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Autor: Steffen Herget 23.01.2014 - 17:10 | 21

HTC Desire 300 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Verarbeitung und Design
  • Gutes Display
  • Flops
  • Sprachqualität
  • Wenig Speicher

HTC Desire 300 Test: Solide Mittelklasse im schicken Gewand

Das HTC Desire 300 ist ein Smartphone der unteren Mittelklasse, das trotzdem schon eine ganze Menge von dem mitbringt, was man sich unter einem modernen Handy so vorstellt. Wir haben das HTC Desire 300 im Test begutachtet und dabei herausgefunden, was das Android-Smartphone so alles kann – und was nicht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die optische Gestaltung des HTC Desire 300 im Test erinnert auf den ersten Blick ein wenig an das HTC One, vor allem am oberen Rand mit den feinen Bohrungen vor dem Lautsprecher. Aber natürlich haben wir es hier nicht mit der Schönheit aus edlem Aluminium zu tun, sondern eher mit einem Allerwelts-Modell. Das muss aber nicht schlecht sein, denn das HTC Desire 300 hat ein schönes Kunststoffgehäuse mit einer angenehm matten Rückseite, die sich angenehm anfasst und zudem sehr resistent gegenüber Schmutz und Fingerabdrücken ist. Mit gut einem Zentimeter ist das Desire 300 nicht unbedingt dünn, die 120 Gramm Gewicht sind für ein Smartphone mit 4,3-Zoll-Display aber in Ordnung.

HTC Desire 300 Unboxing | (c) Areamobile

Das HTC Desire 300...

HTC Desire 300 Unboxing | (c) Areamobile

...ist schick...

HTC Desire 300 Unboxing | (c) Areamobile

...und gut verarbeitet | (c) Areamobile

 

In Sachen Verarbeitung gibt es wenig zu meckern. Die Abdeckung über dem Akku und den sonstigen Innereien sitzt fest und dürfte sich auch bei einem Sturz nicht lösen. Die Knöpfe an der Oberseite und rechts außen haben zwar nur einen sehr kurzen Hub, lassen sich aber dank präzisem Druckpunkt gut betätigen. USB-Port und Kopfhörerausgang sitzen da, wo sie hingehören. Wer noch nie ein aktuelles HTC-Gerät benutzt hat, wird sich allerdings an die Android-Schaltflächen unterhalb des Displays gewöhnen müssen, denn HTC hat auch beim Desire 300 den Home-Button nach rechts gerückt. Zurück geht es in der anderen Ecke, den dritten Android-Button hat HTC ersatzlos gestrichen und blendet sie stattdessen bei Bedarf auf dem Display ein.

Display-Größe und -Qualität

HTC Desire 300 Unboxing | (c) Areamobile

HTC Desire 300 mit gutem Display | (c) Areamobile

Das Display des HTC Desire 300 hat eine Diagonale von 4,3 Zoll und löst mit WVGA auf, also 800 x 480 Pixel. Das ist jetzt nicht übermäßig viel, man kommt auf eine Pixeldichte von 217 ppi. Im Alltag sieht das aber ganz und gar nicht schlecht aus, im Gegenteil. Das Display ist für diese Preisklasse ausgezeichnet und bietet eine ausreichend scharfe Darstellung, natürliche Farben und gute Blickwinkelstabilität. Die Bedienung mit den Fingern bereitet keine Probleme.

System: Hardware, Software und Bedienung

Die Ausstattung des HTC Desire 300 beinhaltet das, was man heutzutage in einem Smartphone der unteren Mittelklasse erwarten darf. Der Qualcomm Snapdragon S4 ist ein Dual-Core-Chip mit einer Taktfrequenz von 1 GHz, der leider nur 512 Megabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung hat - das ist knapp. Den internen Speicher ist ebenfalls zu klein ausgefallen, von den 4 Gigabyte sind außerdem zum Start sogar bereits fast 2 Gigabyte vom Betriebssystem und vorinstallierten Anwendungen eingenommen, so dass dem Anwender nur noch die Hälfte übrig bleibt. Ohne Speicherkarte geht also gar nichts.

