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Autor: Steffen Herget 25.03.2014 - 11:56 | 42

Samsung Galaxy S5 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Sehr gutes Display
  • Absolut flüssige Performance
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Wasserfestes Gehäuse
  • Wechselbarer und sehr starker Akku
  • Flops
  • Materialwahl für ein Top-Smartphone wenig edel

Samsung Galaxy S5 Test: Würdiger Nachfolger des Klassenprimus

Da ist es nun, das Samsung Galaxy S5. Umstritten wie lange nicht mehr kommt das neue Top-Modell der Koreaner im April in den Handel. Technisch kaum weiterentwickelt und optisch schlimmer als vorher, sagen die einen. Sinnvolle Modellpflege und endlich bessere Haptik und Design, sagen die anderen. Wir haben das Samsung Galaxy S5 im Test unter die Lupe genommen.

Gehäuse-Design und Verarbeitung

Das Samsung Galaxy S5 im Test ist im Vergleich zum Galaxy S4 deutlich gewachsen: 5 Millimeter länger und 2,5 Millimeter breiter ist es geworden, die 0,2 Millimeter in der Dicke merkt man kaum. Der silberne Rahmen im Alu-Look, der aber aus Kunststoff ist, ist ähnlich geriffelt wie beim Galaxy Note 3. Die Rückseite spaltet die Meinungen sehr extrem, wie sich bereits bei der Vorstellung des Galaxy S5 auf dem MWC 2014 gezeigt hat. Objektiv ist die neue Soft-Touch-Oberfläche jedenfalls deutlich rutschfester als das vorher verwendete glatte Plastik, über alles weitere entscheidet der persönliche Geschmack, da gibt es auch in der Areamobile-Redaktion deutlich unterschiedliche Meinungen. In Sachen Verarbeitung ist Samsung keinerlei Vorwurf zu machen, alles sitzt perfekt, nichts wackelt oder knarzt.

Die Knöpfe und Ports sitzen allesamt dort, wo man sie bereits erwartet hat. Oben kommt der Kopfhörer rein, unten der USB-Stecker. Samsung setzt jetzt auch beim Galaxy S5 auf USB 3.0, die schmalen Stecker des USB-2.0-Standard sind aber natürlich kompatibel. An der rechten Seite befindet sich der Power-Button, links die Lautstärkewippe. Beide Schalter sitzen relativ tief im Gehäuse und lassen sich daher nicht allzu leicht erfühlen, sind aber gut zu bedienen. An der Oberseite des Galaxy S5 wurde noch ein Infrarotsender positioniert.

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S5 im Test

Samsung Galaxy S4 gegen Samsung Galaxy S5 | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S4 gegen Samsung Galaxy S5

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

Neue Rückseite | (c) Areamobile

 

Das Gehäuse des Smartphones hat allerdings noch etwas mehr zu bieten. Das Samsung Galaxy S5 ist nach IP67 zertifiziert und damit staub- und wasserdicht. Erreicht wird das durch eine Kombination verschiedener Schutzmechanismen. Die schmale Dichtung in der hinteren Abdeckung schützt wie beim Galaxy S4 Active Akku und Innenleben - aber nur dann, wenn wirklich alle der kleinen Klemmen am Rand richtig eingerastet ist. Der USB-Port ist mit einer Klappe abgedichtet, die stets verschlossen sein sollte. Die Mikrofone und der Kopfhörerausgang liegen äußerlich ungeschützt offen, sie sind intern gekapselt. Ein kurzes Wasserbad überstand das Galaxy S5 im Test ohne Probleme. Man sollte es aber mit den Ausflügen ins nasse Element auch nicht übertreiben, denn es handelt sich hierbei nicht um ein Gerät, das als Outdoor-Smartphone konzipiert wurde. Für tolpatschige Anwender kann der Schutz des Galaxy S5 in manchen Situationen aber Gold wert sein.

