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Autor: Steffen Herget 21.10.2014 - 18:15 | 0

Asus ZenFone 5 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gute Kamera
  • Ausdauernder Akku
  • Aktuelles Betriebssystem
  • Flops
  • Unregelmäßig auftretende Ruckler und Hänger (-0.5%)
  • Akku nicht wechselbar
  • Langweiliges Design

Asus Zenfone 5 Test: Solide Mittelklasse mit Hochs und Tiefs

Das Asus Zenfone 5 ist alleine schon wegen seines Prozessors ein Exot. Kein Chip von Qualcomm oder Mediatek gibt hier den Takt vor, sondern ein Bauteil von Intel. Das Android-Smartphone aus Taiwan hat im Test ein paar mal aufhorchen lassen - positiv wie negativ.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Unter den Handy-Herstellern ist Asus in Deutschland noch immer ein recht unbeschriebenes Blatt. Man kennt die Taiwanesen von Computerbauteilen, Laptops, Bildschirmen oder Tablets, aber ein Asus-Handy benutzen wohl die wenigsten. Zu Hause in Taiwan sieht das für Asus anders aus, dort erfreut sich die Zenfone-Reihe durchaus einiger Beliebtheit. Nun soll die Stellung auch in Europa ausgebaut werden.

Dazu bräuchte es eigentlich einen Hingucker, aber damit kann der Testkandidat nicht dienen. Das Design des Asus Zenfone 5 ist nicht gerade eine Offenbarung. Das Android-Smartphone im Test wirkt ziemlich altbacken, das schlichte Gehäuse mit der abnehmbaren schwarzen Plastik-Abdeckung und den silbernen Knöpfen ist extrem schlicht gehalten, ohne dabei aber so etwas wie edle Eleganz zu versprühen. Die Schriftzüge auf der Rückseite sind nur aufgedruckt, der schwarze Balken unterhalb der Android-Tasten an der Front wirkt deplatziert. Bei der Vorderseite des Asus Zenfone 5 fällt zudem auf, dass der Hersteller mit seinen breiten Rändern rund um den Bildschirmd es Smartphones eine ganze Menge Platz verschwendet - ärgerlich und in der Form unnötig. Aber bei einer UVP von 269 Euro, die Asus für das Zenfone 5 aufruft, kann man auch nicht wirklich Luxus erwarten.

Asus Zenfone 5 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 5 LTE im Test

Asus Zenfone 5 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Schlechte Tasten

Asus Zenfone 5 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Kein Design-Schmuckstück | (c) Areamobile

 

Die Anschlüsse am 145 Gramm schweren und satte 10,34 Millimeter dicken Asus Zenfone 5 liegen an den üblichen Stellen: USB-Port unten, Kopfhörerausgang oben, Lautstärkewippe und Powerbutton rechts. Die Knöpfe an der Seite sind nicht überzeugend, sie ragen kaum aus dem Gehäuse heraus und sind schlecht zu erfühlen. Vor allem der Powerbutton hat außerdem einen sehr schlechten Druckpunkt und reagiert häufig erst beim zweiten oder dritten Versuch. Die abnehmbare Rückseite hält gut und sicher. Darunter ist leicht zu sehen, dass es das Zenfone 5 auch in einer Dual-SIM-Version geben könnte, der SIM-Slot trägt die Nummer "1", zudem ist das Gehäuse für einen zweiten Schacht vorbereitet. Ärgerlich: Trotz wechselbarer Oberschale ist der Akku des Zenfone 5 fest verbaut. Die Verarbeitung geht insgesamt in Ordnung.

Display-Größe und -Qualität

Das IPS-Display des Asus Zenfone 5 löst mit 720p auf und hat dem Namen entsprechend eine Diagonale von 5 Zoll zu bieten. Die resultierenden 294 PPI sind mittlerweile nichts mehr, das die Fangemeinde staunen lässt, und tatsächlich mangelt es dem Bildschirm im Test sichtbar an Schärfe. Die Blickwinkelstablilität geht insgesamt in Ordnung, zumindest wenn man von rechts, links, oben oder unten auf das Display schaut. Geht der Blick schräg über eine der Ecken zum Bildschirm, verändert sich die Farbdarstellung merklich. Insgesamt wissen die Farben auf dem Display allerdings zu gefallen, auch die Helligkeit ist mit 255 cd/m2 im unteren Mittelfeld. Der Kontrastwert, den unser Messgerät ausgespuckt hat, liegt bei 742:1. Die Abdeckung des RGB-Farbraums ist meist gut, nur bei den Blau- und Grüntönen mangelt es ein wenig.