HTC Desire 300 Unboxing | (c) Areamobile

Hauptmenü des HTC Desire 300 | (c) Areamobile

In Sachen Hardware darf man in der Preisklasse von unter 200 Euro natürlich keine Hexerei verlangen. Der Dual-Core-Prozessor treibt das HTC Desire 300 im Rahmen seiner Möglichkeiten recht flüssig an, stößt aber bei anspruchsvollen Dingen, vor allem Spielen, schnell an seine Grenzen. Ruckler sind im Alltag, der bei den meisten Smartphone-Nutzern wohl zu großen Teilen aus surfen, mailen und ähnlichen Dingen besteht, nicht auszumachen, die eine oder andere Gedenksekunde beim Starten von Anwendungen sollte man aber einkalkulieren. In den üblichen Benchmarks fallen die Testergebnisse des HTC Desire 300 entsprechend aus, der 3DMark stürzt in der anspruchsvollsten Stufe sogar ab.

Ein kleines Detail, das aber für viele Android-Nutzer mehr ist als eine Randnotiz, ist die Tatsache, dass HTC das Desire 300 ohne eine Benachrichtigungs-LED ausliefert. Damit lässt sich beispielsweise nicht auf den ersten Blick und ohne Einschalten des Handys erkennen, ob neue Nachrichten vorliegen oder der Akku gerade geladen wird. Unverständlich, dass HTC auf dieses Komfort-Merkmal vieler Android-Handys hier verzichtet.

In Sachen Betriebssystem setzt HTC beim Desire 300 im Test auf Android 4.1.2. Jelly Bean in Verbindung mit der eigenen Sense-5.0-Oberfläche. Das ist nicht mehr so ganz aktuell, ein Update auf eine neuere Android-Version hat HTC noch nicht angekündigt. Die Blinkfeed-Oberfläche auf dem ersten Homescreen muss man mögen, mit einem Wisch ist die aber auch zur Seite geschoben und enthüllt normale, nackte Android-Oberflächen, auf denen sich Widgets und Icons wie üblich platzieren lassen. Angenehm übersichtlich ist der App-Drawer ausgefallen, hier hat HTC bereits Ordner angelegt, um die Zahl der Symbole zu verringern. Sonstige Software-Beigaben gibt es kaum.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Das HTC Desire 300 bringt zwei Kameras mit. Vorn sitzt eine Linse mit VGA-Auflösung, die wir an dieser Stelle vernachlässigen können - schlechte Selfies und ein bisschen Skype, mehr geht nicht. Die Hauptkamera hinten am Desire 300 hat da schon mehr zu bieten: 5 Megapixel und eine Blende von f2.8. Leider gibt es keinen LED-Blitz, dafür aber die gute Kamera-App von HTC.

Testfoto mit dem HTC Desire 300 | (c) Areamobile

Testfoto mit dem HTC Desire 300 | (c) Areamobile

Die Bildqualität geht für die Preisklasse des HTC Desire 300 in Ordnung, zumindest so lange das Licht stimmt. Die Bildschärfe kann sich sehen lassen und auch die Farben werden naturgetreu abgebildet. Die leichten Farbsäume, die ab und an auftreten, stören kaum. Wird die Umgebung dunkler, nimmt das Bildrauschen schnell zu, da das Smartphone mangels lichtstärkerer Optik dann den ISO in die Höhe schraubt. Die Foto-Qualität des HTC Desire 300 ist insgesamt ordentlich. Schlechter sieht dann schon bei Videos aus, hier ist nämlich bei einer Auflösung von WVGA, also 800 x 480 Pixel, Schluss. Das hätte nicht sein müssen, wenigstens 720p schafft auch eine durchschnittliche Optik ohne Probleme.