Display-Größe und -Qualität

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S5 mit Top-Display | (c) Areamobile

Beim Display des Galaxy S5 hat sich Samsung gegen große Änderungen entschieden, auch eine Steigerung der Auflösung von Full-HD zu 2K wurde verworfen. Nur die Diagonale des Super-AMOLED-Panels ist ein wenig gewachsen, sie liegt jetzt bei 5,1 Zoll. Gegenüber dem Vorgänger zeigt sich das Galaxy S5 im Test vor allem bei der Farbdarstellung deutlich verbessert, Farbstiche und übertriebene Farbsättigung sucht man hier vergeblich. In den Einstellungen kann der Nutzer zudem aus verschiedenen Farbschemata wählen. Die Bildschärfe ist bei 432 ppi ausgezeichnet und auch die Blickwinkelstabilität überzeugt. Während die automatische Helligkeitseinstellung für unseren Geschmack etwas höher sein dürfte, ist die Leuchtkraft auf Maximum beeindruckend und schmerzt fast schon in den Augen, wenn es im Raum dunkel ist. In hellem Sonnenlicht ist das aber durchaus gut so, denn auch hier ist das Display des Samsung Galaxy S5 in aller Regel problemlos abzulesen. Auch bei der Bedienung gibt es nichts zu meckern, die Streicheleinheiten durch den Benutzer quittiert das Galaxy S5 mit angenehm feinen Vibrationen und setzt die Befehlen präzise und schnell um - so muss das sein.

Hardware, Software und Bedienung

Bei der Vorstellung des Samsung Galaxy S5 machten viele Gerüchte zum Prozessor die Runde, denn die Koreaner hatten nicht verkündet, welcher Chip das neue Flappschiff antreibt. Mittlerweile ist klar, dass es sich um einen Qualcomm Snapdragon 801 mit vier Kernen à 2,5 GHz handelt, der auf 2 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. Von Octa-Core-CPU oder 3 und mehr GB RAM zumindest in Europa keine Spur. Das enttäuschte den einen oder anderen Interessenten ebenso wie die Tatsache, dass man die Display-Auflösung nicht weiter gesteigert hat.

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

Das Galaxy S5 läuft schnell und flüssig | (c) Areamobile

Doch gibt es eigentlich tatsächlich einen Grund für die Enttäuschung? Nein, gibt es nicht, denn das Samsung Galaxy S5 zeigt sich im Test in Sachen Arbeitsgeschwindigkeit von seiner besten Seite. Das Smartphone ist sauschnell und läuft absolut flüssig, da gibt es nichts zu meckern. In den üblichen Benchmarks setzt sich das Galaxy S5 entsprechend zwar an die Spitze, aber nicht vom Feld ab, wie unser ausführlicher Benchmark-Test zeigt. Diese Messwerte, deren komplette Auflistung hier zu finden ist, stehen allerdings noch zur Bewährung aus, bis wir ein Testgerät mit der finalen Firmware haben. Quasi im Leerlauf, also ohne laufende Apps im Hintergrund, ist etwa 0,95 GB des Arbeitsspeichers belegt das ist etwas weniger als beim Galaxy Note 3. Mit einigen offenen Anwendungen erhöht sich dieser Wert schnell auf 1,5 GB und mehr. Einbußen bei der Geschwindigkeit haben wir aber nicht festgestellt, das Speichermanagement scheint gut zu funktionieren.

In Sachen Betriebssystem bleibt Samsung bei der S-Klasse natürlich dem Google-Universum treu. Mit Android 4.4.2 Kitkat findet sich die allerneuste Android-Version auf dem Galaxy S5 wieder. Die Kundschaft darf bei diesen Top-Modellen auch ruhig damit rechnen, noch mindestens ein oder zwei große Updates zu bekommen, auch wenn es bei Samsung wie auch bei anderen Herstellern eine ganze Weile dauern kann, bis neue Android-Versionen dann auch tatsächlich auf allen Smartphones ankommen.

