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Autor: Stefan Schomberg 16.01.2013 - 10:30 | (25)

Sony Xperia V Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Handlicher als Galaxy S3 & Co.
  • Schnell
  • Sehr helles Display
  • Flops
  • Kamera trotz 13 MP nur Mittelmaß

Sony Xperia V Test: Besser als das Bond-Phone

Das eigentliche Top-Smartphone von Sony ist derzeit das Xperia V. Denn obwohl das Bond-Phone Xperia T das größere Display und die bessere Werbung hat, punktet das Xperia V mit LTE und Schutz vor Staub und Wasser. Wir haben das Sony Xperia V im Test auf die Probe gestellt.

Design, Verarbeitung und Display

Ziemlich edel, dieses Sony Xperia V - das war zumindest unser erster Eindruck. Besonders bei leicht schrägen Betrachtungswinkeln auf die Front sieht das Gerät richtig schick aus. Grund dafür ist der Chromrahmen, der sich rings um das Gerät zieht und unter dem Display leicht hervorlugt. Das ergibt eine minimale Stufenform, die zwar keinen sinnvollen Nutzen hat, dafür aber einfach interessant wirkt. Allerdings nur auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, bemerkt man nämlich leichte Verzerrungen in Oberflächenspiegelungen des vermeintlichen Chroms. Sie machen deutlich, dass Sony nur einen Kunststoffrahmen mit Chromoptik und kein gefrästes Metall verwendet, und das schmälert den Ersteindruck hochwertiger Materialqualität nachhaltig.

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Sony Xperia V

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

Der Chromrahmen wirkt elegant

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

Die weiße Rückseite ist gewölbt | (c) Areamobile

 

Auch die Rückseite des Sony Xperia V im Test kann mit der Eleganz der Front nicht ganz mithalten. Zumindest unser Testgerät wirkte mit dem Zusammenspiel aus schwarzer Front, chromglänzendem Rahmen und weißer Rückseite nicht ganz stimmig - aber das ist sicherlich auch Geschmacksfrage. Dafür punktet die Formgebung des Akkudeckels mit einer leichten Wölbung nach innen, auch hier unterscheidet sich das Sony-Smartphone wohltuend von der Konkurrenz. Dieses Bogendesign hatte der Hersteller bereits beim Xperia Arc eingeführt und ähnlich wie damals findet man auch beim Xperia V im Kunststoff winzige, dezent glitzernde Partikel, die je nach Blickwinkel entweder gar nicht auffallen oder für Abwechslung sorgen.

Das Gesamtdesign gewinnt auch durch die Tatsache, dass nahezu alle Öffnungen von Schutzkappen verschlossen werden. Grund dafür ist aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern vielmehr die Zertifizierung nach IP-Standard 55/57. Dank ihr ist das Xperia V gegen Staub, Strahlwasser und sogar kurzzeitiges Untertauchen geschützt. Aus diesem Grund sieht man auch feine Gummidichtungen, wenn man die Kappen öffnet. Größtes Manko der Rückseite: Der Kunststoff ist nicht sonderlich griffig und präsentiert sich - einmal vom Gehäuse abgezogen - ähnlich labberig wie die zu recht kritisierte Rückseite des Samsung Galaxy S3.

"Atemloch" zum Druckausgleich | (c) Areamobile

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

Auch die Anschlüsse sind abgedichtet,...

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

...damit kein Wasser eindringen kann | (c) Areamobile

 

Das Display des Sony Xperia V misst im Gegensatz zu den immer größer werdenden Touchscreen-Diagonalen der Konkurrenz-Smartphones "nur" 4,3 Zoll, so steht einer bequemen Einhandbedienung nichts im Wege. In Verbindung mit der hohen Auflösung von 1.280x720 Pixel gibt das eine hohe Pixeldichte von 342 Bildpunkten und ein scharfes Bild. Die Helligkeit des Displays ist hervorragend, die Kontraste und Farbintensität könnten aber ruhig etwas höher sein - etwa im Browser. An anderer Stelle wie etwa in der Fotogalerie sieht das je nach Motiv dank der Bravia-Engine wieder etwas anders aus, dann gefällt sogar der Schwarzwert, der bei einfachen TFT sonst eher verwaschen wirkt. Ein besonderes Lob verdient sich das Sony Xperia V auch wegen seiner optimalen Blickwinkelstabilität - das machen auch hochwertigere Display-Techniken nicht besser.

