbei, wie Huawei nach dem Ideos X3 nun auch mit dem Ascend Y200 im Test wieder beweist. Das Gerät ist für 99,99 ab dem 30. April bei Lidl im Laden zu haben und kann eigentlich alles, was auch Smartphones beherrschen, die 500 Euro oder mehr kosten – nur nicht immer ganz so gut.

Huawei Ascend Y200 Test: Design

Im test: Huawei Ascend Y200

Huawei Ascend Y200 Test: Rahmen

Schicker Rahmen im Metall-Look

Huawei Ascend Y200 Test: Rückseite

Schlichte, aber griffige Rückseite | (c) Areamobile

 

Das bezieht sich aber nicht auf Design und Verarbeitung. Natürlich gehört das Huawei Acend Y200 nicht zu den dünnsten Geräten auf dem Markt, denn dünn kostet extra. Dennoch liegt es mit 11 Millimetern Dicke noch im Rahmen und vor allem wiegt es mit 105 Gramm auch richtig wenig. Auch bei der Materialwahl muss man Abstriche machen, aber einen Metall-Unibody dürfte bei dem Preis wohl auch niemand ernsthaft erwarten. Huawei verwendet ausschließlich Kunststoff für das Ascend Y200 im Test. Billig wirkt es aber trotzdem nicht, denn mit dem Rahmen in Metalloptik und der guten, wenn auch nicht perfekten Verarbeitung kann sich das Gerät durchaus sehen lassen.

Das Display des Huawei Ascend Y200 ist im Vergleich zu dem des Ideos X3 um 0,3 Zoll auf jetzt 3,5 Zoll gewachsen, die Auflösung ist aber mit 480x320 Pixel gleich geblieben. Änderungen gibt es beim Huawei Ascend Y200 im Test bei der Display-Technik: Im neuen Gerät steckt jetzt ein höherwertiges IPS-LCD, das unter anderem mit besserer Blickwinkeltreue punktet. Bei der Display-Größe und vor allem bei dem niedrigen Preis des Smartphones kann mit der geringen Auflösung gut leben, zumal Helligkeit und Kontrast in Ordnung gehen.

Kamera, Musik, Multimedia und Video

Die Kamera des Huawei Ascend Y200 knipst Fotos mit 3,2 Megapixel Auflösung, Videos werden nur mit 640x480 Pixel aufgenommen. Ein Blitzlicht fehlt. Die Fotoqualität ist erträglich, am auffälligsten ist die unterdurchschnittliche Bilddynamik. Bildschärfe und Bildrauschen sind hingegen der Pixelzahl angemessen. Videos ruckeln leicht und können qualitativ nicht mit den Fotos der Kamera mithalten. Das Bild ist verwaschen und pixelt stark auf, der Sound kann ebenfalls nicht positiv überraschen. Insgesamt ist die Kamera des Huawei Ascend Y200 nur für Schnappschüsse gut.

Bei Musik gefällt vor allem die optisch gelungene Präsentation der Coverarts, die absolut flüssig und schnell durchgescrollt werden können – das schaffen selbst einige hochpreisige Smartphones nicht so elegant. Der Sound ist neutral und etwas dumpf, mangels Presets oder Equalizer lässt er sich auch nicht anpassen. Das beiliegende Headset ist wie so häufig bassarm und klirrt leicht auf hoher Lautstärke. Das gilt auch für den Lautsprecher. Genug Speicher lässt sich allerdings dank microSD-Karteneinschub bereitstellen. Mit einem guten Austausch-Headset kann man mit dem Huawei Ascend Y200 als MP3-Player-Ersatz durchaus leben, out of the Box wird man auf Dauer keinen Spaß an Musik haben.