Asus Zenfone 5 Display-Test | (c) Areamobile

Asus Zenfone 5 Display-Test | (c) Areamobile

Asus Zenfone 5 Display-Test | (c) Areamobile

Asus Zenfone 5 Display-Test | (c) Areamobile

Asus Zenfone 5 Display-Test | (c) Areamobile

Asus Zenfone 5 Display-Test | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Mit seinem Intel-Prozessor ist das Asus Zenfone 5 nach wie vor ein Exot unter den Android-Smartphones. Der Intel Atom Z2560 hat eine Taktfrequenz von 1,6 GHz, zwei Rechenkerne und Hyper-Threading, mit dem sich zwei weitere Kerne simulieren und vier Threads gleichzeitig ausführen lassen. Die in Benchmarks ermittelten Werte (z.B. 17.619 Punkte in Antutu, 4.662 Punkte im 3DMark, 1.409 ms im Sunspider-Test oder 5,8 fps bei GFXBench) liegen etwa zwischen einem Snapdragon 400 und Snapdragon 600, je nach Test.

Im Alltag läuft das Asus Zenfone 5 dann auch meist flüssig und ausreichend schnell. Hin und wieder gönnt sich das Smartphone aber auch unerklärliche Pausen und Ruckler, die heutzutage einfach nicht mehr sein müssen. Da drückt man auf ein App-Symbol und wartet zwei, drei Sekunden, bevor etwas passiert. Daran hat auch das Update aufg Android 4.4.4 Kitkat bislang nichts geändert. Auch wenn diese Probleme nur hier und da auftreten, ziehen sie den Gesamteindruck doch ein wenig nach unten.

Asus Zenfone 5 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 5 LTE

Asus Zenfone 5 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Menü

Asus Zenfone 5 LTE Unboxing | (c) Areamobile

App-Drawer | (c) Areamobile

 

Ausgeliefert wird das Assu Zenfone 5 noch mit Android 4.3, das Update auf die Version 4.4.4 Kitkat ist in Deutschland aber bereits verfügbar und kann dann direkt installiert werden. Über der Android-Oberfläche liegt ein eigener Launcher von Asus, der recht ressourcenschonend arbeitet, aber optisch etwas zusammengewürfelt aussieht. Die Systemeinstellungen und das Benachrichtigungs-Center etwa sind eher hell gehalten, der Rest eher in dunklen Tönen. Hier und da finden sich in Untermnüs unschöne Lokalisierungsfehler, etwa bei nicht korrekt dargestellten Umlauten. Praktisch ist der Lockscreen mit Schnellstart-Funktionen für Kamera, Telefon und SMS sowie einem schicken Wetter-Widget. Die Zahl der vorinstallierten Apps hält sich in Grenzen. Wer allerdings Programme wie Omlet-Chat oder Party-Link tatsächlich nutzen soll, bleibt ein Rätsel.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

An der Rückseite des Asus Zenfone 5 steckt eine Kamera mit einem 8-Megapixel-Sensor. Diese 8 Megapixel werden im Format 4:3 erreicht, beim voreingestellten 16:9-Bild ist bei 6 Megapixel Schluss. Eine kleine LED unterhalb der Linse sorgt für ein wenig Licht in dunklen Zeiten, die Frontkamera knipst Selfies mit 2 Megapixel. Die Kamer-App von Asus, die über den Lockscreen schnell gestartet werden kann, bietet eine Menge Einstellmöglichkeiten, vom manuellen Belichtungsausgleich, ISO- und Weißabgleich über einen HDR-Modus und verschiedene Autofokus-Einstellungen bis hin zu einem sogenannten Eulen-Modus für wenig Licht ist vieles dabei, was zum Ausprobieren anregt. Die Menüs der Anwendung sind übersichtlich, es gibt sogar ein kleines Tutorial beim ersten Start.