Android und Touchwiz

Samsung schickt das Galaxy S5 aber natürlich nicht mit nacktem Android ins Rennen, sondern hat seine eigene Touchwiz-Oberfläche in der aktuellsten Version installiert. Die zeigt sich beim Design deutlich moderner und aufgeräumter als früher. Samsung hat vor allem die Menüs und Optionen auf den derzeit modernen Flat-Stil getrimmt, der zeitgemäß und weniger verspielt aussieht. Praktisch sind weiterhin die Verknüpfungen in der von oben herein zu ziehenden Benachrichtigungszentrale. Neu ist die Magazin-Ansicht, die man erreicht, wenn vom Homescreen aus nach links navigiert wird. Hier lassen sich, ähnlich wie bei HTCs Blinkfeed, Neuigkeiten aus verschiedenen Quellen in Form von großen Kacheln anzeigen.

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

Touchwiz im neuen Stil

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

S Health

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

Areamobile auf dem Samsung Galaxy S5 | (c) Areamobile

 

Auch eigene Apps hat Samsung wieder vorinstalliert. S Health dient als Fitness-App für die Verbesserung der eigenen Gesundheit, mit S Voice lässt sich das Smartphone per Sprache steuern. Das geht aber auch über Google Now mit dem Befehl „OK Google", allerdings nicht aus dem Standby heraus wie beim Moto X. Der S Planner ist ein eigener Kalender, Samsung Apps ein alternativer Appstore. Wer sein Galaxy S5 als Fernbedienung nutzen möchte, richtet sich diese Funktion über die App Smart Remote ein. Unser Vorseriengerät enthielt insgesamt kaum Apps von Drittanbietern, das dürfte aber bei der finalen Version anders aussehen, sie soll zahlreiche Gratisbeigaben beeinhalten.

Die Tasten am Samsung Galaxy S5 im Test sind gut zu bedienen, auch wenn gerade der Powerbutton nicht besonders weit aus dem Gehäuse heraus ragt und dementsprechend schwer zu erfühlen ist. Der Homebutton hat einen knackigen Druckpunkt und wirkt gewohnt langlebig. Die beiden Schaltflächen rechts und links des zentralen Knopfes - der linke Button führt nun zu den geöffneten Apps, der rechte stets zurück - sind manchmal fast ein bisschen zu empfindlich, im Test wurde vor allem beim Fotografien im Querformat hier und da ein Button mit dem Handballen ungewollt gedrückt. Das ist aber Gewöhnungssache.

Besonderheiten: Neue Sensoren

Samsung Galaxy S4 gegen Samsung Galaxy S5 | (c) Areamobile

Pulsmesser unterhalb der Kamera | (c) Areamobile

Samsung hat beim Galaxy S5 einen Fingerabdrucksensor in den Homebutton integriert - das Apple iPhone 5S lässt hier grüßen. Bis zu drei Fingerabdrücke lassen sich mit dem Android-Smartphone verwalten, um das Telefon zu entsperren oder auch andere Funktionen zu nutzen, etwa zum Bezahlen mit Paypal oder im Appstore von Samsung - im Google Play Store allerdings nicht. Zur Erkennung muss der Anwender den Finger nicht nur auf den Sensor legen, sonder von oben nach unten darüber ziehen. So ähnlich funktionieren auch Fingerabdruckscanner in älteren Business-Notebooks. Im Test zeigte sich der Fingerabdruckscanner im Samsung Galaxy S5 nicht ganz so flexibel wie das Pendant von Apple, der Finger muss tatsächlich ungefähr in der Richtung über den Button gezogen werden, wie er auch erfasst wurde. Beherzigt man das, funktioniert die Entsperrung aber zuverlässig und flott. Ganz so komfortabel wie am iPhone 5S geht das aber nicht, da das Galaxy S5 größer ist und der Finger nicht nur aufgelegt werden muss. Insgesamt ist das Entsperren per Fingerabdruck ein nettes Detail, aber alles andere als ein Killer-Feature.