Kamera, Musik, Multimedia und Video

13 Megapixel Auflösung und ein LED-Blitz - beim Fotografieren mit dem Sony Xperia V im Test sollte man eigentlich ziemlich gute Bildqualität erwarten können, zumal der rückseitig belichtete Exmor-R-Sensor zusätzlich vernünftige Qualität bei schlechteren Lichtverhältnissen vermuten lässt. Das stimmt leider nur bedingt. Auf den ersten Blick wirken zumindest Tageslichtaufnahmen noch sehr realistisch und scharf, die Bilddynamik geht in Ordnung. Doch in der Vergrößerung wird schnell starkes Bildrauschen offensichtlich, wodurch besonders ab mittlerer Distanz Details verpixeln.

Originalaufnahme Sony Xperia V | (c) Areamobile

Originalaufnahme Sony Xperia V | (c) Areamobile

Bei schlechtem Licht werden diese Probleme schnell auch ohne Vergrößerung sichtbar. Immerhin sind die Farben überwiegend realistisch, insgesamt kann das Sony Xperia V im Test aber nicht halten, was 13 Megapixel versprechen. Das gilt bei Videos für allem für den Sound, der zu dünn und matschig klingt. Die Bildqualität kämpft mit den gleichen Problemen wie bei Fotos, wirkt aber insgesamt etwas gefälliger. Verzerrungen bei Schwenks fallen kaum auf.

System: Hardware und Bedienung, Connectivity

Bäh, schon wieder nur ein Dual-Core-Prozessor im Highend-Modell von Sony - wer so denkt, arbeitet entweder im Marketing der Konkurrenz oder hat das Xperia V noch nicht in der Hand gehabt. Denn der Snapdragon-S4-Chip von Qualcomm (MSM8960) taktet mit 1,5 Gigahertz und stammt aus der gleichen Generation wie die aktuellen Quad-Cores des Herstellers, die gerade für Furore sorgen. Er bringt eine adäquate Adreno-225-Grafikbeschleunigung mit und wird von 1 Gigabyte RAM unterstützt. Diese Kombination wird mit den 1.280x720 Pixel, die auf dem gleißenden Display durch die Gegend geschoben werden müssen, spielend fertig. Hauptmenü, Browser, 3D-Spiele - alles flutscht auf dem Sony Xperia V im Test nahezu perfekt. Das dürfte außerdem auch ein Verdienst der relativ modernen Android-Version 4.0 Ice Cream Sandwich sein. Eine kleine Einschränkung gilt nur - nach wie vor - für den Homescreen. Zwar ist hier die Navigation meist auch absolut ruckelfrei möglich. Wenn sich allerdings eines der schicken Widgets der Sony-Oberfläche gerade aktualisiert, kann man ein leichtes Stottern beobachten. Im Vergleich zu früheren Generationen ist das aber deutlich besser geworden.

Wie berichtet wird Sony Ende Februar oder Anfang März ein Update auf Android Jelly Bean für das Xperia V bereitstellen.

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

Flüssige Bedienung auf dem Homescreen

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

Im Browser fehlen Kontraste

Sony Xperia V Unboxing | (c) Areamobile

Hauptmenü | (c) Areamobile

 

Bei der restlichen Ausstattung bietet das Sony Xperia V Licht und Schatten - 8 Gigabyte interner Speicher sind - Erweiterbarkeit per microSD-Karten hin oder her - für ein Topmodell zu wenig. Dafür bietet das Gerät abgesehen von 3G auch den neuen 4G-Standard LTE mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download. Das Xperia V ist Sonys erstes LTE-Gerät, im Test gab es damit dank verlässlicher Qualcomm-Technologie aber keine Probleme. Das gilt allerdings auch für die restliche Hardware wie Wlan, GPS, NFC oder Bluetooth. Einen TV-Ausgang gibt es nur über MHL.

