Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 
Autor: Stefan Schomberg 15.11.2012 - 18:00 | (13)

Asus Padfone 2 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Spitzen-Hardware
  • Schlaues 2-1-System
  • Flops
  • Display-Auflösung im Tablet-Betrieb zu niedrig

Asus Padfone 2 Test: 2 ist besser als 1

Die Idee des Padfone hat schon in der ersten Variante begeistert. Aus einem Smartphone wird ruckzuck ein Tablet und mit zusätzlicher Tastatur noch ein Quasi-Netbook. Beim Padfone 2 mit Tablet-Station will Asus Schwächen der ersten Variante ausgebügelt haben. Areamobile hat das im Test des Asus Padfone 2 überprüft.

Mit dem ersten Padfone hat Asus eine Weltneuheit erschaffen: Ein Smartphone, aus dem man für vergleichsweise überschaubarem Budget ein Tablet und ein Netbook machen kann, verspricht ungeahnte Flexibilität. Beim ersten Padfone haperte es aber etwas an der technischen Umsetzung, gerade das Tablet-Dock war viel zu schwer und dick, und die Technik des Smartphones war eher Mittel- als Oberklasse. Die zweite Version der Smartphone-Tablet-Kombi soll nun alles besser machen, und wir haben uns das ab Dezember bei Base erhältliche Asus Padfone 2 im Test ganz genau angeschaut.

Am Grundprinzip des Baukasten-Geräts hat sich nichts geändert. Auch das Asus Padfone 2 im Test lässt sich in ein Tablet-Dock mit Zusatzakku einschieben und dient dort als Rechenzentrale. Dadurch erhält man ein vollwertiges 10-Zoll-Tablet, das außerdem das Smartphone mit Zusatzenergie versorgt. Ob allerdings auch die Zusatztastatur erhältlich sein wird, kann man derzeit noch nicht sagen -  sie lieferte beim Vorgänger noch einmal mehr Strom und zudem weitere Anschlüsse. Insgesamt kostete zum Start des ersten Padfones das Paket aus Smartphone und Hybrid-Tablet dann deutlich weniger, als wenn man sich Smartphone, Tablet und Netbook einzeln kaufte – eigentlich genial, oder?

Mittlerweile fällt zumindest der Kostenvorteil weg, denn die Google-Preisoffensive mit dem Nexus 4, dem Nexus 7 und dem Nexus 10 hat den Markt umgekrempelt. Bleibt also nur noch der praktische Vorteil, zwei (oder drei) Lösungen in Einer zu haben. Ob das reicht?

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Asus Padfone 2 | (c) Areamobile

Design und Verarbeitung des Smartphones

Beim Thema Design hat das neue Asus Padfone 2 schon mal klar zugelegt. Wo der Vorgänger noch Punktabzug für die billig wirkende Rückseite aus Hartplastik einheimste, gibt es an dem neuen Modell im Test nur noch verhaltene Kritik. Das gesamte Erscheinungsbild wirkt hochwertiger und edler. Und trotz des auf 4,7 Zoll gewachsenen Displays ist das Gerät nur etwa einen Zentimeter in der Länge und minimal in der Breite gewachsen. Es kommt jetzt auf 137,9 x 68,9 x 9 Millimeter, die Dicke erstreckt sich tatsächlich von 8,9 Millimeter bis 10,4 Millimeter. Damit ist das Gerät sogar etwas dünner als der Vorgänger.

Der edlere Gesamteindruck des Asus Padfone 2 im Test kommt von der minimal eckigeren Designsprache, vor allem aber durch hochwertigere Materialien. Der Rahmen um das Gehäuse besteht aus echtem Metall, die Rückseite, die erneut die konzentrischen Kreise mit der Kameralinse als Zentrum aufweist, wirkt hochwertiger, obwohl sie erneut aus aus Kunststoff besteht. Im Gegensatz zum Vorläufermodell lässt sie sich beim Padfone 2 aber nicht mehr entfernen und sitzt daher passgenau an Ort und Stelle. Die Micro-SIM-Karte wird wie in letzter Zeit bei immer mehr Modellen über einen kleinen Schlitten eingelegt, der sich nur mithilfe von Werkzeug entfernen lässt – unpraktisch, warum fällt da keinem Hersteller etwas besseres ein?