HTC Desire 300 Unboxing | (c) Areamobile

Die Kopfhörer | (c) Areamobile

HTC legt dem Desire 300 ein Headset mit Flachkabeln bei. Der Klang ist durchschnittlich, für ein mitgeliefertes Modell aber gar nicht so schlecht. Die Plastik-Ohrstöpsel sitzen allerdings nicht gerade bequem, so dass sich Musikfreunde hier wohl eher andere Kopfhörer anschaffen werden. Der Sound des internen Lautsprechers, der nach hinten abstrahlt, ist recht ausgewogen, kommt aber natürlich nicht an die Qualität eines HTC One heran. Die Lautstärke dürfte ruhig ein wenig höher sein. Für Multimedia-Anhänger ein echtes Ärgernis ist der nur 4 Gigabyte große interne Speicher. Immerhin nimmt das HTC Desire 300 im Test eine microSD-Karte mit bis zu 64 Gigabyte Speicher auf, und das ist auch nötig, um seine Musik, Filme und Bilder dabei zu haben. 4 Gigabyte interner Speicher sind aber trotzdem zu knapp, wenn ein paar größere Apps installiert werden sollen.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Die Sprachqualität des HTC Desire 300 könnte besser sein. Die Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen funktioniert nur schlecht, Verkehrslärm und anderer Krach wird nahezu ungefiltert an den Gesprächspartner weitergereicht. Man muss also aufpassen, wann und wo man telefoniert. Ist es rundherum ruhig, sind beide Partner ordentlich zu verstehen, allerdings ist der Klang allgemein ein wenig dumpf. Der Lautsprecher auf der Rückseite ist zum Freisprechen insgesamt etwas zu leise - ein Problem vieler, vor allem günstiger Smartphones.

Für die drahtlose Kommunikation stehen dem HTC Desire 300 die grundlegenden Standards zur Verfügung: WLAN b/g/n, Bluetooth 4.0 sowie GPRS/EDGE und UMTS mit HSPA, allerdings nur bis maximal 7,2 Mbit/s. Auf die schnellen Standards wie WLAN-AC, LTE oder schnelles HSPA+ hat HTC aus Budget-Gründen verzichtet.

Akku-Laufzeit

HTC Desire 300 Unboxing | (c) Areamobile

Der Akku ist Durchschnitt | (c) Areamobile

Der Akku, den HTC dem Desire 300 im Test spendiert hat, bringt es auf eine Kapazität von 1.650 mAh. Das ist auch für die verwendete Hardware nicht übermäßig viel, trotzdem schafft das Smartphone in aller Regel einen Tag aktiver Nutzung abseits der Steckdose. Abends ist dann aber Schluss mit lustig und das Desire 300 sehnt sich nach dem Ladegerät. Positiv: In nur knapp zwei Stunden ist der Stromspender des HTC Desire 300 wieder voll geladen und zu neuen Schandtaten bereit. Ebenfalls erfreulich ist aus ökologischer Sicht der wechselbare Akku.

Fazit

Das HTC Desire 300 gehört definitiv zu den schickeren Smartphones der Sub-200-Euro-Kategorie. Verarbeitung, Design und Material gefallen, die Kamera ist ordentlich und die Software zwar nicht mehr top-aktuell, aber brauchbar. Das bei diesem Preis nicht alles geht, ist auch klar: LTE sucht man da vergeblich und das ist auch okay. Einen größeren internen Speicher hätte HTC aber einbauen müssen, 4 Gigabyte sind viel zu wenig. Der Akku ist auch nur Durchschnitt. Beim Prozessor wäre vielleicht ein günstiger Quad-Core von Mediatek die bessere Wahl zu ähnlichen Kosten gewesen, an sich reicht die Leistung aber aus. Mit Geräten wie dem Motorola Moto G oder dem Nokia Lumia 720 hat das HTC Desire 300 allerdings starke Konkurrenz.

Themen: Android-Smartphone, Dual-Core, Smartphone
Quelle: AM
Testwertung HTC Desire 300
 
Handlichkeit und Design 82%
Verarbeitung 91%
Sprachqualität 83%
Akkuausdauer 79%
Ausstattung/ Leistung 54%
Kamera 67%
Internet 71%
Musik 90%
Software und Bedienung 86%
Navigation 84%
Gaming und Video 60%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
76%
Zeitwertung
(Stand 20.10.2017)
64%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 23.01.14 19:41 Nuvolari (Advanced Handy Profi)
    Das HTC Desire 300...

    ...ist kurz und knapp gesagt, das nächste Smartphone, das dem genialen Motorola Moto G zum Opfer fällt.

    Motorola hat einfach alle richtig gemacht und HTC steht wohl weiterhin direkt am Abgrund.

    Mal gucken, ob sie nach Barcelona endgültig einen Schritt weiter gehen oder doch noch einen Schritt zurück Richtung Rettung machen können.

