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Autor: Stefan Schomberg 24.09.2014 - 18:11 | 0

Sony Xperia M2 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Schick aber etwas bieder
  • Gute Alltagsleistung
  • LTE
  • Flops
  • Kamera derzeit recht mies (Software?) (-0.5%)

Sony Xperia M2 Test: Besser als das Xperia M, aber schlechter als mancher Konkurrent

Man lernt niemals aus – so heißt eine Lebensweisheit, an die sich Sony beim Xperia M2 zum Glück gehalten hat. Denn Ägernisse des Vorgängers wurden ausgeräumt und machen das M2 zum klar besseren Smartphone. Perfekt ist es aber noch nicht - wir zeigen, warum.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Sony Xperia M2 ist optisch nun deutlich mehr an das aktuelle Topsmartphone (oder genauer: das Z2) des Herstellers angelehnt, als das noch beim Vorgänger der Fall war. So findet man hier auf der Rückseite eine schicke Glasrückseite, deren größter Nachteil die Anfälligkeit für Fettfinger ist. Die Seiten werden von einem Kunststoffrahmen eingefasst, in den ebenfalls (Kunst-)Glaselemente eingefasst sind - das sieht ziemlich schick aus und macht das M2 zu einem Hingucker. Farblich setzt der Hersteller dafür kaum Akzente, unser schwarzes Testgerät wird nur durch silberfarbene Logos, einen schmalen Chromring um die Kamera und den typischen Xperia-Powerknopf in Metalloptik aufgelockert.

Sony Xperia M2 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Sony Xperia M2

Sony Xperia M2 Unboxing | (c) Areamobile

Schicke Formensprache, aber...

Sony Xperia M2 Unboxing | (c) Areamobile

...langweilige Farbgebung | (c) Areamobile

 

Typisch für viele Sony-Geräte fällt ein vergleichsweise großer Rahmen um das Display auf. Die seitlichen Ränder sind zwar breiter als bei den Topmodellen, fallen aber noch nicht unbedingt negativ auf. Anders sieht das beim Platz ober- und vor allem unterhalb des Displays aus. Gerade unter dem Touchscreen stellt sich die Frage, warum hier so viel Rahmen zu sehen ist, denn dort sind nicht einmal Sensortasten für die Bedienung integriert - schließlich setzt Sony auf Onscreen-Tasten. Dafür stimmen die Gesamtmaße weitestgehend. 149 Gramm Gewicht sind zwar nicht superleicht, 8,6 Millimeter Dicke können sich in der Mittelklasse aber durchaus sehen lassen. Der Akku lässt sich im Gegensatz zum Vorgänger jetzt leider nicht mehr wechseln, wasserdicht ist das Sony Xperia M2 trotz der äußeren Ähnlichkeit zu den IP-zertifizierten Topmodellen ebenfalls nicht - dafür gibt es die Sonderedition M2 Aqua. Die Benachrichtigungs-LED des Vorgängers wurde hingegen übernommen. Die Verarbeitung ist sehr gut.

Display-Größe und -Qualität

Display-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

Blickwinkel-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

Das Display ist beim Xperia M2 im Vergleich zum Vorgänger deutlich von 4 auf 4,8 Zoll gewachsen, allerdings beträgt die Auflösung nur 960 x 540 Pixel - das ist für ein ordentliches Mittelklassemodell dieser Display-Größe zu wenig. Entsprechend fällt auch die Display-Schärfe mit 230 Pixel pro Zoll ziemlich gering auf, ohne im Alltag aber übermäßig negativ aufzufallen. Nur bei genauerem Hinsehen stört die leichte Aufpixelung. Dafür gefällt die hohe Helligkeit von bis zu 422 cd/m², der Kontrast fällt mit 620:1 immer noch durchschnittlich aus. Trotz der hohen Helligkeit ist unter direkter Sonneneinstrahlung das Ablesen stark erschwert. Dafür wurde die Ablesbarkeit bei flachen Blickwinkeln stark verbessert und befindet sich nun auf einem guten Niveau, ohne ganz an ein IPS-Display heran zu kommen. Sony setzt beim M2 auf TFT-LCD. Die Farbdarstellung ist ziemlich genau, bei den Graustufen gibt es hingegen ein paar Ausreißer, die zu einem leichten Grünstich führen.