Da sich beim Asus Padfone 2 der Akkudeckel nicht mehr entfernen lässt, gilt das natürlich auch für den Energiespender selbst. Störender dürfte da aber für Viele das Fehlen eines Einschubes für microSD-Karten sein – auf den verzichtet Asus beim Padfone 2 zugunsten des Designs. Das trifft sicherlich auf wenig Gegenliebe bei den Nutzern, andere Dinge wurden hingegen im Vergleich zum Vorgänger stark verbessert. Wo beim ersten Padfone noch Micro-USB- und Micro-HDMI-Port nebeneinander platziert ein – zumindest optisch - klaffendes Loch bildeten, fehlen beim Padfone 2 im Test beide Ports. Stattdessen packt der Hersteller einen kleinen MHL-Anschluss an das Fußende des Gerätes, über den jetzt auch die Verbindung zum "Padfone 2 Station" genannten Tablet-Dock hergestellt wird. Der platzsparende Anschluss trägt zum schickeren Erscheinungsbild des Smartphones bei und bei der zunehmenden Verbreitung von MHL-Ports stellt das immer weniger einen Nachteil zu einem nativen Micro-HDMI-Anschluss dar. Asus kocht dabei allerdings  mehr oder weniger sein eigenes Süppchen und verwendet beim Padfone 2 einen proprietären Stecker mit 13 Pins – ein Micro-USB-Kabel passt aber auch (wenn auch nicht optimal) und erlaubt das Laden und den Datentransport.

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Asus Padfone 2

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Kamera | (c) Areamobile

 

Design und Verarbeitung des Tablet-Docks

Ein großer Kritikpunkt am ersten Padfone war das Gewicht und die Dicke des Tablet-Docks, das Asus "Padfone Station" nennt. Nicht ohne Grund betitelten wir den damaligen Testbericht "schlaue 2-in-1-Lösung im Sumo-Format". Das hat sich der Hersteller zu Herzen genommen und beim Tablet-Dock für das Padfone 2 kräftig den Rotstift angesetzt – zum Glück nur im positiven Sinne. So strichen die Entwickler des Gerätes das Tablet-Dock auf nur noch 509 Gramm Gewicht und 10,6 bis (an ganz wenigen Stellen) 16 Millimeter Dicke zusammen. Zum Vergleich: Zuvor maß die Padfone Station satte 724 Gramm und war an mehr Stellen über 18 Millimeter dick. Selbst mit eingestecktem Smartphone ist das Gerät als Tablet jetzt leichter (642 Gramm) als das erste Tablet-Dock allein.

An der Gesamtqualität des Tablet-Docks hat sich dennoch nichts verschlechtert, im Gegenteil. Störte beim Vorgänger noch die billige Plastikklappe samt fragilem Mechanismus zum Arretieren des Smartphones, so hat Asus das beim Tablet-Dock für das Padfone 2 komplett überarbeitet. Das Smartphone wird nicht mehr quer eingelegt, sondern längs und verschwindet außerdem nicht mehr unter einer Abdeckung. Stattdessen wird es in eine Kunststoffschiene eingeschoben und dort von Gummiwiderhaken, einer gefederten Kunststoffnase und dem MHL-Port des Smartphones an Ort und Stelle gehalten. Asus verspricht, dass so das Padfone 2 absolut sicher im Tablet verankert ist. Tatsächlich kam es zwar vor, dass das Padfone 2 im Test durch gezielte Stöße die Verbindung zum Tablet-Dock verlor, allerdings rutschte es dann nur wenige Millimeter innerhalb der Dock-Schiene nach oben, wurde aber wegen der durch die Gummiwiderhaken erzeugten Reibung immer noch sicher vor dem vollständigen Herausfallen bewahrt. Bleibt nur die Frage, wie lange diese Vorrichtung hält, ohne durch den häufigen Gebrauch abgenutzt zu werden?