Ebenfalls neu ist der Pulsmesser, den Samsung unterhalb der Kamera des Galaxy S5 auf der Rückseite versteckt hat. Er funktioniert in der S-Health-App sehr simpel: Die Fingerspitze auflegen, dann wird mittels eines Lichtsensors der Puls gemessen und in der App dargestellt. Während der Nutzwert dieses Sensors wohl nicht für jeden gegeben ist - echte Sportler nutzen für kontinuierliches Training in aller Regel einen Brustgurt zur Überprüfung der eigenen Werte, der optional erhältlich ist - klappt die Erkennung der Herzfrequenz schnell und zuverlässig.

Apropos Sensoren: Das Samsung Galaxy S5 verfügt außerdem über einen integrierten Schrittzähler. Dieser muss nicht extra aktiviert werden, sondern verrichtet standardmäßig seinen Dienst nebenbei im Alltag und unterrichtet regelmäßig darüber, ob man seinem Tagesziel in Schritten näher gekommen ist. Diese Benachrichtigungen lassen sich in S Health auf Wunsch ausschalten.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Hauptkamera des Samsung Galaxy S5 hat eine maximale Auflösung von 16 Megapixel und einen neuen ISOCELL-Sensor - und eine ganze Menge an Software-Features und Optionen, die zum Ausprobieren und Experimentieren einladen. Dabei hat Samsung die Zahl der manuell zu wählenden Modi im Vergleich zum Vorgänger sogar deutlich reduziert, nur noch fünf sind standardmäßig vorinstalliert, der Rest kann manuell nachinstalliert werden. Viele Dinge macht das Galaxy S5, ohne extra einen Modus wählen zu müssen, etwa die Aufnahme in mehreren Fokus-Ebenen, damit man später den Fokus des Bildes ändern kann, wenn es das Motiv hergibt. Auch einen automatischen HDR-Modus gibt es, der bereits im Display anzeigt, wie die Aufnahme später aussieht.

Die Ergebnisse beim Fotografieren können sich absolut sehen lassen, vor allem die sehr gut abgebildeten Farben überzeugen. Auch die Bildschärfe und der Detailreichtum sind sehr gut, zu unschönen Farbsäumen kommt es nicht. Beim Einsatz in schlechten Lichtbedingungen wird allerdings leichtes Rauschen sichtbar, auch der recht kleine und eher punktuell leuchtende LED-Blitz hilft hier nur bedingt weiter. In dunklen Ecken stoßen allerdings viele Handy-Kameras vergleichsweise schnell an ihre Grenzen, das Galaxy S5 sieht hier im Test noch vergleichsweise gut aus. Erfreulich gut funktioniert auch die Panorama-Funktion, die kaum Bildfehler produziert. Im detaillierten Kamera-Vergleich muss sich das Samsung Galaxy S5 in diesen Tagen noch gegen die Konkurrenz erwehren.

Testfoto mit dem Samsung Galaxy S5 | (c) Areamobile

Testfotos...

Testfoto mit dem Samsung Galaxy S5 | (c) Areamobile

...mit dem Samsung Galaxy S5 | (c) Areamobile

 

Videoaufnahmen gelingen mit dem Samsung Galaxy S5 im Test insgesamt gut. Die Bildschärfe ist ausgezeichnet und die Belichtung in aller Regel in Ordnung. Auch die Tonqualität überzeugt, der Bildstabilisator dürfte aber ruhig besser arbeiten. Mit einem Tipp auf das Display kann während des Filmens der Fokus neu gesetzt werden. Mit einer einfachen Pinch-to-Zoom-Geste lässt sich auch im Video zoomen, das sollte man aber lieber bleiben lassen. Die Ergebnisse sind ruckelig und weit vom ruhigen optischen Zoom einer richtigen Videokamera entfernt. Während der Aufnahme können Fotos geschossen werden. Unser Testgerät zeigte beim Filmen an einer Stelle ein etwas seltsames Verhalten: Sobald vom Foto- in den Videomodus gewechselt wird, startet die Aufnahme, und wenn diese beendet wird, wechselt das Galaxy S5 wieder in den Fotomodus. Dieses Verhalten könnte allerdings der wohl nicht finalen Firmware geschuldet sein.

