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Autor: Stefan Schomberg 19.02.2014 - 18:29 | 3

Wiko Darkmoon Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gute Alltagsleistung
  • Sehr flach und leicht
  • Niedriger Preis
  • Dual-SIM und Speicherkarte
  • Flops
  • Blickwinkel des Display schlecht
  • Verarbeitung an 1 Stelle mangelhaft, sonst gut
  • Nur Android 4.2, kaum Aussicht auf Besserung

Wiko Darkmoon Test: Heller Stern mit dunklem Namen

Wiko Mobile hat uns schon mit seinem Topmodell Darkfull überzeugt – nicht nur mit dem Preis. Jetzt schauen wir uns mal ein Mittelklassemodell an, nämlich das Darkmoon. Hier bietet der Hersteller Dual-SIM, flaches Gehäuse, Quad-Core, großes HD-Display und eine Kamera mit 8 Megapixel. Dafür verlangt er gerade einmal 189 Euro UVP – wie geht das denn?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wer das Wiko Darkmoon erstmals in die Hand nimmt bemerkt sofort die mit 7,9 Millimeter extrem flache Bauform und das niedrige Gewicht von 110 Gramm. Trotz Aluminium-Rücken - zumindest wird der Großteil der Rückseite von dem schicken Metall bedeckt, oben und unten findet man je eine schmale Kunststoffkappe, die dem Empfang von Funkverbindungen wie Bluetooth, GPS, WLAN und GSM zugutekommen. Was wir zum Design des Darkfull gesagt haben trifft fast zu 100 Prozent auch auf das Darkmoon zu: Das Gerät ist unaufgeregt - den einen wird die rundgelutschte Formensprache nicht zusagen, andere werden es als zeitlos loben. Auch bei diesem Modell findet man wenig schmückende Ornamente, auf der Front fällt abgesehen vom silber aufgebrachten Herstellernamen in der oberen linken Ecke höchstens noch die Chromeinfassung des Telefonielautsprechers auf. Wie beim Topmodell befinden sich unter dem Display Sensortasten, in Verbindung mit den ausreichend dünnen Rändern neben dem Display nutzt Wiko den Platz gut aus.

Wiko Darkmoon Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Wiko Darkmoon

Wiko Darkmoon Unboxing | (c) Areamobile

In der Mitte Metall, links und rechts Kunststoff...

Wiko Darkmoon Unboxing | (c) Areamobile

...der sich abnehmen lässt | (c) Areamobile

 

Auffällig ist auch beim Darkmoon die Anbringung des Micro-USB-Ports. Im Gegensatz zu fast allen Herstellern platziert Wiko ihn auf der Stirnseite. Anders als beim Topmodell findet man hier allerdings auch den Klinkenanschluss für Kopfhörer - eine bessere Wahl als die Positionierung auf der Fußseite. Die Rückseite ist ähnlich unaufgeregt wie die Front. Hier fallen neben der Kamera mit der darunter platzierten Aussparung für den LED-Blitz nur noch der Wiko-Schriftzu in der Mitte und der Außenlautsprecher um unteren Bereich auf. Die generelle Verarbeitung geht in Ordnung, kommt aber nicht an das Spitzenmodell heran und weist außerdem einen auffälligen Mangel auf. Während die seitlichen Tasten zwar nicht ganz, aber ausreichend fest sitzen ohne zu klappern weist die Rückseite zwischen oberer Kunststoffabdeckung und Aluminium-Teil einen klaffenden Spalt auf, durch den an einigen Stellen Metall glänzt. Das dürfte daran liegen, dass sich dieses Kunststoffteil abnehmen lässt, um eine der beiden SIM-Karten und eine micro-SD-Karte darunter zu verstauen. An anderen Stellen kommt eine derartige Ungenauigkeit nicht vor, die Passgenauigkeit ist sonst gut.

Display-Größe und -Qualität

Wiko Darkmoon Unboxing | (c) Areamobile

Scharf mit HD | (c) Areamobile

Das Display des Wiko Darkmoon misst 4,7 Zoll und stellt HD dar. Mit 1.280 x 720 Pixel kommt man immer noch auf 312 Bildpunkte pro Zoll, die Bildschärfe geht also voll in Ordnung. Abstriche muss man bei den Blickwinkeln machen. Hier legt sich schon bei vergleichsweise geringfügiger Abweichung vom Optimum ein sichtbarer Schleier über das Bild, der die Helligkeit merklich reduziert. In Anbetracht des niedrigen Verkaufspreises geht das aber noch in Ordnung. Farben werden vielleicht etwas blass, aber immer noch ausreichend gesättigt dargestellt. Für unseren Geschmack ist die Anzeige etwas zu kühl, was aber gleichzeitig auch eine relativ klare Weiß-Darstellung nach sich zieht.

