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Autor: Björn Brodersen 29.05.2013 - 16:20 | 0

Huawei Ascend P2 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Leuchtstarkes, blickwinkelstabiles Display
  • LTE Cat-4 mit bis zu 150 MBit/s
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele Personalisierungsoptionen durch Emotion UI
  • Flops
  • Kein auswechselbarer Akku
  • Kein microSD-Steckplatz

Huawei Ascend P2 Test: Das Leichtgewicht unter den Highend-Smartphones

Huawei kündigt seine neuen Smartphone-Modelle gerne mit Superlativen an. So auch das Ascend P2, das als "schnellstes Smartphone der Welt" und mit einem Verkaufspreis ab 399 Euro ohne Vertrag potenzielle Käufer überzeugen soll. Areamobile hat im Test das Quad-Core-Smartphone mit 13-Megapixel-Kamera und LTE-Unterstützung auf seine Stärken und Schwächen hin untersucht.

Design, Verarbeitung und Display

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

Huawei Ascend P2 Unboxing | (c) Areamobile

Das Huawei Ascend P2 wird über einen 4,7 Zoll großen IPS+-In-Cell-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.280x720 Pixel und einer Pixeldichte von 315 PPI sowie einer kratzfesten Oberfläche aus Gorilla Glas 2 bedient. Das kapazitive Display, das 10-Finger-Multitouch unterstützt, lässt sich auch mit normalen Handschuhen bedienen und bietet eine Helligkeit von 500 Candela pro Quadratmeter. Draußen unter direktem Sonnenlicht lassen sich die Inhalte auf dem Bildschirm des Huawei-Handys im Test tatsächlich noch ganz gut erkennen. Das Huawei Ascend P2 ist allerdings nicht das Smartphone mit dem hellsten Display auf dem Markt: Nokia-Smartphones wie das Lumia 920 oder das Lumia 925 oder auch das Apple iPhone 5 kommen auf 600 Candela pro Quadratmeter, während Samsung-Smartphones mit AMOLED-Display eine Leuchtstärke von 300 bis 400 Candela pro Quadratmeter aufweisen.

Dafür, dass sich der Touchscreen des Huawei Ascend P2 auch mit übergezogenen Handschuhen bedienen lässt, sorgt die Touch-Technologie Clearpad 3250 von Synaptics, die erstmals im Smartphone-Bereich auf dem Lumia 920 und dem Lumia 820 zum Einsatz kam. Sie soll außerdem flachere Formfaktoren ermöglichen und stromsparender arbeiten, weil eine eigenständige Touch-Sensorschicht fehlt und dadurch mehr Licht durch das Display dringt. Genaugenommen müsste man beim Display des Huawei Ascend P2 eigentlich von einem hybriden In-Cell- und On-Cell-Display sprechen, denn die Sende-Elektroden des Touchscreens sind in das TFT-Array des IPS-Displays integriert, während die Empfangs-Elektroden auf das Glas des Farbfilters - also außerhalb der LCD-Zelle - platziert wurden. Das Huawei Ascend P2 ist mit 8,4 Millimetern etwas dicker als das 7,9 Millimeter messende Samsung Galaxy S4 mit On-Cell-Display-Technologie und das 7,6 Millimeter dicke Apple iPhone 5 mit reiner In-Cell-Display-Technologie.

In-Cell-Display | (c) Synaptics

In-Cell- vs. On-Cell-Display | (c) Synaptics

In-Cell-Display | (c) Synaptics

Aufbau eines In-Cell-TFT-LCDs | (c) Synaptics

 

Im Vergleich mit dem Retina-Display des Apple iPhone 5 zeigt sich das IPS+-Display des Huawei Ascend P2 im Test nicht nur als nicht ganz so hell, es zeigt Weiß außerdem nicht ganz so klar, sondern leicht blau-grau-stichig an. Ansonsten bietet es aber keinen Anlass zur Klage: Das Display des Huawei Ascend P2 ist ausreichend scharf, farbkräftig, kontrastreich und aus allen Richtungen sehr blickwinkelstabil. Der Touchscreen reagiert zuverlässig auf Eingaben.