Unser Testgerät des Samsung Galaxy S5 hat 16 GB internen Speicher, davon sind etwa 5,5 GB zum Start bereits belegt. Das ist nicht die Welt, weshalb man seine Multimedia-Bibliothek besser auf eine MicroSD-Karte auslagern sollte, um den internen Speicher für Apps und andere Dinge frei zu halten. Das Headset des Galaxy S5 können wir erst bewerten, wenn wir eines haben, denn das Vorseriengerät erreichte uns ohne Verpackung. Der Klang mit einem guten Kopfhörer lässt aber wenig Wünsche offen. Der Lautsprecher des Galaxy S5, der vergleichsweise klein ist und noch dazu nach hinten abstrahlt, gefällt uns dann nicht ganz so gut, denn er ist etwas zu leise und hat zu wenig Bass. Der Ton ist jedoch klar und übersteuert auch bei voller Lautstärke nicht. Spiele und Filme machen auf dem tollen Display richtig Spaß, Leistung ist auch mehr als genug vorhanden, so dass das Samsung Galaxy S5 starke Entertainment-Qualitäten mitbringt. Spezielle Musik-Apps oder ähnliche Dinge sind nicht vorinstalliert, aber der Anwender hat ja schließlich die freie Auswahl aus dem Google Play Store.

Telefon-Funktionen und Daten-Schnittstellen

Ein Smartphone-Flaggschiff ist mittlerweile in aller Regel ein echtes Multitalent, aber eine grundlegende Funktion bleibt immer gleich: Telefonieren. Das Samsung Galaxy S5 begeistert im Test mit sehr guter Sprachqualität und nur minimalem Rauschen. Beide Gesprächspartner sind klar und deutlich zu verstehen und auch die Lautstärke ist ausgezeichnet. Gut funktioniert noch dazu die Unterdrückung der Umgebungsgeräusche, auch an einer belebten Straße kommen kaum Verkehrsgeräusche auf der anderen Seite der Leitung an. Über Lautsprecher kommt es nur zu geringen Lautstärkeschwankungen, die Gesprächsqualität ist gleichbleibend gut. In Sachen Sprachqualität rangiert das Samsung Galaxy S5 unter den Smartphone-Spitzenreitern.

Was die Schnittstellen angeht lässt das Samsung Galaxy S5 keine Wünsche offen. LTE Cat4 mit bis zu 150 Mbit/s ist ebenso an Bord wie das schnelle WLAN-ac. Beide Technologien lassen sich zum besonders schnellen Download sogar koppeln. UMTS und HSPA+ sind natürlich ebenso Standard wie NFC und Bluetooth. Wer besonders große Datenmengen vom Rechner auf das Galaxy S5 schieben muss, wird sich über den USB-3.0-Port freuen, für die allermeisten Anwender hätte es aber auch USB 2.0 getan.

Akku-Laufzeit

Samsung Galaxy S5 Hands-on Areamobile-Redaktion | (c) Areamobile

Starker Akku | (c) Areamobile

Der Lithium-Ionen-Akku des Samsung Galaxy S5 ist wechselbar und mit einer Kapazität von 2.800 mAh ziemlich kräftig ausgefallen. Samsung hat auch hier wieder das NFC-Modul im Akku untergebracht, was die Möglichkeit erschwert, einen gleichwertigen Akku eines alternativen Anbieters zu kaufen. Wichtiger ist aber natürlich erst einmal die Laufzeit, und hier liefert das Samsung Galaxy S5 im Test eine starke Vorstellung ab. Über sieben Stunden im Video-Dauertest über WLAN sind für ein Smartphone sehr gut und auch im Batterie-Test von Antutu bringt es das Samsung Galaxy S5 mit 514 Zählern auf einen starken Wert. Damit hängt es das Galaxy S4 LTE+ deutlich ab. So ist auch zu verschmerzen, dass das Galaxy S5 über zweieinhalb Stunden an die Steckdose muss, wenn der Akku mal komplett leer ist. Unseren Akku-Vergleich zwischen dem Samsung Galaxy S5 und dem Galaxy S4 LTE+ findet ihr hier.