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Tablet-Dock des ...

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Asus Padfone 2.

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

| (c) Areamobile

 

Display des Smartphones

Ein weiterer Kritikpunkt beim Vorgänger war das Display. Das erste Padfone kam nur mit einer Auflösung von 960x540 Pixel, deren tatsächliche Bildschärfe noch dazu durch die PenTile-Matrix der Super-AMOLED-Technik weiter reduziert wurde. Beim Nachfolgemodell setzt Asus jetzt nicht nur auf ein größeres Display mit 4,7 statt 4,3 Zoll, sondern auf ein LCD mit IPS+-Technologie mit einer Auflösung von 1.280x720 Pixel und einer Pixeldichte von 312 PPI. Damit kommt das Asus Padfone 2 im Test auf scharfe 312 Pixel pro Zoll und bietet realistische Farben und hervorragende Blickwinkel. Für bessere Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung sorgt der Outdoor-Modus, der direkt über das Benachrichtigungsmenü aktiviert werden kann, der sich vom oberen Display-Rand mit dem Finger herabziehen lässt. Er erhöht die Helligkeit des auch im Normalmodus ausreichend hellen Displays dann noch einmal und lässt es dann mit 550 Candela pro Quadratmeter erstrahlen. Zum Vergleich: Das Galaxy S3 kommt nur auf etwa 320 Cadela pro Quadratmeter.

Der Akkulaufzeit des Padfone 2 ist das allerdings nicht förderlich. Dabei verspricht Asus, dass das Display durch die Verwendung der IGZO-Technologie von Sharp weniger Strom verbraucht und direkter auf Eingaben reagiert. Der Hersteller führt an, dass der Touchscreen des Padfone 2 eine Reaktionszeit von nur 65 Millisekunden hat, HTC One X und Samsung Galaxy S3 kommen nach diesen Informationen auf 75 und 85 Millisekunden – negativ aufgefallen ist uns das allerdings bei den genannten Konkurrenten im Test nicht, der praktische Nutzen ist wohl eher theoretischer Natur.

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Virtuelle Tastatur

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Browser | (c) Areamobile

Asus Padfone 2 Unboxing | (c) Areamobile

Tablet-Dock | (c) Areamobile

 

Display des Tablet-Docks

Während Asus also das Display des Padfone 2 verbessert hat, gibt es beim Bildschirm des Tablet-Docks keine Fortschritte: Der IPS-Touchscreen des neuen Tablet-Docks löst wie das Vorgängermodell 1.280x800 Pixel bei einer Display-Diagonale von 10,1 Zoll auf - das hatten wir damals schon bemängelt und ist heute für neue Tablets erst recht nicht zeitgemäß. Zum Vergleich: Das 9,7 Zoll große Retina-Display des iPad 4 bietet eine Auflösung von 2.048x1.536 Pixel, das 10,1-Zoll-Display des Asus Infinity Pad TF700 eine Auflösung von 1.920x1.200 Pixel. Asus begründet den Verzicht auf eine höhere Auflösung beim Tablet-Zubehör damit, dass durch die fast gleichen Auflösungen von Smartphone und Tablet-Station beim Bildschirmwechsel keine Umrechnungen der Inhalte stattfinden müssen und der Akku so nicht zusätzlich beansprucht wird. Das ist sicherlich nicht nur, aber auch Ausrede, schließlich ist ein hochauflösendes Display einfach teurer.

Abseits der Schärfe des Display des Tablet-Docks für das Asus Padfone 2 im Test gibt es diesmal jedoch keine Beanstandungen: Helligkeit, Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität des Tablet-Bildschirms sind hervorragend. Wie bei dem Smartphone gibt es für das große Display des Tablet-Docks einen Outdoor-Modus, der die Leuchtkraft des Bildschirms anhebt und draußen die Ablesbarkeit unter hellem Sonnenlicht verbessert.

