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Autor: Steffen Herget 08.06.2014 - 13:00 | 0

Kazam Thunder Q4.5 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Ausreichend schneller Prozessor
  • Wechselbarer Akku
  • Dual-SIM
  • Flops
  • Schlechte Sprachqualität
  • Schlechte Kamera
  • Geringe Display-Auflösung

Kazam Thunder Q4.5 Test: Müdes Donnergrollen

Das britische Start-up Kazam versucht, sich vor allem im günstigen Preisbereich mit interessanten Modellen zu etablieren. Dazu zählt auch das Kazam Thunder Q4.5, das in Deutschland für weniger als 200 Euro den Besitzer wechselt. Wir haben den Donner von der Insel in die Redaktion geholt und getestet.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Kazam Thunder Q4.5 kommt im Test mit einem unaufgeregten Design daher, das man auch als langweilig empfinden könnte. Alles ist von Kunststoff dominiert: Die Rückseite ist matt und dunkelgrau, der Rahmen leicht glänzend und die Vorderseite schwarz und glatt. Die üblichen Android-Schaltflächen wurden unter dem Display platziert, die abnehmbare Rückseite verbirgt den Akku, die zwei SIM-Slots und den Schacht für die Speicherkarte. An der Oberseite werden USB-Kabel und Kopfhörer eingesteckt, die Lautstärkewippe sitzt links, der Powerbutton recht. Die Verarbeitung des Kazam Thunder Q4.5 ist gut gelungen, alles sitzt fest und an seinem Platz. Eigentlich wirkt das Smartphone durch das viele Plastik auch recht robust, in unserem Test hat es aber bereits einen deutlichen Kratzer an der unteren rechten Ecke einstecken müssen, ohne einmal heruntergefallen oder schlecht behandelt worden zu sein.

Kazam Thunder Q4.5 Unboxing | (c) Areamobile

Kazam Thunder Q4.5 im Test

Kazam Thunder Q4.5 Unboxing | (c) Areamobile

Oberseite

Kazam Thunder Q4.5 Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Kazam Thunder Q4.5 Unboxing | (c) Areamobile

Kein HD-Display | (c) Areamobile

Das Kazam Thunder Q4.5 im Test ist mit einem 4,5 Zoll großen Display ausgestattet, das 854 x 480 Pixel darstellt. Das ist nicht eben viel und macht unter dem Strich eine Pixeldichte von 218 PPI. Dass die Bildschärfe nicht mit besseren Displays mithalten kann, ist eine logische Folge, kleine Schriften werden schwer zu entziffern. Die Blickwinkelstabilität ist für ein IPS-Panel ebenfalls nicht besonders gut, zudem ist die Darstellung insgesamt ein wenig blass geraten. Die Helligkeit ist gut und auf der maximalen Stufe ausreichend, um auch im hellen Sonnenschein zu bestehen. Wie bei eigentlich allen modernen Smartphones macht auch beim Kazam Thunder Q4.5 die Touch-Bedienung kein Problem, das kompakte Thunder lässt sich zudem locker und leicht mit einer Hand befummeln, ohne dass man besonders lange Daumen haben müsste.

System: Hardware, Software und Bedienung

Kazam stattet das Thunder Q4.5 mit einem Quad-Core-Prozessor von Mediatek aus, einem 1,3 GHz schnellen MT6582 mit Mali-400-GPU und 1 GB Arbeitsspeicher. Das ist nicht schlecht für ein Smartphone, das unter 200 Euro kostet, und tatsächlich läuft das Kazam Thunder Q4.5 im Test meist flüssig und ausreichend schnell. Beim Starten von Apps kommt es hier und da aber zu kurzen Gedenkpausen. Mit aufwändigen Spielen dürfte der Prozessor seine Mühe haben, die sind aber bei dem geringen internen Speicher von 4 GB, von denen nur 1 GB dem Anwender zur Verfügung steht, ohnehin kaum zu installieren. Die Benchmark-Werte liegen etwa auf einer Höhe mit dem Huawei Ascend G740 und dem Motorola Moto E.

Kazam Thunder Q4.5 Motorola Moto E Huawei Ascend G740
3DMark Unlimited 2.892 Punkte 3.766 Punkte 3.643 Punkte
Antutu 17.454 Punkte 12.551 Punkte 14.029 Punkte
GFXBench 3,7 fps 4,5 fps 4,8 fps
Linpack multi 269 mflops 141 mflops 227 mflops
Quadrant 7.134 Punkte 5.378 Punkte 4.967 Punkte
Sunspider 1.353 ms Abbruch 1.325 ms
Vellamo HTML5 1.965 Punkte 1.092 Punkte 2.102 Punkte
Vellamo Metal 507 Punkte 493 Punkte 518 Punkte

Falls in Sachen Hardware einmal etwas kaputt gehen sollte, bietet Kazam einen speziellen Service an. Der Kunde kann sich im ersten Jahr nach dem Kauf einmal kostenlos das Display tauschen lassen, falls es einen Defekt hat. Wer Probleme in der Bedienung hat, kann den Hilfe-Service von Kazam in Anspruch neben. Dabei greift ein Kundendienst-Mitarbeiter per Remote Access auf das Smartphone zu und unterstützt den Anwender bei der Lösung. Das ist sehr löblich und nicht gerade üblich.