Mit seiner geraden Linienführung, dem flachen Gehäuse und den leicht abgeschrägten Stirnseiten versprüht das 122 Gramm schwere Huawei Ascend P2 eine gewisse Eleganz. Eine Hochwertigkeit, wie es beispielsweise das HTC One mit Aluminium-Gehäuse ausstrahlt, schreibt man dem Huawei-Handy jedoch nicht zu, denn sein Gehäuse besteht größtenteils aus Kunststoff. Wie beim Sony Xperia Z, das ebenfalls ein großes Display und eine sehr flache, kantige Formgebung aufweist, liegt das Huawei Ascend P2 im Test nicht wirklich gut in der Hand - Smartphones mit leicht abgerundeten Formen wie etwa die Galaxy-Smartphones von Samsung fühlen sich in der Hand angenehmer an. An der Verarbeitung der Gehäuse-Komponenten des Huawei Ascend P2 gibt es nichts auszusetzen: Die einzelnen Bauteile und Tasten sind passgenau aneinandergesetzt.

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

Kantiges Design

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

Angeraute Rückseite | (c) Areamobile

 

Auch wenn es sich hierbei nicht um einen Unibody handelt, so lässt sich die angeraute Rückschale des neuen Huawei-Smartphones nicht abnehmen - der eingelegte Akku kann so vom Nutzer nicht ausgewechselt werden, was möglicherweise dazu führt, dass der Nutzer nur aufgrund eines schwächer werdenden Akkus das Huawei Ascend P2 ausmustert, obwohl die übrige Hardware des Geräts noch einwandfrei funktioniert - umweltfreundlich konzipiert ist das nicht. Der Einschub für die Micro-SIM-Karte findet sich seitlich am Ascend P2.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Eines der Highlights des Huawei Ascend P2 im Test ist die rückseitige 13-Megapixel-Kamera, die einen Autofokus bietet, von einem LED-Fotolicht unterstützt wird und Videoaufnahmen im HDR-Modus in Full-HD-Qualität erlaubt. Sie fokussiert schnell und löst auf Drücken der externen Kamerataste oder auf Doppeltippen auf den scharf zu stellenden Bildbereich prompt aus, Serienbild-Aufnahmen rattert sie im Stakkato herunter. Zu den Bildfunktionen gehören verschiedene Aufnahmemodi sowie High Dynamic Range zum Ausgleichen von Helligkeitsunterschieden, Panoramabilder, Gesichts- und Lächelerkennung sowie ein Weißabgleich. Bei Videoaufnahmen können HDR und ein Bildstabilisator hinzugeschaltet werden.

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

13-Megapixel-Kamera mit Full-HD-Videoaufnahme

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

Keine glanzvollen Aufnahmen | (c) Areamobile

 

Die mit der Kamera des Huawei Ascend P2 im Test geschossenen Bilder zeichnen sich durch Farbtreue, genügendem Kontrast und generell akzeptabler Schärfe aus. Auch die Bilddynamik ist ordentlich. Nur weiter entfernte Motive auf den Bildern wirken teilweise matschig und in dunklen Bildbereichen zeigt sich erkennbares Bildrauschen. Enttäuschend waren die Bildergebnisse beim Fotografieren im HDR-Modus und im Panorama-Modus: Für HDR-Aufnahmen scheint sich die Kamera eine zu lange Auslösezeit zu genehmigen, so dass es unbeabsichtigt zu Verwacklern kommt. Bei Panoramabildern setzt die Software einfach drei Fotos aneinander, wodurch die Übergänge nicht flüssig werden. Angenehm bei Full-HD-Videos: Es sind kaum Tearing-Effekte zu erkennen.

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Huawei Ascend P2 | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Huawei Ascend P2 | (c) Areamobile

Der Musikplayer des Huawei Ascend P2 im Test gefällt durch Equalizer-Optionen, klare Höhen und druckvolle Bässe - zumindest bei Einsatz der mitgelieferten Kopfhörer, die sich noch durch höherwertigere Ohrstöpsel ersetzen lassen. Beim Musikhören über den Lautsprecher des Handys gehen die Bässe verloren, der Klang wird blechern. Außerdem reicht die Lautstärke des Players nicht für die Hintergrundbeschallung eines mit mehreren, sich unterhaltenden Menschen gefüllten Raums aus.

Der interne Speicherplatz des Handys ist auf 16 Gigabyte begrenzt, wovon dem Nutzer bei Auslieferung des Geräts knapp 12 Gigabyte zur Auslagerung von Fotos, Videos, Musik oder anderen persönlichen Daten zur Verfügung stehen. Das ist wenig für ein hochwertiges Smartphone, dessen 13-Megapixel-Kamera große Bilddateien erzeugt und das gegegebenenfalls als vollwertiger Medien-Player fungieren soll. Einen Steckplatz für eine wechselbare Speicherkarte im microSD-Format gibt es an dem Handy nicht.