Display-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

Display-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

Display-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

Display-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

Display-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

Display-Test des Xperia M2 | (c) areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Mit jetzt vier Prozessorkernen wurde deren Anzahl im Vergleich zum Vorgänger verdoppelt. Der Snapdragon 400 mit 4 x 1,2 GHz und Adreno 305 als Grafikbeschleuniger wir nun außerdem von 1 GB RAM unterstützt, was insgesamt zu guter Alltagsleistung führt. Mikroruckler sind zwar auch hier zugegen, allerdings lauft das Gerät mit Android 4.3 ab Werk sehr ordentlich. Anders sieht das natürlich in - für den Alltag nicht relevanten - Benchmarks aus. Etwa 17.500 Punkte bei Antutu und 5.800 Punkte bei 3DMark zeigen, dass das M2 zwar von der Spitze weit abgeschlagen ist, aber mit anderen Geräten mit gleichem Chipsatz auf Augenhöhe liegt. Anders sieht das etwa beim JavaScript-Test Sunspider aus. Hier schafft das Sony Xperia M2 nur 1.600 Millisekunden, ein LG G2 Mini mit gleichem Chip schafft hingegen etwa 1.100 Millisekunden - ein deutlicher Unterschied. Bei Spielen gibt es dank der niedrigen Auflösung derzeit hingegen kaum Probleme, auch wenn bei Toptiteln bisweilen die Grafik etwas reduziert werden muss. Dabei wird das Gerät aber mit bis zu 40 Grad Celsius sehr heiß - eher unangenehm als schmerzhaft, aber erwähnenswert.

Sony Xperia M2 Unboxing | (c) Areamobile

Im Alltag schnell

Sony Xperia M2 Unboxing | (c) Areamobile

Menü

Sony Xperia M2 Unboxing | (c) Areamobile

Ausgeliefert mit 4.3, aber 4.4 wartet schon | (c) Areamobile

 

Mit 8 GB internem Speicher setzt Sony in unseren Augen auf die unterste Größe für Mittelklasse-Smartphones, mancher Konkurrenz ist hier längst bei 16 GB. Zum Glück lassen sich Speicherkarten bis zu 32 GB einlegen und der interne Speicher kommt auf gute Lesegeschwindigkeit von etwa 120 MB/s. Ebenfalls nicht optimal: der Lautsprecher des Sony Xperia M2 im Test klingt etwas dumpf und auf hoher Lautstärke kommt es zu Verzerrungen. Das mitgelieferte Headset kann hier schon viel mehr überzeugen, es klingt ausgewogen und verzerrungsfrei.

Das WLAN-Modul verwendet die 802.11-Standards a/b/g/n und arbeitet damit sowohl im Frequenzbereich mit 2,4 als auch 5,0 GHz. Neben HSPA+ beherrscht das Sony Xperia M2 auch LTE Cat 4, also mit bis zu 150 Mbit/s im Download. Weitere Features sind Bluetooth 4.0 und A-GPS, wobei der Empfang hier gut ausfällt und die Genauigkeit ausreichend hoch ist.

Kamera

Neben der Hauptkamera mit 8 Megapixel baut Sony noch eine unterdimensionierte Frontcam mit läppischen 0,3 Megapixel ein - die Zeiten mit VGA-Frontkameras sind eigentlich schon einige Jahre vorbei. Entsprechend fällt die Qualität der Minikamera auch unter die Kategorie "reden wir nicht drüber", Selfies machen so keinen Spaß. Anders sieht das bei der Hauptkamera aus. Sie startet wie von Sony gewohnt im "intelligenten" Modus, der im 16:9-Format lediglich 5 Megapixel große Fotos erlaubt: Sony, wann ändert ihr das endlich...?! Dank echtem Kameraauslöser und Funktionen wie HDR sollte dann eigentlich ordentlichen Bildern nichts mehr im Wege stehen - leider sieht die Realität anders aus.

