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Autor: Stefan Schomberg 14.02.2013 - 17:54 | (52)

Sony Xperia Z Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Ultraschickes Design
  • Sauschnell
  • Erstes Gerät mit FullHD-Display (+1.0%)
  • Wasserdicht und gegen Staub geschützt
  • Flops
  • Kamera und Akku nur MIttelmaß

Sony Xperia Z Test: Das erste echte Superphone von Sony

Das Sony Xperia Z kommt in den nächsten Wochen in den Handel, dann ist es zweifelsfrei technisch eines der stärksten Smartphones auf dem Markt. Auch optisch hat der japanische Hersteller geklotzt und spendiert dem Gerät Front, Seiten und Rücken aus Glas, zudem ist das Modell sogar wasserdicht. Wir haben das Sony Xperia Z ausführlich getestet und legen seine Stärken und Schwächen offen.

Design & Verarbeitung

Schnell waren auch die zuletzt von uns im Test geprüften Geräte des japanischen Herstellers, etwa das Bond-Phone Sony Xperia T. Doch genauso, wie sich bei Kameras trotz besseren Wissens mehr Pixel einfacher verkaufen lassen als bessere Bildqualität, hing Sony-Smartphones immer ein Makel an: Die Konkurrenz hatte schon längst Quad-Cores, Sony nur Dual-Cores. Wie beim Megapixel-Rennen sind Quad-Cores im Alltag zwar gar nicht wirklich wichtig und spielen ihre Stärke vor allem bei extremer Beanspruchung wie in 3D-Spielen aus, auf dem Papier sehen aber vier statt zwei Prozessorkerne einfach besser aus. Doch das ist lange nicht alles, was Sony beim Xperia Z im Test anders macht. Denn im Vergleich zu den Vorgängern sieht das neue Topmodell optisch viel gefälliger, ja sogar richtiggehend edel aus.

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Sony Xperia Z

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Auffällig: Der Große Power-Button

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Alle Anschlüsse/Zugänge sind wasserdicht verschlossen | (c) Areamobile

 

Was zuvor schon bei Konkurrenten wie dem iPhone 4(S) oder dem Google Nexus 4 für eine wesentlich bessere Qualitätsanmutung gesorgt hat, funktioniert auch beim Sony Xperia Z: Der japanische Hersteller setzt auf die großzügige Verwendung von Glas. Doch beim Xperia Z sind nicht nur Front und Rücken von kratzfestem Glas bedeckt, sondern zusätzlich auch noch alle Seitenteile. Da darf man gespannt sein, wie schnell erste Berichte über Glasbruch auftauchen werden. Entsprechende Schäden versucht Sony allerdings mit einer speziellen Splitterschutzfolie zu verhindern - das Ablösen der entsprechenden Schicht (wie im Internet bereits mehrfach zu sehen) macht also keinen Sinn, zumal die Folie die Funktion oder Bedienung des Smartphones in keinster Weise einschränkt. Neu ist diese Folie übrigens nicht - Sony (Ericsson) verwendet ähnliche Schutzmechanismen bereits seit dem Xperia X10, das inzwischen etwa 3 Jahre alt ist.

Beim restlichen Design bleibt sich Sony überwiegend treu. Ein wesentliches Merkmal der Designsprache war in jüngerer Vergangenheit immer eine gewisse Kantigkeit - zumindest, wenn man die Geräte in direkter Draufsicht betrachtet. Das treibt Sony beim Xperia Z jetzt auf die Spitze und gestaltet auch die langen Kanten radikal und beinahe schon scharf - zu scharf. Dieser Eindruck entsteht auch dadurch, dass der feingliedrige Rahmen aus glasfaserverstärktem Polyamid minimal über das Glas hinausragt. Wer also mit dem Finger über den Rand des Glases hinaus streicht, bleibt leicht an dieser Kante hängen und empfindet das durchaus als scharfkantig. Ein weiterer Nachteil des schicken Designs: Durch die klotzige Form liegt das Sony Xperia Z im Test nicht so gut in der Hand, wie etwa die Vorgänger, weil sich die geraden Linien einfach nicht so gut an die Handinnenseite schmiegen.