Fazit

Das Samsung Galaxy S5 liefert im Test eine außerordentlich gute Leistung ab, und das, obwohl es auf dem Datenblatt keine großen Quantensprünge zu verzeichnen gibt. Das Smartphone läuft absolut flüssig, überzeugt mit einem tollen Display, einer guten Kamera und einem langlebigen und sogar weiterhin wechselbaren Akku. Das Ganze garnieren die Koreaner noch mit der aktuellsten Android-Version, neuen Sensoren und passenden Apps sowie einem wasserdichten Gehäuse. Die notorischen Skeptiker wird man zwar auch mit dem neuen Design wohl nicht gewinnen können, aber abseits des persönlichen Geschmacks ist immerhin der Kritikpunkt der zu rutschigen Rückseite angegangen worden. Insgesamt zeigt sich das Samsung Galaxy S5 als absolut würdiger Nachfolger des S4 und leistet sich keine nennenswerten Schwächen.

Details in der Testwertung können sich noch ändern, da es sich bei unserem Testgerät um ein Vorserienmodell handelt. Die Wertung und der Testbericht werden ggf. angepasst, wenn uns ein finales Galaxy S5 zur Verfügung steht.

Testwertung Samsung Galaxy S5
 
Handlichkeit und Design 81%
Verarbeitung 94%
Sprachqualität 95%
Akkuausdauer 92%
Ausstattung/ Leistung 94%
Kamera 88%
Internet 99%
Musik 90%
Software und Bedienung 95%
Navigation 91%
Gaming und Video 97%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
93%
Zeitwertung
(Stand 30.09.2016)
85%

Unsere Wertung im Detail

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 04.03.14 15:03 handyplayer (Newcomer)

    Das ist ja lustig: Samsung gibt an, dass mit dem S5 390 Stunden Standby-Zeit möglich sein sollen. Doch sogar wenn der sogenannte "Ultra Power Saving Mode" eingeschaltet wird, der ja das Gerät noch stromsparender machen soll und bei dem das Display nur in Schwarz-Weiss(!) nutzen kann, gehen ganze 10% der Akkukapazität innerhalb von nur 24 Stunden verloren. Selbst wenn man das proportional rechnet, würde man somit bei komplett entleertem Akku auf nur 240 Stunden Standby-Zeit kommen! Wir wissen ja alle, dass die Standby-Zeiten der Hersteller stark von der Realität abweichen aber sich selbst an's Bein pinkeln?!? Oh man, Samsung ihr enttäuscht mich von Tag zu Tag mehr! Hoffentlich wacht ihr bald mal endlich auf, bevor es zu spät ist!!!

  2. 25.03.14 12:28 Nuvolari (Advanced Handy Profi)
    @Areamobile

    "Von Octa-Core-CPU oder 3 und mehr GB RAM zumindest in Europa keine Spur. Das enttäuschte den einen oder anderen Interessenten ebenso wie die Tatsache, dass man die Display-Auflösung nicht weiter gesteigert hat."

    Wenn durch die TouchWiz-Oberfläche das Galaxy S5, nicht wie schon das S4 am Anfang, extrem ausbremst und zu Rucklern verleitet, ist das neue Smartphone sicherlich alles andere als schwach bestückt.

    Nur von einem Hersteller wie Samsung und dessen Ansprüche, ist man es eigentlich gewohnt, dass sie die stärkste Hardware verbauen, die es momentan aufn Markt gibt. Dazu gehört eben ein 2K-Display und auch 3 GB RAM, die sie auch beim Note 3 seit letztem Jahr verbauen.
    Außerdem wären diese Komponenten sicherlich eine nette Ablenkung zu noch immer schlechten Materialien und vor allem zum mehr als billig wirkendem Plastikrand gewesen.