  2. 23.01.14 20:49 Defier (Newcomer)

    Im Jahre 2014 ein Telefon mit 512MB RAM rauszubringen und dafür noch 200€ zu verlangen ist irgendwie Umweltverschmutzung. Hätten sie ihm wenigstens Kitkat spendiert, aber so...?

  3. 23.01.14 21:04 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Da muss ich Defier recht geben. Wie kann es sein, dass man am Arbeitsspeicher spart?

  4. 23.01.14 21:21 Jackthehype (Advanced Member)

    es kam im September 2013 raus und bietet dasselbe Paket wie jedes anderes Gerät in der Preisklasse...
    Kaufen werden es genug Leute ;)

  5. 23.01.14 22:01 sottil (Handy Profi)

    Das Moto G ist in praktisch allen Belangen klar besser, das Desire dürfte nicht mal 100 Euro kosten.

  6. 23.01.14 22:49 benthepen (Advanced Handy Master)

    Und so wird ein Mitbewerber aus dem Markt gekickt. Dank Google im Rücken ist das möglich.
    Das Leben kann hart sein :-)

  7. 24.01.14 10:19 MSkywalker (Newcomer)
    Hersteller Intelligenz?

    Wie kann man denn als Hersteller nur so blöd sein, immer am Speicher zu sparen? Der kostet doch wirklich nicht die Welt, ist aber für viele oft ein absolutes Nogo beim Kauf.
    4GB? Ernsthaft? Verbaut doch einfach 32GB oder 64Gb, dann reißen sie euch das Gerät aus den Händen!Zu einem Mehraufwand für den Hersteller von vllt. 5€. Dürft ihr auch gerne umlegen auf den Kaufer.

  8. 24.01.14 11:05 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @ben:"Und so wird ein Mitbewerber aus dem Markt gekickt. Dank Google im Rücken ist das möglich."
    >>Google/Motorola kann absolut nichts dafür, dass HTC kaum RAM verbaut.

  9. 24.01.14 11:16 pixelflicker (GURU)

    Reden wir jetzt vom RAM oder vom Internen Speicher? Das sind zwei Paar Schuhe.
    Beim RAM bin ich absolut dabei. 512MB sind einfach viel zu wenig heute, auch wenn Google groß getönt hat, dass KitKat damit gut läuft. Ich glaube da nicht recht dran. So viel kann man an der Software nicht drehen, Speicher wird deswegen auch nicht mehr.
    Was den Internen Speicher angeht muss ich sagen, dass ich das gemecker unpassend finde. Wir sind hier nun mal in einer niedrigen Preisklasse und das sich htc nicht leisten kann - wie Google - da Geld draufzulegen sollte auch jedem klar sein. Außerdem hat es doch den viel verlangten SD-Slot. Wenn der fehlt wird gemeckert, wenn er da ist auch.

    Was den Vertleich zum Moto G angeht: Ist klar, dass es schlechter ist, aber der Vergleich hinkt trotzdem, weil das Moto G nicht von Netzbetreibern verkauft wird. Da hält sich Google deutlich zurück und ich denke das hat auch einen Grund. Dieses Gerät ist dafür gebaut, als dreingabe bei Prepaid-Paketen zu dienen und dafür ist es einwandfrei.

  10. 24.01.14 11:34 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @pf:"Beim RAM bin ich absolut dabei. 512MB sind einfach viel zu wenig heute, auch wenn Google groß getönt hat, dass KitKat damit gut läuft. Ich glaube da nicht recht dran. So viel kann man an der Software nicht drehen, Speicher wird deswegen auch nicht mehr."
    >>Also ich sagte Arbeitsspeicher und RAM und meinte somit Arbeitsspeicher bzw RAM.

    "[...]Wir sind hier nun mal in einer niedrigen Preisklasse und das sich htc nicht leisten kann - wie Google - da Geld draufzulegen sollte auch jedem klar sein. "
    >>Google legt also jetzt schon Geld drauf beim Verkauf von Geräten. Woher hast du das? Ich hätte gerne eine Quelle.

    "Außerdem hat es doch den viel verlangten SD-Slot. Wenn der fehlt wird gemeckert, wenn er da ist auch."
    >>Lol, es meckert doch niemand weil der SD-Slot da ist.

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