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Selbst die Lenyard-Öse ist durchgestyled

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Anschlüsse für ein Dock

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Schicker Flachman | (c) Areamobile

 

Außerdem bietet Glas neben Bruchanfälligkeit einen weiteren Nachteil: Fingerabdrücke und sonstige Fettabsonderungen, die durch den täglichen Gebrauch auf jedem Smartphone landen, werden im Test vom Sony Xperia Z geradezu magisch und viel stärker sichtbar angezogen als von den meisten Kunststoffgeräten. Abhilfe schafft da nur eine Schutzhülle, die allerdings das Design zunichte macht und daher kontraproduktiv erscheint. Oder man muss sich damit abfinden, ständig ein Putztuch zu zücken und das Handy damit zu bearbeiten - auch keine befriedigende Lösung.

Schade, denn so wird das Auge immer wieder durch schäbige Fettverschmierungen von schicken Design-Elementen wie dem auffällig großen, runden und metallisch glänzenden Power-Knopf auf der rechten Smartphone-Seite abgelenkt. Lange suchen muss den niemand, er liegt gut positioniert leicht jenseits des Gehäusemittelpunktes und erlaubt die bequeme Betätigung mit dem Daumen. Der Druckpunkt ist zudem so knackig gewählt, dass unbeabsichtigte Bedienung unwahrscheinlich, gewollte Nutzung hingegen nicht unangenehm schwergängig ausfällt. Ähnliche Aussagen lassen sich im Test des Sony Xperia Z auch zur knapp darunter platzierten Laustärkewippe treffen, die allerdings in Gehäusefarbe und wesentlich filigraner daherkommt.

Dem Gesamt-Design kommt auch die Tatsache zugute, dass alle potenziellen Anschlüsse von exakt sitzenden Schutzkappen verschlossen werden. Dadurch wirkt das Sony Xperia Z im Test wie aus einem Guss, die monolithische Gestaltung des Smartphones wird weiter verstärkt. Dabei ist das aber eigentlich nur ein positiver Nebeneffekt. Denn hauptsächlich gewährleisten die passgenauen und durchaus ausreichend langlebig wirkenden Verschlüsse in erster Linie das Eindringen von Wasser und Staub. So erreicht das Gerät eine zertifizierte Dichtigkeit nach den Standards IP55 und IP57, das entspricht einer Wasserdichtigkeit gegen Strahlwasser und sogar gegen 30 Minuten Untertauchen in einem Meter Tiefe - normale Feuchtigkeit und auch der Fall in den Putzeimer machen dem Xperia Z also nichts aus. Darüber hinaus wird auch das Eindringen von Stab weitestgehend verhindert. Gut gelöst ist auch der Einschub für die Micro-SIM-Karte. Unter einer Schutzkappe verborgen wartet ein leicht herausziehbarer Kunststoffschlitten, auf dem die SIM problemlos in das Smartphone gelangt. Das finden wir allemal praktischer gelöst als die Tendenz, dem Nutzer wie bei immer mehr Geräten die Verwendung von Werkzeug zum Wechseln der SIM-Karte aufzuoktroyieren.

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Wasserdicht dank Schutzkappen

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Leichte Spalte zwischen Glas und Rahmen

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Nur die dünne äußere Schutzfolie soll abgezogen werden! | (c) Areamobile

 

Wer übrigens nicht ständig zum Laden des Gerätes die Abdeckungen abknibbeln will (auch wenn das mit Fingernägeln alles andere als schwer ist), der sollte über die Dockingstation nachdenken, die Sony für das Xperia Z anbietet. Über blanke Kontakte auf der linken Seite des Xperia Z verbindet sich das Gerät im Querformat dann automatisch und wird geladen, sobald das Smartphone darauf abgelegt wird. Im freien Handel wird das Dock sogar im Lieferumfang enthalten sein.

Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität hervorragend, lediglich winzige Spalte zwischen Glas und Einfassung lassen sich auf allen Seiten beobachten - doch diese Feststellung ist fast so pedantisch wie eine Beschwerde über die zahlreichen Aufdruck von Identifikationsnummern, Barcodes und sonstigen Hinweisen, die das Design von Elektronikartikeln seit geraumer Zeit in zunehmendem Maße verschandeln. Will der Käufer eines 600-Euro-Gerätes wirklich schick in Silber auf Schwarz lesen, dass sein wertvoller Besitz in China hergestellt wurde? Und auch der Aufdruck eines durchgestrichenen Mülleimers trägt nicht unbedingt zum ästhetischen Erscheinungsbild eines Topsmartphones bei und dürfte wohl nur einen verschwindend geringen Anteil an Nutzern davon abhalten, es tatsächlich einfach so wegzuschmeißen - was vermutlich allein schon aus Eigennutz niemand macht, da selbst ein defektes Smartphone noch einen gewissen Wert hat. Aber das ist natürlich kein Problem, das nur das Sony Xperia Z im Test betrifft und das herstellerübergreifend durch entsprechende Gesetzgebung bedingt ist.

Display

Wer bitteschön braucht eine Auflösung von 1.920x1.080 Pixel auf einer Diagonale von 5 Zoll? Diese Frage dürften sich wohl viele Nutzer stellen, diese Pixelanzahl stellen sonst schließlich Full-HD-Fernseher auf 50 Zoll und mehr dar. Andererseits haben sich Nutzer diese Frage auch bei den Retina-Displays des iPhone 4 gestellt und vermutlich sogar beim Sprung von 480x320 Pixel auf 800x480 Bildpunkte. Dabei ist die Antwort ganz einfach: So gut wie niemand braucht das wirklich, allerdings ist das der normale Lauf des Fortschritts - beim Auto will heute auch niemand im Sommer mehr auf die Klimaanlage verzichten oder auf die Fernbedienung zum Entriegeln des Fahrzeugs. Dabei würden es runtergekurbelte Fenster und ein ins Schloss gesteckter Schlüssel auch tun. Und auch beim Handy ist durchaus ein Nutzen der Pixelflut zu erkennen - wenn auch nur mit etwas Anstrengung. Denn tatsächlich lässt die hohe Bildschärfe von 441 Pixel pro Zoll des Sony Xperia Z im Test auch letzte Treppchenbildung etwa bei Schrift verschwinden und trägt so zur verbesserten Bildqualität bei.

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Dank Mobile Bravia Engine 2 ist das Display bisweilen äußerst farbintensiv | (c) Areamobile

Doch auch abseits der hohen Auflösung hat das Display des Sony Xperia Z einiges zu bieten - und das, obwohl der Hersteller nur auf vergleichsweise einfache TFT-Technik setzt. Als Ausgleich verwendet Sony nämlich seine Mobile Bravia Engine in der 2. Generation. Die Software-Nachbesserung sorgt dafür, dass Kontraste, Farben und Schärfe optimal den jeweiligen Gegebenheiten angepasst wird. Wie leuchtend dann Farben dargestellt werden können, zeigen die vorinstallierten Bilder, die sich allesamt mit intensiver Bilddynamik und satten Farben in die Netzhaut des Betrachters einbrennen. Wer das mag, darf statt eines anderen Geräts mit AMOLED-Technologie beruhigt zum Xperia Z greifen. Zumindest, solange man relativ direkt auf das Display schaut. Ab Blickwinkeln von 30 oder 40 Grad verliert die Farbdarstellung nämlich deutlich an Intensität. Inhalte lassen sich dann zwar trotz der plötzlichen Blässe immer noch gut erkennen, für ein Topmodell wie dem Sony Xperia Z im Test ist die Blickwinkelstabilität aber zu schlecht - auch wenn der Nutzer gewöhnlich ziemlich gerade auf sein Smartphone schaut. Die generelle Helligkeit geht hingegen voll in Ordnung. Sie liegt zwar ebenfalls nicht auf Topniveau, reicht aber in allen Lebenslagen aus. Allerdings gab es bei unseren Testgeräten trotz identischer Firmware deutliche Helligkeitsunterschiede zu sehen - das neueste Modell war dabei das dunkelste, ohne allerdings zu dunkel zu sein.