    Aber so überlassen Sie einfach den Konkurrenten wie dem neuen HTC One und dem OPPO Find 7 das Spielfeld.

    Und ich bin schon auf den ersten Test des HTC One bei Euch gespannt. Nachdem was man alles in zahlreichen Videos über das neue One sehen und erfahren konnte, erwarte ich jetzt schon, dass es mind. 94% bei Euch erreichen wird.

    - TOP-Technik
    - TOP-Display (Full-HD wie beim S5)
    und
    - TOP-Verarbeitung

    Ein Ergebnis unter dem des S5 wäre eine reine Farce.

  3. 25.03.14 13:07 foetor (Advanced Handy Profi)

    Ich finde die Kamera nicht so gut. Wenn man sich die Mauer anschaut und dann am Bild links oben mal genau hinschaut, dann ist das doch sehr verschwommen.

    Insgesamt finde ich das S5 eine Enttäuschung, hat nicht im Ansatz das erfüllt was erwartet wurde, inklusive der Materialwahl. Wieso nur 2GB Arbeitsspeicher, klar ob man es braucht oder nicht, aber alle anderen Top Modelle haben es.

    @areamobile
    " sowie einem wasserdichten Gehäuse"

    Also "dicht" ist es ja nicht, sondern nur spritzwassergeschützt. (So wurde es zumidest bei der Keynote vorgestellt)


    Edit: Kommt doch noch ne Active Version?

    "but it may as well add some military certifications such as impact resistance or MIL-STD-810G certification - that's salt, dust, humidity, rain, vibration, solar radiation, transport and thermal shock resistance."

    http://www.gsmarena.com/samsung_smg870_is_reportedly_galaxy_s5_active-news-8126.php

  4. 25.03.14 13:11 john coffey

    @Nuvolari: Du Fanboy: Bei Kamera, Display, Leistung, Akku gewinnt das S5. Das S5 bietet mehr Ideen und Funktionen. Und Größe/Display ist auch deutlich besser genutzt am S5. Besser ist beim HTC wohl nur der Klang vom Lautsprecher, den man als normaler Mensch, der nicht im Bus andere Leute nervt, nicht braucht. Das Design polarisiert beim S5 mehr und wird denke ich allgemein beim HTC edler sein.

    @Areamobile: Bin noch auf einen detaillierten Fotovergleich gespannt.

  5. 25.03.14 13:24 pixelflicker (GURU)

    @Nuvolari:
    Bei AM lagen die Testergebnisse von htc-Geräten schon immer unter denen von Samsung. Das wird sich auch beim M8 und S5 nicht ändern.


    @john coffey:
    > Bei Kamera, Display, Leistung, Akku gewinnt das S5
    Das würde ich so eindeutig nicht behaupten.
    In Sachen Display ist es doch eher eine Glaubensfrage und nicht so eindeutig. Schon beim ersten One war für mich das Display besser als das des S4, wer AMOLED mag, wird wohl das Samsung besser finden. Ich sehe hier allerhöchstens einen Patt.

    Genauso bei der Kamera. Die des S5 wird sicher mehr Details darstellen (ist ja bei der höhreren Auflösung logisch) dafür wird das M8 wieder in Low-Light besser sein und in Sachen Funktionsumfang das S5 schlagen (auch durch die neuen Möglichkeiten der neuen Technik). Auch sehr sehe ich keinen eindeutigen Gewinner beim jetzigen Wissensstand.

    In Sachen Leistung schon gar nicht. Samsung verbaut genau den Selben SOC wie htc. htc war in den letzten Jahren bekannt dafür die Softwareanpassung besser im Griff zu haben. Auch da sehe ich nicht, wie Samsung da der eindeutige Gewinner sein soll.

    Lediglich beim Akku dürfte Samsung sicher vorne liegen. Dafür hat htc aber auch seine Stärken, schon alleine durch das tolle Gehäuse.