Telefonfunktionen und Akkulaufzeit

In vielen Bereichen hat Sony in der letzten Zeit einen guten Schritt nach vorn gemacht - nicht nur mit dem neuen und richtig spannenden Xperia Z, sondern auch mit Modellen wie dem Xperia T oder eben dem hier getesteten Xperia V. Auf die Gesprächsqualität trifft das allerdings nur bedingt zu, denn Gesprächspartner sind zwar stets gut verständlich, allerdings klingen sie zu blechern und nicht gerade realistisch. Am anderen Ende der Leitung beschwerten sich Angerufene sogar bisweilen über starkes Rauschen. Der Lautsprecher ist zum Freisprechen darüber hinaus nur in sehr ruhiger Umgebung zu gebrauchen, er ist ansonsten zu leise.

Der Akku leistet auf dem Papier immerhin 1.750 mAh. Auch wenn das fern jeglicher Bestwerte ist, kann er das Sony Xperia V doch ausreichend lang mit Strom versorgen. Zumindest, wenn man sich vor Augen führt, dass das Display im Vergleich zu anderen Smartphones wesentlich heller strahlt und daher gar nicht auf voller Helligkeit eingestellt sein muss, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Ein echter Dauerläufer wird das Xperia V zwar auch dann nicht, aber je nach Nutzung sind 1 bis 2 Tage kein Problem - Durchschnitt.

Fazit

Sony will Premiumhersteller werden - so lautet erst kürzlich eine Schlagzeile auf areamobile.de. Beobachtet man die Entwicklung der Smartphones des Herstellers, die im gerade vorgestellten Xperia Z gipfelt, könnte das sogar funktionieren. Noch ist es aber nicht so weit, wie das getestete Sony Xperia V im Test zeigt. Denn das Gerät hat mit sehr hellem Display, zumindest auf den ersten Blick schickem Design, Wasserbeständigkeit und LTE durchaus einige Argumente für den Kauf zu bieten. Aber noch verhageln zu viele Kleinigkeiten eine Erhebung in den Premium-Olymp.

So sollte ein Premiumgerät nicht mit Chrom- und Metallimitat zum Kunden kommen und auch bei Kamera und Akku Bestwerte bieten. Schlecht ist das Xperia V aber sicherlich nicht: Wer eine besonders schnelle Datenverbindung benötigt, ist mit dem LTE-Gerät gut bedient. Auch Käufer, die mit Display-Größen weit jenseits der 4 Zoll nichts anfangen können, sollten einen genauen Blick auf dieses Modell werfen. Alle anderen dürfen beruhigt auf das kommende Topgerät Xperia Z warten - so lange ist es da ja auch nicht mehr hin: Nach zwischenzeitlichen Verzögerungen wird das V auch nur unwesentlich vor dem Xperia Z verfügbar sein, das Ende Februar bereits in den Läden stehen soll.

Einen genauen Termin für den Verkaufsstart des Xperia V konnte Sony bei Redaktionsschluss zwar nicht nennen, er soll aber innerhalb der nächsten 30 Tage liegen. Aber Achtung: Online-Händler bewerben das Gerät für Preise ab etwa 550 Euro ohne Vertrag - ein Schnäppchen ist das nicht.

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Testwertung Sony Xperia V
 
Handlichkeit und Design 80%
Verarbeitung 86%
Sprachqualität 80%
Akkuausdauer 77%
Ausstattung/ Leistung 86%
Kamera 83%
Internet 95%
Musik 84%
Software und Bedienung 95%
Navigation 87%
Gaming und Video 86%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 19.04.2014)
78%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 16.01.13 10:42 pixelflicker (Professional Handy Master)

    > So sollte ein Premiumgerät nicht mit Chrom- und Metallimitat zum Kunden kommen

    Ist das so? Damit ist dann das S3 auch kein Premium-Gerät, denn die Rückseite ist wohl eindeutig ein Metall-Imitat und wurde ja auch schon dafür gehalten.
    Hat das der Tester übersehen oder ist es wieder ein Beispiel für Aremobiles Samsung-zuneigung?