System: Hardware, Software und Bedienung

Trotz des geringen Preises steckt im Wiko Darkmoon ein Quad-Core-Chip - wenn auch nur von Mediatek. Das ist ohnehin kein wirklicher Negativpunkt mehr, zumindest nicht, wenn es um Alltagstauglichkeit geht. Der MT6582 taktet mit je 1,3 GHz und wird von 1 GB RAM sowie als Grafikbeschleuniger von einer Mali-400-MP unterstützt. Diese im Vergleich zu Highend-Boliden wie einem Snapdragon 800 verhältnismäßig schwache Konstellation verhilft dem Darkmoon zu recht direktem Ansprechverhalten und überwiegend flüssiger Bedienung. Gelegentlich gibt es kurze Hakler, doch die treten weder besonders langatmig, noch besonders häufig auf. Die nicht mit einem Spitzenmodell vergleichbare Leistung merkt man auch im Browser, vor allem auf anspruchsvollen Seiten wie areamobile.de. Hier braucht das Gerät etwas, bis alle Daten im Speicher gelandet sind - dann legt sich auch das aushaltbare Ruckeln und das Scrollen erfolgt nahezu vollständig flüssig.

Wiko Darkmoon Unboxing | (c) Areamobile

Trotz der vergleichsweise einfachen...

Wiko Darkmoon Unboxing | (c) Areamobile

...Ausstattung ist die Bedienung...

Wiko Darkmoon Unboxing | (c) Areamobile

...überwiegend flüssig | (c) Areamobile

 

In Benchmarks merkt man ebenfalls den günstigen Preis - wenn auch deutlich weniger als gedacht. Im Antutu Benchmark schafft das Wiko Darkmoon immer noch gute 17.215 Punkte, bei Vellamo HTML5 sind es noch knapp 2.000 Punkte und im 3DMark Icestorm Unlimited auch noch 2.865 Punkte. Das entspricht der Mittelklasse. Erst bei aufwändigen Spielen kommt die Hardware des Darkmoon an seine Grenzen, und auch an anderer Stelle ist schnell das Ende der Fahnenstange erreicht: Beim internen Speicher. Für Apps stehen dem Gerät nur knapp 900 MB zur Verfügung - Spiele wie Asphalt 8 verlangen aber schon 1,6 GB. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen man dem Darkmoon seinen niedrigen Verkaufspreis deutlich anmerkt. Zum Glück installieren sich solcher Games inzwischen aber auch problemlos auf Speicherkarte. Asphalt 7 läuft übrigens absolut flüssig auf dem Darkmoon - das lässt die Vermutung zu, dass Asphalt 8 zumindest spielbar sein müsste.

Viele Extras gibt es ansonsten nicht, Android ist in weiten Teilen original installiert. Hinzu kommen einige Game-Loft-Spiele und Gesten, die wir bereits im Test des Wiko Darkfull beschrieben haben. Dort findet man auch mehr Informationen zur gelungenen Verwaltung der beiden SIM-Karten. An Datenverbindungen gibt es bis auf NFC und LTE alle gängigen Formate: 3G mit HSPA+ bis 42 Mbit/s, Bluetooth 4.0, GPS und WLAN. Ein kleines Manko dürfte für manche Nutzer die etwas ältere Betriebssystemversion Android 4.2.2 sein, obwohl der Prozessorhersteller Mediatek längst die Kompatibilität seines Chips zu Android 4.4 bekannt gegeben hat. Erfahrungsgemäß wird Wiko bis auf Stabilitäts-Update keine neue Android-Version auf das Gerät bringen - einer, wenn nicht gar der größte Nachteil bei Produkten dieses Herstellers.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Hauptkamera liefert Bilder mit 8 Megapixel, vorne sind es immer noch satte 5 Megapixel - das sind Werte, mit denen man selbst im Mittelfeld immer noch gut dastehen würde - das Darkmoon kratzt preislich aber schon fast an der Schwelle zum Einsteigersegment. Eine derartig hohe Auflösung für die Frontkamera ist selbst im Highend-Bereich noch keine Selbstverständlichkeit. Entsprechend gut ist die Qualität von Selbstportraits - fast schon ein Musthave für Selfie-Junkies. Die Hauptkamera, auf die wir bei Smartphones naturgemäß höhere Ansprüche stellen, liefert durchaus gute Ergebnisse - allerdings mit Einschränkungen. An Highend-Konkurrenten kommt man nicht heran, in Hinblick auf den Preis ist das Ergebnis aber ziemlich gut. Insgesamt überraschte uns die Bilddynamik, auch wenn Aufnahmen immer einen Tick zu düster wirken. Dafür werden Unterschiede zwischen Hell und Dunkel überraschend gut dargestellt. Farben wirken etwas matt, dafür aber relativ realistisch. Störend ist allenfalls das Bildrauschen, das bereits bei normalem Licht auftritt und mit schlechter werdenden Lichtverhältnissen rapide ansteigt. Zumidnest tagsüber sieht man das aber hauptsächlich in der Vergrößerung. Details gehen in Ordnung, ohne für neue Bestwerte zu sorgen.