Software-seitig setzt Kazam auf ein vergleichsweise nacktes Android in der Version 4.2.2 Jelly Bean. Vorinstallierte Apps abseits des Google-Universums gibt es nicht, was die einen als wohltuend empfinden, weil sie Bloatware nicht mögen, und die anderen bemängeln, weil es eben auch keinen Zusatznutzen durch spezielle Apps gibt - Geschmackssache. Wie es mit Android-Updates für das Kazam Thunder Q4.5 aussieht, steht noch in den Sternen, offizielle Ankündigungen dazu gibt es aktuell noch nicht. Schick ist die Uhr, die auf dem Bildschirm im Standby-Modus angezeigt wird, wenn das Kazam Thunder Q4.5 am Strom hängt.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Testfoto mit dem Kazam Thunder Q4.5 | (c) Areamobile

Testfoto mit dem Kazam Thunder Q4.5 | (c) Areamobile

Die Hauptkamera des Kazam Thunder Q4.5 im Test hat eine Auflösung von 8 Megapixel und sogar einen Dual-LED-Blitz, an der Vorderseite sitzt eine 2-Megapixel-Knipse für Selfies und die gelegentliche Runde Skype. Die App bietet eine ganze Menge Einstellungen vom HDR-Modus über Gesichtserkennung bis hin zum Selbstauslöser und lädt damit zum Experimentieren und Herumspielen ein. Das Dumme ist nur: Die Bilder, die mit dem Kazam Thunder Q4.5 geschossen werden, sind größtenteils ziemlich schlecht. Der Fokus funktioniert mehr schlecht als recht, Fotos werden schnell unscharf. Ein großes Problem ist die Belichtung, die Ergebnisse werden gleichmäßig schnell über- und unterbelichtet, aber nur selten ausgewogen. Details vermatschen leicht durch einsetzendes Bildrauschen. Immerhin die Farben kommen natürlich rüber, aber das hilft am Ende dann auch nicht mehr viel. Für mehr als Schnappschüsse taugt die Kamera des Kazam Thunder Q4.5 nicht. Videos sind nur wenig schöner anzusehen, auch wenn hier die Sache mit der Belichtung besser klappt.

Musikfreunde werden mit dem Kazam Thunder Q4.5 so ihre Probleme haben. Das liegt erst einmal an dem mickrigen internen Speicher von 4 GB, von dem drei Viertel schon zum Start belegt sind. Zwar nimmt das Smartphone eine Speicherkarte auf, die darf aber laut Hersteller auch nur 32 GB groß sein. Der interne Lautsprecher ist unterer Durchschnitt, ihm fehlen Bässe und Höhen ebenso wie eine adäquate Lautstärke. Kazam legt dem Thunder Q4.5 ein kabelgebundenes Headset bei, das als Antenne für die Radiofunktion dient. Musikhören macht darüber aber wenig Spaß, denn das Hartplastikteil sitzt nicht nur ziemlich unbequem im Ohr, sondern hat auch einen noch schlechteren Klang als der Lautsprecher. Hier ist ein Austausch sinnvoll.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Sprachqualität ist auch in Zeiten von Smartphones ein wichtiges Kriterium - aber leider nicht die stärke des Kazam Thunder Q4.5. Im Test fehlt es sowohl an Lautstärke als auch an Höhen und Tiefen. Beide Gesprächspartner haben eher den Eindruck, sich mit einem Walkie Talkie zu unterhalten. Das hat zwar etwas von Old School, ist aber objektiv einfach ziemlich schlecht. Rauschen ist wenigstens nur minimal festzustellen. Über Freisprechen wird die Qualität dann auch nicht wirklich besser.

Bei den Schnittstellen glänzt das Kazam Thunder Q4.5 im Test vor allem mit dem zweiten SIM-Slot. Da sich Dual-SIM und LTE derzeit aber meistens noch ausschließen, ist der schnelle Daten-Turbo nicht an Bord. Dafür aber HSPA, Bluetooth 4.0 und WLAN-n, allerdings nur über 2,4 GHz. GPS und ein Radio-Modul sind ebenfalls an Bord, NFC und DLNA fehlen. Das ist in dieser Preisklasse aber üblich.

Akku-Laufzeit

Der wechselbare Akku des Kazam Thunder Q4.5 hat eine Kapazität von 1.800 mAh. Das ist für die verwendete Technik mehr als ausreichend und sorgt dann auch tatsächlich für ein gutes Durchhaltevermögen. Im Antutu-Tester stehen 655 Punkte zu Buche, ein starker Wert. In der Praxis schafft das Kazam Thunder Q4.5 in aller Regel zwei Tage aktive Nutzung, auch mehr ist drin, wenn man nicht ständig an seinem Smartphone herumspielt.

Fazit

Kazam vergleicht das Thunder Q4.5 auf seiner Website direkt mit dem Samsung Galaxy S4 Mini - und hat dagegen in der Praxis keine Chance. Zwar ist das Kazam Thunder Q4.5 vergleichsweise günstig und hat einen zweiten SIM-Slot, aber sonst auch nicht viel zu bieten. Schlechte Kamera, Sprachqualität wie anno dazumal und kein besonders gutes Display, da bringen auch die recht flüssige Leistung und der ordentliche Akku nicht viel. Wer auf Dual-SIM verzichten kann, findet in der Knapp-200-Euro-Klasse mittlerweile einige bessere Geräte, mit dem Nokia Lumia 630 oder dem Huawei Ascend G740 auch Modelle mit zwei SIM-Slots.

Testwertung Kazam Thunder Q4.5
 
Handlichkeit und Design 84%
Verarbeitung 88%
Sprachqualität 76%
Akkuausdauer 71%
Ausstattung/ Leistung 46%
Kamera 67%
Internet 66%
Musik 84%
Software und Bedienung 86%
Navigation 92%
Gaming und Video 53%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
72%
Zeitwertung
(Stand 14.12.2017)
62%

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