System: Hardware und Bedienung

Für Überraschung sorgt wie schon beim Ideos X3 die Geschwindigkeit, mit der sich das Huawei Ascend Y200 bedienen lässt. Trotz schicker 3D-Animationen beim Umblättern der einzelnen Homescreens lässt sich weder hier, noch im Hauptmenü Ruckeln entdecken – auch hier lehrt das Billig-Modell das ein oder andere hochpreisige Smartphones das Fürchten. Lediglich im Browser kommt das HUawei Ascend Y200 gelegentlich ins Schwitzen. Aufwändige Seiten werden immer wieder Stück für Stück nachgeladen, das führt zu Rucklern und schmälert den guten Gesamteindruck. Normale und minder aufwändige Seiten scrollen hingegen erneut flüssig und ohne Bedenkzeit, die Ladezeiten sind außerdem gewohnt kurz.

Huawei Ascend Y200 Test: Homescreen

Schick, aber nicht zu überladen: Homescreen...

Huawei Ascend Y200 Test: 3D-Animation

...mit netten 3D-Animationen

Huawei Ascend Y200 Test: Browser

Auch im Browser ist man meist flüssig unterwegs | (c) Areamobile

 

Das alles schafft Huawei mit einem nur auf 800 Megahertz getakteten Single-Core-Prozessor und 256 Megabyte Arbeitsspeicher, der interne Speicher wurde auf 1 Gigabyte angehoben. Das reicht, um im Quadrant-Benchmark in etwa auf Augenhöhe mit dem Samsung Nexus S zu liegen – beeindruckend. Natürlich muss der vergleichsweise schwache Prozessor nur ein niedrig auflösendes Display befeuern, dennoch gibt es genügend Beispiele teurerer Smarphones, die nicht so flüssig laufen. Außerdem hat das Huawei Ascend Y200 noch ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse: Fast-Boot. Damit startet das Gerät in deutlich unter 10 Sekunden, sofern nicht zuvor der Akku entfernt wurde. Dann dauert ein Neustart etwas über 30 Sekunden.

Telefonfunktionen und Akkulaufzeit

Der Akku leistet zwar nur 1.250 mAh, doch das reicht wegen des vergleichsweise kleinen Displays trotzdem für ordentliche Laufzeiten – für ein Smartphone wohlgemerkt. Zum Dauerläufer wird auch das Huawei Ascend Y200 im Test nicht, zwei Tage sind aber bei normaler Nutzung locker drin. Auch die Sprachübertragung beim Telefonieren fällt angenehm natürlich aus und auch das Hintergrundrauschen ist akzeptabel.

Fazit

Klasse, was Huawei da wieder auf die Beine gestellt hat. Klar, das konnte man nach dem ähnlich genialen Ideos X3 auch erwarten. Und natürlich relativiert sich der Jubel über die Qualität des Ascend Y200 auch schnell, wenn man ein echtes Highend-Smartphone für jenseits der 500 Euro daneben legt. Aber was der chinesische Hersteller hier erneut für gerade einmal 100 Euro zaubert, ist richtig beeindruckend – zu dem Preis gibt es schlichtweg nichts Besseres. Wer sich gerade erst ein Ideos X3 gekauft hat muss aber auch nicht traurig sein, denn ein Wechsel ist wegen der geringen Unterschiede zwischen den Geräten nicht zwingend nötig. Bei einer geplanten Neuanschaffung sollte man allerdings zum Ascend Y200, statt zum Ideos X3 greifen.

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Quelle: Areamobile
Testwertung Huawei Ascend Y200
 
Handlichkeit und Design 82%
Verarbeitung 83%
Sprachqualität 79%
Akkuausdauer 65%
Messaging 71%
Ausstattung 50%
Kamera 42%
Internet 68%
Musik 59%
PIM und Sozialnetzwerke 86%
Bedienung 91%
Programme 92%
Navigation 68%
Gaming und Video 58%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
71%
Zeitwertung
(Stand 23.05.2013)
69%

Unsere Wertung im Detail

Stefan Schomberg,

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Gesamteindruck 55% Empfehlung nein
Bewertet am 20.06.2012

Alle 3 Meinungen zusammengefasst
Bewertung Huawei Ascend Y200
Weiterempfohlen von
67% 
79%
ganz ok

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 3 Bewertungen von Areamobile Lesern.

Lesermeinungen zum Huawei Ascend Y200
 
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