Auf der folgenden Seite unseres Testberichts geht es um die Multimedia-Funktionen des Sony Xperia Z.

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Themen: Android-Smartphone, Smartphone, Xperia
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 14.02.13 18:08 Bosancero (Handy Profi)

    Ihr sagt der Akku vom Nexus 4 ist schlecht dabei kommt das Nexus locker auf über 4 Stunden Displaylaufzeit. Das Xperia Z kommt nicht mal auf 4 Stunden aber der Akku ist in Ordnung.

    Ich weiß nicht, was ich vom Test halten soll.

  2. 14.02.13 18:15 Björn Brodersen (areamobile.de)

    Hallo Bosancero -

    das stimmt so nicht. Lies bitte unseren finalen Testbericht zum Nexus 4, da ist keinesfalls von schlechtem Akku die Rede. Lies bitte dazu auch diese News hier: http://www.areamobile.de/news/23304-google-nexus-4-schliesst-test-mit-note-sehr-gut-ab

    Besten Gruß, Björn

  3. 14.02.13 18:17 Stefan Schomberg (Testleiter areamobile.de)

    "Update: Mit dem Update hat Hersteller LG auch das Akkuproblem in den Griff bekommen."

    Zitat aus dem Test des N4...

    mfg

  4. 14.02.13 18:17 Stefan Schomberg (Testleiter areamobile.de)

    huch :D

  5. 14.02.13 18:22 pixelflicker (Professional Handy Master)

    Ich habe den Test zwar noch nicht ganz gelesen, aber ich finde ihn sehr gelungen. Hier hat man endlich mal das Gefühl einen neutralen Test zu lesen, keine Vorwürfe gegenüber dem Hersteller und kein übertriebenes Lobhudeln a la "Bestes Smartphone der Welt". So sollte es immer sein.

    Hier scheint Sony ein wirklich ordentliches Gerät gelungen zu sein. Vor allem die Dockingstation hat es mir angetan, sollte das neue htc die Pins dafür nicht mehr haben (wie ja auch schon das X+), so wäre das auf jeden Fall ein Argument. Die Wasserdichtigkeit und das coole Design (auch in einer Farbe die nicht jeder hat) finde ich auch sehr interessant. Ich bin schon sehr gespannt das Gerät mal in Echt zu sehen.

  6. 14.02.13 18:52 Gandalf (Advanced Handy Profi)

    Ganz guter Test, allerdings warte ich noch den Test von connect ab.

    Lustig sind übrigens die Flitzpiepen von Lesern, die eine Bewertung und Empfehlung abgeben, obwohl das Xperia Z noch gar nicht verfügbar ist.

    Eine wirkliche Neutralität kommt bei mir nach dem lesen aber irgendwie nicht auf.
    Trotzdem, ihr habt euch Mühe gegeben.

  7. 14.02.13 19:34 chief (Handy Master)

    Ja sehr schöner Test, dem schließe ich mich an.

    Das Z hat auch bei mir Interesse geweckt. Mal schauen was es bei der Telekom kosten soll. Eigentlich soll es ja das Lumia 920 werden aber das ist ums verrecken nicht lieferbar.

  8. 14.02.13 19:58 Massel29 (Member)

    Auch ganz interessant, jetzt schon ein paar mal gelesen...

    http://forum.xda-developers.com/showpost.php?p=37573438&postcount=48

  9. 14.02.13 20:53 SLRyu (Advanced Member)

    Mit einem anderen Betriebssystem würd ich es sofort kaufen aber mit Android? -Niemals!

  10. 14.02.13 21:11 TheHunter (Professional Handy Master)

    Lol welches denn?

    Ich finde das Gerät richtig geil, muss es mir aber erst einmal selbst beim MM ansehen und schauen ob es mir nicht zu groß ist. Werde mir denke ich kein Gerät mehr über 4,3" kaufen. Das Xperia V wäre eher was für mich, wenn es nicht so überteuert wäre. Mal abwarten wie lang es dauert, bis es das für unter 350 gibt.

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