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Huawei Ascend P2 wird von dem auf 1,5 Gigahertz getakteten Quad-Core-Prozessor Hi-Silicon K3V2 mit 16-kerniger Grafikeinheit und einem 1 Gigabyte großen Arbeitsspeicher angetrieben. Im Vergleich zu aktuellen Top-Smartphones mit Quad-Core-Prozessor wie dem Sony Xperia Z, HTC One oder dem Samsung Galaxy S4 fällt der vergleichsweise gering bemessene RAM-Wert auf. Außerdem handelt es sich beim K3V2 bereits um eine ältere Prozessor-Generation auf ARM-Cortex-A9-Basis, die im Februar vergangenen Jahres auf dem Mobile World Congress erstmals für das Ascend D1 Quad XL erstmals vorgestellt wurde. Huawei wird nach eigenen Angaben in der zweiten Jahreshälfte 2013 mit dem K3V3 einen Nachfolge-Chip vorstellen, der den Erwartungen zufolge auf dem ARM-Cortex-A15-Design basiert.

In Benchmark-Tests schneidet das Huawei Ascend P2 mit Android 4.1 Jelly Bean teilweise etwas besser ab als das Huawei Ascend D1 Quad XL mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich, erreicht jedoch nicht einmal ganz die Ergebnisse von ehemaligen Top-Smartphones wie dem HTC One X+ oder dem Samsung Galaxy S3, die mittlerweile aufgrund von leistungsfähigeren Nachfolgemodellen ins zweite Glied gerückt sind. Vom Sony Xperia Z mit vierkernigem Snapdragon S4 Pro (APQ8064) wird das Ascend P2 in Benchmark-Tests jedoch klar geschlagen.

Benchmark-Tests Huawei Ascend P2 mit Android 4.1 Huawei Ascend D1 Quad XL mit Android 4.0 Sony Xperia Z mit Android 4.1
Vellamo HTML5 1.671 Punkte 1.542 Punkte 2.060 Punkte
Vellamo Metal 520 Punkte 470 Punkte 640 Punkte
Antutu 3 15.987 Punkte 14.977 Punkte 18,495 Punkte
Quadrant 4.964 Punkte 5.079 Punkte 7.957 Punkte
NenaMark2 59,1 fps 65,2 fps 60,0 fps
Antutu Tester 348 Punkte 391 Punkte 519 Punkte

In der Praxis gibt sich das Ascend P2 keine Blöße bei der Performance: Wechseln der Homescreen-Seiten, Navigieren im Menü, Scrollen im Browser und Öffnen von Apps funktionieren absolut flüssig. Offenbar hat Huawei Hard- und Software gut aufeinander abgestimmt. Über das Android-OS in der Version 4.1 Jelly Bean hat der Hersteller beim Ascend P2 seine Emotion UI 1.5 genannte Benutzeroberfläche gelegt, die in 18 verschiedenen Hintergrund- und Icons-Designs mit speziellen Modulen und Tönen angeboten wird. Die Gestaltung reicht von bunt und verspielt bis schlicht und sachlich, so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Abschalten, um Vanilla-Android auf dem Huawei Ascend P2 zu nutzen, lässt sich die Oberfläche des chinesischen Herstellers jedoch nicht - auch wenn dies offenbar zu einem früheren Zeitpunkt zumindest für die Huawei-Geräte in Europa geplant gewesen war.

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

Homescreen

Huawei Ascend P2 Unboxing  | (c) Areamobile

Benachrichtungsleiste

Huawei Ascend P2 live auf dem MWC 2013 in Barcelona | (c) Areamobile

Lock-Screen | (c) Areamobile

 

Auffälligster Unterschied von Emotion UI zur klassischen Android-Oberfläche und den anderen herstellerspezifischen Benutzeroberflächen ist jeweils das Fehlen des Hauptmenüs. Die App-Icons liegen wie beim iPhone auf dem bis zu neun Seiten umfassenden Homescreen, die Google-Anwendungen werden standardmäßig in einem speziellen Ordner gebündelt und rücken auf diese Weise in den Hintergrund, lassen sich aber auf Wunsch einzeln auf eine der Homescreen-Seiten pinnen. Auch alle anderen installierten Anwendungen lassen bei Bedarf in Ordnern sammeln, so dass das Menü aufgeräumter wirkt. Liegen auf dem Homescreen nur App- und Dienste-Icons, gefällt Emotion UI durch seine Übersichtlichkeit.