Details wirken verwaschen, die Bildschärfe alles andere als knackig. Zu allem Überfluss lässt sich selbst bei optimalen Lichtverhältnissen Bildrauschen erkennen und wegen einer Tendenz zur Überbelichtung fällt nicht nur die Bilddynamik unbefriedigend aus, sondern Farben auch zu blass. HDR-Bilder sehen etwas besser aus, allerdings eignen die sich nur Ist hier die Software oder die Hardware Schuld? Zum derzeitigen Zeitpunkt kann die Kamera des Sony Xperia M2 weder bei Fotos, noch bei FHD-Videos überzeugen, die unter den gleichen Problemen wie Fotos leiden.

Sprachqualität und Akku

Wie beim Vorgänger ist die Sprachqualität auch beim Sony Xperia M2 durchaus gut, auch wenn Gesprächspartner den Nutzer des Smartphones als einen Tick zu blechern wahrnehmen. Rauschen ist außerdem zu hören, allerdings schränkt das den Nutzen nicht ein. Bei Freisprechversuchen kommt der Lautsprecher schnell an seine Grenzen, bei gemäßigter Lautstärke und in entsprechend ruhiger Umgebung kann man aber auch auf diesem Wege entspannt telefonieren.

Der Akku des Sony Xperia M2 im Test stemmt 2.330 mAh, das ist auf die restliche Technik bezogen schon eine ganze Menge. Entsprechend schlägt sich das Gerät in unserem Youtube-Dauertest trotz hellem Display (422 cd/m²) auf sehr respektable 6 Stunden und 31 Minuten und gehört damit zu den Spitzenreitern. Selbst unter Volllast schafft das M2 noch knapp 5 Stunden. Im Alltag ist daher Entspannung angesagt - einen Arbeitstag schafft das Sony-Smartphone locker, auch der abendliche Ausgang stellt da normalerweise kein Problem dar. Energiesparfüchse schaffen auch schon mal gut drei Tage, das ist für ein Smartphone sehr gut.

Fazit

Durchaus nicht übel, was Sony da abliefert, auch wenn das Ergebnis lange nicht fehlerfrei ist. Die Kamera etwa ist der Schandfleck des Gerätes, auch wenn das vermutlich sogar per Update behoben werden kann. Die etwas breiteren Ränder rings um das ansonsten sehr annehmbare Display zeigen hingegen, dass man ein günstiges Modell in der Hand hält - das lässt sich auch nicht mehr ändern. Man muss eben auch den Preis berücksichtigen, der derzeit bei unter 200 Euro liegt und dafür erhält man schon eine ganze Menge. Was nicht bedeutet, dass es nicht besser geht - ein Wiko Getaway bietet für nur etwa 10 Euro mehr ein größeres Display, höhere Auflösung, IPS-Touchscreen, bessere Kamera, Android 4.4, 16 GB Speicher, Dual-SIM und einen wesentlich stärkeren Prozessor. Ein dünneres Alugehäuse gibt es als Dreingabe noch dazu, nur der Akku ist schwächer. In so einem Vergleich schneidet das M2 von Sony also gleich wieder wesentlich schlechter ab - was es aber insgesamt nicht zu einem schlechten Gerät macht.

Testwertung Sony Xperia M2
 
Handlichkeit und Design 75%
Verarbeitung 88%
Sprachqualität 84%
Akkuausdauer 89%
Ausstattung/ Leistung 66%
Kamera 71%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. Für "Kamera derzeit recht mies (Software?)" (-0.5%) werden Punkte abgezogen.

-0.5%
Internet 81%
Musik 88%
Software und Bedienung 87%
Navigation 86%
Gaming und Video 71%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
80%
Zeitwertung
(Stand 20.10.2017)
68%

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