Wiko Darkmoon Originalaufnahme | (c) Areamobile

Wiko Darkmoon Originalaufnahme | (c) Areamobile

Videos lassen sich lediglich in 720p aufnehmen, entsprechend ist die Bildqualität trotz höchster Einstellung (fein) nicht gerade gestochen scharf. Dennoch wirkt das gesamte Bild in Bewegung recht homogen. Übermäßiges Tearing kann man bei Schwenks nicht verzeichnen, der Weißabgleich reagiert schnell. Der Sound ist etwas dünn aber noch ausreichend. Ein Problem dürfte der Speicher sein - Fotos sind zwar nur etwa bis 1,5 MB groß, Videos mit einer Viertelminuten aber schon schnell über 30 MB. Das wird bei nur 1,7 GB zur freien Verfügung stehendem Speicher schnell knapp, sobald auch noch ein paar Apps installiert werden.

Mit Musik wird es dann intern ganz schnell zu eng, Abhilfe schaffen dann aber die Speicherkartenerweiterung (bis 32 GB) und USB-on-the-Go, also Speichererweiterung per USB-Anschluss. Letzteres bedeutet aber auch, ein zusätzliches Gerät mitzuführen. Der Sound lässt sich dank ordentlichem Equalizer schön an den persönlichen Geschmack anpassen und das mitgelieferte Headset hält nicht nur wegen seiner schicken Flachkabel eine Überraschung parat, sondern auch wegen des Sounds. Denn der bietet von bassig bis hellhörig bei guter Lautstärke eigentlich alles, was man für Genuss braucht. Lediglich das letzte Quäntchen Klarheit fehlt ihm, das wird durch den niedrigen Gesamtpreis des Wiko Darkmoon aber mehr als ausgeglichen.

Telefonie-Funktion und Akku

Dank der beiden SIM-Kartenschächte ist man beim Telefonieren theoretisch nicht auf ein bestimmtes Netz angewiesen. Generelle Empfangsprobleme gab es im Test aber ohnehin nicht und die Sprachqualität überzeugt. Lautstärke, Rauschen und Verständlichkeit - alles im grünen Bereich, auch wenn beide Gesprächspartner noch einen Tick klarer klingen könnten.

Auch der Akku überrascht, denn mit 1.800 mAh gehört er in Verbindung mit einem fast 5 Zoll großen Display und einem Quad-Core-Chip nicht gerade zu den stärksten Vertretern seiner Art. Dennoch kommt man mit einer Ladung bei normaler Nutzung recht gut über den Tag. In unserem Video-Dauertest erreicht das Gerät hingegen nur einen Platz im unteren Drittel des Testfeldes.

Fazit

Nach dem aktuellen Topgerät Darkfull überzeugt uns auch das Mittelklassemodell Wiko Darkmoon. Es bietet zwar kein Full-HD-Display, dennoch ist der 4,7 Zoll große Touchscreen angenehm scharf und bis auf die Blickwinkel auch sonst hochwertig. Die Kamera macht für das Preissegment von 190 Euro gute Bilder, die Verarbeitung ist bis auf die beschriebene Ausnahme gut. Hinzu kommt eine extrem flache Bauform und ein handliches Design - was will man da noch mehr? Vor allem mehr Speicher, auch wenn man mit microSD-Karte und USB-OTG schon eine Menge erreichen kann. Einen stärkeren Akku vielleicht noch, doch auch damit lässt sich leben. Im Alltag schlägt sich das Wiko Darkmoon äußerst tapfer.

Themen: Quad-Core-Smartphone, Smartphone
Quelle: AM
Testwertung Wiko Darkmoon
 
Handlichkeit und Design 88%
Verarbeitung 84%
Sprachqualität 82%
Akkuausdauer 63%
Ausstattung/ Leistung 63%
Kamera 73%
Internet 79%
Musik 81%
Software und Bedienung 80%
Navigation 86%
Gaming und Video 64%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
76%
Zeitwertung
(Stand 19.06.2018)
71%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 19.02.14 18:45 George Straßburger (Moderator)

    Stefan

    Das Problem mit No-Name Marken --> Kaum jemand will es haben :)

  2. 20.02.14 10:06 Rosenklotz (Newcomer)
    OK

    Schön, dass hier auch unbekannte Smartphones mit DualSim und Mediatek CPUs getestet werden. Mir fehlen hier aber ein paar Angaben: Wie ist der GPS Empfang? Hat das Gerät eine Notification LED?

  3. 20.02.14 11:49 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    Mit dem GPS-Empfang gab es im Test keine Probleme, eine Status-LED gibt es oben unter dem Lautsprechergrating.

    mfg

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