Vier Reihen mit je vier Symbolen passen jeweils auf eine Homescreen-Seite, darunter wird stets noch die Schnellstartleiste mit bis zu fünf vom Nutzer auswählbaren Anwendungen angezeigt. Der Nutzer des Huawei Ascend P2 kann jedoch auf einer Seite auch App-Icons mit - mehr Platz einnehmenden - Widgets kombinieren, was allerdings zu Lasten der Übersichtlichkeit geht. Weiteres wesentliches Merkmal von Huaweis Emotion UI 1.5 auf dem Ascend P2 ist eine erweiterbare Benachrichtigungsleiste, in der nicht nur Informationen zu Mitteilungen und App-Downloads angezeigt werden, sondern auch schnell und einfach Daten-Schnittstellen aktiviert oder deaktiviert, Telefonprofile festgelegt, die Display-Helligkeit eingestellt oder Screenshots aufgenommen werden können. Auch die Schnellzugriffs-Optionen auf dem Lock-Screen lassen sich durch die Auswahl bestimmter Anwendungen personalisieren. Bestes Beispiel für die vielen Personalisierungsmöglichkeiten von Emotion UI ist das sogenannte "Me"-Widget, das individuell mit bestimmten Apps bzw. Anwendungs-Elementen gefüllt werden kann.

Homescreen von Emotion UI 1.5 auf dem Huawei Ascend P2 | (c) Areamobile

Von verspielt bis schlicht: Verschiedene Designs von Emotion UI 1.5 | (c) Areamobile

Neben den für Android typischen Google-Anwendungen wie Suche, Maps und Navigation, Gmail, Play Music und Play Movies, Google+, Youtube und dem Zugang zum Google Play Store hat Huawei auf dem Ascend P2 weitere Apps standardmäßig installiert. Dazu gehören beispielsweise ein FM-Radio, einen Musik-Player, die Office-Suite Kingsoft Office zum Erstellen und Bearbeiten von Word-Dokumenten und Tabellen-Kalkulationen, zum Anzeigen von Powerpoint-Präsentationen sowie zum Teilen mit Kollegen über die Cloud, ein Daten-Back-up-Tool sowie eine DLNA-Anwendung zum Streamen von auf dem Handy gespeicherten Multimedia-Inhalten.

Telefon-Funktion, mobiles Internet und Akku-Laufzeit

Huaweis Aussage im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona, das Ascend P2 sei das "schnellste Smartphone der Welt" bezog sich nicht auf die Arbeitsgeschwindigkeit des Prozessors, sondern auf die potenzielle Datenübertragungsrate via LTE (Long Term Evolution). Doch Huawei ist mit seinem Gerät den Mobilfunkbetreibern mit ihren Netzen in Deutschland voraus. Die theoretisch möglichen 150 Megabit pro Sekunde im Downstream via LTE Cat-4 werden in hiesigen Datennetzen noch gar nicht unterstützt, maximal 100 Megabit pro Sekunde sind auf dem Papier möglich, in der Praxis werden Spitzenwerte zwischen 30 und 40 Megabit pro Sekunde erreicht. Nur die Telekom hat bislang einen entsprechenden Ausbau des LTE-Netzes auf Cat-4 für die kommenden Jahre angekündigt.

In anderen Regionen sind beim mobilen Surfen mit dem Huawei Ascend P2 bis zu 21 Megabit pro Sekunde via HSPA+ drin. Für den Internetzugang an Hotspots und das Medienstreaming im Heimnetzwerk beherrscht das Huawei Ascend P2 Wlan-n mit Mobile-Hotspot-Funktion sowie DLNA und Wifi Direct. Weitere Daten-Schnittstellen sind Bluetooth 4.0, Micro-USB mit MHL und On-the-Go-Funktion über optionale Adapter, NFC sowie GPS und Glonass zur Nutzung standortbezogener Dienste.

Empfangs- und Sprachqualität des Huawei Ascend P2 im Test gefallen: Beide Gesprächspartner hören sich klar und verständlich. Hintergrundrauschen und Hall werden fast vollständig unterdrückt, wodurch allerdings auch der Klang der Stimmen etwas verfälscht bzw. gedämpft wird.