  2. 16.01.13 10:57 foetor (Advanced Member)

    Ist das der gleiche Kamera Sensor wie im Xperia Z?

  3. 16.01.13 11:21 zwerge198 (Member)

    Egal was AM hier scheinbar schreibt, passen tuts keinem, oder? Das S3 ist komplett aus Polycarbonat und versucht nicht mit einem gefaktem Chromerahmen eindruck zu schinden. Die haben beim weissen schon genug Probleme die Farbe beim weissen auf dem Rand zu behalten.

    Hier ist Plastik mist, Alu schirmt ab und lässt die Lackierung bröckeln, Glas bricht zu schnell. Vielleicht sollten die Hersteller auf Holz setzen?

  4. 16.01.13 11:26 Stefan Schomberg (Testleiter areamobile.de)

    Ich bin so froh, dass wir den Pixelflicker haben - wenigstens einem fällt auf, dass wir ausschließlich Samsung-Produkte toll finden. Immer. Und ohne Ausnahme. Weil einfach Samsung draufsteht. Oder war das Apple...? Nee, Moment...das war doch...eigentlich immer der Hersteller, über den wir gerade was gutes schreiben...;)
    mfg

  5. 16.01.13 11:54 HoppelPopper (Member)

    endlich mal ein 4,3" Gerät mit HD-Auflösung. Mir persönlich gefällt die Sony-Optik nicht wirklich, aber es ist mal ein Schritt in die richtige Richtung ;) ...

  6. 16.01.13 12:08 Noticed (Expert Handy Profi)

    @ HoppelPopper
    "endlich mal ein 4,3" Gerät mit HD-Auflösung"

    Gibts auch von HTC (8X).

  7. 16.01.13 12:59 peter0815 (Member)
    Sony PVC - sieht schnell alt aus

    das geht bei sony schon seit ewigkeiten so, hochwertigkeit anpreisen, neue "techniken" erfinden (Bravia, exmor...) und dann machst n foto - durchschnitt, hörst musik - durchschnitt, guckst aufs display - durchschnitt...alles irgendwie nicht so doll, und nach 1 jahr löst sich spätestens das "metall" vom gerät, naja -wenigstens die vermarktung klappt, siehe bond phone, vom preis leistungsverhältnis sehe ich sony noch vor apple (d.h. zu hoher preis für gebotene leistung)

  8. 16.01.13 14:04 HoppelPopper (Member)

    @noticed: Stimmt. Mein Blick ist auf Android beschränkt. Apple und Windows sind für mich nicht interessant ;) ...

  9. 16.01.13 14:08 pixelflicker (Professional Handy Master)

    @zwerge:
    Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Rückseite des S3 (im Gegensatz zum S2) ein Muster hat, das gebürstetes Metall nachahmt, darauf bezog ich mich und das ist eine Tatsache. Ich habe das nicht als schlecht gewertet, nur darauf hingewiesen das in diesem Zusammenhang die Aussage aus dem Artikel nicht passt.


    @Stefan Schomberg:
    Du weißt genau, dass ich beileibe nicht der Einzige bin, den das schon aufgefallen ist.
    Ich habe es ja auch nicht als Tatsache hingestellt sondern auch die Option aufgeführt, dass der Tester (das bist dann wohl du) das übersehen hat.

  10. 16.01.13 15:04 Kunibert (Advanced Member)

    Durchschnittliche bis unterdurchnittliche, für den Hersteller günstige, Hardware zum Preis von 550€? Ich glaube nicht, daß Sony so Premiumhersteller werden kann. Smartphones mit gleichwertigen Leistungsdaten gibt es schon als ein Jahr alte Gebrauchtgeräte, während das XperiaV noch nichtmal erhältlich ist. Wenn Sony bei Android bleibt, dann werden sie ihr erstes Gerät mit 4-Kernprozessor ankündigen, wenn andere Hersteller mit 8-Kern im 28nm längst auf dem Markt sind. Wenn es dann ein Tegra3 ist, kann ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen.
    Zumindest die Ankündigungen von Sony bleiben Spitzenklasse...

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