    Also kann ich nur sagen: So klingst du eher wie der Fanboy.

  6. 25.03.14 13:31 Nuvolari (Advanced Handy Profi)
    @john coffey

    Von Fanboy kann bei mir keine Rede sein.
    Ich hatte bisher alle aus der Galaxy S-Reihe, verschiedene Motorola, HTC, Nexus und nutze aktuell ein BlackBerry Z10.

    Ich hab schon vieles gesehen, erfahren und erlebt.

    Und daher sage ich, dass das diesjährige Samsung-Flaggschiff in meinen Augen einfach eine Enttäuschung ist.
    Vom neuen HTC One bin ich genauso wenig angetan wie vom Xperia Z2.
    Nur nüchtern betrachtet und im direkten Vergleich ist das HTC nach letztem Jahr auch dieses Jahr einfach, neben oder mit dem OPPO Find 7, das hochwertigste Gerät aufm Markt.

    Und das Design des Galaxy S4 polarisiert?!?!?! Ja, vielleicht für einen blinden.

    Bis auf die Rückseite hat es sich nachm S3 und S4 kaum verändert und sieht einfach ausgelutscht aus.

    Man kann ja bei seiner Designsprache bleiben aber hier und da muss auch mal ein pfiffiges Detail sein...wie z.B. die "Skyline Benachrichtigungs-LED" beim Find 7.

  7. 25.03.14 13:42 Dr.Schwarz

    "Das Samsung Galaxy S5 ist nach IP67 zertifiziert und damit staub- und wasserdicht."

    Nein, IP58 ist wasserdicht und IP67 staubdicht.


    "Wer besonders große Datenmengen vom Rechner auf das Galaxy S5 schieben muss, wird sich über den USB-3.0-Port freuen, für die allermeisten Anwender hätte es aber auch USB 2.0 getan."

    Wie beim Note 3? Da ist es kaum schneller als USB 2.0 aber das habt Ihr ja nicht getestet.


    Mir ist schon klar Ihr wollt es euch mit Samsung nicht verbauen aber so bringt das auch niemanden weiter.

    In anderen Worten (wie in allen Deutschen Foren) gibt es mehr hate für das S5 als in sonst einem Galaxy Forum. Es ist größer, hat 200 mAh mehr, immer noch 16GB, immer 1080p, nun mit KNOX und kostet 300€ mehr als ein S4, was eher wie eine Upgrade zum S5 aussieht.
    In keinem anderen Review lief Touchwiz flüssig, nicht bei den Russen und nicht bei den Amis.

    Ps. Letzt Satz "usn" anstelle von "uns".

  8. 25.03.14 14:12 homann5 (Newcomer)

    @Dr.Schwarz:
    Ein Gerät kann entweder entsprechend IP58 oder IP67 zertifiziert sein, beides geht nicht. Denn: Die erste Ziffer gibt den Schutz gegenüber Fremdkörpern an, die zweite den Schutz gegenüber Wasser. IP67 bedeute dementsprechend, dass das Gerät staubdicht ist und das Eindringen von Wasser bei Tiefen von maximal einem Meter bis zu 30 Minuten lang ausgeschlossen ist.

  9. 25.03.14 14:13 Steffen Herget (areamobile.de)

    @Dr. Schwarz: Bei den Schutzklassen steht die erste Ziffer für den Staub- und die zweite für den Wasserschutz, wenn ich recht informiert bin. IP67 = 6 bei Staub (Staubdicht) + 7 bei Wasser (Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen, Samsung spricht von 30 Minuten in 1 Meter Tiefe).

  10. 25.03.14 15:14 foetor (Advanced Handy Profi)

    @Steffen

    "Spricht" Samsung wirklich von untertauchen? Wenn ihr das gehört habt dann wird das auch so sein. Nur auf der Keynote wurde extra darauf hingewiesen, dass es NICHT zum untertauchen gedacht ist. Nicht das man den Test liest und denkt man kann es machen obwohl Samsung davor gewarnt hat dies zu tun :-)

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