Für die Stromversorgung des Huawei Ascend P2 ist ein 2.420 mAh starker Akku zuständig. Das sind einige Milliamperestunden mehr als etwa beim HTC One oder dem Sony Xperia Z, die höherauflösende und potenziell stromhungrigere Bildschirme als das Huawei-Handy haben. Ein Akku-Laufzeittest mit der Applikation Antutu Tester bei voller Last aller vier Kerne ergab eine Betriebsdauer von etwa zwei Stunden, eine Maximaltemperatur von 45 Grad und eine Punktezahl von 348. Dieser theoretische Wert liegt genau zwischen dem Google Nexus 4 und dem HTC One X+. Nutzer können in den Systemeinstellungen unter "Energieverwaltung" die Belastung des Akkus in drei Stufen einstellen. Mit der Einstellung "Akkuschonfunktion" hielt der Energiespender des Ascend P2 auch bei intensiver Nutzung im Test länger als einen Arbeitstag durch, einen zweiten schaffte es nicht mehr ganz.

Fazit

Der chinesische Hersteller - auf dem Heimatmarkt und auch im weltweiten Vergleich ein Schwergewicht - gibt sich alle Mühe, die Aufmerksamkeit und Gunst der Smartphone-Nutzer in Deutschland und Europa zu gewinnen. Das "Smartphone mit dem schnellsten Prozessor" (Ascend D1 Quad XL), das "Smartphone mit dem größten Display" (Ascend Mate) und jetzt eben mit dem Ascend P2 das "schnellste Smartphone" für mobile Datenübertragungen. Das absolute Topgerät sind jedoch weder die beiden erstgenannten Smartphone-Modelle bei ihrem Marktstart gewesen, noch trifft dies jetzt auf das Ascend P2 zu. So steht auch bei diesem Gerät wieder das - für ein Quadcore-Smartphone mit solcher Ausstattung gute - Preis/Leistungs-Verhältnis im Vordergrund der Bewertung.

Ob der Preispunkt des Ascend P2 aber so überzeugend auf die potenziellen Käufer wirkt, bleibt abzuwarten: Mit einem Verkaufspreis ab 399 Euro ohne Vertrag ist das Huawei Ascend P2 knapp 50 teurer als die 16-Gigabyte-Version des Google Nexus 4 im Google Play Store, das zwar kein LTE, aber ansonsten Top-Hardware mitbringt. Und LTE-Smartphones mit ordentlicher Ausstattung gibt es mittlerweile zu günstigeren Preisen - siehe Samsung Galaxy Express (knapp 350 Euro), Sony Xperia SP (knapp 350 Euro), HTC One SV (knapp 280 Euro) oder auch LG Optimus F5 (knapp 390 Euro). Im Handy-Vergleich von Areamobile könnt ihr das Huawei Ascend P2 im Detail mit dem Samsung Galaxy Express und dem Sony Xperia SP vergleichen.

Das Huawei Ascend P2 ist ein Top-Smartphone "light" - in allen Belangen. Es bietet gute, aber im Vergleich mit den Flaggschiff-Modellen der Konkurrenz keine Spitzen-Hardware, die Highend-Technik steckt in einem leichten, flachen und modern schnittig gestalteten Gehäuse, und das Gerät lässt sich über die aufgeräumte und viele Personalisierungsmöglichkeiten bietende Benutzeroberfläche Emotion UI flüssig bedienen. Die Kamera mit der hohen Megapixel-Zahl liefert im Test des Huawei Ascend P2 keine Glanzleistungen ab, die beworbene LTE-Spitzengeschwindigkeit liefert Nutzern im Alltag derzeit keinen Mehrwert. Minuspunkte gibt es im Test für den nur 16 Gigabyte großen und nicht erweiterbaren Speicher sowie für den nicht auswechselbaren Akku.

Ihr wollt wissen, wie Areamobile Handys testet? In einem speziellen Hintergrundartikel erklären wir euch unser Test- und Benotungssystem im Detail.

Themen: Android-Smartphone, IPS, Quad-Core, Smartphone
Quelle: AM
Testwertung Huawei Ascend P2
 
Handlichkeit und Design 86%
Verarbeitung 97%
Sprachqualität 89%
Akkuausdauer 61%
Ausstattung/ Leistung 86%
Kamera 84%
Internet 82%
Musik 82%
Software und Bedienung 99%
Navigation 85%
Gaming und Video 89%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 19.10.2017)
68%

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