Testfoto mit dem Asus Zenfone 5 | (c) Areamobile

Testfoto mit dem Asus Zenfone 5 | (c) Areamobile

Die Bildqualität kann zwar nicht mit echten Kamera-Spezialisten mithalten, überzeugt im Großen und Ganzen aber. Die Bilddynamik ist durchaus gut, die Schräfe passt. Farben werden naturgetreu abgebildet, Farbsäume treten nur selten auf. Ein gewissen Grundrauschen ist auch bei gutem Licht festzustellen, nimmt aber nicht überhand. Die Kamera des Asus Zenfone 5 fokussiert schnell und löst flott aus, einzig der Schnellstart über den Lockscreen dürfte für Schnappschüsse noch ein bisschen rascher gehen. Videos haben eine insgesamt ordentlich Bildqualität, Tearing-Effekte sind kaum einmal zu bemerken. Die Tonaufzeichnung ist ein wenig flach geraten.

Asus Zenfone 5 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Speicherkarte muss sein | (c) Areamobile

Die Audioqualitäten des Asus Zenfone 5 bewegen sich im Test ebenfalls im Mittelfeld. Der interne Lautsprecher ist ausreichend laut, könnte aber mehr Bass mitbringen. Dass die Box nach hinten abstrahlt, hilft auch nicht unbedingt weiter, mit der Hand wird der Schall schnell leicht abgedämpft. Deutlich besser ist da schon das mitgelieferte In-Ear-Headset, das einen ausgewogenen Klang mit guter Laustärke und genau der richtigen Dosis Bass mitbringt. An digitalen Inhalten mangelt es im Google-Universum bekanntlich nicht, da kann Asus ruhig darauf verzichten, eigene Streaming-Angebote mitzubringen. Der interne Speicher des Asus Zenfone 5 ist mit 8 GB allerdings nicht besonders groß, zumal knapp die Hälfte bereits belegt ist - eine Speicherkarze ist hier Pflicht, bis zu 64 GB werden unterstützt.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Das Telefonieren gelingt mit dem Asus Zenfone 5 im Test durchaus gut, die Sprachqualität kann sich sehen - oder besser: hören - lassen. Leitungsrauschen ist nur selten ein Problem, die Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen funktioniert recht gut. Zum Freisprechen dürfte der interne Lautsprecher aber ein wenig mehr Power haben.

In Sachen Datenschnittstellen ist beim Asus Zenfone 5 eigentlich alles an Bord, was beim Mobilfunk Rang und Namen hat, denn auch LTE wird unterstützt. Dem WLAN-Modul fehlt allerdings der schnelle ac-Standard. Wer das Zenfone 5 über USB an den PC anschließt, bekommt zwei Geräte angezeigt. Einerseits den von Android bekannten Massenspeicher, andererseits ein emuliertes CD-Laufwerk mit speziellen Treibern für ältere Windows-Systeme.

Akku-Laufzeit

Im Asus Zenfone 5 steckt ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 2.110 mAh. Unverständlich, warum sich Asus dazu entschieden hat, den Energiespender fest zu verbauen, wenn die Rückseite des Smartphones doch einfach abnehmbar ist. Nun ja, sei's drum, denn was beim Akku natürlich wichtigzer ist, ist die Ausdauer. Hier liefert das Zenfone 5 keine schlechte Leistung ab, über den Tag kommt man mit dem Smartphone immer. Zwei Tage dürften für viele Anwender ebenso problemlos möglich sein. Im Video-Dauertest schafft das Asus Zenfone 5 recht ordentlich 5:20 Stunden.

Fazit

Das Asus Zenfone 5 bietet solide Android-Mittelklasse. Der Intel-Prozessor ist - bis auf die angesprochenen Ruckler und Hänger - flott genug, die Kamera liefert brauchbare Bilder und der Akku hält gut durch. Auch das Display kann sich sehen lassen, das Update auf Android 4.4.4 Kitkat ist löblich. Wirkliche Begeisterung will sich aber nicht einstellen, denn das Zenfone 5 ist einfach ein wenig langweilig. Es kann irgendwie alles, aber nichts so richtig gut. Das kann man bei einem Preis von rund 200 euro aber auch nicht erwarten.

Testwertung Asus ZenFone 5
 
Handlichkeit und Design 67%
Verarbeitung 88%
Sprachqualität 91%
Akkuausdauer 82%
Ausstattung/ Leistung 72%
Kamera 84%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. Für "Unregelmäßig auftretende Ruckler und Hänger" (-0.5%) werden Punkte abgezogen.

-0.5%
Internet 89%
Musik 86%
Software und Bedienung 93%
Navigation 88%
Gaming und Video 75%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
83%
Zeitwertung
(Stand 14.12.2017)
71%

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