Sowohl das Display des Padfone 2 als auch dasjenige des Tablet-Docks kommen mit einer Oberfläche aus kratz- und bruchfestem Fit-Glas von Corning und verfügen über eine HCLR-Beschichtung gegen zu starke  Fettspuren durch die Fingerbedienung - das zeigte sich wirkungsvoll im Test.

Weiter auf der nächsten Seite:
1 2 3 4 weiter
Senden
Artikel bewerten
Themen: Android-Smartphone, Qualcomm, Smartphone, Snapdragon
Quelle: Areamobile
Detailseiten zum Testbericht
  1. Lieferumfang, Design, Verarbeitung, Display und Tastatur
  2. Kamera, Musik, Multimedia und Video
  3. System - Hardware und Bedienung, Connectivity, Sync und GPS
  4. Telefonfunktionen, Sprachqualität und Fazit
 
Lesermeinungen zum Asus Padfone 2 Jetzt selbst bewerten!
Ich habe dieses Handy / konnte dieses Handy testen, und bin der Meinung:
(Beschreiben Sie das Handy mit einem Satz)
Neueste Lesermeinungen

Gesamteindruck 100% Empfehlung ja
Bewertet am 23.12.2012

Alle 4 Meinungen zusammengefasst
Bewertung Asus Padfone 2
Weiterempfohlen von
75% 
83%
gut

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 4 Bewertungen von Areamobile Lesern.

Lesermeinungen zum Asus Padfone 2
 
Schreiben Sie Ihren Erfahrungsbericht zum Asus Padfone 2

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Lesen Sie alle 13 Kommentare in unser Community.
Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 15.11.12 18:03 Samsung Galaxy (Handy Profi)

    Das padfone kann echt ein renner werden

  2. 15.11.12 18:29 IOSam (Gast)

    Eine Überlegung Wert...

  3. 15.11.12 18:36 Samsung Galaxy (Handy Profi)

    Htc dna für mich das beste smartphone

  4. 15.11.12 19:17 muzel0815

    frage mich wieso ein sus padfone keine zusatzprozente für das konzept bekommt. wahrscheinlich weil es nicht von samsung ist!?

  5. 15.11.12 20:36 dada0911 (Newcomer)

    für das geld bekommt man ein nexus 4 + nexus 10 und hat noch 50€ übrig.

  6. 15.11.12 20:48 IMPULS

    Also (* stark hüstel+) sooo eine vollkommen komplette Weltneuheit ist es nicht. Ich sehe das MOTOROLA ATRIX mit Dock als "Vorreiter" dieser dann evolutionierten Idee/ Weltneuheit...

  7. 15.11.12 21:31 lukas328

    @dada0911 ich sehe das genauso, nexus 4 und nexus 10 sind mit sichherheit auich noch besser

  8. 15.11.12 23:17 chief (Handy Master)

    Da hat ASUS ja mächtig aufgeholt im vergleich zum Vorgänger.

    Wenn das Tablet Dock jetzt noch ne FullHD Auflösung hätte ware es ja fast perfekt.

  9. 16.11.12 00:52 Orge (Newcomer)
    Was ist mit dem angekündigten WEB-Office

    Spannender Test, interessantes Gerät.
    In der Produktankündigung war von einem Web-basierten und voll kompatiblen (MS-??) Office Paket die Rede? Im Test kommt dies nicht mehr vor. Verschwunden?
    Das wäre doch ein ganz wesentliches Feature. Denn diese Samsung Polaris App taugen ja nicht wirklich.
    Dann würde für mich das padfone im Business eine ganz andere Bedeutung bekommen.

  10. 16.11.12 12:42 TEAM28 (Advanced Member)

    Einfach zu schade, dass die Displayauflösung des Tablets so niedrig ist.

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte
 
Zur Bestenliste der beliebtesten Handys